Hermannstein bei Wetzlar in alten Ansichten

Hermannstein bei Wetzlar in alten Ansichten

Auteur
:   Willi Zehner
Gemeente
:   Hermannstein bei Wetzlar
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2736-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hermannstein bei Wetzlar in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Zwischen Aßlar und Niedergirmes lag einst das Dorf Mühlheim , das um das Jahr 1377 eine Wüstung wurde. Die Einwohner verließen ihren Heimatort und suchten anderswo ein Unterkommen, weil damals Landgraf Hermann der Gelehrte von Hessen auf dem Stein, einem Berg bei Mühlheim eine Feste von Thile von Frankenberg errichten ließ. Landgraf Hermann benannte die Burg nach seinem Namen und deshalb entstanden heftige Fehden zwischen ihrn und dem Grafen Joharm Il. van Solms-Burgsolms.

Der Landgraf suchte die Selbständigkeit des Adels zu unterdrücken. Er sah sich nach Bundesgenossen um und gewann, nachdem allerlei Streitigkeiten geschlichtet waren, auch die Grafen Johann Il. von SolmsBurgsolms und den Grafen Otto von Solms-Braunfels für seine Partei. Das geschah im März 1372. Bei Wetzlar fand eine blutige Schlacht statt, in der die Sterner geschlagen und eine Anzahl ihrer Anführer, die beiden Grafen von Katzenellenbogen, der Graf Heinrich van Nassau, Reinhard van Westerburg, Eberhard von Isenburg-Grenzau nebst anderen geriet in Gefangenschaft. Graf Johann Il. aber gab, entgegen den früheren Vereinbarungen die ihm anvertrauten

Sterner frei. Darüber war der hessische Landgraf erbost und im Verein mit dem Grafen Otto von Solms-Braunfels begann er, den Burgsolmser Grafen zu befehden. Diesem konnte er jedoch nicht viel anhaben infolge allerlei politischer Ereignisse, zumal wegen der Streitigkeiten um die Mainzer Erzbischofsfrage. Inzwischen war es in der Reichsstadt Wetzlar zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen dem Rat und den Zünften gekommen.

Am 8. Juli 1375 erschien Graf Johann von SolmsBurgsolms vor Wetzlar mit dem Vorgeben, die Geschlechter und die Zünfte zu versöhnen. Der Graf, vom Kaiser begünstigt, nahm dem neuen Rat gefangen. Die Wetzlarer Bürgerschaft unterwarf sich und eine Verfügung Kaiser Karl IV. stellte die alten Verhältnisse wieder her. Der Burgsolmser Graf jedoch war der eigentliche Herr der Stadt.

Da aber Hessen sein Gegner war und er niemals dulden konnte, daß Graf Johan Springinsleben Herr von Wetzlar blieb, verband dieser sich mit dem Grafen Johann von Nassau-Dillenburg, der inzwischen gegen Hessen einen neuen Bund gegründet hatte, die Gesellschaft der alten Minne. Der hessische Landgraf traf

Gegenmaßregeln. Er entschloß sich zur Anlage einer Burg zwischen den solrnsischen Schlössern Braunfels und Hohensolms und der Reichsstadt Wetzlar, die auf Seiten des Grafen Johann Il. von Solms-Burgsolms kärnpfen mußte und wählte dazu die Klippe, welche sich am Fuße des Schwarzenberges über dem Dorfe Mühlheim erhob. Der Bau begann im Jahre 1376 unter dem Schutze einer ansehnlichen Streitmacht. Der Burgsolmser Graf und die Ritter von der alten Minne suchten ihn zu hindern und die ganze Gegend schallte wider von Krieg und Kriegsgeschrei. Damals wurde das Dorf Mühlheim zerstört und zur Wüstung. Die Burg bestand anfangs lediglich aus einem geräumigen Wohnturm, der als etwas verschobenes Viereek auf einem nach drei Seiten schroff abfallenden Felsen Platz fand. Seine an sich schon 2,5 Meter dieken Mauern sind nach der Bergseite hin noch durch eine Vorlage verstärkt, die von außen wie ein Halbturm aussieht, tatsächlich aber nur massives Mauerwerk ist.

Der Turm enthält zwei hohe, mit Kreuzgewölben überdeckte Räume, deren jeder durch eine Holzbalkenlage in zwei Stockwerke geteilt war. Das

oberste Gewölbe bildet die Wehrplatte, jedoch liegt der Wehrgang noch 3,20 Meter höher. Der Treppenturm steht, nach außen nicht erkennbar, in der Ostecke, über dem Eingang auf der Südseite springt ein Gußerker vor, eine sogenannte 'Pechnase', von der aus die Angreifer und Rammgerät mit siedendem Pech begossen werden konnten. Zwei Kamine, deren Schornsteine den Wehrgang überragen, boten die Möglichkeit zur Einrichtung einer Küche und heizbarer Räume,

So ist also diese Turmlage - im Gegensatz zu einem Bergfried - Wohnraum und Wehrbau zugleich; er konnte eine hinreichende starke Besatzung aufnehmen. Erst im 15. Jahrhundert wurden unterhalb der Feste noch Wohngebäude und ein Wirtschaftshof errichtet.

Noch in demselben Jahr wurden Friedensverhandlungen zwischen dem Landgrafen Hermann einerseits und dem Dillenburger Grafen und Johann Il. von Burgsolms andererseits angeknüpft und ein Vergleich vom 18. August 1377 hinderte zunächst den Weiterbau der Feste, der Landgraf Hermann seinen Namen, Hermannstein gegeben hatte.

1. Dieses ist das einzige Foto von der Burgstraße in Herrnannstein, bevor die Häuser abgerissen wurden. Links ist das Haus von dem ehemaligen Homöopath und Feuerwehrhauptmann Bender. Rechts das alte Backhaus und das Haus Keller, in dem bis 1934 der Ziegenbock der Gemeinde untergebracht war.

2. Dieser Kupferstich Meißners zeigt Hermannstein im Jahre 1632 vor dem Brand ohne ein Zeichen der Zerstörung.

3. Links: Die Paulskirche von Hermannstein wurde 1491 erbaut.

Rechts: In der Wand befindet sich ein seltenes SandsteinRelief.

4. Das Kircheninnere bevor es ganz umgestaltet wurde (linkes Bild). Die alte Orgel wurde von einem Blasebalg bedient. Die Balgen wurden von Schulkindern getreten. Wenn das manchmal nicht richtig geschah, gab es am anderen Tag vom Lehrer Feix, der Organist war, Prügel!

5. Ein Bild von allen Schulkindern Hermannstein, im Jahre 1906 aufgenommen. Schulleiter war der Raab Andree, der ein ehemaliger Kaiserlicher Offizier war und der für Zucht und Ordnung zu sorgen hatte. Die Kinder hatten damals nur ein Paar Schuhe, die genagelt wurden damit die Schuhe länger hielten.

6. Das alte Backhaus. Wenn morgens um 10 Uhr die Glocke der Kirche läutete dann war es an der Zeit zum Backhaus zu gehen, denn hier wurde die Zeit verlost wann die einzelnen Haushalte zum Backen dran waren. Backholz (Reisholz) mußte dann jeder im Handwagen mitbringen.

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7. Eine alte Grußkarte von Hermannstein mit der alten Holzbrücke,

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8. Das alte Stallgebäude des Hofgutes, vor dem Brand in 1921.

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