Kelheim in alten Ansichten Band 1

Kelheim in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Richard Fritz und Richard Bauer
Gemeente
:   Kelheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5609-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kelheim in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Dort, wo die Altmühl in die Donau mündet, liegt Kelheim, eine alte Herzogstadt. Nach Benno Hubensteiner befinden sich in der Nähe der Stadt, in den Klausenhöhlen bei Essing, die ersten Nachweise menschlicher Besiedlung in Bayern. Über viertausend Jahre liegen die Funde aus der Hallstadt-, Bronze- und Jungsteinzeit zurück. Im sogenannten Mitterfeld befand sich früher eine große keltische Siedlung. Seit 879 war Kelheim Sitz der Kelsgaugrafen. Im Jahre 1180wurde dem Wittelsbacher Otto 1. das Herzogtum Bayern verliehen. Er machte Kelheim zur Residenzstadt Bayerns. Bereits 1045 erhielt Kelheim Marktrechte. 1181 verlieh Herzog atto 1. dem Markt die Stadtrechte. Sein Sohn und Nachfolger Ludwig 1., der Kelheimer , wurde auf dem Weg von der Stadt zu seinem Schloß im Jahre 1231 ermordet. Die Person des Mörders sowie der Beweggrund seiner Tat blieben bis heute ungeklärt. Sein Sohn Otto der Erlauchte ließ an der Mordstätte eine Kirche, die heutige Ottokapelle, erbauen. Die Residenz verlegte er nach Landshut. Im alten Herzogschloß, dem heutigen Landratsamt, verfügte Kaiser Friedrich Rotbart 1156 die Trennung Österreichs von Bayern. Es wurde zum selbständigen Herzogtum erhoben.

Im 14. und 15. Jahrhundert war Kelheim wegen des guten Weines weithin bekannt. Durch den

Weinbau, der von den Römern an der Donau eingeführt worden war, hatte die Stadt neben der Fischerei, dem Schiffahrtsbetrieb auf der Donau und neben den Steinbrüchen, eine gute Einnahmequelle. In dieser Zeit erlebte die Stadt eine wirtschaftliche Blüte. Nach dem Dreißigjährigen Krieg sank Kelheim zur Bedeutungslosigkeit herab. Erst durch den Bau des Ludwig-Donau-Main-Kanals in den Jahren 1836-1844 durch König Ludwig 1. wurde Kelheim wieder bekannt und der Wohlstand der Bewohner gehoben.

Bayerns kunstsinniger König Ludwig 1. ließ auf dem Miehelsberg in den Jahren 1842-1863 die Befreiungshalle errichten, den Befreiungskämpfern von 1813 zum Dank und stetem Gedächtnis. Heute ist Kelheim ein gern besuchter Fremdenverkehrsort und eine aufstrebende Industriestadt. Der RheinMain-Donau-Kanal wurde im Jahre 1992 fertiggestellt. Die Bevölkerung Kelheims wuchs von 6 500 Einwohnern vor dem Zweiten Weltkrieg auf derzeit 15 542 Einwohner an.

Das vorliegende Buch möchte kein geschichtliches Werk sein und erhebt auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die ausgewählten Bilder sollen dem Leser zeigen, wie Kelheim in der Zeit zwischen 1880 und 1930 ausgesehen hat.

1. Die alte Stadt. Die Aufnahme aus der Zeit um 1900 zeigt den Stadtkern von Kelheim. Rechts zweigt der Ludwig-Donau-Main-Kanal zum Kanalhafen ab. Daneben liegt das heute bebaute Mitterfeld, wo noch die Felder bestellt werden. Als besonders großes Gebäude fällt die Brauerei Aukofer am rechten Bildrand auf. In der Bildmitte ist das im Zuge der Errichtung des Rhein-Main-Donau-Kanals abgerissene Elektrizitätswerk mit dem Wasserturm zu sehen. Am linken Bildrand liegt die Bauersiedlung mit noch wenigen Gebäuden. Von Affecking im Hintergrund sind deutlich die drei Ortsteile Dorf, Berg und Hohenpfahl in ihrer ursprünglichen Form erkennbar. Das Gebiet der heutigen sogenannten Siedlung diente noch voll der Landwirtschaft.

2. Bliek vom Herzberg auf die Stadt. Die Fahrstraße nach Hemau führte einst noch über den Herzberg. Am Fuß des Berges ist das alte Sieberhaus zu sehen. Im Hintergrund ragt rechts von der Franziskanerkirche der Kamin des alten Kelheimer Kalkwerks am WieserBruch über die Bäume. In der Bildmitte das Amtsgericht, das Forstamt, das E-Werk und der Wasserturm.

3. Der Wöhrdplatz. Der heutige Wöhrdparkplatz vor den Toren der Stadt bot um 1920 noch Gelegenheit, die Gänse zu weiden und ein wenig Kurzweil zu suchen. Links befindet sich ein Schiffsbagger , der die Einmündung des Ludwig-Donau-Main-Kanals in die Donau von Untiefen freihält. Der Hochwasserdamm der Donau war damals noch nicht errichtet.

4. Ein Wintermärchen. Die 1360 erbaute Erasmuskirche wurde 1803 säkularisiert. Turm und Kirche dienen heute als Wohnhaus. Die Aufnahme stammt aus dem Winter 1920. Auch heute noch ist der 'Erasmusturrn' ein Blickfang für Maler und Fotografen.

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5. Simonius'sche Zellulosefabrik. Das Bild zeigt den Anfang der Industrialisierung in Kelheim. 1882/83 errichtete Altons Simonius am südlichen Donauufer eine Papier- und Holzstoffabrik. Die Postkarte zeigt die nach ihrem Gründer benannte Zellulosefabrik im Jahre 1907. Heute steht an ihrer Stelle die 1993 fertiggestellte moderne Anlage der Bayerischen Zellstoff, in der nach einem neuen Verfahren reinster Zellstoff hergestellt wird.

6. Die Maximilianbrücke. Vier Brücken verbanden einst die Innenstadt mit den Vororten. Mit dem Bau des Rhein-Main-Donau-Kanals kamen weitere dazu. Die bedeutendste war die Brücke über die Donau. Sie wurde im 19. Jahrhundert neu gebaut und am 12. Oktober 1863, sechs Tage vor der Einweihung der Befreiungshalle, dem Verkehr übergeben. Sie wurde nach König Maximilian Il. benannt. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde diese Brücke, die das Foto zeigt, gesprengt. Das Ersatzbauwerk, die heutige Maximilianbrücke, wurde 1952 durch Staatsminister Wilhelm Högner zur Benutzung freigegeben.

7. Die Luitpoldbrücke. Über den Mühlgraben und die Altmühl führte vom Altmühltor aus zur Vorstadt Gmünd die eiserne Luitpoldbrücke. Sie wurde am 5. Oktober 1886 eröffnet. 1945 wurde sie ebenso wie die Maximiliansbrücke durch Kriegseinwirkungen zerstört. Die Aufnahme aus der Zeit um 1925 zeigt, daß damals noch auf der zugefrorenen Altmühl Eisstockschießen und Schlittschuhlaufen möglich waren. Nach der Zerstörung wiederaufgebaut, mußte sie dem Rhein-Main-Donau-Kanal weichen und wurde durch eine Fußgängerbrücke ersetzt. Für den Fahrverkehr entstanden östlich und westlich neue Übergänge über den Kanal.

8. Die Schlapperlmûhle. In unmittelbarer Nähe der Luitpoldbrücke befand sich bis Anfang dieses Jahrhunderts die Schlapperlmühle auf einer Altmühlinsel. Sie war von der Friedhofsstraße her über einen Steg erreichbar. Die Insel selbst, die einen idyllischen Bliek zum Altmühltor bot, wurde im Zuge der Arbeiten für den Rhein-Main-Donau-Kanal beseitigt.

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