Kennt Ihr sie noch... die Elzer

Kennt Ihr sie noch... die Elzer

Auteur
:   Werner Müller
Gemeente
:   Elze
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6530-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die Elzer'

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Einleitung

Diese kleine Fotozusammenstellung von Menschen, die in der Einheitsgemeinde Elze lebten oder gar noch leben, umfaßt den Zeitraum von 1880 bis etwa 1950, also die Spanne von siebzig Iahren.

So eine Zusammenstellung hat immer den Charakter des Zufälligen an sich; denn zufällig sind von der Fülle der in Elze vorhandenen Fotos aus dem genannten Zeitraum gerade diese in das Archiv unseres Heimatmuseums gelangt. Und schließlich müssen Personen und Zusammenhänge auffremden Fotos bekannt sein oder erkannt werden, damit man die Bilder vorstellen kann.

Dieser Bildband versteht sich als Ergänzung beider Bände 'Elze in alten Ansichten', in denen schon eine Reihe bekannter Elzer Persönlichkeiten vorgestellt werden konnten. Der Schwerpunkt liegt deshalb diesmal stärker im alltäglichen Bereich, beim Mitmenschen.

Das gesellschaftliche Leben spielte und spielt sich in einer kleinen Landstadt, wie es Elze nun einmal auch heute noch ist, in Vereinen und privaten Zirkeln ab. So sind unsere Mitmenschen am häufigsten dann fotografiert worden, wenn Schützenclub, Sportvereine oder Gesangvereine in der Öffentlichkeit auftraten. Damit stellen die hier

und in den vorangegangenen Bänden vorgestellten Bilder auch ein Stück Geschichte der Vereine unserer Stadt Elze dar.

Geschichten und Informationen zu den Bildern sind mit großer Bereitwilligkeit von den Elzer Bürgern zur Verfügung gestellt worden. Deshalb möchten wir auch ein herzliches Dankeschön denen sagen, die mit so großer Bereitwilligkeit Auskunft erteilt haben. Wenn auf Texte anderer Autoren zurückgegriffen wurde, so sind die Verfasser immer im Text erwähnt worden. Alle weiteren Fakten sind dem Archiv des Heimatmuseums der Stadt Elze entnommen worden.

1 Christiane Blochberg

Es geschieht nur noch selten, daß zu einem Portrait aus dem Ende des letzten Jahrhunderts nicht nur der Name der Person, sondern auch die Lebensdaten und Fakten aus ihrem Leben bekannt sind, wie es hier bei der festlich gekleideten Frau auf dem Foto der Fall ist.

Die Frau mit den verhärmten Zügen, den sehr schmalen Lippen und den eingefallenen Wangen ist Christiane Blochberg, geborene Stolte.

Am 1. März 1819 ist sie geboren, hatte den gleichaltrigen Elzer Mauermeister Heinrich Blochberg geheiratet. Vier Kinder brachte sie zurWelt. Zwei von ihnen starben jung:

Ihre Tochter Karoline starb mit vier Iahren und ihr jüngster Sohn Konrad starb zwölfjährig im Iahre 1860. Im gleichen Iahr starb - nach nur etwa siebenjähriger Ehe ihr Mann.

Von nun an lebte sie fast dreißig Iahre ohne ein eigenes Einkommen, ohne durch eine Rente finanziell abgesichert zu sein, im Haus ihres Schwiegervaters, der ihr das Leben schwer machte und sie es bis an sein Lebensende bitter fühlen ließ, daß sie von seiner Gnade in seinem Haus lebte. Siebzigjährig starb sie am 30. März 1889.

2 Superintendent von Hanffstengel

Das Foto zeigt Superintendent von Hanffstengel nach einem Einschulungsgottesdient am Ende der vierziger Iahre. Gottfried Hans AdolfEmil von Hanffstengel ist der achte Elzer Superintendent gewesen. Die Elzer Superintendentur ist erst 1829 errichtet worden. 1885 ist von Hanffstengel in Worpswede geboren. Bevor er sein Amt in Elze antrat, war er erster Pastor in Harpstedt bei Wildeshausen. Seine Amtszeit in Elze währte von 1931 bis 1954.

In seine Amtszeit fiel die Auseinandersetzung zwischen der evangelischen Kirchen und den Nationalsozialisten. Als nach sechs Iahren Amtszeit bei Reparaturarbeiten am Turm der Peter-und-Paul-Kirche die Turmkugel auch abgenommen worden war, fügten neben dem Kirchenvorstand auch Rat und Bürgermeister der Stadt Elze den in der Kugel sich befindenden Zeitzeugen aus der Vergangenheit Grußbotschaften der Gegenwart hinzu.

Auf dem Schreiben der Stadt hieß es, bekräftigt durch drei Unterschriften, daß ein gesundes ' ... Volk geschmiedet wurde unter der prophetisch klaren und sicheren Führung durch den deutschesten aller deutschen Männer Adolf Hitler.'

Superintendent von Hanffstengel war es gelungen, heimlich einen kleinen handgeschriebenen Zettel in derTurmkugel unterzubringen. Auf dem hieß es: 'Schwerste Zeit des Kampfes liegt über unserer deutschen evangelischen Kirche. Gebe Gott, daß es wahr bleibe in unserer Kirche:

Einen anderen Grund kann niemand legen außer den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Elze, 28. Juni 1937

v. Hanffstengel Superintendent.'

3 Pastor Theodor Griindler

PastorTheodor Gründler, der von 1957 bis 1968 in Elze Pastor gewesen ist, war am 7. August 1910 in Gustrow, Landkreis Rügen geboren worden.

Als Student schon hatte er in der Auseinandersetzung zwischen der Evangelischen Kirche und den Nationalsozialisten Stellung bezogen und sich der Bekennenden Kirche angeschlossen.

Im Iahre 1939 war er von den Nationalsozialisten mit einem Kanzelverbot (Predigtverbot) belegt worden.

Die Amtseinführung von Pastor Gründler in Elze zeigt bildhaft die Trennung, die sich in unserem Jahrhundert zwischen Staat (hier Kommune) und Kirche vollzogen hat. Dabei zeigt gerade in Elze das Nebeneinander von Kirche, Rathaus und Schule, daß diese Einheit einmal bestanden hatte. Man respektierte einander in Elze und ging höflich miteinander um.

Das zeigt das Schreiben vom Elzer Bürgermeister Rehm aus Anlaß der Amtseinführung von Pastor Gründler am 4. Advent, dem 22. Dezember 1957. In dem Schreiben an die Ratsmitglieder heißt es: 'Ich bitte Sie höflich, an dieser Zusammenkunft und am Hauptgottesdienst teilzunehmen.'

4 Pastor Hogrefe

Der Elzer Fotograf Otto Nickolai hat um die Jahrhundertwende den Pastor Karl Heinrich Ludwig Hogrefe aufgenommen, einen Mann, der mit ernstem Blick hinter dem Ateliertisch steht und mit dem Zeigefinger auf das Wort des Buches weist, das vor ihm liegt.

Pastor Hogrefe war von 1880 bis 1905 in Elze im Amt. Superintendenten waren zu seiner Zeit Heinrich Dammers, der 1893 in den Ruhestand trat, der Doktor der Theologie RudolfBückmann und schließlich sogar noch Rudolf Münchmeyer, der 19 0 4 sein Amt angetreten hatte.

In die Amtszeit Hogrefes mit dem Superintendenten Dammers fiel auch die Einweihung des vom Elzer Bildhauer Ludwig Oehlmann geschaffenen Lutherstandbildes anläßlich des 400. Geburtstages Dr. Martin Luthers auf dem Kirchplatz der Peter-und-Paul-Kirche im Iahre 1883. Da aber am Jubiläumstag lediglich der Sockel des Denkmals fertig war, mußte die feierliche Einweihung der Statue im nächsten Iahr am 18. Februar 1884 nachgeholt werden.

S Hans Steins

Ein wichtiger historischer Beleg für die schwere Kriegsund Nachkriegszeit ist dieses so intim und familiär anmutende Foto. Es zeigt den Elzer Hans Steins, der als letzter Elzer aus russischer Kriegsgefangenschaft heimgekehrt war. Man schrieb zu diesem Zeitpunkt schließlich schon das Iahr 1954.

Aufgenommen wurde das Foto im Grenzdurchgangslager Friedland.

Hans Stein wurde von seiner Familie und seinen Freunden abgeholt. Mit den Blumensträußen in der Hand stehen rechts der Heimkehrer Hans Steins und links seine Frau Ortrud. Zwischen ihnen steht ihr Sohn Wolfgang.

Die anderen in der Gruppe sind - von links aus gesehen Hanna und Udo Röver, dann folgt ein Unbekannter.Vor ihm sieht man den Kopf von Wilhelm Beverburg, dann folgen der sogenannte China-Müller, Karl Brückner und Frau Bank. Frau Steins und ihr Sohn Wolfgang werden von dem Kopf von Herrn Bank überragt. Die beiden letzten in der Reihe sind Herr Sengers und August Piepho.

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