Hollenstedt in alten Ansichten

Hollenstedt in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Marquardt
Gemeente
:   Hollenstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2358-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hollenstedt in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Der sechste Band in der Reihe 'Alte Ansichten' aus dem Harburger Kreis nach Seevetal, Neu Wulrnstorf', Rönneburg, Winsen (Luhe), Tostedt und Rosengarten wurde auf Wunsch der Samtgemeinde Hollenstedt zusammengestellt. Diese Gemeinde ist laut Gesetz zur Neugliederung der niedersächsischen Gemeinden vom 1. Juli 1972 aus einer Zusammenlegung von 22 Gemeinden und Ortschaften entstanden. Ihr Gebiet umfaßt 11 006 Hektar Fläche mit etwa 8 000 Einwohnern.

Hollenstedt gehört zu den ältest beurkundeten Orten in Norddeutschland. Der Frankenkaiser Karl weilte 804 zu Verhandlungen mit dem Obotritenfürsten von jenseits der Elbe in Holdunsteti und nutzte diesen Aufenthalt auch wohl, um den Großgau Wigmodia in übersichtlichere Archidiakonate einzuteilen, um die Bekanntmachung mit der christlichen Lehre mit Nachdruck durchzuführen. Der berühmte Hollenstedter Taufstein, der bedauerlicherweise in einem Museum in Lüneburg steht, erinnert zumindest an die ältesten Taufen im Archidiakonat Hollenstedt, zu denen auch Hittfeld und Salzhausen gehörten. Mit dem alten Diakonatssitz in der Diözese Verden stehen noch die mittelalterlichen, grundherrschaftlichen Verbindungen zu Verden-Rotenburg in Zusarnrnenhang, und in Hollenstedt ist über lange Zeiten eine der in jenen Jahrhunderten übliche Villikation gewesen mit einem villicus über die 'Rotenburger Höfe' an der Spitze solcher Fronhofsverbände. Einige alte Ansichten über das älteste holdunsteti des frühen Mittelalters durften in dem Bande alter Ansichten nicht fehlen.

Bei der Sammlung der 78 alten Ansichten der Großgemeinde Hollenstedt wurden mit allen Dörfern auch die Ortschaften erfaßt. Bei der Sammlung konnte auf neuere Aufnahmen nicht verzichtet werden, die aber ausnahmslos doch 'alte Ansichten' darstellen.

Der Verfasser hat in fast allen Häusern, wo um leihweise Überlassung alter Bilder ersucht werden mußte, bereitwillige Unterstützung seiner Anliegen gefunden. Er kann nicht alle, die ihm geholfen haben, mit Namen nennen, fühlt sich aber verpflichtet, einige doch namhaft zu machen. Er dankt beiden Damen des Hauses Cohrs, Frau Dora und Frau Helga auf Wilkens Hof in Ochtmannsbruch, der 93 jährigen Frau Wilhelmine Behrens geborene Ottens, der guten 'Tante Mine' in Klauenburg, Frau Elfriede Jansen geborene Aldag in Wenzendorf und seiner plattdeutschen Freundin aus längst vergangenen Zeiten Grete Siegmund geborene Meyer in Moisburg, den Herren Bürgermeistern Heins und Walter Meier in Halvesbostel und Wennerstorf, Friedrich Subey in Holvede und Helmut Steffens in Regesbostel. Möchten Bilder und Texte dieses Buches bei den älteren Einwohnern der Samtgemeinde Hollenstedt und vielleicht auch darüber hinaus freundliche Erinnerungen an frühere Zeiten wecken und in der jüngeren Generation dazu beitragen, die Liebe zur Heimat und die Achtung vor der Vergangenheit wachrufen und vertiefen!

Wilhelm Marquardt

1. Die St.-Andreas-Kirche in Hollenstedt ist zwar eine der ältesten Kirchen im Landkreise Harburg, aber mit Sicherheit nicht die erste im Ort. Es darf jedoch angenommen werden, daß Karl der Große während seines Aufenthaltes im Jahre 804 in Holdunsteti auch christliche Taufen in den sächsischen Bevölkerungskreisen im Umkreis des Ortes vornehmen ließ. Diese waren nach ihrer Missionierung sicher um den Bau eines Gotteshauses bald besorgt und errichteten nicht sofort eine aus Felsgranit bestehende Kirche, sondern erbauten eine aus Holz. Aber ein solcher Bau konnte bislang nicht nachgewiesen werden.

2. An der mit Steinen umrandeten Stelle auf einer Wiese am Westufer der Este südlich von Hollenstedt wurde in wissenschaftlicher Gründlichkeit zwischen 1978 und 1980 der Ort erkundet und freigelegt, wo der Frankenkaiser Karl der Große im Jahre 804 sein Lager aufschlagen ließ. Nur Bodenverfärbungen deuteten mit Sicherheit auf den in frühgeschichtlicher Zeit wohl recht geheimnisvollen Platz, wo es vielleicht noch um die ersten Maßnahmen der Missionierung zwischen Eibe und Aller ging und Handelsbeziehungen nach dem Raume Mecklenburgs und Pommerns besprochen wurden.

3. Die Abbildung zeigt einen Taufstein, der einst in der St.-Andreas-Kirche Hollenstedt stand und zweifellos zu den ältesten gehört, die bei christlichen Taufen benutzt wurden. Es ist ein rohbearbeiteter Granitstein von etwa dreiviertel Meter Höhe mit einer kreisrunden Vertiefung, in die am Grunde auch ein Kreuz, ähnlich dem seitlich eingehauenen ist. Der Stein hat nach dem Bericht Ernst Krernlings auf Seite 337 des Bandes II im Harburger Heimatbnoh 'Zwischen Elbe, Seeve und Este' lange unbeachtet neben der Kirche gelegen, bis er (von wem?) leihweise dem Museum in Lüneburg übergeben wurde. Der Stein sollte zurückgefordert und mit einer Silberschale für das Taufwasser versehen wieder als Taufe der Hollenstedter Kinder benutzt werden!

Gruß aus Appel

Blick vom Sommerhäuschen über die Appeler Seen

4. Auf den Wegweisern, die nach dem idyllisch schön gelegenen Appel führen, liest man auch 'Appelbeek am See', die Bezeichnung eines Gasthauses, das zu freundlicher Einkehr, wie auch zu einem längeren Aufenthalt einlädt und neben der guten Bewirtschaftung auch erholsame Spaziergänge anpreist. Der alte aus dem Rosengarten kommende Beek speist hier mehrere Fischteiche, die sowohl dem Bauerndorf Appel als auch dem Hof und Gasthaus 'Appelbeck am See' das anmutige Gepräge verleihen. Auf dem Hintergrund des Bildes blickt der Betrachter auf die der Warthe-Eiszeit angehörenden Moränenhügel des Rosengartens.

5. Wenn eine recht alte Urkunde vom 20. Juni 1295 auf den Bischof Konrad von Verden hinweist, der die Zehnten zu Hollenstedt und Appel - ausgenommen den Fleischzehnten - der Propstei St. Andreas in Verden überläßt, wird die Zahl der Höfe in Appel noch nicht genannt. Im Viehschatz-Register von 1497 werden dann aber drei Höfe - von Werneke, Henneke Tigemann und Laurentius - gezählt, und es darf für sie die Grundherrschaft der von Heimbruche wohl angenommen werden, weil es Jürgen von Heimbroke ist, der am 17. April 1525 schreibt, er habe dem Alten Kloster bei Buxtehude 'mine drei hofe unde tegeden (Zehnten) to Appell' verkauft. Zu diesen gehörte sicher auch der abgebildete Appel-Meyer-Hof Nr. 1, auf dem 1563 Aldach Meier wirtschaftete, dessen Rufname zum alten Hofnamen 'Allers' wurde.

6. Auf dem Theeshofe in Appel Nr. 2, den das Lichtbild zeigt, wird in der langen Reihe der Generationen der Familienname Wieehern mit Peter Wiehern, der von 1771 bis 1820 lebte, als ältester genannt. Vor ihm wirtschafteten auf dem Vollhofe ein Peßke, mit dem wohl ein Bauer namens Bösch gemeint ist, und mehrere Erbfolgen Meier-Meyer. An den während des Dreißigjährigen Krieges dort wirtschaftenden Thies Meier erinnert der heute noch gebräuchliche Hofname 'Thees'.

7. Appelbeck, wo jetzt das herrlich gelegene Ausflugsziel des Vollmersschen Lokals unmittelbar am Appelbecker See liegt, ist als eine seitens des Moisburger Amts begründete Papiermühle 1621 entstanden. Dr. Willi Meyne widmet der Geschichte dieser Papiermühle, die später zu einer Sägemühle eingerichtet wurde, in seinem in diesem Bildbande mehrfach zitierten Buch über die 'Hausvogtei Moisburg' mehrere Seiten Text und nennt auch die 12 Mühlenmeister, die dort nacheinander wirkten. Die Papiermühle brannte 1856 ab, und die von Arthur Kähler dann umgebaute Sägernühle wurde 1954 durch eine Feuersbrunst zerstört. Die Mühle wurde durch das fließende Wasser aus dem Appeler Beek in Bewegung gesetzten Mühlrades versorgt, das sich damals vorn auf dem Bilde - in der Senkung des Mauerwerks - drehte.

Luftkurort Dlerstort

8. Der Dierstorter Dorfskrug im Besitz der aus dem Mecklenburgischen stammenden Familie Franz Otto Hermann Lüskow, wurde von Joharm Heinrich Joehen Wiechern gekauft und vorher von dessern Vater Joachim Peter (verstorben 1919) und seinem aus Appel stammenden Großvater Heinrich (verstorben 1911) bewirtschaftet. Der Hof wird inden alten Listen als Großkötner bezeichnet und kam von der aus Eversterf stammenden Familie Oelkers. Der älteste dieser drei Generationen, Thies Ölkers, heiratete 1772 die Hoferbin Cathrine Adelheid Schmidt. Während der Lebenszeit der drei Generationen Oelkers lag der Hof dreimal in der Hand von Interimswirten: Schmid, Lohmann und Peters. Das untere Gebäude auf dem alten Foto gehörte als Häuslinghaus zu Pringen Hof Nr. 2.

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