Helgoland in alten Ansichten

Helgoland in alten Ansichten

Auteur
:   Karl-Heinz Axen
Gemeente
:   Helgoland
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0848-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Helgoland in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Grün ist das Land Rot ist die Kant Weiß ist der Strand.

Das sind die Farben von Helgoland, so heißt es in einem alten Spruch über Helgoland, welches früher auch Helgoland, heiliges Land, genannt wurde. Den seefahrenden Nationen war die Insel als Bestimmungspunkt und Schutzhafen bekannt, sie wurde entsprechend geehrt und geachtet. Eine wahrhaft bewegte Vergangenheit hat Helgoland seit jenen Zeiten hinter sich. Denken wir nur an die ständig wechselnden Besitzer der Insel, an das schwere Los der Helgoländer Fischer und Schiffer, oder an die letzten Kriege, welche die Bewohner der Insel heimatlos machten.

Das Helgoland der Vorkriegszeit steht nicht mehr, kein Gebäude, keine Anlage konnte den Bomben und Sprengungen des Zweiten Weltkrieges standhalten. Die Insel wurde schwer beschädigt und in eine einzige Kraterlandschaft verwandelt. Dank der Ende des vorherigen Jahrhunderts in Mode kommenden Fotografie und der Verbreitung der Ansichtskarte, sind uns Bilder erhalten geblieben, die Stil und Lebensart jener Zeit festhielten. Ein Vergleich dieser Aufnahmen mit heute wird uns schmunzeln lassen, den einen oder anderen Leser vielleicht nachdenklich stimmen. Helgoland entstand bereits vor mehr als sechzig Millionen Jahren. Zu jener Zeit drückte der unter dem Ton der Buntsandsteinzeit lagernde Zechsteinsand mit seinen Steinsalzeinschlüssen eine etwa 7 x 4 Kilometer große Platte aus der Erdkruste heraus, deren letzter Sockel heute Helgoland heißt, In den folgenden Jahrtausenden arbeitete die Meeresbrandung unaufhörlich an dieser aus Buntsandstein, Muschelkalk und Kreide bestehenden Insel. Immer wieder brach Gestein vom Inselkörper ab. Es kam wiederholt zu Überschwemmungen bis dann in der Sylvesternacht 10 l721 die Insel endgültig geteilt wurde. Es entstanden zwei Körper, das rote Kliff, die heutige Hauptinsel, westlich gelegen und das weiße Kliff, die Düne, östlich gelegen. Nach alten Abbildungen hatte Helgoland vor gut einhundert Jahren noch eine zerklüftete, aus vielen Felstürmen, Nieschen und Grotten bestehende Westwand, aus der uns heute als letzter markanter Felsen nur noch die lange Anna erhalten geblieben ist. Die ständig gefährdete Steilküste wird heute durch eine Brandungsmauer vor weiterer Zerstörung geschützt. Im Süden Helgolands, im Schutz der Insel hatte die Meeresströmung schon viele Jahre Sand angeschwemmt und somit beste Voraussetzungen für ein Seebad mit Badestrand geschaffen. Die Düne wurde zum Mittelpunkt des Badelebens und wichtigster Platz auf Helgoland.

700 nach Christus wird Helgoland erstmals erwähnt

und im 14. Jahrhundert auf ersten Seekarten verzeichnet. Ab 1356 befindet sich Helgoland in dänischen Besitz. Dann 1470 im Besitz des Herzogs Friedrich 1. von Schleswig-Holstein, wird Helgoland 1497 von den Hansestädten Hamburg und Bremen erobert. 1684 jedoch wieder von den Dänen in Besitz genommen. Danach geht die Insel laut Altonaer Friedensschluss 1689 an Herzog Christian von Schleswig-Holstein über. Doch schon 1714 zwingen dänische Kriegsschiffe erneut zur Übergabe der Insel, 1807 erscheint die englische Flotte vor Helgoland und fordert die Dänen zur Übergabe der Insel an die Engländer auf. Am 10. August 1890 wird Helgoland offiziell gegen deutsche Besitzungen in Afrika (Sansibar und Wituland) eingetauscht. Mit der Eingliederung in das Deutsche Reich begann der eigentliche Aufschwung und Ausbau der Insel.

1826, es war die schwere Zeit nach der Kontinentalsperre, gründete der Helgoländer Bootswerftbesitzer Jacob Andresen Siemens trotz vielfältiger Schwierigkeiten das Seebad Helgoland. Helgoland, während der französischen Herrschaft in Deutschland Umschlagplatz für Schmuggelware zum Festland, gewann an Reichtum und hatte seine goldenen Jahre. Doch mit der Aufhebung der Seeblockade im Jahre 1813 begann der wirtschaftliche Abstieg für die Inselbewohner, denn plötzlich fielen die gut bezahlten Schmuggel fahnten und Geschäfte der Helgoländer aus. Da auch der Fischfang fast zum Erliegen gekommen war, musste eine neue Erwerbsmöglichkeit gefunden werden. In dieser schweren Zeit gründete J.A. Siemens die Aktiengesellschaft 'Badeanstalt Helgoland' und weihte die Insel als drittes Seebad an der Nordsee ein. Mit jährlich wachsenden Besucherzahlen nahm die Entwicklung des Badelebens auf der Insel seinen Lauf. Die Aktiengesellschaft florierte, es wurde eine Spielbank eröffnet, ein Strandpavillion gebaut und Jahre später folgte ein erstes Theater. Jacob Andresen Siemens erkannte Helgolands Chance als Seebad rechtzeitig. Heute ist ihm als Gründer des Bades ein verdientes Denkmal auf der Insel gesetzt.

Ich persönlich kenne, wie viele andere Leser sicher auch, die Insel Helgoland nur als modernes Seebad. Für diese Generation und für die Gäste Helgolands dürfte das vorliegende Buch 'Helgoland in alten Ansichten' gute Vergleiche zur Gegenwart vermitteln. Für den Helgoländer selbst sollte es vergangen Zeiten und manche schöne Stunden in Erinnerung rufen. Viel Technik kann das neue 1952 entstandene Helgoland seinen Gästen bieten, vom Charakter her ist es immer noch die alte liebenswürdige, an seine Tradition verknüpfte, Insel geblieben.

1. Diese im Jahre 1894 als Lithographie verschickte Ansichtskarte zeigt die Insel Helgoland in einem für das Auge etwas ungewöhnlich erscheinendem Querformat, gesehen aus der Vogelperspektive. Die im Bildvordergrund zu sehende Südseite der Insel mit den Häusern und Hafenanlagen auf dem Unterland erscheint hierdurch wesentlich länger, als sie im Vergleich mit der West- und Ostküste in Wirklichkeit ist. Zu dieser Zeit waren nur Zeichnungen von der Insel möglich, denn es wurde noch nicht geflogen.

2. Helgoland bei Mondschein stellt diese im Jahre 1898 im blauen Druck gefertigte Ansichtskarte dar. Blaue Mondscheinkarten waren um die Jahrhundertwende große Mode und werden heute von Sammler sehr gesucht. Die etwa im richtigen Größenverhältnis wiedergegebene Abbildung von der Insel zeigt, wie bebaut diese bereits um 1900 war. Etwa 2 000 Helgoländer haben zu dieser Zeit die Insel bewohnt. Sie lebten in erster Linie vom Fischfang, aber auch der Tourismus hatte bis dahin schon viele Familien ernährt.

3. He1go1and vom Flugzeug aus, nannte der Fotograf diese gelungene aus dem Jahre 1921 stammende Aufnahme. Das Foto zeigt die Insel mit seiner langgestreckten West- und Ostküste bei Ebbe vom Norden her. Am linken Bildrand ist die Düne zu sehen, Noch vor wenigen hundert Jahren hatte die Insel ein vielfaches seiner heutigen Größe und bestand aus einem Komplex. Durch die Sturmflut zum Jahreswechsel 1720-1721 wurde die Insel endgültig in zwei Körper, der heutigen Düne und der Felseninsel selbst getrennt.

4. Der erste geregelte Schiffsverkehr zwischen dem Festland und der Insel Helgoland wurde 1834 eröffnet. Mit Raddampfern, dieses Bild zeigt den 1889 gebauten Dampfer 'Cobra I', fanden diese Fahrten statt. Das 80 Meter lange und 10 Meter breite Schiff verkehrte mit Unterbrechung bis 1921 im Helgoland-Seebäderdienst. Es konnte nach seiner Modernisierung die stattliche Zahl von 900 Passagieren aufnehmen. Als erstes Dampfschiff überhaupt lief bereits im Jahre 1816 (1) die britische 'Lady of the Lake' auf der Fahrt von England nach Hamburg, die Insel Helgoland als Zwischenstation an.

5. Von rasender See und dem Schrecken der Überfahrt berichtende Ansichtskarten scheinen für damalige Künstler ein beliebtes Motiv gewesen zu sein, denn es gibt amüsante Bilder dieser Art. Im Gegensatz zu dem auf dieser Karte gezeigtem Bild, finden heute die meisten Überfahrten ohne Seekrankheit statt. Es sollte in unserer heutigen technisierten Zeit jedoch nicht vergessen werden, dass Reisen mit den ersten Dampfschiffen bei bewegter, rauer See kein Vergnügen waren und sich solche Szenen durchaus abgespielt haben können.

6. Zu den bekam testen Schiffen des Helgoländer-Seebäderdienstes gehörte ohne Zweifel der hier abgebildete Dampfer 'Cobra II'. Die Aufnahme zeigt das vor Helgoland auf Reede liegende Schiff beim Ausbooten der Passagiere. Der 17 Knoten schnelle, in Stettin gebaute, Dampfer wurde in der Zeit von 1926 bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 als Fahrgastschiff eingesetzt. Der 2 130 BRT große Dampfer konnte 1920 Passagiere aufnehmen. Im Krieg wurde dieses Schiff zum Minenleger umgerüstet, erhielt 1942 einen Bombentreffer und mußte später verschrottet werden.

7. In voll beladenen Booten werden die Besucher zur Landestelle übergesetzt. Das auch heute noch praktizierte Ausbooten dauert keineswegs länger als sonst übliches Anlegen und Aussteigen an einer Landungsbrücke. Bis 1945 war den Helgoländern das Ausbooten durch Gesetz zugesichert und wurde 1952 im Helgoland-Gesetz erneuert. Schon zur Zeit der Gründung des Seebades durften anlaufende Schiffe, die Gäste vom Festland brachten, das Ausbooten wegen bestehender Untiefen nicht selbst durchführen.

8. Von der Landungsbrücke, die erste wurde bereits 1869 am Südstrand errichtet, geht unser Blick hinüber zu den Häusern des Unter- und Oberlandes. Villa Payens, unser Balkon und das Schwimmbad hat der Absender auf der Bildseite dieser Ansichtskarte vermerkt. Etwa auf der Mitte des Oberlandes ist die Leuchtturmspitze zu erkennen. Die kürzeste Verbindung zwischen dem Ober- und Unterland war, wie auch heute noch, der Weg über die große Treppe oder die Fahrt mit dem elektrischen Aufzug.

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