Helbra in alten Ansichten Band 2

Helbra in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Friedrich Rückriem und Werner Holzhauer
Gemeente
:   Helbra
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6150-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Helbra in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

Im Land SachsenAnhalt, Kreis Mansfelder Land, liegt das größte Dorf des Kreises: Helbra, ungefähr 10 km nordwestlich von der Krcisstadt Eisleben enttemt. Die durchschnirtliche Höhe beträgt 250 m über dem Meeresspiegel an den östlichen Ausläufern des Harzes gelegen. Dies relativ wenig bewaldete Hügelland gehört zum uralten Siedlungsgebiet. Die Geschichte unseres Ortes bieter immer wieder neue interessante Gesichtspunkte, über die es sich zu berichten lohnt.

Ursprünglich war Helbra ein unbedeutendes Bauerndorf Die 450 Seelen ernährten sich bis zur Mitte des vorigen Iahrhunderts teils von der Landwirtschaft, teils vom Bergbau. Die rasante Entwicklung des Bergund Hüttenwesens führte zu einem explosionsartigenAnstieg der Bevölkerungszahl. 1880 besaß Helbra 3 149 und um die jahrhundertwende schon 9 000 Einwohner. In den letzten [ahren sank jedoch die Bevölkerungszahl auf Grund der Schließung der umliegenden Schächte und der August-Bebel-Hütte (früher Kochbütte) , sodaß gegenwärtig ungefähr 6 000 Menschen hier im Ort leben.

Seit 1990 befrndet sich Helbra im Umbruch. Moderne Autohäuser und private Großbetriebe bestimmen heute das Bild im Gewerbegebiet 'Hundert Acker' am südöstlichen Ortseingang. Eine Sanierungsgesellschaft, momentan größter Arbeitgeber im Ort, reißt die über einhundert [ahre alte Hütte ab, die bis 1990 noch 2 000 Menschen Arbeit und Lohn gab. Sie bereitet das Territorium zur Kultivierung und Errichtung neuer moderner Gewerbebetriebe vor.

Die Fluren um Helbra nutzt man auch weiterhin landwirtschaftlich. Im 'alten' Helbra bieten die evangelische St.-Stephanus-Kirche, an der noch Teile romanischen Baustils aus dem 11. Jahrhundert zu finden sind, und die katholische Kirche St. Barbara, die erst 1912 gebaut und geweiht wurde, einen interessantenAnblick. Letztere entstand aus einer Notwendigkeit heraus. Denn Ende des vorigen Iahrhundens nahmen

infolge der schwunghaften Entwicklung des Bergbaues viele Arbeitskräfte katholischen Glaubens in Helbra und Umgebung ihren Wohnsitz. Aus diesem Grunde verfügt der Ort auch über zwei Schulen. Die ehemalige evangelische Schule ist heute Sekundarschule, die katholische Grundschule.

Das Bild der Gemeinde prägen vorwiegend zweigeschossige Häuser, wie der Dorfkern, der schon Iahrhunderte besteht, besonders gut beweist. Im letzten Drittel des vortgen Iahrhundens kamen viele Einfamilienhäuser dazu, das heutige Totendorf die Chaussee und der Voigtsplan.

1925 bebaute man westlich des Dorfes hinter dem Pfarrholz DoppelEinfamilienhäuser: das Gartenheim. Sûdlich davon begann 1936 der Bau weiterer Einfamilienhäuscr. Ab 1939 erfolgte die Bebauung hinter dem Pfarrholz die der 'Mitteldeutschen Heimstátten-Bau', heute am Anger.

Das Terrain vom Ortsausgang bis zum Gartenheim bildet heute ein geschlossenesWolmgebiet. In den [ahren 1954/55 entstand auf der 'Großen Haldenbreite' eine Siedlung mit 96 größeren und kleineren Holzhäusern, die Holzhaussiedlung.

In den darauffolgenden [ahren schossen die Häuser wie Pilze aus dem Boden: Die Lehbreite, die Feldstraße und die Bolzeschachtstraße präsentieren ihre Wohnblocks. Fast abgeschlossen sind die Erschließungsarbeiten 'Am Hirschwinkel' , wo in der nächsten Zeit schmucke Einfamilienhäuser entstehen werden. Durch das Nebeneinander von alt und neu strahlt Helbra einen Hauch städtischen Lebens und einen eigentümlichen Reiz auf seine Besucher aus. Ein beliebtes Einkaufzentrum für die Bürger der näheren und weiteren Umgebung ist es schon seit Iahren. Der Fremde, der Helbra erstmals besucht, ist überrascht von der Anzahl kleinerer Geschäfte an der breiträumigen Hauptstraße und

der Weiträumigkeit des Ortes insgesamt. Es fällt ihm auch schwer zu erkennen, ob er sich noch in Helbra oder schon in einer Nachbargemeinde befmdet.

Die Einwohner werden wie alle Mansfelder von Deutschen aus anderen Bundesländern als grob und ungelenk bezeichnet. Diese Fehleinschätzung zeugt [edoch von Unkenntnis und Oberflächlichkeit. Die Helbraer sind rauh, aber herzlich und haben einen großen Hang zur Geselligkeit. Schon seit langen Zeiten gab es Turnvereine, Gesangsvereine, Schützenvereine und viele andere mehr. Sogar eines Theatervereins konnte sich Helbra rühmen. Seit 1887 gibt es die freiwillige Feuerwehr. In den zwanziger [ahren existierten allein vier Fußballvereine. Zur Vervollständigung seien noch Angler-, Kegel-, Schwimm-Vereme. Verband der Schrebergärtner-, der Ziergeflügel-, Tauben-, Hühner und Hundezüchter erwähnt,

Den Höhepunkt des geselligen Lebens in unserer heutigen Zeit bildet das Blasmusikfest im Juni. Es fmdet alle zwei Iahre statt und soll feste Tradition werden. Drei Tage lang ist jung und alt auf den Beinen, Im abendlichen Bierzelt schäumt die Stimmung über. Eine Masse schunkelt, tanzt und tobt. Größer kann das Gedränge auf der EisleberWiese nicht sein. Hier trifft man den, den man monatelang nicht gesehen hat. Neben all dem vergißt man auch die Sorge und Zuwendung für die ältere Generation nicht. Mit Millionenaufwand wurde das Alten- und Pflegeheim modernisiert und erweitert, sodaß hier ein beispielhaftes Domizil für alte und pflegebedürftige Menschen entstand, die von geschultem Personalliebevoll umhegt werden.

Im Dezember 1994 erschien die erste Auflage 'Hel bra in alten Ansichten'. Sie wurde nicht nur von Einwohnern Helbras und seiner Umgebung freudig aufgenommen, sondern auch von Bürgem, die

früher hier lebten und heute in den ? alten' Bundesländern beheimatet sind, sich aber immer noch eng rnit 'ihrem' Helbra verbunden fühlen. So ist es nicht verwunderlich, daß der Bildband den einen oder anderen Bücherschrank im Saarland, in Bayern oder Hessen bereichert.

An dieser Stelle möchten wir uns bei den Helbraer Einwohnern bedanken, die uns ihre alten Ansichtskarten freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben.

Friedrich Rückriem, Werner Holzhuuer

1 Ende des vorigen jahrhunderts wurde auf dem Platz Unter den Linden viermal im [ahr jahrmarkt abgehalten. Hierzu kamen die Verkäufer aus ganz Deutschland und boten den Helbraem ihre Warenan.

2 Bäckermeister Ortlieb aus Helbra belieferte mit seinem Pferdegespann die umliegenden Gaststätten mit Brot und Brötchen. Die Aufnahme entstand um 1910 vor dem Gasthof und Haltestelle der Kleinbahn in Benndorf (früher Helbra) 'Zum Mansfelder Hof'.

3 Hier sehen wir ein Abschiedsbild einer Klasse der evangelischen Volksschule. In der Mitte befindet sich der Klassenlehrer Hinze. Er wurde von Kindern und Eltern gleichermaßen geachtet und geschätzt und war eine bekannte Persönlichkeit im Ort.

4 In den Iahren 1890 bis zur Iahrhundertwende wurden die Bergmanns- und Hûttenarbeiterhäuser im sogenannten Voigtsplan gebaut. Auf diesem Bild sehen w ir die noch unbefesugte Wilhelmstraße, Gepflastert wurde diese Straße erst in den zwanziger Iahren,

5 Bad Anna war urn die Jahrhundertwende ein bellebtes Ausflugsziel für die Helbraer Einwohner und die Menschen der umliegenden Ortschaften.

6 Bild links: Anfang der dreißiger [ahre fanden wieder am 1. Mai Umzüge statt. Hier eine Aufnahme in der Siebigeröderstraße. Im Hintergrund sehen wir ein Filialgeschäft der Firma Römmermann aus Klostermansfeld.

Bild rechts: Festumzug der Helbraer Feuerwehr zum Feuerwehrfest 1 927. Die Aufnah me wurde an der Ecke Ziegelröderstraße und Hauptstraße gemacht. Im Hintergrund sehen wir die vielen Geschäfte. die sich damals auf dieser Straßenseite befanden.

7 Eine Streikversammlung vor der Gastwirtschaft 'Zur Sonne' , fotografi.ert irn Iahre 1909.

8 Der Bliek geht in die Richtung Hohenthalschacht straße, die heutige ThomasMüntzer-Straße. Vor dem GasthofZur Sonne' war der Standort der HelbraerTaxiUnternehmer. Es waren vertreten Ortlieb, Dach, Francke, Kuhfuß und Hahndorf

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