Herzberg am Harz in alten Ansichten Band 3

Herzberg am Harz in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Klaus Matwijow
Gemeente
:   Herzberg am Harz
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3466-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Herzberg am Harz in alten Ansichten Band 3'

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EINLEITUNG

Nachdem für die beiden ersten Bände von 'Herzberg in alten Ansichten' viel Interesse gezeigt wurde, hat sich der Verlag, die Europäische Bibliothek, entschieden, einen dritten Band mit alten Bildmaterial von Herzberg herzustellen. Die nach der Herausgabe des zweiten Bandes gesammelten neuen Fotos und Postkarten stammen meist aus privatem Besitz und sind vom Motiv her gesehen, oft selten und unbekannt. Sie zeigen Häuser und Gebäude die heute völlig verändert, zum Teil aber auch nicht mehr vorhanden sind; andere Fotos geben einen Einblick in das tägliche Leben der Herzberger in der Zeit von der Jahrhundertwende bis etwa 1945.

Eine nicht geringe Anzahl der Bilder widmet sich den traditionsreichen Handwerksberufen und den Anfängen der Herzberger Industrie. Im Gegensatz zum zweiten Band sind Motive aus Forst und Wald weniger vertreten. Der Text zu den Bildern entstand, wie bei den ersten Bänden auch, durch Reeherehen in Herzberger Familien, im Stadtarchiv und anhand mehrerer

Chroniken und Schriften über den Ort Herzberg. Allerdings kann für die Richtigkeit der Angaben keine Gewähr gegeben werden. Namen und Daten sind zum großen Teil Überlieferungen von älteren Herzbergern, deren Erinnerungen an Begebenheiten, täglichem Leben und Menschen für die Heimatgeschichte sehr wertvoll sind, zumal einiges von ihren Überlieferungen in keiner Chronik zu finden ist.

Am Zusammentragen von Text- und Bildmaterial waren Willi Thiemann aus der Fabrikstraße und Gerhard Plümer (Knollenstraße) beteiligt. Sie haben viele seltene Fotos in den Familien ausfindig gemacht die hier im dritten Band Verwendung fanden. Der Dank gilt ihnen, den Herzbergern die ihre Bilder zur Verfügung stellten, und dem Verlag Europäische Bibliothek der es ermöglicht hat, heimatgeschichtliches Bildmaterial in Buchform zusammenzufassen,

Herzberg, August 1986

Klaus Matwijow

Invaliden heim Herzberg a. Harz

= t

1. Nach Schließung der Crauseschen Gewehrfabrik, etwa um 1876, wurden die Gebäude in der Fabrikstraße von der Preußisch-Hessischen Eisenbahnverwaltung übernommen, die in den Herrenhäusern 1905 ein Eisenbahner-Invalidenheirn einrichtete. Die leerstehenden Arbeitsräume waren kurze Zeit für die Zigarrenfabrikation eines Herrn Burgdorf genutzt worden. Das Foto zeigt das Invalidenheim etwa um die Jahrhundertwende mit Bewohnern und der Leiterin des Heims, Fräulein Hieckmann.

2. Ein interessanter Bliek auf das Wohngebiet 'An der Blankschmiede' um 1898. In der Mitte des Bildes sind die Wohnhäuser von Zietz und Kobrig und ganz links das Armenhaus zu sehen. Das Gebäude rechts im Bild ist die alte 'Bockstation' , dahinter steht ein ehemaliger Arbeitsraum der Crauseschen Gewehrfabrik an dem der Park vom späteren Invalidenheim heranreieht.

3. Herzberger Frauen und Kinder in Sonntagstracht am Flötebrink um die Jahrhundertwende. Das Fachwerkhaus solll904 durch Blitzschlag zerstört, aber später wieder aufgebaut worden sein. Im Hintergrund steht die große Feldscheune des Landwirts Hassepaß, die auch heute noch vorhanden ist. Durch den Aufbau eines neuen Fachwerkhauses nach der Zerstörung durch den Blitz, ist diese Ansicht am Flötebrink erhalten geblieben. Zu sehen sind von rechts: eine Frau Füllgrabe (Mutter von Granold), dann Luise Pramann geborene Hellmann , mit Albert Pramann auf dem Arm. Daneben stehen Hermann und Adele Pramann (verheiratete Dill). Die Frau mit dem Sonntagshut ist Adele Rorich (geborene Hellmann) mit den Kindern von Konrad Riechel (Pastor), Dörchen, Fritz und Hanni.

4. In der Hauptstraße Nr. 42 (alt 43) war der Sitz der Firma Adolf Engelking A. G. Weitere Betriebe dieser Gesellschaft befanden sich in Hamburg, Blankenburg und Würzburg. Engelking fabrizierte und handelte mit chemisehen Erzeugnissen, Drogen, Pharmazeutischen Präparaten, besaß Vegetabihen-Kulturen und Trocknungs-, Schneide-, und Pulverisier-Anstalten, Ein großer Teil der Erzeugnisse wurde in Herzberg hergestellt. Hauptsitz der Firma war Hamburg. Dort gab Adolf Engelking auch lOOO-Mark-Aktien heraus. Vor Engelking war das Haus in der Hauptstraße im Besitz von Senator und Brennereibesitzer Karl Nolte, dann Albert Meinecke und Marie Rothhardt. Nach Engelking waren es Max Hax, Gemüsehändler Ferdinand Gehrmann und jetzt Bick. Das Foto von 1922 zeigt von links: Gießler, Körber, ?, ?, ein Chemiker, Adler, ?, und Leopold Engelking.

5. Feilenhauermeister Wilhelm Engelke (Graf) in seiner Werkstatt am Mühlengraben um 1925. An der Maschine steht sein sohn Willi, davor Lehrling Bertold Gödecke und ganz rechts sein Schwiegersohn Fritz Möller. Die Feilenherstellung wurde lange in der Familie Engelke betrieben, die Werkstätten sind heute noch vorhanden.

6. Wohnhaus Nr. 1 an der Sägemühlenstraße (früher 261) um 1900 (?). Als erster Besitzer ist Spinnereiarbeiter Kar! Thiele bekannt, dann folgt 1913 Bäckermeister Heinrich Wächter, 1930 ist es im Besitz des Vollziehungsbeamten Friedrich Wille, 1936 übernimmt es Bäckermeister Fritz Wolter und seit 1972 befindet sich dort die Konditorei und Bäckerei Günther Donner.

7. Die Badeanstalt von Fritz Kellner in der oberen Sägemühlenstraße. Vor Kellner gehörte sie Wilhelm Lübeck, der 1888 in einem Harzklub-Prospekt Wannenbäder und medizinische Bäder jeder Art nach ärztlicher Vorschrift anbietet. Gleichzeitig weist er auf die nett eingerichteten Ferienwohnungen mit voller Pension im Hause hin. Eine weitere große und bekannte Badeanstalt war die von den Gebrüdern Kolle an der Papiermühle. Kolles bieten in dem gleichen Werbeprospekt von 1888 Wellenbäder und Kaltwasserduschen von unübertrefflicher Frische und Stärke an. Neben der wundervollen Aussicht aus den reizend gelegenen Sommerwohnungen, gibt es im 'Bad Kolle' auch reine Milch von der Kuh, die nur auf der Kräuterweide steht. Im späteren Freischwimmbecken an der Lonau werden auf Wunsch auch ein Imbiß und Erfrischungen gereicht.

8. Der Jues-See war für die Herzberger stets ein bellebter Treffpunkt an Sonn- und Feiertagen. Er wurde zum Baden genutzt, auch als das Schwimmbad noch nicht gebaut war. Die jungen Herzberger Familien unternahmen öfter als heute, Bootsfahrten, wie hier Anfang der zwanziger Jahre.

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