Kühlungsborn in alten Ansichten

Kühlungsborn in alten Ansichten

Auteur
:   Uwe Bremse
Gemeente
:   Kühlungsborn
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6162-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kühlungsborn in alten Ansichten'

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Einleitung

Die Stadt Kühlungsborn liegt im Bundesland Mecklenburg- Vorpommern an der Ostseeküste zwischen den Hansestädten Wismar und Rostock und genauer gesagt zwischen den Ostseebädern Rerik und Heiligendamm an der Mecklenburger Bucht. Die Stadt trägt seit dem 1. April 1938 nach einer Gebietsreform und Zusammenlegung der Dörfer Arendsee, Brunshaupten und Fulgen den nach dem südlich der Stadt gelegenen, bis 130 m hohen Moränenzug, Kühlung genannt, den neuen Ortsnamen Kühlungsborn. Gleichzeitig wurden der neuen größeren Ortschaft die Stadtrechte verliehen.

Besiedelt wurde das Stadtgebiet schon in der Jüngeren Steinzeit vor etwa 4 000 [ahren, wie Hügelgräber und einzelne steinzeitliche Funde beweisen. Und ganz sicher war die heutige Stadt auch in der folgenden Bronzezeit und Eisenzeit Siedlungsort für Menschen.

Wesentliche Veränderungen brachte die Völkerwanderungszeit, in der viele der hier siedelnden Menschen nach dem Süden Zügen und die dörfliche Geborgenheit aufgaben. In diesen nun bevölkerungsarmen und weniger verteidtgungsfähigen Raum drangen von Osten wendische Stämme nach Westen vor und siedelten hier von etwa 500 bis 1200 n. Chr. Erst in der Eroberung der Gebiete im Rahmen der Kolonisierung und Christianisierung durch deutsche Siedler, besonders unter Herzog Heinrich dem Löwen, erhielt das Gebiet eine neue Struktur.

Als erste Siedlungen im heutigen Stadtgebiet werden 1210 Brunshaupten und Arendsee genannt. Brunshaupten wird als eine Schenkung an das Kloster Parchow (Kröpelin) genannt, währendArendsee seinem Namen von dem gleichnamigen Kloster in der Altmark erhalten hat. Aus dieser Zeit stammt auch die heute noch im Stadtbild erhaltene Kirche. Als dritte Ortschaft, ein späteres Dornanialgut, wird Fulgen genannt.

Diese drei Siedlungen entwickeln sich seit der zweiten Hälfte des 19. Iahrhunderts zu beliebten Badeorten. Parallel zur Entwicklung zur Sommerfrische für erholungssuchende Binnenländler setzt eine rege Bautätigkeit ein. Neben dem Bau von infrastrukturellen Einrichtungen wie Seebrûcken, Seenotrettungsstation (1882 Arendsee), Badeanstalten (1895). Kurhaus (1906). Bahnanschluß (1910) kommt es zu einem Bau von Hotels und Pensionen im Stil der Gründerzeit und des Jugendstils.

Eine besondere, als Bäderarchitektur bekannte Stilrichtung setzt sich um und besonders nach der [ahrhunderrwende durch und prägt nachhaltend das Bild der künftigen Stadt, die sich nicht nur als größtes Ostseebad in Mecklenburg- Vorpommern und anerkanntes Seebad entwickelt, sondern sich als' die grüne Stadt am Meer' wegen des über 133 ha großen Stadtwaldes ein besonderes Prädikat zugelegt hat und dadurch bei Ostseeküstenurlaubern außerordentlich beliebt ist. Besondere Impulse

zur Entwicklung zum Ostseebad erhielt Kühlungsborn aber durch den fast fünf Kilometer langen und feinen Sandstrand. Das vorliegende Buch möchte in Bildern und kurzen Erlàuterungen das Siedlungsbild von Kühlungsborn mit seinen Straßen, Häusern, Hotels, Pensionen, Strand und Badeanstalten vor 1940 vorstellen. Es will bei den A1tbfugern Erinnerungen wachrufen und bei den Neubfugern dieser Stadt Verbundenheit mit ihr und ein wenig Heimatgefühl entwickeln helfen, um die Gegenwart aus der Vergangenheit zu begreifen.

Es ist ein Herzenwunsch des Autors, daß dieses Buch dem sehenswerten und erlebnisreichen Ostseebad Kühlungsborn alte Freunde dieser Stadt erfreuen möge und viele neue Freunde gewinnen hilft.

Und die do drauß' verderben In trûber Sorgen Last,

Ich möcht' sie alle werben:

Kommt, seid bei uns zu Gast.

AufWiesen, Meer und Feldern Weht reine, sterke Luft;

Aus unsern Kiefernwdldern Strömt echter Waldesduft.

Uwe Bremse

Diese topografische Übersicht zeigt die Lage des Ostseebades Kühlungsborn das es zur Zeit derVeröffentlichung dieses Kartenwerks unter diesern Namen noch nicht gab - zwischen Alt Gaarz (Rerik) und Heiligendamm. Die Karte zeigt die drei Siedlungen, die am 1. April 1938 zur Stadt Kühlungsborn zusammengefaßt wurden: Arendsee, Brunshaupten und Fulgen. Auch der Höhenrücken sûdlich dieser Orte, die Kühlung, die für die neue Namensgebung Bedeutung hat, ist auf der Karte aufgeführt.

2 Das Ostseebad Arendsee in Mecklenburg ist um die [ahrhundertwende ein kleines Fischerdorf mit nur dreihundert Einwohnern. Außerdem ist der Ort um diese Zeit schon ein gern besuchter, im Aufblühen begriffener Badeort, vermerkt Meyers Reisehandbuch im Iahre 1899. Entlang des Strandes führt ein schöner Wanderweg, die Strandpromenade, van der aus man das Meer sieht. Bänke laden zum gemütlichen Verweilen ein, so daß man über die weißen Strandwälle zur Ostsee blieken kann. Die alte Ansicht wurde am

5. August 1925 abgestempelt.

3 Diese alte Ansichtskarte zeigt einen Teil des Strandes van Arendsee, Nach links steigen Dünen an, während rechts der weiße Strand zu sehen ist, Viele Strandkörbe deuren die Beltebtheir dieses Ostseebades an, das schon eine Seebrücke hat, die im Iahre 1901 errichtet worden ist, Die Seebrücke wird sowohl als Brückenpromenade als auch als Anlege- und Abfahrtsbrücke für Segelfahrten genutzt, die als eine der Unterhaltungsmöglichkeiten van Arendsee in Anspruch genommen wurden.

4 Auch diese Aufnahme zeigt das Strandleben in Arendsee, [edoch noch zur Kaiserzeit. DieAufnahme entstand zur Zeit eines Strandfestes, das der Unterhaltung der Kurgäste, damals noch Sommerfrischler genannt, diente. Zum einen zeigt die alte Ansicht die vielen Strandkörbe, links van Strandkorbvermieter Lawrenz, zur Mitte hin von Falck. Viele kleine Fähnchen beleben das Bild und zeigen gleichzeitig heftigen Wind an. Rechts hinter den Strandkörben ist die Seebadeanstalt zu erkennen. Man beachte die Mode der Damen auf der am 16. Juli 1910 abgestempelten Ansichtskarte.

5 Einen freieren Blick auf den Strand von Arendsee gibt diese alte Ansicht wieder, die der Fotograf von der Seebrûkke aus aufgenornmen hat. Während am Strand wieder viele geflochtene Strandkörbe zu sehen sind, erkennt man an der Uferzone mehrere Lahnungen, die dem Sandfang und damit der Strandverbreiterung dienen. Ganz links steht die weiße Seebadeanstalt van Brunshaupten. Rechts oberhalb der Strandkörbe ist die Kurpromenade mit den vielen weißen Bänken auszumachen.

6 Um die jahrhundertwende gab es in der Regel in den Ostseebädern getrennte Damen- und Herrenbäder, die oft über 100 Meter auseinanderstanden. Später wurde zwischen beiden ein Famihenbad errichtet. Diese Ansicht zeigt ein Gruppenbild des Herrenhades von Arendsee. Man beachte die Bademode der Herren! Interessiert, zum Teil erwas stolz, präsentieren sich die Herren dem Fotografen auf der arn 28. Juli 1910 abgestempelten Ansicht.

7 Einen Überblick über den Strand von Arendsee gibt dieser Ausblick aus dem Kurhaus wieder. Nicht nur der Strand, die Promenade und das reichlich hinter Bäumen versteekte Seebad werden gezeigt. Besonders heben sich auf dieser am 23. Juli 1912 geschriebenen Ansichtskarte die auf Stelzen stehenden Seebadeanstalten ab, die ihren Zugang an der Strandpromenade harten.

ûstseebad frendsee

vom Kurhaus

8 Auch diese Aufnahme zeigt die Kurpromenade von Arendsec. Die Straße ist unbefestigt, so daß sich deutlich Fahrspuren im Sand zeigen. Rechts erkennt man die ehemalige Rettungsstation. Dahinter folgen Lesehalle, Hotel Schweriner Hof und das mit einem hohen Turm versehene Kurhaus. Beachtenswert ist auch die Terrasse der LesehalIe. Die Promenade ist sehr belebt. Auch die vielen Sitzbänke sind von den Urlaubsgästen gern angenommen. Die Aufnahme wurde am 4. März

1 930 abgestempelt.

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