Horneburg in alten Ansichten

Horneburg in alten Ansichten

Auteur
:   Helmut Stolberg
Gemeente
:   Horneburg
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4675-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Horneburg in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Hundert Jahre Lebensalter sind für ein Mensch eine lange Zeit. Auch in unserer schnellebenden Zeit sind hundert Jahre für einen Ort eine lange Zeit, denn vieles hat sich in den letzten 50 bis 100 Jahren verändert.

Alle Gebäude und ihre Bewohner haben ihre eigenen Geschichte, Diese Geschichten zu erhalten und begreiflich zu machen, hat sich der junge Homeburger Heimatverein vorgenommen. Deshalb soll dieser Bildband 'Horneburg in alten Ansichten' die J ahre zwischen 1880 und etwa 1930 zeigen, wie es einmal war und wie es sich heute verändert hat. So ist denn auch die Darstellung der alten Postkarten und Fotos in diesem Bildband als heimatkundlicher Beitrag aufzufassen.

Vorher noch etwas geschichtliches über den Ort und die Umgebung. Die Gegend von Homeburg ist schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt gewesen, davon zeugen die Hünengräber im Krähenholz und im Dohren bei Grundoldendorf, sowie die vielen

Einzelgräber im Daudieck. Diese Gräber konnten erhalten werden und durch einen Wanderlehrpfad den Menschen zugänglich gemacht werden.

Die erste schriftliche Nachricht über unseren Ort stammt aus dem Jahre 1255 vom Bau der Burg an der Lühe. Sie steht in den Annalen des Abtes Albert vom Marienkloster in Stade, der unter diesem Jahr 1255 eintrug: Castrum aedificatur Horneburch super fluvium Lu, super fundum Hersenveldensis ecclesiae. (Blatt 222 der Ausgabe von 1587; Übersetzung: 'Es wird erbaut die Burg Homeburg an der Lühe, auf dem Boden der Harsefelder Kirche.')

Homeburg wurde oft in Verbindung gebracht mit Ereignissen aus der Zeit vor 1255, die tatsächlich aber in Harburg oder in Homburg am Nordharz stattfanden. Diese Irrtümer wurden oft ungeprüft in die Literatur übernommen.

Hier in der Homeburg wohnten die Burgmänner mit ihren Familien. Der heute noch bekannteste ist der um 1300 dort lebende Hinrich von Borch, im Volks-

mund noch heute unter dem Namen des 'isern Hinnerk' bekannt. Im Jahre 1511 siedelte der erste Burgmann, G. Schulte, in den Ort um. Er baute sich einen Herrensitz an der Langenstraße und umgab ihm mit einem Burggraben, Es ist der Platz, wo heute der 'Burgmannshof' als Gemeinschaftshaus der Samtgemeinde seit 1985 steht,

Im Dreißigjährigen Krieg ritten hier durch den Ort der Reitergeneral Pappenheimer und der gefürchtete Tilly. 1645 wurde die Burg zerstört und nicht wieder autgebaut.

Der Ort hatte durch seine günstige Lage an einem alten Heer- und Handelsweg aus dem Norden, mit Elbübergang bei Cranz und der Verbindung über Horneburg Bremervörde und dann weiter nach dem Westen bis nach Holland, schon früh eine große Bedeutung für Handel und Verkehr, Deshalb gab es früher viele Fuhrleute und Gewerbetreibende,

Das Postarnt ist das älteste an der gesammten Niederelbe. Im September 1616 kam der erste

Postreiter auf der neuen Taxischen Postlinie von Holland über Bremen hier an und wechselte das Pferd und tauschte Postsendungen aus. Auch der Börsenpostkurier der Hamburger Kaufmannsboten nach Holland hatte hier im Ort sein Ablager (Austauschstelle ).

Vom Hafen am Marschdamm fuhren die Ewer zur Elbe und dann nach Hamburg, tauschten dort ihre Ladungen aus, brachten andere Waren mit, welche dann die Horneburger Fuhrleute weiterbeförderten. Nach dem Bau der Eisenbahn im Jahre 1881 verlagernden sich die Verkehrsströme in andere Richtungen.

Homeburg hat heute etwa 5 000 Einwohner, und ist der Sitz der Samtgemeinde für die Orte Nottensdorf, Bliedersdorf, Dollern und Agathenburg, welche auch alle einen Besuch wert sind, denn sie liegen in landschaftlicher schöner Lage zwischen Geest und der Marsch und haben manches Sehenswerte zu bieten.

1. An der Einfahrt zur Langenstraße steht links die Gastwirtschaft Stechmann. Auf dem Bild von 1880 ist der Eingang noch an der Straßenseite und nicht wie heute an der Giebelseite. Hier spannten die Personenpost von Steinkirchen nach Horneburg-Bahnhof aus und Kutscher und Pferde stärkten sich für die Rückfahrt.

Gruss aus JIorneburg

2. Die Postkarte von 1900 zeigt die ersten Häuser der Langenstraße. Der Wegweiser an der Kreuzung zeigt den Weg durch die Langestraße in Richtung Buxtehude (= 10,5 km). Rechter Hand sehen wir das Haus des Kaufmanns Rogge, jetzt Eiskaffee Hinrichs.

Langestrasse

3. Der Bliek in die Langestraße zeigt um 1903 die Masten der Lichtleitung, die Horneburg schon im Dezember 1901 bekommen hat, Vor dem Haus Nr. 1 steht der Gastwirt Hinrich Stechmann mit seinen Eltern; er hatte den Gasthofmit Tanzsaal1903 übernommen, um den Familienbetrieb, der 1847 schon genannt wurde, fortzuführen. Vor dem Haus mit dem Grünbewuchs steht der Gastwirt Georg Heinssen und die Kinder rechts stehen zwischen dem Haus des Bäckers Dronia und der Schmiede Glüsen/Heintzen.

4. Auf der Postkarte von 1920 sehen wir schon die Veränderungen von der Aufnahme von 1903. Das zweite Haus von links ist der Neubau des 1909 abgebrannten Gasthofes Heinssen. Der Bäcker Dronia, zweites Haus rechts, hat statt der zwei Fenster jetzt ein großes Ladenfenster bekommen. Davor sehen wir im Haus des Frisörs Wilkens die ausgestellten Ware. Die Kinder können noch ungestört auf der Straße spielen.

5. Vor dem Haus Langestraße 5 mit vorgebauter Stube stehen im Jahre 1906, von links:

Martin Götze, Schuhmacher im Alter von 43 Jahren, neben ihm Frau Matthies, dann die kleine Martha Götze (geboren 1903) und Rebecka Götze geborene Klintworth, im Alter von 68 Jahren; sie ist die Mutter von Martin. Das Wagenrad gehört zum Haus des Stellmachers Klug vom Nachbargrundstück.

6. Die Aufnahme von 1920 zeigt das Hauptgebäude der Homeburger Lederwerke von Ernst Karl Schröder . Vorher war hier die Gerberei des Heinrich Brinckmann. Hier waren die ersten Industriearbeiter beschäftigt. Heute steht hier das Bürogebäude der Druckerei Hans Meyer.

Horneburg (Untereibe) Langestraile

7. Der Bliek um 1925 geht hier in die Langestraße bis zur Einmündung des Großen Sandes. Häuser von links: Klempner Wilh. Dunker, Fischhändler Klintworth, die Landwirte Robohm, Reese, Stubbe bis zu den Geschäften Plötzky und Glüsen, Rechter Hand steht das Haus des Sattlers Heinßen; das Haus mit dem Erker gehört zur Drogerie Hey.

8. Modeschau vor siebzig Jahren in Homeburg. Es stellen sich dem Fotografen, von links: der Zimmermeister Gooßen mit Frau, der Zimmermeister Plötzky und seine Ehefrau, sowie der Gastwirt Rathjens mit Frau.

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