Kiel in alten Ansichten

Kiel in alten Ansichten

Auteur
:   Uwe Bremse
Gemeente
:   Kiel
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6031-5
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kiel in alten Ansichten'

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Einleitung

Die Stadt Kiel, die Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein, liegt an der ca. 18 km langen Kieler Förde und umfaßt eine Fläche von 74 km-. Im [ahre 1900 wohnten in der Stadt zirka 108 000 Einwohner. Damit war Kiel die größte Stadt im Land zwischen der Nordsee und Ostsee. Im [ahre 1 939 lebten schon 273 735 Menschen in dieser Stadt. Allein der Vergleich dieser beiden Zahlen spricht für eine überaus stürmische Entwicklung dieser Stadt in der ersten Hälfte dieses jahrhunderts. Es ist auch überwiegend dieser Zeitraum, der in diesem kleinen Buch über 'Kiel in alten Ansichten' bildreich veranschaulicht wird.

Die Geschichte der Stadt geht zurück auf die Gründung des an der inneren Förde gelegenen Ortes 'tom Kyle' im Rahmen der Kolonisation und Christianisierung durch die Schauenburger. Als Gründer gilt Graf AdolfIv. von Schauenburg, der später in das hier von ihm gegründete Kloster ging und als Mönch starb. Die Siedlung 'torn Kyle' befand sich auf einem Inselrücken zwischen der Förde im Osten und dem Kleinen Kiel, der sich westlich der Insel schützend im Halbkreis um diese herumlegte. Hier entwickelte sich im Schutze von Wasser und einer später gebauten Stadtmauer die mittelalterliche Siedlung, die schon im Iahre 1242 das Lübische Recht erhielt und ab 1284 auch Mitglied des Hansebündnisses genannt wird. Im Zentrum der Halbinsel entwickelte sich die typische mittelalterliche Stadt mit Markt (Alter Markt), Kirche und Rathaus. Vom Markt aus führen

Straßen strahlenförmig zu den Stadttoren, z.B. Holstentor und Kütertor. Im Norden der Halbinsel wurde eine Burg errichtet, deren Nachfolgebau als Kieler Schloß heute im Stadtbild erhalten ist.

Zwar blühte der Handel im 14. und 15. Iahrhundert, aber bald kam es zu wirtschaftlichen Rückschlägen. Trotzdem brachte die Anwesenheit des Adels besonders im Geldumschlag, Wechselund Hypothekengeschäften die Wirtschaft voran. Besonders der seit um 1400 praktizierte 'Kieler Umschlag', der Abschluß von Geldgeschäften, half auf wirtschaftlichem Gebiet. Noch heute erinnern an dieses Ereignis zahlreiche Veranstaltungen im [anuar eines jeden [ahres an den 'KieIer Umschlag'.

Wichtige Impulse erhielt die Stadt im [ahre 1665 durch die Gründung der Landesuniversität. Stifter war der Gottorfer Herzog ChristianAlbrecht, dessen Namen die Universität trägt.

Als Residenz erhielt Kiel von 1 721 bis 1 77 3 eine besondere Funktion. Aber wirtschaftlichen Aufschwung spürte die Stadt besonders durch die Eröffnung des Schleswig-Holstein-Kanals im [ahre 1 784. Besonders die Erhebung zum Reichskriegshafen im [ahre 1 87 1 brachte wesentliche wirtschaftliche Impulse, die sich auch auf die bauliche Entwicklung auswirkte. Von 1867 mit 24 000 Einwohnern stieg die Einwohnerzahl bis zur [ahrhundertwende - wie oben schon erwähnt - auf 108 OOO!

Die sehr einseitige Ausrichtung der Wirtschaft auf Rüstungs-

industrie führte zur Krisenanfilligkeit, deren Folge jeweils nach den beiden verlorenen Kriegen spürbar wurde. Die sprunghafte Bevölkerungsentwicklung führte zu einer regen Bautätigkeit in Richtung Peripherie. Hier finden wir noch heute stattliche Villen bzw. Mehrfamilienhäuser im Stil der Zeit, vor allem der Gründerzeit und des Jugendstils. Die Folge der Bevölkerungsentwicklung war aber auch, daß die Stadt nicht nur nach Süden, sondern auch an beiden Fördeufern expandierte. Zwar blieb das Düsternbrooker Gehölz unbebaut, aber Kiel erhielt durch Eingemeindung kleinerer Nachbargemeinden neues Bau- und Siedlungsland: 1869 Brunswik, 1893 Wik, Wellingdorf 1910, ebenso Hassee und E1lerbek, 1922 Holtenau und Pries, 1959 Schilksee, Elmschenhagen 1 939 usw.

Dieses Buch über 'Kiel in alten Ansichten' zeigt die Stadt kurz vor der [ahrhundertwende bis etwa zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Dieser Krieg selber und die gewaltige Aufbauleistung danach bleiben unberücksichtigt. Ältere Kieier kennen dieses Kiel noch. Sie werden vielleicht wehmütig sagen: 'Ach ja, so sah es damals aus,' Jüngere Bewohner bzw. die Neubürger werden erstaunt feststellen: 'Oh, das hat sich aber verändert!' Die Bilder geben einen Eindruck von der Altstadt, dem Schloßpark, den Vororten, der Wirtschaft, dem Handel, dem Hafen, der Marine und der zum Teil auch heute noch vorhandenen Bau-

substanz des vorigen Jahrhunderts wieder. Sie helfen zum einen, sich zu erinnern. Sie helfen aber auch, die Heimatliebe der älteren Einwohner zu festigen und die der Neubürger der Stadt Kiel zu entwickeln.

Möge dieser kleine Bildband den Alt- und Neubürgern der Landeshauptstadt Kiel helfen, sich mit ihrer Stadt identifizieren zu können und mit Hilfe alter Ansichten Wurzeln zu schlagen.

Uwe Bremse

Diese geografische Karte zeigt die Lage der Stadt Kiel in Mitteleuropa. Als heutige Landeshauptstadt von SchleswigHolstein liegt Kiel an der Ostseeküste des Landes zwischen der Ostsee und der Nordsee. Die sichere Lage im Inneren der Kieler Förde machte die Stadt schon früh zu einem wichtigen Ostseehafen. Durch die Lage am 1 895 eröffneten Kaiser- Wi1helm-Kanal- heute Nord-Ostsee-Kanal und international Kiel-Canal-hegt Kiel an einer der wichtigsten Welthandelsstraßen der Seefahrt.

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2 Die Landeshauptstadt Kiel liegt am Ende der tiefin das östliche Hügelland von Schleswig-Holstein hineinreichenden KieIer Förde. Der größere Teil der Stadt liegt am Westufer dieser Förde. Im Laufe der Geschichte hat sich die Stadt an diesem Ufer bis nach Schilksee entwickelt, während sie am Ostufer nur den südlichen Teil zu ihrem Stadtgebiet zählen kann. Die Karte ist von etwa 1899.

3 Diese Seekarte der Kieler Förde wurde im Iahre 1911 veröffentlicht. Sie zeigt die Stadt im Süden der Meeresbucht der Ostsee mit ihrer Massierung am Westufer. Außerhalb der Stadt sind nur kleinere Dörfer punktartig verteilt, die heute durch Eingemeindung und Stadtentwicklung zusammengewachsen sind. Die Beschriftungen im Wasser geben den Seefahrern die Wassertiefen in diesem Küstengewässer an.

4 Diese von der Photographischen Verlagsanstalt Ernst CruIl jr. in Kiel veröffentliche Karte motiviert zum Besuch der Stadt. Als Sehenswürdigkeiten zeigt diese alte Ansicht die Universität und das Denkmal Kaiser Wilhelms 1., das Stadttheater mit Rathaus mit dem Kleinen Kiel, die ehemalige Marine-Akademie an der Reventloubrücke und die Hochbrücke über den damals Kaiser- Wilhelrn-Kanal genannten Nord-OstseeKanalbeiLevensau.

5 Auch dieser Gruß aus Kiel bildet wichtige Sehenswürdigkeiten der Stadt Kiel ab, Es sind das Rathaus mit dem Rathausturm und dem Stadttheater, die Wasser-Allee, die Seegartenbrücke sowie der Bahnhof und das ehemalige Hansahotel.

6 Diese im Verlag der Gebrüder Lampe im Iahre 1906 veröffentlichte Abbildung ist der ersteTeil einer aus vier Teilen bestehenden Panoramakarte der Stadt Kiel. DieseAnsicht zeigt den südlichen Fórdeteil. Man blickt vom Ostufer - wahrscheinlich von der Kaiser- Wilhelm- Hóhe nach Westen. Während im Vordergrund noch Werftanlagen am Ostufer zu sehen

sind, erkennt man im Hintergrund die Bebauung des Westufers mit Handelshafen, St.-jakobi-Kirche und die katholische St.-Nicolaus-Kirche.

Handel.hafen

St. Joeoblkirehc Kath. St. Nlcolau,klrche

Bootshafen

7 Auf dem zweiten Abschnitt der 1906 vereffentlichten Panoramakarte von Kiel erkennt man die Stadt von der St. - Nikolai - Kirche bis zum Königlichen Schloß. Wie im ersten Teil geht die Bebauung bis an das Wasser der Förde heran. An der Uferzone sind einige Kaianlagen, an denen Schiffe festgemacht haben, zu sehen. In der Bildmit te erkennt man den Sartoriusspeicher und die ehemalige Fischhalle, die allerdings noch ein anderes Dach als heute hat. Auf der Förde zeigt sich rege Schiffsbewegung, die auf ein reges Wirtschaftsleben schließen läßt,

St. Nlcctalklrcbe

Könlgl. Schlcss

8 Das Panorama von Kiel aus dem jahre 1906 zeigt im dritten Abschnitt die Förde und das Westufer nördlich des Schlosses bis Düsternbrook. Von links nach rechts sind der Schloßgarten, die Universität, die Kirche und das Düsternbrooker Gehölz zu sehen. Die Bebauung reicht nicht mehr an das Fördeufer heran. Hier befanden sich kleinere Bootshäfen und Badeanstalten für die stadtnahe Erholung.

Panorama von KIE L

Oü5tornbrook

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