Kelheim in alten Ansichten Band 2

Kelheim in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Richard Fritz und Richard Baur
Gemeente
:   Kelheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5972-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kelheim in alten Ansichten Band 2'

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EINLEITUNG

Das Buch 'Kelheirn in alten Ansichten' aus dem Jahre 1993 hat bei der Kelheimer Bevölkerung großen Anklang gefunden und ist bereits nach einem Jahr vergriffen. Deshalb haben wir uns zusammen mit dem Verlag entschlossen, einen weiteren Band zu veröffentlichen.

Kelheim, die alte Herzogstadt am Zusammenfluß von Donau und Altrnühl, mit seiner weit in die Eis- und Steinzeit zurückreichenden Geschichte hat seit 1935 tiefgreifende Veränderungen erfahren. Aus einer Kleinstadt entwickelte es sich zu einern modernen Industrie- und Fremdenverkehrsort mit 15 000 Einwohnern. Manches interessante Gebäude wie das 'Dr.-Weber-Haus', das auf dem Buchumschlag gezeigt ist, aber auch Teilbereiche der Stadt wie das 'Niederdörfl' mußten neuen Straßen und Anlagen weichen. Neue Stadtviertel kamen hinzu. Es ist aber doch weitgehend gelungen, das alte Stadtbild im wesentlichen zu erhalten. Die Kelheimer können nach wie vor stolz sein auf ihre schöne und liebenswerte Stadt.

Als Einleitung möchten wir dem Titel des Buches entsprechend eine Beschreibung Kelheims, also eine 'Ansicht in Worten aus einer Veröffentlichung aus dern Jahre 1881 voranstellen. Alexander F. Heksch hat unter dem Titel 'Die Donau von ihrem Ursprung bis an die Mündung' Land und Leute des Donaugebietes geschildert. Das Buch ist im 'Hartleben's Verlag- Wien. Pest. Leipzig' erschienen. Über

Kelheim und seine Umgebung schreibt der Autor wie folgt:

Wir kehrcn wieder an das Donauuier zurûck und gelangen an den Dörfern Weltenburg und Stausacker vorbei zur Benedictiner-Abtei Weltenburg, die einst zu den glansendsten Stiften gehorte. der Sage nach. soll das Kloster von dem heiligen Ruprecht gegriindet worden sein. Die Kirchenfiirsten von Weltenburg sind dahin geschwunden wie so manches Machtige aus alten Tagen und wie auch heute Gewaltiges der Vergänglichkeit geweiht ist, denn nichts ist ewig als die herrliche Gottesnatur; dies sehen wir an dem erhabenen Eindruck, den die machtigen Felspartien au] uns machen, welche art beiden Ujern, von Wellenburg an, den Strom einrahmen und sich bis unter Kelheim erstrecken. Der Strom hat sich hier duren das Felsengebirge eine Pforte geöffnet, senkrecht steigen die Steinwände aus dem Flusse bis zu achttig Klafter Höhe entpor. Tiefe Stille herrscht in diesem Engpaß, und nur der Schall des Ruderschlages und die Ru]e der Schi]fer brechen sich an den Wänden in oft wiederholtem Echo. Der dustere Charakter des Engpasses nimmt rum ab und nach dem das Nürnberger- Thor am linken Ufer der Donau passirt ist und man an dem Klösterl vorbeikam, welches ehedem eine Einsiedelei war und nun ein Ausflugsort ist, gelangt man nach Kelheim. Hier mündet der Ludwigs-Canal und die Altmiihl in die Donau, es ist also der Punkt, an dem die letztere mit dem Rhein verbunden erscheint. wui dies verleiht der

kleinen Stadt, die nur 2824 Einwohner zahlt, erhöhte Wichtigkeit. Die Altmühl ist die Almona der Römer und der Ludwigs-Canal die Realisirung eines schon vor tausend Jahren gejaßten Gedankens, den in 's Werk zu setzen der Neuzelt vorbehalten blieb.

Die Stadt soll schon von den Kelten gegründet, damals Keltege geheißen haben. Die Wittelsbacher, denen diese Gegend Zll eigen Wal; machten sie zu ihrem Lieblingsaufenthalte, Otto V. erweiterte das Schloß und kann, sozusagen, als Griinder der Stadt betrachtet werden. Hier war es, wo Kaiser Friedrich l. im Jahre 1156 den Streit zwischen Heinricn dem Baier und Heinrich dem Lowen schlichtete, wobei Oesterreich von Baiern unabhangig wurde. 1m Dreißigjährigen Kriege eroberte Bernhard von Weimar diese Stadt. Noch mehr aber litt die Stadt in den Kriegen des vorigen Iahrhunderts, wiihrend welcher die Beválkerung die [eindliche Garnison uberrumpelte. Die Kaiserlichen nahmen jedoch bald wieder die Stadt mit Sturm und huusten fiirchterlich. Die Anstifter der Emporung vom 13. September, an der Spitze der Metzgermeister Kraus, wurden nach lngolstadt geschleppt und dort geviertheilt.

Den Marktplat: Kelheim zieren jetzt die von Halbig gemeißelten Standbilder der Könige Ludwig 1. und Maximilian ll.. derjentgen Monarchen, welche nicht nur fûr diese Stadt, sondern jiir Baiern im Allgemeinen unvergleichlich viel thaten.

Kelheim, welches einen bedeuienden Handel mit lithographischen und Fliesplatten treibt, ist auch bekannt durch den Bau seiner großen Holzschiffe, oft bis zu 120 Fuß lang, welche unter dem Namen 'Kelheimer' bekannt sind.

Wie wir schon oben erwahnten. hatte schon Kar! der Große den Gedanken gefaßt, den Rhein mit der Donau zu verbinden, und läßt ihn auch die Volkssage zu Wasser von Regensburg nach Frankfurt am Main reisen; tatsiichlich fond aber diese Fahrt erst im Jahre 1867 statt, als der Miniaturdampjer 'Hableany', die 'Tochter der Wellen', von Budapest nach Paris zur Weltausstellung [uhr. König Ludwig l. von Baiern war es, der das Werk nicht nur aufnahm, sondern auch glûcklich zu Ende [ûhrte, so daß der Canal im Jahre 1846 dem Schiffsverkehre übergeben werden konnte. Seine Lange betriigt mit Einbeziehung verschiedener Flüsse 24 Meilen, der Wasserstand im Durchschnitt 5 Fuß Tiefe.

Mehr als hundert Jahre sind seit diesem Reisebericht vergangen. Heute fahren jährlich Tausende von Touristen auf modernen Ausflugsschiffen durch den Donaudurchbruch und auf dem neuen Rhein-Main-Donau Kanal in das schöne Altmühltal.

Möge auch dieses Buch dem Leser wieder zeigen. wie Kelheim zu Großvatcrs und Großmutters Zeiten ausgesehen hat.

1. Die alte Stadt. So sah der Besucher von der Befreiungshalle aus Kelheirn zu Beginn der dreißiger Jahre. Die ursprüngliche Bauersiedlung, die dem heutigen großen Wohngebiet im Osten seinen Namen gab, ist am oberen Bildrand zu erkennen. Im Vordergrund zeigt sich das Amtsgericht in seiner ursprünglichen Form mit dem Gefängnis. Das Finanzamt war damals noch im Zentrum der Stadt.

2. Ein neues Stadtbild. Nach dem Zweiten Weltkrieg erweiterte sich die Stadt schnell am südlichen Donauufer. Das neue Affeckinger Schulhaus in Hohenpfahl wurde fertiggestellt. Viele neue Wohnungen entstanden. Insbesondere die Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft trug wesentlich zur Behebung der Wohnungsnot bei.

3. Immer noch Hochwasser. Bis weit in die sechziger Jahre hinein, wurde die Stadt immer wieder von Hochwasser heimgesucht. Das von Mariafels aufgenommene Bild zeigt das Ausmaß der früheren Hochwasser über den ganzen Stadtbereich.

4. Der Bahnhof Reisenden. die bis nach dem Zweiten Weltkrieg überwiegend mit der Eisenbahn nach Kelheim kamen, bot sich Ende der zwanziger Jahre obiges Bild. Die kleine Lokomotive 98832 sorgte für den Pendelverkehr zwischen Saal und Kelheim und damit für den Anschluß in Richtung Regensburg und Ingolstadt. Dazwischen lag die Haltestelle Affekking, die unerklärlicherweise im Dritten Reich in 'Kelheim-Ost' umgetauft wurde.

5. Kelheimer Eisenbahner um 1900. Stolz präsentiert sich der Kelheimer Stationsvorstand mit seinen Mitarbeitern, einige in ihren interessanten Uniformen der damaligen Zeit, dem Fotografen. Die Bahn war damals ein wichtiger Arbeitgeber für die Stadt.

6. Die Maximilianbeheljsbriicke. Die im 19. Jahrhundert erbaute Maximilianbrücke über die Donau wurde am Ende des Zweiten Weltkrieges gesprengt. Von 1947 bis 1952 verband eine Holzbrücke die beiden Ufer.

7. Das alte Schloß. Wie ein Märchenschloß bot sich das Kelheimer Landratsamt zu Beginn des Jahrhunderts dem Beschauer. Urkundlich ist die ehemalige Burg von Kelheirn das Castrum Chelehaim erstmals 1050 als wittelsbachischer Besitz erwähnt. Es wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts abgebrochen und am gleichen Ort neu errichtet. Die Eisbrecher an der Südseite wurden 1810 im Zuge eines Umbaues angebracht.

8. Blickfang Wöhrdplatz. Den Besuchern und Bürgern der Stadt bot sich bei der Einfahrt in die Stadt von der Donaubrücke kommend ein schöner Bliek auf den ehemaligen Wöhrdplatz mit seinem Baumbestand. Heute führt darüber die Straße nach Riedenburg.

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