Helmste in alten Ansichten

Helmste in alten Ansichten

Auteur
:   Walter Holst
Gemeente
:   Helmste
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6338-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Helmste in alten Ansichten'

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Einleitung

Die Fotografien dieses Bildbandes geben einen Eindruck von dem landwirtschaftlich geprägten Leben und Arbeiten der Menschen in Helmste während der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts. Bei dem Zusammentragen der Bilder leistete Wilhelm Höft hilfreiche Vorarbeit, des weiteren hat sich Bürgermeister Heimich Klintworth mit Nachdruck für die Veröffentlichung dieses Bandes eingesetzt. Für ihr Engagement gebührt beiden großer Dank. Auf die Darstellung des üblichen geschichtlichen Abrisses des Ortes wird bewußt verzichtet, der zur Verfügung stehende Platz soll vielmehr der Überlieferung zweier alter Sagen von der Entstehung Helmstes und Rüstjes dienen. Sie wurden Lehrer Ebel vom 'alten Sandkröger' erzählt und sind in der Schulchronik niedergeschrieben.

Helm staht

Nach alten mündlichen Überlieferungen soll der erste Einwanderer tom För geheißen haben. Derselbe diente bei einem Großen oder Graben (= Grobian) an den Ufern des 'freen Beek', wozu Groß und Klein Fredenbeck und die Deinster Mühle gehörten. Der Große hatte zwei Töchter, die älteste hieß Eike. Mit dieser unterhielt tom För ein Liebesverhältnis. Als der Große davon erfuhr, kündigte er tom För den Dienst und jagte ihn fort. Damit war aber das Liebesver-

hältnis nicht aufgehoben, sondern tom För kam in einer der nächsten Nächte und entführte seine Eike. ZurWiedererlangung seiner Tochter schickte der Vater am andern Tage seine Knechte aus; aber alle Mühe war vergebens. In seinem Kummer gelobte er, alle seine pferde und Rinder seiner Tochter zu geben, wenn er sie wiederfände, sollte es auch bei tom För sein. Doch darüber sollten mehrere Iahre verstreichen.

Tom För und Eike wanderten in der Nacht vom 'freen Beek' gegen Osten und siedelten sich hier unter Eich- und Birkenbäumen an. Ein etwas freies Plätzchen soll sich in der Mitte des jetzigen Dorfes befunden haben. Hier baute sich tom För mit Hilfe der Entführten eine Erdhütte. Sie nährten sich von Wild und von den Fischen des 'Steenbeck'. Letzterer soll damals 41 Schritte breit gewesen sein. Doch wurden tom För und Eike durch den Rauch, der von ihrer Hütte aufstieg, verraten. Der Große kam, fiel seinerTochter um den Hals und bezahlte bald darauf seine Gelübde.

Einige Zeit darauf starb der Große, und tom För sammelte sich Leute vom 'freen Beck' , um sich ein Haus herzurichten und den Boden zu kultivieren. Eine gewisse Zeit des Tages wurde für tom För gearbeitet und die übrige Zeit für die

Arbeiter, um auch sich ein Heim zu gründen. - An einem stürmischen Tage war tom För mit seinen Knechten beim Ausroden der Birken und Eichen beschäftigt. Ein Windstoß nahm einem der Arbeiter die Mütze vom Kopf. (Diese hatte er aus zwei Hasenfellen gemacht, und weil sie etwas hoch war, nannte er sie Helm.) Der Arbeiter rief: 'Helm stahl' Aus diesem ' stah!' soll später ' ste' entstanden sein, also 'Helmste'.

Die Sage vom großen joehen

Auf dem Gutshof'Rüstje' dierite einst ein starket Knecht, der' große Iochen' genannt. Derselbe konnte sich mit dem herrschafilichen Diener ganz und gar nicht verstehen. Die Zwietracht derselben wuchs sich zum Bedenklichsten aus, Eines Sonntags hüteten Iochen und der Dierier das Haus, da die Herrschaft wahrscheinlich zur Kirche gefahren war. Da

1 Gastwirtschaft Cordes

Gastwirtschaft Claus Neumann, später Helmuth Cordes, heute Klaus- Hinrich Cordes, Böberstroot 7.

führte Iochen seinen lang gefaßten grausigen Entschluß aus: Er nahm den schwächeren Diener kurzerhand unter den Arm und strebte mit ihm dem nahe gelegenen Schlickmoor zu, wo er ihn trotz allen Sträubens, Flehens und Schreiens den grausamen Erstickungstod sterbenließ. Da die Bestrafung zu damaliger Zeit nicht so straff gehandhabt wurde, so ließ man den Mörder unangetastet, auch wagte sich wohl niemand an den starken Menschen heran. Doch ereilte ihn das Schicksal. Er verließ den Dienst in Rüstje und ging in Dienst nach Issendorf, kam aber des öfteren in den 'Sandkrug' und äußerte eines Tages am Ofen stehend, er müsse am 1. Mai sterben. Obgleich man das wohl für töriches Geschwätz hielt, so endete der große joehen tatsächlich am 1. Mai durch Selbstmord. Das Volk hielt ihn für einen 'Teufelskerl'.

2 Eichenhof

Klintworths Eichenhof um 1926, war oft Mittelpunkt von Feiern der Liedertafel, ganz rechts Marie Klintworth. Die heutigen Besitzer Gisela und Peter Schulz haben den Betrieb 1985 von Heino Wiebusch übernommen und zu einem anspruchsvollen gastronomischen Betrieb umgestaltet.

3 HofsteIleTewes Holsten

Die Hofstelle Tewes Halsten um 1930; der Bauer steht in der Grootdeel (mitWeste), es folgten als Besitzer Hermann und Iohann Halsten. Das Anwesen brannte am 19. Juni 1970 nieder.

4 Wohnhaus Klindworth

Das Wohnhaus der Familie Klindworth, Drift 4 wurde 192 2 erbaut und zeigt die typisohen Merkmale des Baustiles der zwanziger jahre: Backstein, verzierter Giebel, deutliche Trennung von Wohnen und Viehwirtschaft. Die letzten Besitzer hießenJohann und Hermann Klindworth, heute Hans und Marianne Duncker (geborene Klindworth). Der Hof trug früher die Hausnummer 17. Das Strohdachhaus und die Scheune wurden bei dem Bombenangriff vom 3. August 1943 zerstört. (SieheText zu Bild Nr. 38)

5 Hofstelle Hermann Holsten

Hofstelle Hermann Halsten um 1925, der Blick fällt auf das Wohnhaus mit Göpelscheune. Tochter Käthe heiratete Wilhelm Klintworth, heute Harry Klintworth, Böberstroot. Der größte Teil der Gebäude wurde bei dem Bombenangriff am 3. August 1943 vernichtet. (SieheText zu Bild 38). Auf dem Foto erkennt man von links: Schlachter Klaus Steffens, Anna Bardenhagen (Rowedder), im Hintergrund Besitzer Hermann Holsten. Hermann Steffens und Mimi Bardenhagen (Tamke).

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