Klarenthal und Krughütte in alten Ansichten

Klarenthal und Krughütte in alten Ansichten

Auteur
:   Joachim Conrad
Gemeente
:   Klarenthal und Krughütte
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2777-6
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Klarenthal und Krughütte in alten Ansichten'

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VORWORT

Nachdem im Dezember 1983 das Buch 'Gersweiler in alten Ansichten' erschienen ist und große Freude ausgelöst hat, ist es dem Verlag Europäische Bibliothek Zaltbommel/Niederlande zu verdanken, daß nun auch ein Bildband über Klarenthal und Krughütte vorgelegt werden kann. Dieses Buch haben Albrecht Rixecker, Gertrud Scherer und Hannelore Debusmann zusammengestellt, wofür sie große Anerkennung verdienen. Albrecht Rixecker gilt zurecht als Fachmann für Klarenthaler Geschichte; ohne ihn wäre dieses Buch nicht möglich gewesen. Gertrud Scherer verdanken wir unter anderem die Reproduktionen der Originale, die Klarenthaler Bürger zur Verfûgung gestellt haben. Hannelore Debusmann hat sich der Mühe unterzogen, wesentliche Bilder, Daten und Fakten in zahlreichen Hausbesuchen zu ermitteln. Von daher kann das Buch als gründlich erarbeitet gelten.

Allen Bürgerinnen und Bürgern aus Klarenthal und Krughütte und allen, die durch Bildgaben und anderswie zum Entstehen dieses Buches beigetragen haben, sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Wohl den größten Teil der Aufnahmen machte der 1968 verstorbene Jakob Marx; seine Bilder stellte uns sein Sohn Theo zur Verfügung. Aus dem Nachlaß des Klarenthaler Bolivien-Paters Joseph Wahlster stellte Friedrich Kraus zahlreiches Bildmaterial zur Verfügung. Weitere Aufnahmen stammen von Heinrich Colling, Albert Stock, Karl Herrmann aus Krughütte, Albrecht Rixecker, Bürgermeister a.D, Karl

Herrmann aus Gersweiler und Gertrud Scherer. Nachfolgend sind dann auch alle benannt, die Bilder beigesteuert haben. Mein persönlicher Dank gilt auch stud. theol, Ursel Schiel, Heidstock, die mir bei zahlreichen Formulierungen und der sprachlichen Erarbeitung einer stattlichen Zahl von Bildtexten mit Rat und Tat zur Seite stand.

Vierherrenborn,

am 500. Geburtstag von Huldrych Zwingli

stud. theol, Joachim Conrad

Nachfolgende Bürgerinnen und Bürger seien besonders bedankt: I. Aschauer, K. Bachelier, H. Becker, K. Becker, Ch. Bittner, H. Blumann, K. Brenner, W. Bretz, A. Colling, W. Colling, H. Debusmann, E. Dörr, W. Dörr, H. Duchêne, W. Franz, K. Gräsel, A. Hartmann, A. Hegmann, K. Henry, K. Herrmann, L. Kiefer, H. Karrenbauer, B. Kneip, E. Kneip, F. Kraus, E. Kurz, R. Kurz, Th. Marx, R. Mathieu;" E. Müller, K.H. Müller, W. Muno, F. Reppert, A. Rixecker, H. Rixecker, L. Rixecker, W. Roggendorf, W. Sauerwein, G. Scherer, E. Schilz, F. Scholl, H. Scholl, K. Scholl, J. Schwarz, G. Seinsoth, K. Exner, K. Kramer, E. Seibold, I. Sewald, A. Stock, K. Stötzer, F. Wagner, E. Wokal, M. Wilhelm.

EINLEITUNG

Die die ehemalige Gemeinde Klarenthal bildenden Dörfer Klarenthal und Krughütte sind als industrielle Gründungen entstanden. Nach den Verheerungen des Dreißigjährigen Krieges waren die Grafen von Nassau-Saarbrücken bemüht, das entvölkerte Land wieder zu besiedeln und Industrieanlagen zu fördern; die reichen Waldbestände boten die Möglichkeit zur Errichtung von Holzglashütten.

Durch eine Urkunde des Grafen Gustav Adolph (1659-1677) vom 9. April 1662 wurde den namentlich genarmten Glasmeistern gestattet, im herrschaftlichen Wald 'dem Schißütters bey Kaltenbronn' an der heutigen Warndtstraße eine Glashütte zu errichten (LA Saarbrücken 22/2690). Die Siedlung wurde nach der Gemahlin des Grafen, Eleonore Clara von Hohenlohe-Gleichen, Clarenthal genannt. Besondere Freiheiten und Berechtigungen gewährte sie den Bewohnern urkundlich am 12. August 1688. Die Unternehmungsform der Glashütte war eine Genossenschaft. Als die Ho1zvorräte in der näheren Umgebung zur Neige gingen, hoffte man, den Betrieb dadurch rentabler gestalten zu können, indem man 1715 die Hütte an drei Glasmacher verpachtete. Der Pachtvertrag wurde jedoch vorzeitig gekündigt und die Hütte November 1723 endgültig stillgelegt; einige Glasmacher zogen an andere Glashütten, andere blieben seßhaft.

Im 18. Jahrhundert gab es bereits im Gehlenbachtal einen Grubenstollen, der 1825 endgültig stillgelegt wurde. Ende der neunziger Jahre wurden die Dellbrückschächte und die Grube Velsen angefahren. Nach einem Grubenbrand aber wurden die Dellbrückschächte außer Betrieb gesetzt.

Durch eine Urkunde vom 29. Juli 1721 wurde Kannenbäckern aus Ranßbach im Kurtrierischen die Erlaubnis erteilt, im Stiftswald auf Gersweiler Bann eine Krugbäckerei zu errichten, sowie steinernes Geschirr herzustellen und zu verkaufen (LA Saarbrücken 22/2475). Der Betrieb war zwischen

der heutigen Gersweiler Straße und der Friedrichstraße errichtet und betrieben worden. Den Kannenbäckern aus Ranßbach folgten andere aus Miehlen im Taunus. Anfang des 19. Jahrhunderts war der Betrieb nicht mehr konkurrenzfähig und wurde eingestellt. Die Krugbäcker stellen sich auf den ihnen rentabler erscheinenden Ziegeleibetrieb urn. Nach und nach entstanden im Raum Klarenthal und Krughütte elf Handziegeleibetriebe, aber keine dieser Ziegelhütten stand an der Stelle, wo die 1321 erwähnte Aschbach-Ziegelhütte gestanden hatte. Nach Errichtung der Klarenthaler Dampfziegelei 1892 waren die kleinen Ziegelhütten nicht mehr konkurrenzfähig und mußten ihren Betrieb einstellen.

Die Bevölkerung beider Dörfer hatte das Land urbar gemacht und betrieb zunächst Landwirtschaft. Nach Errichtung der Gruben und Hüttenwerke in der Umgebung fand die Bevölkerung dort Arbeit und Verdienstmöglichkeiten.

Klarenthai wurde im Jahre 1815 der Bürgermeisterei Gersweiler zugeteilt. Krughütte dagegen gehörte bis 1821 zur Meierei Gersweiler und wurde dann eine selbständige Gemeinde, Im Jahre 1913 vereinigte sich Krughütte mit Klarenthal zu einer Gemeinde, die jedoch weiterhin zur Bürgermeisterei Gersweiler gehörte. Am 1. Jannar 1953 wurde das Amt Gersweiler aufgelöst; Klarenthai wurde dadurch zu einer selbständigen Gemeinde. Dort, wo einmal die 'Alte Schule' stand, erbaute die Gemeinde 1961 in der Hauptstraße ein neues Rathaus. Am 19. Dezember 1973 allerdings verabschiedete der Landtag des Saarlandes das Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden und Landkreise des Saarlandes, aufgrund dessen Klarenthal seit 1. Januar 1974 Stadtteil von Saarbrücken ist.

Klarenthal, im Februar 1984

Albrecht Rixecker

1. Am 10. Februar 1955 wurde der ehemaligen Gemeinde Klarenthal das Recht verliehen, ein Wappen zu führen. Die Beschreibung lautet so: 'Schild geteilt; oben in Silber ein schwarzer, rotbewehrter Leopard mit nach unten geschlagenem Schwanz; unten in schwarz zwei silberne, gekreuzte Glasmacherpfeifen, überdeckt durch einen silbernen Krug.' Der obere Teil des Wappen erinnert an die Patin des Ortes, Gräfin Eleonore Klara von Nassau-Saarbrücken, Sie stammte aus dem Haus Hohelohe, welches zwei schwarze Leoparden in Silber in seinem Wappen führte, Im unteren Schildteil befindet sich ein Krug aus der Kannebäckerei, der gemeinsam mit den gekreuzten Glasmacherpfeifen an die Industriebetriebe erinnert, denen Klarenthal seine Existenz verdankt. Den Wappenentwurf lieferte Kurt Hoppstädter,

2. An der Stelle im Ortsteil Krughütte, zwischen der heutigen Gersweiler Straße und Friedrichstraße, wo 1721 eine Krugbäckerei errichtet worden war, wurde 1971 aus Anlaß der 250Jahrfeier ein Gedenkstein gesetzt, Auf dem Schild ist ein angebliches Krugbäckerwappen dargestellt, doch ist eine Urkunde über ein derartiges Wappen bis dato nicht gefunden. Sicher aber ist, daß auf dem Türstein eines gegenüberliegenden Hauses ein Krug eingemeiselt war. Der Türstein wurde zwar bei Umbauarbeiten vor einigen Jahren entfernt, ist aber zum Teil erhalten und befmdet sich heute im Ausstellungsraum des ehemaligen Klarenthaler Rathauses. Dabei ist allerdings der Henkel am Krug rechts befestigt und nicht wie in jenem angeblichen Wappen auf der linken Seite.

3. Das Haus der Eheleute Wilhelm Reuber und Carolina geborene Colling stand als Eckhaus an der heutigen Annastraße und Gersweiier Straße; das Gebäude wurde 1940 abgerissen. An gleicher Stelle ließ Schwiegersohn Karl Stötzer, Ehemann von Henriette Reuber, nach dem Zweiten Weltkrieg ein schönes, neues Haus errichten. Im Bild sehen wir von links nach rechts Frau Reuber im Fenster, vor dem Haus Katharina Roggendorf geborene Reuber sowie deren Kinder Elli, Willi und Theo und schließlich ihren Ehemann Jakob Roggenderf

4. Wir sehen das Bauernhaus von Karl Herrmann in der Gersweiler Straße im Jahre 1913. Mehrere Jahre nach dem Ersten Weltkrieg hatte die Gemeinde das Haus erworben und zu zwei Mietshäusern umgebaut. Diese befinden sich heute im Besitz der Landeshauptstadt Saarbrücken. Von den Personen sind noch bekannt Karl Herrmann mit seiner zweiten Frau Luise Burggraf, dann die Kinder Heinrich, Karl, Karolina, Katharina, Luise und Klara. Luise Herrmann heiratete Peter Gergen und wanderte dann mit ihren Kindern nach Brasilien aus.

5. Die Postkarte erinnert an die Fahnenweihe des ehemaligen Turnvereines Krughütte im Jahre 1914. Von den Sportlern sind Josef Bläsius und Fritz Wenz noch bekannt. Im Hintergrund sehen wir Häuser in der Gersweiler Straße, und zwar von links nach rechts die Anwesen von Karl Herrmann, Ernst Dörr und Johann Dörr; daneben hinter dem Baum befand sich die Bäckerei Herrmann.

6. Vor dem Haus der Eheleute Friedrich Wenz und Sophie geborene Ehrlich in der Gersweiler Straße sehen wir Fritz Wenz mit Tochter Hertha auf dem Arm, Frau Wenz, Elia Burggraf mit ihrer Mutter Katharina Burggraf geborene Wenz sowie Klara und Luise Wenz. Das Haus wurde um 1900 erbaut.

7. Um 1875 hatte der Bergmann Philipp Kiefer sein Wohnhaus in der heutigen Rosseier Straße selbst errichtet und die Ziegelsteine im Feldbrand auch selbst hergestellt. Unser Bild zeigt das Gebäude um 1914, davor Philipp Kiefer junior, seine Mutter Caroline geborene Staudt, Luise Becker und deren Mutter geborene Kiefer sowie zwei Schwägerinnen. Später war das Haus in Besitz der jüngsten Tochter des Erbauers; sie war mit Christian Rixecker verehelicht, der 1917 im Ersten Weltkrieg fiel. Sie ließ Anfang der dreißiger Jahre das Haus instandsetzen, so daß in der vorderen Hausfront nur noch zwei Fenster verblieben. Ihr Sohn wiederum baute 1958 um und an.

8. Eine Viehprämierung Anfang der zwanziger Jahre auf dem alten Sportplatz an der Gersweiler Straße ist in diesem Bild festgehalten; die Häuser auf der linken Seite stehen in der Krughütter Heinrichstraße.

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