Hünenberg in alten Ansichten

Hünenberg in alten Ansichten

Auteur
:   Klaus Meyer
Gemeente
:   Hünenberg
Provincie
:   Zug
Land
:   Schweiz
ISBN13
:   978-90-288-6610-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Hünenberg in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Einleitung

In der Zentralschweiz, zwischen dem Zugersee und der Reuss, liegt Hünenberg, eine der elf politischen Gemeinden im Kanton Zug. Sie hat ihren Namen von den im 12. [ahrhundert nachgewiesenen Edlen von Hünenberg, die ihren Stammsitz südlich des heutigen Dorfkerns auf einer im Burgwald gelegenen Anhöhe hatten, und von der nur noch Ruinen zu finden sind. Dieses Rittergeschlecht nahm den Weg der meisten Ministerialadligen. Das Geschlecht Hünenberg verarmte. So kam es, dass 1414 hiesige Bauern, ihre Untertanen also, sich von den Herren loskauften und als Twing Hünenberg sich zwei Iahre später ins Burgrecht der Stadt Zug aufnehmen liessen. In der Folge geriet Hünenberg immer mehr in den Stand einer Vogtei der Stadt bis ins [ahr 1798. Während der Helvetik existierte Hünenberg einjahr lang nicht mehr als eigene Gemeinde. Erst 1799 erhielt sie aufDrängen der Hünenberger Bürger das Recht selbständig zu werden. Hünenberg als Grenzland hatte manche kriegerische Auseinandersetzung mit erlebt. 1388 das Gefecht an derTotenhalde zwischen den Eidgenossen und den Habsburgern, 1712 beim 2. Villmergenkrieg, beim Einmarsch der französischen Truppen im [ahre 1798 oder beim Sonderbundskrieg 1847, wobei seit 1641 die Brücke über die Reuss als wichtiger Eckpfeiler fungierte. Ein Glücksfall bildete der Bau der Kirche St. Wolfgang im [ahre 1475.

Auf dieses kulturhistorische Zentrum ist Hünenberg stolz. [ahrhunderte lang blieb Hünenberg eine fast vergessene Bauernge-

meinde. Die Einwohnerzahl blieb konstant zwischen 1 000 und

1 500 Einwohnern. Die Bürger lebten ein dörflich, ländliches, geruhsames Dasein, unterbrochen von Familienzwisten, wie es überall vorkam, die aber die Weltgeschichte nicht veränderten. Erst mit dem Anschluss ans Verkehrsnetz der 'Zuger Verkehrsbetriebe', ZVB, im [ahre 1965 geriet die Gemeinde in einen rasanten Bauboom und innerhalb von dreissig [ahren hat sich die Einwohnerzahl beinahe verfünffacht auf über 7 000 Seelen. Aus dem Bauerndorf ist eine beliebte Wohngemeinde entstanden mit einigen Industrien und einem recht regen Dorfleben. Als Naherholungsgebiet ist Hünenberg geradezu prädestiniert. Das Naturschutzreservat 'Rüssspitz' im Norden der Geimeinde, der Aufenthalt am Zugersee oder Wanderungen an den stattlichen Bauernhöfen vorbei, meist aus dem 18. [ahrhundert stammend, oder durch ausgedehnte Wälder sind Balsam auf gestresste Herzen.

Die meisten Bilder mussten in Familienchroniken gesichtet werden und wurden mir zur Verfügung gestellt. So danke ich den Familien:

JosefLuthiger-Staub, Verena Wyss- Weber, Karl Scherer-Fleischlin, Dr. A.A. Steiner, Jakob Baumgartner, Rita Käslin-Bütler, Irma Barbara-Rigert, Ida Schmid, der Firma Lustenberger und Dürst. Mein Dank geht auch die Kantonale Denkmalpflege, Zug.

Hünenberg im Februar 2000, Klaus Meyer

Burg Hünenberg.

1 Einen eigentlichen Dorfkern bekam Hünenberg erst in den letzten Jahrzehnten des 20.Jahrhunderts. Der Schöpfer dieser kolorierten Postkarte, die bereits im Iahre 1899 abgestempelt wurde, zeigt darum kein Dorf sondern einige damals bedeutende Gebäude. Die Post hatte in Oberhünenberg seit 1891 erstmals ein eigentliches Büro. Es befand sich im Haus 'Hûbeli' , schräg gegenüber des Gasthauses Degen, und wurde vom Posthalter Vinzenz Bütler betreut. Die Bütlersche Posthalterdynastie hielt beinahe 100 Iahre an. Die letzten Vertreter dieses Geschlechts waren Pia und

Edwin Bütler, ein Geschwisterpaar. Das Postbüro befand sich in einer ehemaligen Stube des Bauernhauses.

Unter dem Postbild ist das Gasthaus Degen ersichtlich,

das an anderer Stelle näher beschrieben wird. Oben rechts ist das Gemeindehaus 'Warth' dargestellt, das sich zwischen dem sogenannten Dorf und St. Wolfgang befand.

Auch dieses Haus wird separat beschrieben.

2 Diese Postkarte aus dem Iahre 1907 wurde von der Handlung und Schmiede JosefLuthiger verlegt. Sie kam schwarz-weiss aber auch koloriert heraus. Wiederum ist der 'Degen' abgebildet, vor dem zwei schlanke Bäume den Gästen in der Gartenwirtschaft Schatten spendeten. Links daneben musste sich eine Kegelbahn befunden haben. Das Gebiet bei der Strassenkreuzung Chamerstrasse / Holzhäusernstrasse hiess Schmiedheim. Hier lag die 1895 erbaute Käserei Oberhünenberg, wo die Milch der Käsereigenossenschafter zu Käse verarbeitet wurde. Auch die Handlung von Josef Luthiger hattte hier ihren ersten Standort, bevor sie 192 2 schräg gegenüber auf der andern Strassenseite in einen Neubau kam. In

der Mitte der Karte sieht man die Weinrebenkapelle, die am Abhang gegen das Reusstal thront. Oben links ist das 1953 abgerissene alte Schulhaus im 'Neuhaus' zu sehen, in dem der

1938 gegründeteTurnverein, KTV, in einem Schulzimmer am Barren trainierte. Ganz eindrücklich ist die Gesamtsicht über Hünenberg. Wie in einem Garten Eden sind die ein-

zelnen Häuser verstreut. Hünenberg mit den vielen Apfelbäumen produzierte einen weit herum geschätzten Apfelsaft.

3 Blick von Süden auf die Chamerstrasse. Im Iahre

1 92 2 erstellte J osef Luthiger die neue Spezereihandlung, die bis noch vor kurzem von Paul und Lydia Luthiger Bosco betrieben wurde. Nach Auflösung

des Geschäftes, vermieteten sie das Laderilokal an den Betreiber eines PetShops. Auf dem Bild ist die Schmiede noch nicht sichtbar. Sie wurde erst 1 928 gebaut. Rechts in der parkähnlichen Umgebung ist die alte Post Bütler zu sehen. Vis à vis des Degen kann man das grossausladende Vordach der Degenscheune erkennen. Die Chamerstrasse war noch eine Naturstrasse. Lange

Zeit einziges Industrieunternehmen in Hünenberg war die Käse- Exportfirma Lustenberger + Dürst in Langrüti. Das ursprüngliche Gebäude war der Musterbetrieb van George

Harn Page, dem Begründer der Anglo Swiss Con densed Milk Co. in Cham. Hier in der Langrüti führte er den Landwirtschaftsbetrieb nach amerikanischen Massstäben. Das Herren-

haus links im Bild ist umgeben von amerikanischen Nadelhölzern.

4 Die 1475 vonBaumeister Hans Felder d.]. erbaute Kirche St. Wolfgang gehörte bis 1 934 zum Territorium der Stadtgemeinde Zug. An der denkwürdigen Gemeindeversammlung am 30. Dezember 1934 stimmten die Zuger Bürger dem Abtretungsbegehren zu. Das Territorium St. Wolfgang kam an die Einwohnergemeinde Hünenberg, die Kirche jedoch an die Kirchgemeinde ChamHünenberg. Die Aufnahme der spätgotischen Kapelle stammt aus dem 19. Iahrhundert. Erkennbar ist das der Kirche vorgelagerte Sigristenhaus.

5 Eine kolorierte Ansichtskarte aus dem Iahre 1912 zeigt die Kirche St. Wolf gang vom schmalen Fussweg von Cham kommend her. Rechts, das weisse Haus ist das Gasthaus Rössli, eine der bekanntesten Gaststätten im Kanton Zug zweifellos. Vom Rössli leicht verdeckt erkennt man die dazugehörende Trotte. An diesen drei Gebäuden vorbei führte die alte Luzern-Zürichstrasse, die noch im 19. Iahrhundert eine nicht kleine Bedeutung hatte.

GrUSIL aus

St. Wolfgang-Hünenberg

6 Das sogenannte Sigristenhaus, das 1946 abgerissen wurde. Als letzte Bewohner dieses Haus zeichnete die Familie Keiser. Der Name deutet auf ein Stadt Zuger Geschlecht hin. Anna Keiser war Jahrzehnte lang Handarbeitslehrerin in Matten und ebenso treue Sängerin des Gemischten Chores St. Wolfgang.

Das Haus, ein Ständerbau, stand unmittelbar am Weg, südlich der Kirche. Die Friedhofmauer ist gut sichtbar und auch verschiedene Grabmäler.

Da St. Wolfgang eine Filialkirche war und nach kanonischem Recht nur Pfarrkirchen einen Friedhof haben durften, war das bei

St. Wolfgang nur dadurch möglich, dass die Bewohner der vier Häuser dieses Weilers zur Stadt Zug gehörten und nicht zur Pfarrei Cham. Das Haus hinten aus demjahre 1672 wird

von der Familie Agnes Nussbaumer bewohnt.

7 Im ausgehenden Mittelalter verlief die Hauptstrasse von Luzern nach Zürich hier vorbei - dort, wo

die Leute sich befinden und führte zwischen dem weissen Haus und der Scheune des Gasthauses Rössli weiter nordwärts. Erst mit dem Bau der Eisenbahnlinie ZürichZug-Cham-Luzern verlor die Strasse an Bedeutung. Die Verbindung zum Kloster Heiligkreuz wurde erbaut, und diese Strasse führte unmittelbar um das 1912 erbaute Haus in der Strassenbiegung. Es soll eine Lebensmittelhandlung beherbergt haben, wobei das Fenster neben der Stiege als Schaufenster einge-

richtet worden war. Bemerkenswert am Dach dieses Hauses sind noch heute die besonders zu Tauben geformten Ziegel. Der eigenartige Steinbau in dieser ländlichen Umgebung,

hinten links, war das pfründhaus für die Kapläne. Es wurde 1697 erbaut und besticht durch seine GrÖsse. Zeitweise sollen sogar drei Geistliche hier gewohnt haben. Im Rah-

men der Restauration der Kirche St. Wolfgang wurde das Haus an Xaver Stocker verkauft. Dem Kaplan zu St. Wolfgang erbaute man ein neues Haus südlich der Kirche.

8 Die Postkarte, die 1905 abgestempelt wurde, zeigt das damalige Gasthaus Rössli. Die Anlage ist noch dieselbe wie heute, doch zierten zwei riesige Pappeln den Rössliplatz.

~[o5fer Jleil. ~reu~ bei eharn

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2017 Uitgeverij Europese Bibliotheek