Heroldsberg in alten Ansichten Band 2

Heroldsberg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Eberhard Brunel-Geuder
Gemeente
:   Heroldsberg
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6453-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heroldsberg in alten Ansichten Band 2'

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Vorwort

'Heroldsberg ist das schönste Dorf, das ich kenne.'

So äußerte sich einmal der bekannte fränkische Maler und Graphiker RudolfSchiestl (1878-1931).

Wie kaum eine andere vergleichbare Gemeinde hat Heroldsberg in der Vergangenheit immer wieder Künstler inspiriert, das Ortsbild oderTeile davon bildlich darzustellen. Kein geringerer als Albrecht Dürer führt den Reigen der Künstler an. Dabei spannt sich der Bogen über [ohann Alexander Böner und Christian Melchior Roth im 18. Jahrhundert bis hin zu Fritz Griebel in unserem [ahrhundert, um nur einige zu nennen.

Heroldsberg wurde in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts gegründet. Rings um die Nürnberger Kaiserburg ließen die Deutschen Kaiser Stützpunkte errichten, in denen kaiserliche Ministeriale - heute würde man Beamte sagen - die Interessen des Reichs vertraten. Einer der ersten Ministerialen war ein gewisser Heriwald. Von ihm wird der Ortsname abgeleitet.

Bis etwa 1300 wurde Heroldsberg Verwaltungssitz einer ganzen Reihe neu gegründeter Ortschaften im Nordwesten und Nordosten Nürnbergs - vergleichbar in etwa mit einer heutigen Kreisstadt.

Bis etwa 1400 war Heroldsberg mit den dazugehörigen Ortschaften im Besitz mehrerer adeliger Familien, zum Beispiel der

Grafen von Nassau, der Burggrafen von Nürnberg und des Herzogs von Pommern.

Von letzterem kaufte die Nürnberger Patrizierfamilie Geuder das Gebiet im [ahr 1 391 und hielt diesen Besitz bis zum Ende der Feudalherrschaft.

Die Geuder ließen in Heroldsberg die bekannten vier Schlösser am Oberen Markt erbauen.

Zusammen mit der evangelischen Kirche St. Matthäus und dem pfarrhaus aus dem [ahre 1427 bilden sie den historischen Kern der Ortschaft.

1510 war der berühmte Nürnberger Maler Albrecht Dürer - ein Freund der Familie Geuder - in Heroldsberg und fertigte eine Federzeichnung des Ortes. Dies ist die älteste bildliche Darstellung der Ortschaft. Das Original dieser Zeichnung befindet sich heute in einem Museum in Bayonne in Südfrankreich.

Seit 1810 gehört Heroldsberg zu Bayern.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs dominierte die Landwirtschaft in der Marktgemeinde.

Nach dem Ende dieses schrecklichen Krieges fanden hier rund 1 700 Heimatvertriebene aus den früheren Ostgebieten Deutschlands eine neue Heimat.

Ein wichtiger Einschnitt in Heroldsbergs jüngere Geschichte war die Ansiedlung der Vereinigten Papierwerke. Viele Heroldsberger, aber auch Auswärtige, konnten in diesem Unternehmen Arbeit finden. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeiteten in der 'Fabrik' zeitweise über 2 000 Menschen aus der ganzen Region. Um so schmerzlicher war für den Ort der stufenweise Niedergang des einst weltweit führenden Windel- und Papiertaschentuchproduzenten. Im [ahr 1993 schlossen sich für immer die Ptorten der 'Budn'.

Glücklicherweise gelang es fast nahtlos, Ersatz für diesen Verlust an Gewerbe zu schaffen. Der Schreibwaren- und Kosmetikhersteller Schwan-STABILO siedelte von seinem früheren Standort Nürnberg nach Heroldsberg über. An der Straße nach Kalchreuth entstand ein neues Werk, in dem rund 1 400 Menschen beschäftigt sind.

Hohen Stellenwert hatten seit alters her die Brauereien und Gaststätten. Die Gastronomie Heroldsbergs hat auch heute noch einen hervorragenden Ruf, wenngleich es seit vielen [ahren keine Brauerei mehr gibt. Die große Zahl an Wirtschaften entlang der Hauptstraße beweist, daß Heroldsberg seit dem Spätmittelalter ein beliebterTreffpunkt der Kaufleute war. Dies wird verständlich, wenn man bedenkt, daß die wichtige Handels-

straße von Nürnberg über Bayreuth und Hof nach Dresden, Breslau und Krakau durch Heroldsberg führte.

Heute hat Heroldsberg etwa 7 500 Einwohner. Die meisten von ihnen arbeiten in Nürnberg.

Vorliegender Bildband möchte einen Beitrag dazu leisten, die jüngere Geschichte der Ortschaft im Spiegel von Ansichtskarten und Fotografien zu dokumentieren. Die Aufnahmen stammen aus der Zeit von 1890 bis in die Nachkriegsjahre. Sie zeigen eindrucksvoll den Wandel des Ortes von einem kleinen, landwirtschaftlich strukturierten Dorfhin zu einer modernen, aufstrebenden Gemeinde an der Peripherie der Metropole Nürnberg.

Heroldsberg, im Juli 1997 Eberhard Brune1-Geuder

1 Ansicht eines unbekannten Künstlers (vermutlich 19. Jahrhundert). Obwohl Heroldsberg bereits seit dem frühen 1 S. Jahrhundert die Marktrechte besaß, blieb der Ort bis ins 20. [ahrhundert ein Dorf, das hauptsächlich von der Landwirtschaft geprägt war.

2 Im März 1848 formierte sich ein Protestzug der sogenannten Forstberechtigten nach Nürnberg zum Waldamt Sebaldi. Angeführt wurde der Zug von den Heroldsbergern, an der Spitze der 'alte Letter", Bürgermeister von Heroldsberg. Die Forstberechtigten protestierten gegen eine Beschränkung ihrer althergebrachten Waldrechte.

3 Blick vom Kirchturm auf das pfarrhaus und das Gelbe Schloß. Das Heroldsberger pfarrhaus zählt zu den ältesten in Deutschland. Das Gelbe Schloß wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts von Hieronymus Geuder erbaut. Die umliegenden Bauernhäuser wurden inzwischen umgebaut oder mußten Neubauten weichen.

4 Der Kirchturm der evangelischen Kirche St. Matthäus thront über dem Weißen und dem Grünen Schloß. Im Vordergrund das inzwischen stark veränderte landwirtschaftliche Anwesen der Familie Munker.

5 Der Kirchenweg präsentiert sich dem Betrachter heute in völlig veränderter Form. Die Heroldsberger nannten ihn früher 'Ochsenklavier' . Dabei handelte es sich um eine aus eingelassenen Holzriegeln gefertigte Konstruktion, die den Ochsengespannen beim Befahren den nötigen Halt gab.

6 Das kleine Fachwerkhäuschen war ursprünglich das Haus des Gemeindehirten. In den Nachkriegsjahren diente es verschiedenen Firmen als Geschäftshaus. Heute ist das Blumengeschäft Andreas Bock darin untergebracht. Die knorrige Eiche vor der 'Schuster- Villa' gilt als älteste Eiche der ganzen Region.

7 Abbildungen von Heroldsberg in den sechziger [ahren.

8 Die Vereinigten Papierwerke dominierten über ein halbes [ahrhundert das Ortsbild. Nachdem die Ptorten der Papierfabrik für immer schlossen, wurde das Werk 1996 abgebrochen.

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