Herzberg am Harz in alten Ansichten Band 1

Herzberg am Harz in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Ludwig Kiene
Gemeente
:   Herzberg am Harz
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2911-4
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Herzberg am Harz in alten Ansichten Band 1'

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mit Abbildungen aus den Ortsteilen Sieber, Lonau, Scharzfeld und Pöhlde

van

Ernst Ludwig Kiene

Europäische Bibliothek - ZaltbommellNiederlande

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© 1984 Europäische Bibliothek - Zaltbommel/Niederlande © 2011 Reproduktion vom 2. Druck aus 1989

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EINLEITUNG

Der Name Herzberg soll aus der Bezeichnung Hirschberg, Hirtesberg, Hertzberg, entstanden sein, denn schon im Jahre 1029 wurde der Ort erwähnt und zwar als Jagdhaus, auf dem Bergrücken, am linken Ufer der Sieber. Die An1age wurde später als Burg und zum fürstlichen Residenzschloß ausgebaut.

Nach dem großen Brand, im Jahre 1510, wurde das Schloß in seiner heutigen Form wieder aufgebaut. Die Welfen haben hier dann bis 1714 residiert. Später haben öfter Angehörige des Fürstenhauses das Schloß bewohnt. Erst ab 1885 wurde das Amtsgericht in den Räumen untergebracht und die Wohnräume für die Amtsrichter hergerichtet.

Für die Versorgung der Schloßbelegschaft diente die am Fuße des Schloßberges gelegene Landwirtschaft des Vorwerkes. In der großen Scheune lagerte auch für Notzeiten das Getreide für die Versorgung der umliegenden Bevölkerung. Die Gebäude waren aus Bruchsteinen gebaut, die aus dem Siebertal stammten. Es gehörten auch noch zwei Mühlen zum Vorwerk, die durch das Wasser des Mühlgrabens angetrieben wurden. In neuerer Zeit sind alle Gebäude des Vorwerkes abgerissen worden und befinden sich jetzt dort die Bauten der Post.

Ein Teil der Schloßbelegschaft wohnte damals in der Junkernstraße und dort sind noch einige Häuser aus dieser Zeit vorhanden, auch das Hotel 'Deutscher Kaiser' in der Langen Straße gehört noch dazu.

Die wichtigsten Straßen des Ortes waren: Hirtenstraße, Sägemühlenstraße, Fabrikstraße, Lange Straße, Sieberstraße, Junkernstraße und Heidestraße. Mitten durch den Ort verläuft der Mühlgraben, beginnend bei der Lonauer Hammerhütte, wo das Wasser der Sieber entnommen wird und dann im Pfingstanger wieder endet. Mit diesem Wasser wurden angetrieben: 1 Blankschmiede, 1 Sägemühle, I Nagelschmiede, 2 Webereien, 2 Mühlen und 1 Gewehrfabrik. Auch der Jüssee wurde mit dem Wasser aufgeftillt und als Staubecken für die Mühlen benutzt.

Durch die Residenz fanden viele Handwerker Arbeit und Brot, allerdings sind einige Berufe im Laufe der Zeit ausgestorben, wie Gewehrschmiede, Messerschmiede, Stellmacher, Leineweber, Zigarrenmacher, Seiler, Ölmü11er, und so weiter.

Am Eingang zum Siebertalliegt die Lonauer Hammerhütte, dort hat sich 1714 noch eine Eisenhütte befunden, heute eine Papierfabrik. Gegenüber, auf der anderen Seite der Sieber, befmdet sich die sogenannte

'Plantage', eine schon 1793 begonnene, parkähnliche Forstanlage, in der man Bäume und Pflanzen aus der ganzen Welt angepflanzt hatte, um Forstbeamte auszubilden. Die Anlage ist 7,5 Hektar groß, mit Spazierwegen und Ruhebänken.

Das Flüßchen Sieber entspringt am Bruchberg, im Oberharz, fließt in einem tief eingeschnittenen, urwüchsigen Tal, an den Forsthäusern Schluft und Königshof vorbei, durch das kleine Waldarbeiterdorf Sieber, nach Herzberg und mündet später in der Oder. In dem oberen Teil des Tales, wurden noch vier Holzschleifereien von dem Wasser der Sieber angetrieben, in denen Holz für die Herstellung von Papier und Pappe geschliffen wurde.

In Herzberg mündet auch die Lonau in die Sieber, sie entspringt auf dem Acker und fließt durch das Waldarbeiterdorf Lonau, einem Ortsteil Herzbergs, und trieb noch, kurz vor der Mündung, eine alte Papierfabrik an.

In Höhe des Sieberdammes, der einst als Hochwasserschutz errichtet war, versickert das Wasser in trockenen Sommern, kommt dann in der Rhumequelle, der größten Quelle Europas, wieder zu Tage.

Der Ortsteil Pöhlde ist bekannt durch Kaiser Hein-

richs Vogelherd, so wie einer alten germanischen Fluchtanlage auf dem Rotenberg und den Resten eines einstmals im Jahre 952 gegründeten Klosters. Das Bauerndorf Scharzfeld ist ein weiterer Ortsteil von Herzberg, bekannt durch die Steinkirche, die Ruine und die Einhornhöhle. Die Steinkirche ist in den Kalkfelsen gehauen und soll den ersten Christen als Kirche gedient haben, auch hat man bei Ausgrabungen auf dem Vorplatz, überreste aus der Steinzeit gefunden. Auch in der Einhornhöhle, einer Tropfsteinhöhle, hat man Knochen vorzeitlicher Tiere gefunden. Die Burg Scharzfels wird schon im Jahre 952 erwähnt, war aus dem Felsen gehauen und ist dann im Jahre 1761 von den Franzosen gesprengt worden, seit der Zeit Ruine.

Verkehrsmäßig ist die Lage Herzbergs sehr günstig und hat sehr viel zu der Entwicklung der Stadt beigetragen. Es kreuzen sich hier drei Bahnlinien, Nordhausen-Northeim seit 1869, Herzberg-Seesen seit 1870, und Herzberg-Bleicherode seit 1910. Auch kreuzen sich hier die Landstraßen von Göttingen zum Oberharz und von Seesen nach Nordhausen, am Südharz entlang.

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SKI-HüTTE, SIEBRRTAL IM HARZ.

DAS SIEBERTAL IM OBERHARZ

1. Das Flüßchen Sieber entspringt am Bruchberg, im Oberharz, berührt die Orte Sieber und Herzberg und mündet bei Hattorf in die Oder.

Die Ski-Hütte wurde im wildromantischen Teil des oberen Siebertals, vom Akademischen Skiklub aus Göttingen erbaut. Zur Erholung und für Wanderungen seiner Mitglieder.

Forstboos Schlujt

im Ooerhare,

2. Unterhalb der Ski-Hütte lag das Forsthaus Sehluft. Der hier wohnende Förster durfte eine Gastwirtschaft betreiben und Harzwanderer bewirten. Die Gebäude wurden später abgerissen wegen Zusammenlegung mit anderen Förstereien.

3. Der Verlobungsfelsen ist eine bekannte Raststelle für Wanderer, auf dem Wege zwischen den Forsthäusern Königshof' und Schluft.

Originalaufnahme und Verla~ von ~Vilh. :'1Uggc.

Höhenkurort St. Andreasberg 1. Harz.

4. Das Forsthaus Königshofliegt kurz hinter der Straßengabelung Sieber-St. Andreasberg, in Richtung Oberharz. Die Straße ist eine der romantischsten Straßen des Harzes. Das Forsthaus ist auch bewirtschaftet.

5. Sieber, ein Ortsteil von Herzberg, eine alte Waldarbeitersiedlung, ist heute ein bekannter Luftkurort mit seinen Wäldern und Wanderwegen.

SIEBER I. HARZ.

6. Bliek auf Sieber mit seiner kleinen Kirche.

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