Kettwig in alten Ansichten Band 1

Kettwig in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Theo Basten
Gemeente
:   Kettwig
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1584-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kettwig in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Die landschaftlich bevorzugte Lage der Stadt Kettwig hat schon in früher Zeit die Menschen aus den benachbarten Ballungsräumen bewogen, hier im Ruhrtal in ungestörter Umgebung die damals recht knappe Freizeit zu verbringen. Dank der genialen Erfindung des Franzosen Jacques Daguerre (1787-1851) gab es schon bald, für viele erschwinglich, die Daguerreotypie oder Fotografie. Diese errnöglichte es der breiten Masse, all' das auf die Bildplatte zu bannen 'was einern gefiel'. So ist es nicht verwunderlich, daß die Menschen um die Jahrhundertwende ihre Fotoobjekte auch in Kettwig suchten und fanden. Viele dieser schönen alten Bilder, die schon bald als Postkarten benutzt wurden, sind uns bis heute erhalten geblieben.

Der Vorschlag des Verlages, mit Hilfe dieser wertvollen Unterlagen einen Bildband über Kettwig herauszugeben, hat ein positives Echo und die besondere Unterstützung des Heirnat- und Verkehrsvereins in Kettwig gefunden.

Die Auswahl der Bilder wurde unter dem Gesichtspunkt getroffen, einiges von dem damaligen Kettwig zu erzählen. Daß die Vorlagen für den Druck nicht immer die Qualität der heutigen Fotos besitzen, wird der Betrachter mit Verständnis hinnehmen.

Die Wiederbegegnung mit den alten Ansichten soll Erinnerungen wecken und eine Zeit beleuchten, die weit hinter uns liegt und es bleibe dahingestellt, ob sie glücklicher war als heute. Für die Kulturgeschichte von Kettwig rnögen die Bilder Dokumente sein von dem, was einst war und nicht wiederkehren wird. Der Text tritt bewußt in den Hintergrund und ist nur als eine Art Gedächtnisstütze zu werten. Wenn sich hier

wider Erwarten kleine Fehler eingeschlichen haben sollten, wird um Nachsicht gebeten, denn man bedenke, 'lang, lang ist's her'.

Wer ausführliches von der Geschichte Kettwigs erfahren möchte, bediene sich der einschlägigen Literatur, zum Beispiel der Serie 'Kettwig in Geschichte und Sage' und des vorzüglichen Werkes von Jan Bart 'Kettwig, wie es wuchs und wurde', beide aus dem Verlag F. Flothmann KG. in Kettwig. Zur Inforrnation des Lesers sei jedoch auch an dieser Stelle ein kleiner Geschichtsablauf gegeben.

Kettwig gehörte etwa tausend Jahre zur Abtei Werden, wurde 1802 preußisch und erhielt 1857 das Stadtrecht. Dreihundert Jahre bestimmte die Tuchfabrikation das Gewerbeleben. Heute ist eine Großdruckerei mit über 1 500 Arbeitsplätzen der dominierende Gewerbebetrieb. Seit dem 1. Januar 1975 ist Kettwig durch die kommunale Neugliederung ein Stadtteil von Essen geworden - unter Abtrennung des ehemaligen Ortsteiles Kettwig-Mintard an die Stadt Mülheirn an der Ruhr.

Abschließend möchte ich allen danken, die meine Arbeit bei der Zusammenstellung des Bildbandes unterstützt haben, vor allem dem Heimat- und Verkehrsverein Kettwig e.V., aber auch den nachgenarmten Heimatfreunden, Aenne Fiebig, Wiltrud Potthaus, Hans Breuer, Familie Cremer, Robert Herkendell, Armin Rahmann und Hubert Wildschütz.

Theo Basten Geschäftsführer im Heirnatund Verkehrsverein Kettwig e.V.

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1. Zur Erinnerung an die 100jährige Zugehörigkeit Kettwigs zu Preußen wurde 1902 eine Postkarte herausgegeben mit einer Darstellung der Stadt Kettwig um das Jahr 1800. Wir erkennen den bis heute erhaltenen Altstadtbereich um die evangelische Kirche, deren Turm aus dem 14. Jahrhundert stammt und rechts im Bild das heute noch das Stadtbild prägende alte Patrizierhaus 'Im Kirchfe1d', ehemals Wohnhaus mit Fabrikanlage von Gottfried Wilhelm Scheidt aus dem Jahre 1800.

2. Kettwig vor der Brücke um 1848. Wir sehen die Fähre, eine Aake wird von Pferden (die sich gerade auf der Fährruhr befinden) stromaufwärts gezogen. Die drei Gebäude rechts im Bild gehören zur späteren 'Friedrichstraße', heute 'Mintarder Weg'. Zu erkennen ist die beherrschende Lage des Schlosses Landsberg.

3. Bis 1863 gab es in Kettwig eine Fährverbindung über die Ruhr. Auf dem Bild sehen wir im Hintergrund die erste mit Dampf betriebene Tuchfabrik der Firma Scheidt.

4. Der Beginn des Brückenbaues erfolgte 1863 und war 1865 beendet. Kettwig hatte nun nach genau 230 Jahren seine Ruhrbrücke wieder. Die Aufnahme aus dem Jahre 1870 zeigt, daß es damals auch in vor der Brücke eine öffentliche Bleiche gab.

5. Seit 1863 gab es in Kettwig eine Straßenbeleuchtung durch Gaslicht. Auch die Ruhrbrücke wurde mit schönen Kandelabern ausgestattet. Hier eine Ansicht von 1900.

6. Das Panorama von Kettwig aus dem Jahre 1902, aufgenommen von der 'Rötsch'. Im Vordergrund rechts erkennen wir die damals noch nicht voll ausgebauten Scheidt'schen Fabrikanlagen.

7. Weil sich die Bürgerrneisterei Mintard (mit dem Rathaus in Kettwig vor der Brücke) an den Brückenbaukosten nicht beteiligt hatte, wurde ein Brückengeld erhoben. Für das Fahrrad mußten fünf Pfennige und für Fußgänger zwei Pfennige bezahlt werden. Um 1905 waren die Brückenhäuschen noch ein Provisorium.

8. Die alte Ruhrbrücke wurde 1911 grundlegend umgebaut und verstärkt, um dem zunehmenden Fuhrwerk- und Autoverkehr gerecht zu werden. An beiden Seiten wurden Fußgängerwege angebaut. Auch wurden massive Brückenwärter-Häuschen erstellt. Die Gesamtumbaukosten betrugen 162 660,86 Mark.

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