Holle in alten Ansichten

Holle in alten Ansichten

Auteur
:   Egon Perkuhn
Gemeente
:   Holle
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2023-4
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Holle in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Als am 1. März 1974 die niedersächsische Gebietsreform die Dörfer Derneburg, Grasdorf, Hackenstedt, Heersurn, Henneckenrode, Holle, Luttrum, Sillium, Söder und Sottrum zur Einheitsgemeinde Holle zusammenfügte, wurde ein bereits seit alters her bestehendes enges Band neu geknüpft. All diese Ortschaften haben eines gemeinsam: Sie liegen im Bereich des Talkreuzes der Innerste mit der Nette, das auch gleichzeitig Knotenpunkt mehrerer uralter wichtiger Handelsstraßen darstellt.

Das von der Natur so hervorragend gekennzeichnete Gebiet ist bereits seit der Steinzeit besiedelt, und die die Zeichen der Natur besonders beachtenden Menschen der damaligen Zeit haben frühzeitig Heiligtümer entstehen lassen.

Wohl wichtigster Fund aus damaliger Zeit ist die heute im Holler Gemeindewappen abgebildete cheruskische Scheibenfibel. Auf einem der Heiligtümer,

einem cheruskischen Gräberfeld aus der Zeit von 200 bis 600 in Holle, entstand eine christliche Kirche, die St. Martin geweiht ist. Sie war Archidiakonatskirche des Bannes Holle bereits nach der Jahrtausendwende. Erste urkundliche Erwähnungen liegen trotz des hohen Alters der Besiedlung allerdings erst aus sehr später Zeit vor:

850 Astenbeek 1131 Cantelsem 1143 Derneburg 1131 Grasdorf 1054 Hackenstedt 1022 Heersum

1226 Henneckenrode

1146 Holle

1122 Luttrum 1149 Sillium

1178 Söder

1022 Sottrum 1172 Wohldenberg

Holle ist aus dieser Zeit Hauptort der als Understen Go der Grafen von Asselburg und später der mächtigen Grafen von Wohldenberg bekannt. Hier wurden

an der Holler Malstatt Grafengerichte abgehalten. Bezeugt ist 1186 Graf Burchard verhandelt Güter der Grafen von Asselburg in Oedelum. Aus der Zeit um 1250 ist auch Berthold von Holle bekannt, der erste höfische Dichter niederdeutscher Sprache im norddeutschen Raum.

Als 1275 Bischof Otto 1. von Hildesheim die Burg Wohldenberg kaufte, kam neben dem Kloster Derneburg der ganze Raum Holle zum Hochstift Hildesheim. Nach der Stiftsfehde 1523 wurde Holle mit dem ganzen Amt Wohldenberg dem Herzog von Braunschweig, 1643 aber wieder dem Hochstift Hildesheim zugesprochen. 1802 wurde Holle preußisch, 1806 dem Königreich Westfalen untergeordnet, 1813 kam Holle zu Hannover.

Das Kloster Derneburg wurde säkularisiert, in ein Schloß umgebaut und Sitz des Fürsten zu Münster, dem Statthalter des Königs von Hannover.

Außer Schloß Derneburg und der Burgruine Wohldenberg befinden sich in der Gemeinde Holle noch das von den Edlen von Brabeek erbaute Barockschloß Söder und das von den Edlen von Bocholtz erbaute Renaissanceschloß Henneckenrode.

Heute hat die Gemeinde Holle etwa 6 700 Einwohner. Die herrliche Lage der hübschen Dörfer in den lieblichen Tälern von Innerste und Nette mit ihrem hohen Erholungswert, sowie die günstige Verkehrslage macht die Gemeinde zu einem begehrten Wohngebiet und mehr und mehr zu einem Anziehungspunkt für Erholungssuchende. Und nicht von ungefähr konnte Holle-Grasdorf fünfmal den Wettbewerb, schönstes Dorf im Kreis Hildesheim zu sein, einmal sogar die Bronzemedaille im Bundeswettbewerb, erringen.

9~ aus

./

1. Gruß aus Holle steht auf dieser Karte, die das zeigt, was es in dieser Gemeinde noch in Hülle und Fülle gibt: herrliche alte Kastanienbäume und alte Fachwerkhäuser. Leider ist gerade dieses Haus, Ecke Bertholdstraße/Am Knick, später verklinkert worden. Auch die Kastanien stehen nicht mehr vor dem Haus. Durch diese 'Modernisierungsmaßnahmen' ging sein ursprüngliches Charakter verloren.

L(jhr'sch~ "6,,,s/wirfscba!t

, - J..

2. Astenbeeks Name wurde von allen Holler Orten als erster unkundIich erwähnt, als das Kloster Corvey dort Besitztum bestätigte. Aber schon im 13. Jahrhundert erlangte das Kloster Derneburg eine solche Vorherrschaft über den Ort, daß es die Bauernhöfe zu einem Vorwerk zusammenfassen konnte. Wer nicht in des Klosters Diensten bleiben wollte, wurde ausgesiedelt. Wegen der günstigen Lage am alten Handelsweg zwischen Hildesheim und Goslar, richtete das Kloster schon sehr früh einen Gasthof ein, der neben dem Burgkrug auf dem Wohldenberg die älteste Tradition der Gastronomie im Holler Raum aufweist. Die dritte Aufnahme zeigt das ehemalige Kloster Derneburg, das nach 1813 von den Grafen Grothaus zu Münster in ein Schloß umgebaut wurde.

3. Den Höhepunkt erlebte die Derneburg - hier ein Bild um 1920 - im 19. Jahrhundert, als sie in einen Fürstensitz umgewandelt worden war. Von hier aus machten die 1813 in ihren Besitz gelangten Grafen Grothaus zu Münster deutsche und europäische Politik für den König von Hannover. Die Klostergebäude, die im Dreißigjährigen Krieg arg zerstört worden waren, waren von Abt Arnu neu konzipiert und wieder aufgebaut worden. An die Stelle, die eigentlich für die Klosterkirche vorgesehen war, baute Graf Münster den Rittersaai, hier in Bildmitte zu sehen, Heute gehört das Schloß dem Kunstmaler Baselitz.

Schloß Derneburg.

4. Zum Klostergut gehörte eine Reihe Fischteiche, die von den damaligen Mönchen künstlich hergestellt wurden. Damit die Teiche mit Friseliwasser versorgt werden konnten, wurde die Nette in ihrem Mündungsbereich umgeleitet und mittels eines Wehres aufgestaut. Heute haben sich viele Wasservogelarten diese Teiche als Brutstätten ausgewählt. Für die aufstrebende Gemeinde Holle ergibt sich hier die wichtige Aufgabe, diese Teiche und ihre Umgebung sowohl der Forderung ein Erholungsgebiet zu schaffen, Rechnung zu tragen, ohne den Naturschutz zu beeinträchtigen.

5. Die Derneburg, eine fromme Stiftung der Grafen von Asselburg, war über 600 Jahre ein Kloster. Auf Grund zahlreicher Besitzungen hatte es großen Einfluß auf die umliegenden Dörfer. Der Gutshof, heute Staatsdomäne und von Landwirt Lehmann bewirtschaftet, entstand durch Zusammenlegung zahlreicher Höfe. So wurde beispielsweise der Ort Cantelsern ganz aufgelöst. Die rechts vorn um 1930 abgebildete Gärtnerei Rollwage besteht heute nicht mehr.

9rasáor} hei J)orne611l'g. I ~ /( ~ ~

6. Das Foto aus 1906 zeigt Grasderf und den Oheberg von Schirmers Bank am Kuhberg aus. Der aufgeschüttete Damm der Bundesstraße 6 hindert noch nicht den Bliek auf den verträumten Ort. Im Hintergrund windet sich die damalige Hauptstraße die Ohe hinauf in Richtung Wartjenstedt und Goslar.

7. Am Dorfeingang von Hitdesheim kommend, steht in Grasderf eine etwa 500 Jahre alte Linde. Davor ist auch heute noch das überdachte Viereek des Dorfbrunnens. Den Hintergrund ziert das Weidnersche Fachwerkhaus, das 1850 noch Engelhard Wagenknecht besaß. Die Aufnahme stammt aus 1904. Die Zäune sind in der Zwischenzeit verschwunden.

8. Der Männergesangverein Grasdorf wurde 1882 gegründet. Er reiht sich damit ein in die Gruppe der ältesten Holler Vereine. Das Bild entstand anläßlich eines Festes 1895. Für 1982 wurde vom Innerstetal-Sängerbund das Bundessängerfest nach Grasdorf vergeben. Die Namen der Mitglieder von 1895 sind, erste Reihe von links: Tischlerrneister Burgdorf, Satt1ermeister Schrader, Lehrer Flohr, Landwirt Vornkahl, katholischer Pfarrer Stratmann, Bürgerrneister H. Hartmann, Kantor Dube, Landwirt Buchterkirchen, Förster Stüvecke und Gastwirt Wolters. Zweite Reihe: Tischlerrneister Wiechmann, Briefträger Mesecke, Landwirt Bosse, Landwirt Sott, Händler Starke, Schrniedemeister Starke, Schuhmachermeister Wiedel. Landwirt Meinecke, Auktionator Kather, Stabel, Schuhmachermeister eh. Schaper und Schmiedemeister Starke. Dritte Reihe: Eilers, G. Hartmann, E. Hartmann, Friseur Flohr, Vorlopp und Schäfer Söding, Oberste Reihe: Miehe, Hoffmeister, Müller Fritz und Schlachtermeister Meyer.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2017 Uitgeverij Europese Bibliotheek