Helmstedt in alten Ansichten Band 2

Helmstedt in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Robert Schaper
Gemeente
:   Helmstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2493-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Helmstedt in alten Ansichten Band 2'

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EINLEITUNG

Es ist schwer für einen Autor, am Ende seines Lebens Neues oder Interessantes über eine Stadt zu schreiben, deren Geschichte er fast ein halbes Jahrhundert mit seiner Feder begleitet hat. Die Höhepunkte der Geschichte, die das Antlitz der Stadt Helmstedt geprägt haben, sind im ersten Band 'Helmstedt in alten Ansichten' dargelegt worden. In der neueren und neuesten Zeit haben sich Bürger, Stadtvertretung (Rat) und Stadtverwaltung bemüht, die Stadt für Besucher attraktiver und für die Einheimischen lebenswerter zu machen. Dazu mußten weite Teile alter, in der Bausubstanz nicht erhaltenswerter Straßenzüge abgerissen werden, mußten Industriewerke (wie die Kammgarnspinnerei Hampe) aus der Innenstadt 'auf die grüne Wiese' ausgelagert werden. Auch einzelne Häuser wurden saniert - um das moderne Wort für den modernen Umbau zu verwenden.

In vielen Fällen ist es gelungen, den 'Kahlschlag' in gefälliger Form wieder gutzumachen: modern ausgestattete Wohnungen wurden mit altertümelnden, gemütlich aussehenden Fassaden versehen, oft auch die

mittelalterliche Fassadenwand im Originaloder in Nacharbeitung wieder davorgesetzt. Wenn die Stadt der Fremde, der sie besucht, hat oft den Eindruck, sie sei eine große Baustelle - wenn die Stadt also ihre Sanierungsvorhaben in absehbarer Zeit wird beendet haben, wird sie sich in neuer Schönheit zeigen können, zumal in letzter Zeit die Grünanlagen sich der besonderen Gunst der Stadtverwaltung erfreuen. Nicht nur alte und neue Parkanlagen wurden gepflegt, sondern auch auf den Plätzen, die als Autoabstellplatz dienen, wurden junge Bäume gepflanzt. So stellt sich Helmstedt weiterhin als eine tausendjährige Stadt im Grünen vor, die neben großzügig angelegten Neubauvierteln in der Innenstadt auch ein mittelalterliches Gepräge bewahrt hat.

Vielleicht kann ein späterer Historiker oder Heimatforseher in fünfzig Jahren einmal in Bildern aufzeichnen, was sich dann an Neubauten gegenüber dem heute Bestehenden getan hat. Ob sich dann noch jernand an das Heute erinnert?

1. Einsurn in Vorstadtgärten stand das Haus rechts im Vordergrunde des Bildes noch 1922 an dem Wege, der kurz nachher Goethestraße genannt worden ist. Wir blieken über die Stadt und sehen den Turm der Kirche St. Walpurgis, Giebel, Dachausbaten und den Turm des Juleums, weiter den Hausmannsturm, und auf der Höhe der Wilhelmstraße das Gebäude der Landwirtschaftlichen Lehranstalten. Der Schornstein, der im Mittelgrunde des Bildes aufragt, ist nicht mehr vorhanden, er wurde 1972 nledergelegt, als die Kammgarnspinnerei, zu der er gehörte, ihren Betrieb in die Außenbezirke der Stad t verlegte.

HELMSTEDT

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2. Noch immer haben wir einen Überblick über die Stadt. Wir stehen auf dem Hügel an der Walbecker Straße neben der Posselecke'schen Windmühle, die stillgelegt und 1929 abgerissen wurde, weil die letzte Besitzerin, die Witwe Posselecke, keinen Zuschuß zur Erhaltung dieses Bauwerkes bekam, deren Art immer seltener wurde. Unsere Aufnahme ist noch vor dem Ersten Weltkriege gemacht worden.

3. Wir befinden uns um die Jahrhundertwende in - die alten Helmstedter sagten: auf - Krügers 'FelsenkeIler' im Osten der Stadt. Hier war jahrzehntelang ein Ausflugslokal für die Einheimischen. Dann richtete Fräulein Lademann eine Töchterschule ein, und nach dem Zweiten Weltkriege fand hier die Niedersächsische Heimschule ihre Heimstatt. Als diese ihren Neubau bezog, wurden die alten Gebäude des 'FelsenkeIlers' abgerissen, und für eine englische Militäreinheit wurden neue Unterkünfte errichtet. Deutlich ist im Bilde links die Kastanienallee zu erkennen, außerdem die Kirche St. Stephani.

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4. Fast alles auf diesen Bildern hat sich seit 1898 verändert. Das Löwendenkmal ist jetzt von rauschenden Bäumen umgeben. Die Carlsquelle ist versiegt, der alte Theaterbau mußte einem Neubau weichen, die Landschaft wurde durch Straßenzüge verändert, und das Restaurant samt Wintergarten wurde abgerissen. Nur das Juleum, Hauptbau der ehemaligen Universität, steht noch in alter Frische - wieder - da. Es wurde von 1962 bis 1970 renoviert.

5. Wer erinnert sich noch? Es war ein Ereignis in ereignisvollen Tagen. Das Landesjägerkorps Maercker - hier sind Teile davon auf der Schöninger Straße abgesessen - schlug 1919 den Komrnunistenaufstand in Helmstedt und Braunschweig nieder, wobei in Helmstedt der Hauptmann Ernst Koch, Sohn des Helmstedter Forstmeisters Koch, erschossen wurde, Das Café auf der linken Straßenseite besteht noch, allerdings ohne Vorgarten und ohne Zaun, und in dem Hause im Vordergrunde links hat sich die Glück-auf-Apotheke niedergelassen.

6. So sahen unsere Eltern und Großeltern die Landschaft ostwärts von Helmstedt, die heute von der schnellen Straße, der Autobahn, durchkreuzt wird. Im Hintergrunde links tauchen Kirche und Turm von St. Marienberg auf, rechts von Baum- und Buschwerk zeigt sich die Mühle von Posselecke, die auf einem Hügel in der Gehrung von Walbecker Straße und Nordstraße stand. Es ist eine im ganzen traurige Landschaft, und unsere Großeltern werden auch kaum das Verlangen gehabt haben, hierher spazieren zu gehen.

7. Wir blieken - es ist 1925 - aus dem Dunklen Tor auf den unteren Teil des Marktplatzes. Die Eisenwarenhandlung Bernhard Becker bestand damals noch, und das Lebensmittelgeschäft an der Ecke hatte ReinhoId Grabarek inne. Vor einigen Jahren ist das Haus von Becker nebst einigen Nebenhäusern abgerissen worden, um einem Neubau Platz zu machen, und Grabarek ist nach dem Zweiten Weltkriege mit seiner Familie nach Nordamerika ausgewandert. Das dem Betrachter zugewandte Schaufenster ist zugemauert worden, das Geschaft besteht nicht mehr. R. Grabarek wirkt 'drüben' zeitweilig als Laienprediger.

8. Im Jahre 1869 wurde die städtische Gasanstalt am Harslebertor in Betrieb genommen, die Haushalte und Gewerbe in der Stadt bis 1926 mit der Energie aus Steinkohle versorgte. Dann wurde sie an den Mühlgraben verlegt. Die Fabrikgebäude am Harslebertor wurden abgerissen, die Bürogebäude zu Wohnungen umgewandelt. Kurz vor dem Zweiten Weltkriege baute die Allgemeine Ortskrankenkasse dann hier ihr Verwaltungsgebäude, das gerade in diesem Jahre (1979) modernisiert worden ist. Auf unserem Bilde von 1920 ist noch die Wohnung des Gasrneisters und das alte Verwaltungsgebäude der Gasanstalt zu sehen. Dahinter grüßt der alte Hausmannsturm herüber.

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