Kennt Ihr sie noch... die von Isny im Allgäu

Kennt Ihr sie noch... die von Isny im Allgäu

Auteur
:   Margarethe Stützle
Gemeente
:   Isny im Allgäu,
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2426-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die von Isny im Allgäu'

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EINLEITUNG

Erinnern Sie sich noch an Kindergarten, Schulausflüge, Vereinsfeste, Theaterspiele und Familienfeiern zu Großvaters Zeiten? Wie lustig es zuging an Fasnacht, was es an Bedeutsamem gab im bürgerlichen und kirchlichen Leben.

Die Zeit zwischen 1880 und 1930 wurde für dieses Büchlein ausgewählt. Es soll jedoch hier kein einseitiges Loblied auf die 'gute alte Zeit' gesungen werden. Jede Zeit ist so gut wie die Menschen, die sie prägen und von ihr geprägt werden.

Die Bildauswahl der jeweiligen Personen, Gruppen oder Vereine wurde nicht nach gesellschaftlicher oder wirtschaftlicher Bedeutung getroffen; es soll kein Anspruch auf einen repräsentativen Querschnitt erhoben werden. Die Auswahl richtete sich ganz einfach nach dem verfügbaren Bildmaterial und bringt Streiflichter, was sich so alles im bürgerlichen und kirchlichen Leben abspielte.

Hat sich Isny verändert, und wie sehr haben sich die Isnyer verändert? Sollte es diesem Büchlein gegeben sein, Erinnerungen aufzuwecken an alte Bekannte und Freunde, an fröhliche Feste und Feiern, Besinnliches und Heiteres, so hat es seinen Zweck erfüllt.

Der größte Teil der Bilder entstammt der Bilddokumentation des Stadtarchives. Für die Textgestaltung wurden in der Hauptsache Berichte aus der damaligen Isnyer Tageszeitung, dem 'Stadtund Landboten', verwendet. Herzlich soll an dieser Stelle all denen gedankt sein, welche für dieses Büchlein leihweise Bilder zur Verfügung gestellt und bei der Personenbestimmung mitgeholfen haben. Meinbesonderer Dank gilt Herrn Kreisoberarchivrat Dr. K.F. Eisele für seine Unterstützung bei der vorliegenden Arbeit. Und zum Abschluß wünsche ich, daß das Büchlein 'Kennt Ihr sie noch ... ' Freude schenken und Freunde finden möge.

1. Erinnerung an die evangelische Kleinkinderschule im März des Jahres 1910. Auf dem Spielplatz (Schillerplatz) unterhalb des Springerstiftes haben sich die Kinder aufgestellt und schauen nun halb erwartungsvoll, halb ängstlich auf die vor ihnen aufgebaute Kamera.

Links im Bild sehen wir Frau Stadtschultheiß Bär, und auf der rechten Bildseite steht die Kinderschulschwester 'Tante Julie'.

Alljährlich im Sommer unternahm die Kleinkinderschule zusammen mit der freiwilligen Sonntagsschule ihren 'Herbstausflug' auf die nahegelegene Felderhalde. Mit flatternden Fähnchen zog alsdann die fröhliche Kinderschar in Begleitung von Tante Julie und 'sonstiger Kinderfreunde' aus. Auf der Felderhalde angelangt, wurden Bretzeln und Obst verteilt, anschließend erfreute sich alles an Spiel und Gesang. Zum Abschluß zündete man ein Preudenfeuer an, das weit in die herbstliche Allgäulandschaft hinausleuchtete. Abends kehrte die ganze Schar fröhlich und müde vom Spiel wieder heim.

2. Die Isnyer Kinderfesttrommler Anno 1901 - aus der ganzen strammen Bubenschar sind nur zwei namentlich bekannt: Paul Kühnle (der 4. von rechts) und Heinrich Rottmanner (der 1. von links).

Das alljährliche Kinderfest, Kinderfreud oder Bogenspringen genannt, wurde jeweils zum Abschluß des Schuljahres gefeiert und ist heute wie einst das beliebteste Fest für alte wie junge Isnyer.

Doch kehren wir zurück zum Juli des Jahres 1901 und lassen den 'Stadt- und Landboten' berichten: ... auf die Tagwache des Musik- und Trommierkorps und den Festzug der Schiller in die Kirchen, folgte nachmittags der Festzug der fröhlichen Kinderschar auf den Rain. Eine noch selten gesehene Menge fiillte den Festplatz. Fröhlich vergniigte sich alles beim Musikpavillon, der Schießhalle, beim 'Kasperle' oder den Schiffschaukeln und Karussell. In den zu beiden Seiten des Festplatzes aufgeschlagenen Ständen war für des Leibes Atzung bestens gesorgt. Am Kinderfestmontag fanden im Hallsaal Deklamationen ernsten und heiteren Inhalts statt, den Nachmittag fûllten Spiele aller Art und Gesänge aus. Das muntere Treiben der festlich geschmûckten Jugend steckte auch die Alten an, und so herrschte eine recht fröhliche Stimmung, bis der Zapfenstreich zur Sammlung rief und der Abmarsch auf den Marktplatz erfolgte. Wie bei Beginn des Festes, so erklang auch am Ende desselben 'Großer Gott wir loben Dich'.

3. Badevergnügen am Bleichenweiher im Sommer 1925. Hier traf man sich an schulfreien Sommernachmittagen. Als Sprungbrett diente der Balken, und an den vereinzelt wachsenden Seerosen störte man sich genausowenig wie an Fischen, Fröschen und Tauchenten, die erschreckt über soviel Gep1ansche meist schnell das Weite suchten.

Als fröhliche Wassernixen präsentieren sich in der unteren Reihe von links nach rechts: Clara Pfeilsticker, Elisabeth Straub, Gretel und Ilse Dethleffs, Maria Karrer, Anneliese Pini, Gretel Burth, Frieda und Lotte Schmid, Hannelore Schneider, Carola Ehrle und Hedwig Zett.

In der oberen Reihe sitzen ganz rechts Berta Schiele und Karl Haaga. Wer kennt noch weitere?

Wenige Jahre später wurde das Baden im Bleichenweiher zugunsten des städtischen Schwimmbades im Holzweiher verboten, was sehr schnell zu Klagen führte, da 'die Lage des Bleichenweihers eine außerordentlich schöne, und er nicht so weit entfernt von der Stadt sei'. Es wurde auch die Meinung geäußert, 'es wäre zu empfehlen, die Leute im Bleichenweiher ruhig baden zu lassen und sie nicht fortwährend von der Schutzmannschaft durch Aufschreiben zu belästigen'.

4. Klassenfoto 1931 - die erste und zweite Klasse der Isnyer Realschule mit ihrem Klassenlehrer Birk1e, den seine Schüler nur 'Real' nannten.

In der oberen Reihe stehen von links nach rechts: Paul Butscher (aus der Mühle von Sommersbach), Heribert Bader (starb an den Folgen schwerer Erfrierungen, die er im Rußlandfeldzug erlitt), Eberhard Gruber, Max übelhör (gefallen im Zweiten Weltkrieg), Robert Hiestand, Wemer Felle (im Zweiten Weltkrieg vermißt) und Hans Grosselfinger.

Die Mädchen der mittleren Reihe sind: Traudl Häcker, Ilse Wick, Marianne Geiger, Dorle Pini, Emmi Scheid, Antonie Kolb, Josefine Kieble und Angela Rettenmaier.

In der unteren Reihe sitzen: Benedikt Sommer von Sommersbach (gefallen im Zweiten Weltkrieg), Maier (gefallen im Zweiten Weltkrieg), Wemer Martin Knebel (gefallen im Zweiten Weltkrieg), Sepp Mäuerle, JosefFliegauf, Hans Ohmayer von Großholzleute, Erika Schmid und Marga Mayer.

Von ihrem Lehrer Birkle wissen seine einstigen Schüler noch vieles zu berichten. So pflegte er, wenn das Wetter es zuließ, die Klassenarbeiten im Rotmoos zusammenzustellen. Sahen ihn seine Schüler dort, meist an einem Bach sitzend und die Füße bequem im Wasser kühlend, so waren sie sicher, daß in Bälde eine Klassenarbeit drohte. Als Liebling des 'Real' galt sein Dackelhund. Er begleitete seinen Herrn häufig in die Schule und hatte im Klassenzimmer sein Körbchen. Mit der Zeit kannte sich der Hund im Schulbetrieb so gut aus, daß er sofort anschlug, wenn sich einer der Schüler zu schwatzen getraute, falls sein Herr für kurze Zeit das Klassenzimmer verließ.

5. Geburtstagsfeier im Hause Ehrle - Großmutter Ehrle feiert ihr 70. Wiegenfest. Die Aufnahme entstand 1923 im 'Salon' des Hauses. Auf dem Tischchen sind die Fotos der abwesenden Familienmitglieder arrangiert. Um das Tischchen sitzen von links nach rechts: Frau Bertha Debler, die jüngste Tochter der Jubilarin, neben ihr das Ceburtstagskind, Frau Anna Ehrle geborene Wörz, die 'Domina' des Hauses, deren Wünsche und Anordnungen stets unverzüglich Folge geleistet wurden. Auf der anderen Seite des Tischchens Frau Staatsrat Mandry von Stuttgart, die Schwester von Großmutter Ehrle, und dieser liebevoll zur Seite Frau Lily Ehrle geborene Rugel. Ganz rechts sitzt Tante EIsa Nestlen geborene Ehrle.

In der hinteren Reihe stehen von links nach rechts: Carola Ehrle, die Enkelin, der Schwiegersohn Rechtsanwalt DI. Moritz Debler, die beiden Enkel Hans und Paul Nestlen sowie DI. Karl Ehrle, der Sohn, seit 1897 als praktischer Arzt in Isny tätig.

Gefeiert wurde, der Bedeutung des Tages gemäß, im 'Salon'. Hier gab man Einladungen, spielten sich die gesellschaftlichen Ereignisse ab, hier traf sich die 'Crème' der Isnyer Gesellschaft.

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