Kennt Ihr sie noch... die von Drensteinfurt

Kennt Ihr sie noch... die von Drensteinfurt

Auteur
:   Werner Bockholt
Gemeente
:   Drensteinfurt,
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2088-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die von Drensteinfurt'

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EINLEITUNG

Dort im Münsterland, wo Eichen- und Buchenwäldchen wie zufällig in die Landschaft gestreut zu sein scheinen, wo im Westwind wogende goldgelbe Getreidefelder und Weiden von Wallhecken unterbrochen werden, wo stattliche Bauernhöfe vereinzelt hinter Baumgruppen ihr rotes Ziegeldach oder mancherorts noch den verbretterten Steilgiebel erkennen lassen - in dieser auch heute noch sehr stark von der Landwirtschaft geprägten Landschaft zwischen Münster und Hamm liegt Drensteinfurt. Nur einige markante Bauten lassen die historischen Strukturen erkennen, etwa das Wasserschloß Haus Steinfurt, die Pfarrkirche St. Regina, die 'Alte Post' und einige wenige Bürgerund Bauernhäuser. Ansonsten ist Drensteinfurt heute von so mancher anderen Kleinstadt des Münsterlandes kaum mehr zu unterscheiden.

Doch die alteingesessenen Bürger, die 'Paohlbürger', erinnern sich noch an das alte Drensteinfurt, das von den Einheimischen schlicht 'Stewwert' genannt wird: an die gepflasterten Straßen, an das Leben der Ackerbürger, die in ihren Häusern noch Vieh hielten und vor den Toren der Stadt oft ein Stück Land besaßen, an die erste Drensteinfurter Badeanstalt an der Werse, an den Waschplatz an der Münsterstraße, wo die Frauen sich bei der großen Wäsche am Montag die letzten Neuigkeiten vom Wochenende berichteten, an die Bleiche, wo die Wäsche ausgelegt wurde, an die Schützenfeste, die die gesellschaftlichen Ereignisse des Jahres darstellten.

Obwohl die Zeit hart war und häufig in der historischen Distanz verklärt wird, so erinnern sich doch viele Stewwerter gern an früher. Bilddokumente, aus so manchem Drensteinfurter Familienalbum zusammengetragen, sollen nicht nur das Aussehen der Drensteinfurter Altstadt wachrufen, sondern darüber hinaus einen Einblick geben in das Leben der Bewohner.

Fotonachweis:

Bockholt 3, Böcker 4, Bregenhorn 1, Fels 5, Grewe 1, Haa1er 1, Harbaum 8, Kampmann 1, Klaverkamp 4, Rentsch-Buschkötter 1, Schütteldreier 2, Schulze Natorp 1, Stadtarchiv 6, VedderDrees 1, Wällermann 1, Weidenbach 6, Verfasser 4.

1. Wer den Weg von Münster nach Hamm nahm und in Drensteinfurt die Bahnlinie überquerte, dem bot sich bei der Einfahrt in den Ort folgender Anblick. Dort, wo die Bahnhofstraße sich verengte und man in die Altstadt kam, wechselte der Blaubasalt in große Pflastersteine. Dieser Stell am ehemaligen Münstertor bot einen der schönsten Anblicke des alten Stewwert.

Links und rechts gesäumt von Bäumen und Sträuchern, führte die Mühlenstraße trichterförmig in den Ortskern hinein. Links wurde die Mauer von dem Torhäuschen, dem Wohnhaus des Dichters Karl Wagenfeld, unterbrochen. An der rechten Seite unter der Haube des Kirchturms St. Regina sind die Häuser Diening, Bultmann und Wibbeke zu erkennen.

So sah das Mühlentor noch vor 20 Jahren aus. Ruhe und Beschaulichkeit strahlt dieses Foto aus, lediglich die drei Jungen mit ihrem Bollerwagen geben dem Bild Leben.

2. Wenn man in Drensteinfuhrt eine Stelle, einen Straßenzug anführen müßte, der charakteristisch für das Aussehen der Vorkriegszeit ist, so wird man sicherlich den Westwall in dem abgebildeten Bereich anführen müssen. An der Einmündung des Westwalls in die Mühlenstraße bildete sich eine platzartige Erweiterung.

Diesen Bliek in den Westwall wird Karl Wagenfeld gehabt haben, wenn er morgens das elterliche Haus verließ und zur Schule ging. Nicht zu übersehen an der linken Bildseite ist der große Fachwerkbau der 'Alten Post', von der der Vorbau in die Straße hineinragt und die übrigen Fachwerkhäuser der linken Straßenseite verdeckt.

An der rechten Straßenseite sind die aneinandergereihten Bürgerhäuser zu sehen, die im 19. Jahrhundert direkt an die Stadtbefestigung heranreichten. Im Vordergrund das Haus 'Piepen' Lackhoff mit den Sprossenfenstern, dahinter das vom Weinlaub fast verdeckte Haus Roßmeier. Das große Tennentor gehört zum Haus Böcker, dann folgen die Häuser von Mörchen und Wimber.

3. Das Drensteinfurter Schulwesen kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Bereits gegen Ende des 18. Jahrhunderts war ein Höhepunkt zu verzeichnen, als münstersche Herren des Domkapitals Prüfungen abnahmen und für gute Leistungen Silbermünzen vergaben, die noch heute im Besitz einiger Drensteinfurter Familien sind.

Die erste Drensteinfurter Schule befand sich am Kirchplatz, am Südwall entstand die zweite Schule, eine Mädchenschule. 1893 wurde eine Schule an der Münsterstraße eingerichtet. 1911 kam die Bauerschaftsschule in Mersch dazu. Bereits 1890 fanden sich die Herren Schlichting, Schmidt, Trentmann, Schmand und Niermann zusammen, um den Plan, eine Rektoratsschule zu eröffnen, zu verwirklichen. Noch im selben Jahre wurde sie eröffnet, und zwar fand der Unterricht zunächst im Kolpinghaus statt, später dann in der Schule am Kirchplatz.

Das Foto zeigt eine Klasse aus der Schule an der Münsterstraße. Rektor Grätzig, der Nachfolger von Rektor Dolle, stellt sich 1938 mit seiner Klasse dem Fotografen.

Folgende Schüler sind zu sehen: Rudi Blomberg, Gerhard Lenz, Kurt Deppe, Heinz Heising, Georg Mackenbrock, Ludger Volkrnar, August Harbaum, Franz Winter, Paul Dortmann, Bernhard Gallenkemper und Heinz Lackhoff.

4. Das Schulwesen in Drensteinfurt war dadurch gekennzeichnet, daß es unterschiedliche Schulen für Jungen und Mädchen gab. Die Mädchenschule am Südwall hatte 1836 160 Schü1erinnen, die in zwei Klassen unterrichtet wurden. Viele Jahre blieb diese hohe Schü1erzahl erhalten. Noch 1911 lag der Durchschnitt bei 72 Schülern pro Klasse.

Vor dem Eingang der Schule an der Münsterstraße, wo auch das Amt Drensteinfurt untergebracht war, haben sich 1935 einige Schüler der Knabenschule aufgestellt. Die folgenden Namen der Stewwerter Jungen, die ihren Schuhen längst entwachsen sind, ließen sich noch ermitteln (von links unten): Karl Harbaum, Josef Bohnenkamp, Berni Neuer, Walter Wessel, Lackhoff, Renvert, Bernd Kröger, Julius Unkel, Erich Lenz, Albert Schmidt, Rudi Rottmann, Heinz Hagenhues, Ernst Plochmann, Bernh. Scheller, Josef Keuper, Pau1 Freickmann, Hermann Brox, K.H. Reher, Hans Drepper, Hans Mussenbrock, Theo Gallenkemper, Rudi Oberwald, Theo Grönewäller, Alvis Osthues, Theo Hüls, Karl Nollmann, Josef Gallenkemper, Bernhard Bultmann, Hubert Elkendorf, Heinz Hallmann, Theo Frie, Hermann Weißen, Erich Weißen, Werner Volkmar, Bernhard Avermann, Heinz Harbaum, Paul Freickmann, Hubert Lackhoff, Pau1 H. Kampmann, Alfred Weißen, Leo Lackhoff, Franz Grönewäller, Bernhard Wiersen, Gerd Kleibolt, Hennes Kramer, Bernhard Grönewäl1er, August K1öpper, Heinz Roßmeier, Hubert Eggenstein, Bernhard Overmann, Bernd Leifeld, Helmut Eusterwiemann, Theo Dieninghoff und Bernh. Hoppe.

5. Zu den wenigen Möglichkeiten für die Jugend in Drensteinfurt, einmal aus dem Alltag herauszukommen, zählte der Tanzkursus. Bei Wiggermann, Kurze Straße, fand im Saal das Ereignis statt. Neben den obligatorischen Tänzen wie Walzer, Tango, Langsamer Walzer und Marsch stand die Stewwerter Königsquadrille fest auf dem Programm. Für die musikalische Gestaltung sorgte Tanzlehrer Theo Debbelt am Klavier.

Dieses Foto entstand beim Schlußball und wurde 1940 auf dem Kirchplatz aufgenommen. Einige Tanzkursusteilnehmer werden sich sicherlich wiedererkennen: Emmi Hagenhues, Maria Welp, I1se Göbel, Else Gallenkemper, Luise Mais, Tine Kröger, Maria Söthe, Änne Harbaum, Luise Niesmann, Irmgard Göbel, Anni Welp, Hans WesseI, Bernhard Neuer, August Harbaum, Heinrich Dortmann, Paul-Theo Klapdor, Herbert Unkel, Heinrich Elkendorf, Kar! Krüger, Tanzlehrer Theo Debbelt, Bemhard Werring, Alex Hunsteger, Peter Dupont, August Kruse, Walter Weißen und Bernhard Wienkamp.

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