Hohnstein und seine Umgebung in alten Ansichten

Hohnstein und seine Umgebung in alten Ansichten

Auteur
:   Matthias Schober
Gemeente
:   Hohnstein und seine Umgebung
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6694-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hohnstein und seine Umgebung in alten Ansichten'

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Einleitung

Hohnstein und die umliegenden Dörfer

Hohnstein gehört zu den bekanntesten Orten der Sächsischen Schweiz. Die malerisch auf einem Felsen (dem 'hohen Stein") gelegene und vermutlich schon im 13. Jahrhundert gegründete Burg hat dem unter ihr gelegenen Städtchen einst den Namen gegeben. Sie und das umliegende Land gehörten damals dem böhmischen Adelsgeschlecht der Berka von der Duba. Hinko Berka von der Duba tauschte 1443 seinen Besitz mit den Herzögen von Sachsen, die ihm dafür ihre Herrschaft Mühlberg an der Elbe und 570 Schock Meißner Groschen gaben.

Seit dem 16. [ahrhundert war die Burg Hohnstein kurfürstlichsächsisches Jagdschloss, Gefängnis sowie Sitz der Verwaltung für das Amt Hohnstein und Lahmen, das damals den rechtselbischen Teil der Sächsischen Schweiz umfasste. Letzteres war wegen seiner Verließe gefürchtet und es hieß deshalb: 'Wer da kommt nach Hohenstein, der kommt selten wieder heim.'

An die Jagdleidenschaft der Landesherren erinnert heute noch der unterhalb der Burg gelegene Bärengarten. In ihm wurden von 1609 bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts Bären gehalten, um sie später auf dem umzäunten Dresdner Altmarkt jagen zu können. Auch nach dem Auszug der Amtsverwaltung (1 861 ) blieb die Burg noch durch [ahrzehnte ein unfreundlicher Ort. Sie war nacheinander Korrektionsanstalt für arbeitsscheue Männer, Außenstelle des Bautzner Gefängnisses und, nachdem sie

von 1924 bis zum Frühjahr 1933 Jugendherberge gewesen war, Konzen-trationslager für Gegner des Nationalsozialismus und Kriegsgefangenenlager. Erst im Iahre 1949 konnte die wandernde Jugend wieder von der Burg Besitz ergreifen.

Neben der Burg gehört die in den [ahren 1725 bis 1730 nach Plänen George Bährs, des Erbauers der berühmten Dresdner Frauenkirche, errichtete evangelische Stadtkirche zu den Bauten, die das Bild des im Tal und an den Hängen gelegenen Städtchens prägen. Als am Ende des 18. Jahrhunderts die Sächsische Schweiz wegen ihrer Romantik von Malern, Dichtern und Naturbegeisterten entdeckt wurde, lag Hohnstein an dem 'klassischen' Wanderweg, den die zumeist von Dresden und Pillnitz Kommenden vom Liebethaler Grund her über Lahmen, den Uttewalder Grund, die Bastei, Hohnstein und Schandau in das Gebiet um den Großen Winterberg einschlugen.

Von Hohnstein aus erstieg man durch die enge Wolfsschlucht den Hockstein oder wanderte zum Brand, wo sich herrliche Ausblicke auf die Landschaft boten. Den 'Schweizreisenden' vom Ende des 18. und in den ersten Jahrzehnten des 19. [ahrhunderts folgten die 'Sommerfrischler", die sich in dem Städtchen für einigeTage oder Wochen einmieteten. IhreAn- undAbreisemöglichkeiten wurden wesentlich erleichtert, als 1897 die Schmalspurbahn Goßdorf-Kohlmühle-Hohnstein in Betrieb genommen wurde.

Da in Hohnstein nur wenige Arbeitsmöglichkeiten bestanden, wuchs die Stadtbevölkerung kaum. Nach der Eingemeindung von Waitzdorf, Ehrenberg, Cunnersdorf, Goßdorf, Kohlmühle, Lohsdorf, Rathewalde, Hohburkersdorf, Zeschnig und Ulbersdorfzählt Hohnstein gegenwärtig rund 4000 Einwohner.

Den Namen des Städtchens hat die seit 1928 in Hohnstein ansässig gewesene Handpuppenbühne von Max [acob weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt gemacht. Zwischen 192 6 und 1933 zogen die auf der Wartenbergstraße - später 'Großdeutschlandring' genannt - bei Hohnstein ausgetragenen Auto- und Motorradrennen zahlreiche Begeisterte dieses Rennsports an. Und ebenfalls in den Bereich des Sportes - des Bergsteigens - gehören die herausragenden bergsportlichen Leistungen des 1947 in Hohnstein geborenen und hier lebenden Bergsteigers und Sportkletterers Bernd Arnold.

Die im Bildteil vorgestellten um Hohnstein liegenden Dörfer entstanden im Zuge der hochmittelalterlichen Kolonisation im Osten des Reiches im 12. und 13. Jahrhundert als Waldhufendörfer. Gründer waren deutsche Bauern. Sie machten in harter Arbeit das Land urbar und schufen sich so eine Existenzgrundlage, die seit dem 16. Jahrhundert durch den Flachsanbau und die Verarbeitung desselben zu Flachsgarn noch verbessert wurde. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden auf den Dörfern neben den bereits seit der Gründungszeit bestehenden Mühlen auch zahlreiche Handwerker und Gewerbetreibende ansässig, die vor allem den Bedarf der zunehmenden Bevölkerung deckten. Die nicht im dörflichen Handwerk und in der Landwirtschaft tätigen Bewohner gingen in die Fabriken im Elbtal zwischen Pirna und Dresden und im nahen Neustadt arbeiten.

Das Dorfleben erfuhr durch die zwischen 1952 und 1960 erfolgte Bildung von Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften und die weitere Technisierung der landwirtschaftlichen Arbeit einen grundlegenden Wandel. Nun wurden weniger Arbeitskräfte benötigt und die bisher für den einzelbäuerlichen Betrieb erforderlichen Gebäude, Räume und Anlagen weitgehend überflüssig. Sie verfielen oder man baute sie entsprechend den neuen Erfordernissen um. Dabei verlor manches Gehöft oder Haus sein bis dahin harmonisches Aussehen. Schwere körperliche Arbeit fiel weg. Die vorher zur Aufrechterhaltung der bäuerlichen Arbeit notwendigen Handwerker, wie Schmiede, Stellmacher und Sattler, verloren ihre Auftraggeber und mussten ihre Werkstätten schließen. Dieser Prozess wurde auch nach der politischen Wende von 1989/90 nicht aufgehalten, sondern eher beschleunigt. Durch die Eingemeindung ging auch die kommunale Selbständigkeit der Dörfer verloren. Heute ist das Dorf für die Mehrzahl seiner Bewohner nicht mehr Arbeits-, sondern nur noch Wohnort.

Für die Bereitstellung von Fotos, Bildmaterial und Auskünften danke ich Herrn Hermann Förster in Ehrenberg sowie Herrn DetlefSchlüter in Hohnstein.

Matthias Schober

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1. Wie auf dieser Postkarte von 1926, so bietet sich auch heute noch vom Röhrenweg aus dem Besucher ein beeindruckendes Bild von Stadt und Burg Hohnstein. Es ist wiederholt gemalt und unzählige Male fotografiert worden. Der bekannte sächsische Denkmalpfleger W v. Fritschen schrieb 1954: 'Das Stadtbild von Hohnstein besitzt den herrlichsten Rahmen, der menschlichen Siedlungen zuteil werden kann, hohe dunkelgrüne Bergwände, aus denen die seltsamen Formen der Sandsteinfelsen hervortreten, ummauern das Tal nach allen Seiten hin und schaffen einen riesigen, von dem stillen Leben der Bergwälder erfüllten Raum, aus dessen Mitte die Burg emporsteigt.'

2. Die untere Seite des Hohnsteiner Marktplatzes mit der nach Plänen von George Bähr in den [ahren 1725 bis 1730 erbauten Stadtkirche, dem Gasthof'Weißer Hirsch' und der Apotheke, deren reizvolles Fachwerk um 1925 noch verputzt war. Diese Häuser am Marktplatz sind bald nach dem Stadtbrand von 1724 errichtetworden.

3. Die Apotheke am Marktplatz, daneben der damals der Familie Haselhuhn gehörende 'Fremdenhof zur Sächsischen Schweiz'. 1937 empfahl sich der Gasthof in Griebens Reiseführer durch die Sächs.-Böhmische Schweiz mit seinen 'altbekannten, altdeutschen Lokalitäten' und als 'Haus der zufriedenen Gäste'. Der Saal des Gasthofes wurde vor siebzig [ahren alsTanzsaal und als Kinoraum genutzt. 1936 wurden in Hohnsteins Gasthöfen und Sommerfrischlerquartieren etwa 2 900 Gäste gezählt.

4. Die Inneneinrichtung der Apotheke um das [ahr 1965. Nachdem 1828 [ohann Gottlob Kriebel aus Pegau die Konzession zur Errichtung einer Apotheke in Hohnstein erhalten hatte, wurde sie 1829 eröffnet.

5. Ein typisches Bild aus dem Hohnsteiner Alltag in den fünfziger und sechziger [ahren. Apotheker Siegfried Krüger (1915-1976) war auch dann zu sprechen und verabreichte die notwendigen Medikamente, wenn die Apotheke geschlossen war.

6. Parade der Hohnsteiner Schützengesellschaft auf dem Marktplatz anlässlich des' August -Schießens ' . Foto um 1930. Die Geschichte der Schützengesellschaft reicht bis in die Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg zurück. In dem von ihr im [ahre 1767 am Galgsberg erbauten Schieß- oder Schützenhaus befindet sich heute das in den letzten [ahren durch einen Anbau erweiterte 'Hotel zur Aussicht'.

7. Den kaffeedurstigen Sommerfrischlern bot in den zwanziger [ahren die Konditorei von Oswin Hacker am Marktplatz Kaffee und Kuchen, sowie Mineralwasser, Limonade und andere alkoholfreie Getränke an.

8. Eng schmiegten sich die Häuser der Fleischergasse an den Berghang. Leider sind einige dieser im 18. und 19. Jahrhundert errichteten Häuser in den letzten Jahrzehnten abgebrochen worden.

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