Kennt Ihr sie noch... die Korbacher

Kennt Ihr sie noch... die Korbacher

Auteur
:   Wilhelm Hellwig
Gemeente
:   Korbacher,
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5438-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die Korbacher'

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EINLEITUNG

Die alten Korbacher

In den beiden Bänden 'Korbach in alten Ansichten' habe ich überwiegend Häuser und Straßenbilder aus der Zeit von 1890 bis 1930 gezeigt und erläutert. Zur Ergänzung soll der vorliegende Band die Menschen zeigen und schildern, die in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg in Korbach lebten und die auf Fotos festgehalten wurden.

Die ältesten Fotografien aus der Zeit von 1890 bis 1920 stammen von Wilhelm Stremme; andere Fotografen waren dann später Wilhelm Löwenstein, Adolf Höhne, Karl Hansen, Paul Nöll und Wilhelm Schalk. Einige Bilder sind auch von unbekannten Amateuren.

Die Jahrzehnte vor dem Ersten Weltkrieg waren eine Zeit, in der viele Vereine gegründet und große Feste gefeiert wurden. Das bedeutendste Volkstest der Korbacher war das schon aus dem Mittelalter überlieferte und alle drei Jahre stattfindende Freischießen. Das von allen Bevölkerungsschichten gefeierte Fest dauerte früher fast eine Woche und wurde seit 1891 auf vielen Fotografien festgehalten. Im Jahre 1850 wurde der Turnverein gegründet, dem 1909 noch der Sportverein folgte. Die Gymnasiasten hatten seit 1899 einen eigenen Turnverein und bereits 1883 eine leistungsfähige Musikkapelle.

Der älteste Gesangverein war die 1852 gegründete 'Liedertafel Concordia'. Ihr folgten 1874 und1891 die Gesangvereine 'Zauberflöte' und 'Gerrnania', die beide 1933 aufgelöst werden mußten. Bestehen blieben aber die Gesangvereine 'Harmonie' (1908) und Peters Gesangverein (1909). Aus dem 1913 gegründeten Kirchenchor 'Cäcilie' wurde später der 'Gernischte Chor Eintracht'.

Im Jahre 1887 entstand der Musikverein, der mit seinen Konzerten oft die Bürger erfreute. Der ebenfalls noch existierende Posaunenchor wurde 1919 gegründet. Zu den Sportvereinen kam 1896 der Radfahrverein. Natürlich gab es im vorigen Jahrhundert schon mehrere Kegelbahnen und Kegelclubs. Zu den Vereinen gehörten auch die Feuerwehren und Soldatenvereine, der Dramatische Verein, der Gesellenverein, die Wandervögel und andere Jugendgruppen.

Das gesellige Leben wurde aber auch von den Schulen geprägt. Seit 1579 besteht in Korbach das Laudesgymnasium, dessen Schüler heute noch bei vielen kulturellen Veranstaltungen mitwirken. Sie gründeten 1921 den Verein der ehemaligen Gymnasiasten und veranstalten alle fünf Jahre große Wiedersehensfeiern. Schulfeste feierten früher auch alle Jahre die anderen Schulen. Da gab es die Bürgerschule, die 1904 einen Neubau am Enser Tor erhielt und schon 1913 einen weiteren Neubau benötigte. Seit 1876 gehörte zu dieser Schule eine 'Höhere Töchterschule', die sich dann zu einer Mittelschule entwickelte. Für die kleine jüdische Ge-

meinde gab es seit 1893 die Judenschule. Eine Kleinkinderschule gründete 1888 der Frauenverein, ein Vorläufer der heutigen Kindergärten.

Viele Korbacher arbeiteten in den Fabriken und Betrieben, im Handwerk und der Landwinschaft. Fotos die das Arbeitsleben dokurnentieren. sind aber leider selten, Auch von den Behörden gibt es nur wenige Aufnahmen. Sehr groß ist dagegen die Zahl der Familienfotos.

Sehen Sie selbst was die Korbacher so alles getrieben haben, und Sie werden feststellen, daß auch früher schon ein reges Leben im alten Korbach herrschte.

1. DIE PADBERGER FEHDE - 1936

Als die Schutzengilde 1936 ihr Freischießen feierte, wurde auf Anregung von Albert Brühmann erstmals ein historisches Festspiel aufgeführt: Die Padberger Fehde. Die Heimatdichterin Hildegard Waldschmidt schrieb das Stück , das den 1413 errungenen Sieg der Korbacher über die Herren von Padberg zum Inhalt hat.

Der obere Teil des Schießhagens wurde als Freilichtbühne hergerichtet, Kostüme wurden geliehen, ein Regisseur engagiert, und über 120 begeisterte Laienspieler übten das Stück ein, das darm mehrmals mit großem Erfolg aufgeführt wurde. Hoch zu RoB ritten Cord von Geismar (Wolrad Brand) und der Ritter Hildebrand Gaugrebe (Walter Scheele) mit ihren Knappen über die Bühne. Weitere Hauptrollen hatten Hermann Spratte (Spielrnann), Walter Bielig (Bürgermeister) und als Ratsherren: Richard Schulze, Christian Küthe und Fritz Eigenbrod. Besonderen Beifall erhielt der Kronenwirt Kar! Schönhardt. Die Aufführung auf der improvisierten Bühne wurde ein voller Erfolg.

Das Foto zeigt alle Mitwirkenden auf dem Hügel unter der großen Linde, rechts die gefangenen Grafen von Padberg. Diese Freilichtbühne wurde 1938 ausgebaut. Hermann Spratte schrieb dann das Festspiel 'Die Bürger", das erstmals 1939 aufgeführt wurde. Seit vielen Jahren finden jährlich Freilichtaufführungen im Schießhagen statt.

2. DIE LIEDERTAFEL 'CONCORDIA' - 1907

Der älteste Korbacher Gesangverein ist ein 1852 von Musikdirektor Kühne gegründeter Kirchenchor, aus dem dann die Liedertafel 'Concordia' wurde, die 1866 ihre erste Fahne weihte. Mitglieder waren damals durchwegs angesehene Bürger, die auch unter sich bleiben wollten.

Das Foto zeigt, in der obersten Reihe: Wilhelm Wille, Eduard Rube, Heinrich Schreiber, Wilhelm Höhle , Louis Brühmann, Heinrich Schreiber (jun.), Fritz Hoffmann, Friedrich Eigenbrod, Ludwig Klapp (sen.), Kar! IlIian, Kar! Landau, Heinrich Nord, Wilhelm Happe und Heinrich Ebbrecht.

Davor stehen: Georg Theobald, Reinhard Tent, Kar! Scheele , OUo Frese, Willi Strube, Adolf Schmalz, Karl Schönhardt, Friedrich Löwenstein, Christian Fisseler, August Vomhof, Jean Chiout, Hermann Schulze, Kar! Lamm, Franz Wendt und Ludwig Tent.

Vorn sitzen: Hermann Nieschalk, Heinrich Ernde, Daniel Wilhelm. Karl Hartmann, Theodor Hey (Dirigent), Ludwig Tent (sen.), Wilhelm Schmalz, Christian Daubert und Friedrich Löwenstein (sen.).

Ganz vorn liegen: Richard Schulze, Fritz Höhle und Wilhelm Herzog.

3. DER GESANGVEREIN 'GERMANlA' - 1891

Eine bedeutende Rolle im kulturellen Leben der Stadt spielte die 1859 gegründete Liedertafel 'Germania', eine exklusive Vereinigung von Männern der gehobenen Stände. Das zeigen schon die Berufsangaben.

Links am Tisch stehen: Gerichtssekretär Otto Becker, Professor Gustav Weidenbach und Gerichtsschreiber August Leimbach.

Davor sitzen: Oberlehrer Alexander Wende, Kaufmann Heinrich Steinrück und Bürgermeister Albert Steinrück.

Rechts am Tisch sitzen Kaufmann Carl Theobald, Professor Albert Leiß und Lehrer Carl Brand.

Dahinter stehen: Sparkassenrendant Carl Trummel, Kaufmann Albert Brack, Färberrneister Heinrich Vesper, Uhrmachermeister Albert Blume, Gastwirt Ludwig Gödde und Bürgerrneister Edmund Meinecke.

Ganz oben unter der Laube stehen: Kanzleirat Wilhelm Maurer, Zeitungsverleger Wilhelm Bing, Kaufmann Georg Wilhelm Blume und Kaufmann Albert Röhr.

Der Verein mußte sich 1933 auflösen.

4.50. STIFTUNGSFEST DER 'ZAUBERFLÖTE' - 1924

Auf Anregung des Kaufmanns Albert Brack wurde 1874 die Liedertafel 'Zauberflöte' als gemischter Chor gegründet. Die glanzvolle Vereinsgeschichte berichtet von vielen Konzerten und geselligen Veranstaltungen. Ein Höhepunkt war das Jubiliäumsfest am 29. November 1924 im Saal des Waldecker Hofes.

Unser Foto zeigt die festliche Versammlung. Die Tänzerinnen in Rokokokostümen führten ein Menuett auf und beschworen so den Geist Mozarts, der bei der Gründung des Vereins Pate gestanden hat. Viele Personen lassen sich noch namentlich bestimmen.

Vorn erkennt man: Marie Trummel, Luise Schierholz, Victorine Sprenger, Margarete Pasie, Berta Kahlheyß, Emilie Hopff, Minna und Karl Engelhard. Helene Kinkeldey ,Oswald und Änne Koenig, Marie Büff, Helene Brack, Marie Luise Rube, Anna Heinemann und ganz rechts Auguste VogelI.

Im Mittelbereich stehen: Adolf Trummel, Lina Brand, Hans und Margarete Möller, Grete Mogk, Alfred Michels, Hilde Lübke, Carl Brand, der Dirigent Karl Hopff, Cilly Linde und Louis Bürgener.

Im Hintergrund sieht man den späteren Dirigenten Rudolf Klaus, Helene Volke, Heinrich Sprenger, Maria Münch, Marie Schachtebeck, Karl Hellwig und Paul Kahlheyß.

Der Page vorn in der Mitte ist Emmi Brack.

5. DER GESANGVEREIN 'HARMONIE' - 1926

Das große Sängerfest von 1908 war der Anlaß zur Gründung eines neuen Gesangvereins, denn die bestehenden Vereine weigerten sich, Neubürger in ihren Reihen aufzunehmen. Jakob Dörhöfer gründete im Herbst 1908 die 'Harmonie', deren Dirigent Theodor Hey wurde. Das Foto von 1926 zeigt 49 Mitglieder.

In der vordersten Reihe sitzen: Heinrich Ternpeler, August Kroll, Wijhelm Ockel, Kar! Kreinsen, Willi Behle, Ludwig Schröder, Theodor Hey, Jakob Dörhöfer, Ernst Voßhage , Adam Diegel. Heinrich Jäger und Wilhelm Beile.

Davor liegen: Martin Westmeier. Hermann GÖUe und Kar! Behle.

In der mittleren Reihe stehen: Fritz Gerbracht, Louis Stephan, Kar! Klein, Heinrich Müller, Heinrich Biederbick, Kar! Hillebrand, Willi Ockel, Fritz Steuber, Fritz Truß, Wilhelm Fingerhut, Kar! Prager, Heinrich Wittekind. Kar! Roß, Fritz Tepel, Heinrich Emde, Friedrich Fingerhut, Hermann Schweser, Arthur Blankenburg und Eduard Kohlberg.

Ganz hinten stehen: Otto Hirsch, Friedrich Steuber, Christian Göbel, Kar! Hutwelker. Fritz Butterweck, Louis Flarnme , Karl Daniel, Fritz Schäfer, Heinrich Rüsseler, Friedrich Schüttler, Louis Göbel, Ernst Westmeier. Ernst Schultheiß, Paul Daniel und Ernst Dörhöfer.

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