Königsbrück in alten Ansichten Band 2

Königsbrück in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Irene Kubasch
Gemeente
:   Königsbrück
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6527-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Königsbrück in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

Als ich den ersten Band 'Königsbrück in alten Ansichten' zusammenstellte, war aus der Fülle der vorhandenen Bilder die Auswahl nicht leicht. Viel Interessantes mußte unberücksichtigt bleiben. So komme ich nunmehr dem Drängen des Verlages nach einem zweiten Band, aber auch dem Wunsch und der Ermunterung vieler Bürger zur Fortsetzung nach und hoffe auch diesmal auf eine gute Aufnahme.

In der Gründungsurkunde des Klosters St. Marienstern von 1248 wird Königsbrück erstmalig erwähnt. Der Ort ist eine planmäßige Gründung der böhmischen Krone als Zoll- und Grenzstätte. Er wurde 1331 erstmalig als Stadt bezeichnet und wandelte sich im 16. [ahrhundert zum Sitz und Mittelpunkt einer großen Standesherrschaft. Am Ende des 19. Jahrhunderts begann die Entwicklung zur Militärstadt. Diese Ära ging 1993 zu Ende ohne das heute ein neues Leitbild der künftigen Entwicklung erkennbar wäre.

Eine allgemeine Darstellung der Ortsgeschichte erfolgte im ersten Band. Es ist diesmal meine Absicht, außer dem sich immer ändernden Gesicht der Stadt, vor allem das Leben seiner Bewohner darzustellen. Über [ahrhunderte blieb die Bevölkerungszahl fast unverändert. Die zahlreichen Gewerke, an Innungen gebunden, bestimmten einen maßgeblichen Teil des städtischen Le-

bens. Als die Oberlausitz zu Sachsen kam, änderten sich die Verkehrswege, die alten Handelsstraßen verloren ihre Wichtigkeit und die Stadt geriet ins Abseits. Das änderte sich erst, als seit 1884 eine Eisenbahnlinie Königsbrück mit Dresden verband. Leider hat am Ende des 19. Jahrhunderts Egoismus und Machtmißbrauch im Stadtrat eine Ansiedlung wesentlicher Industrie verhindert und damit eine gedeihliche Weiterentwicklung der Stadt.

Einen grundlegenden Wandel des städtischen Lebens leitete die Anlage eines Infanterieschießplatzes bei Glauschnitz ein. Als Unterkunft für die hier weilenden Truppenteile der sächsischen Armee entstand 1892 das Alte Lager zwischen Königsbrück und Stenz. 1894 folgte der Bau der Prinz-Georg-Kaserne mit allen dazugehörigen Bauten. Seit 1895 wurde die Kaserne als Garnison genutzt.

Nun erlebte Königsbrück einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung. Neue Häuser wurden gebaut. Der Handel begann sich zu beleben. Vor allem Gaststätten, Fleischereien, Bäckereien, Lebensmittelhandlungen und viele andere Gewerbe blühten auf. Das setzte sich fort, als 1907 das Neue Lager nördlich der Stadt gebaut und daran anschließend ein Truppenübungsplatz entstand. Viele einheimische Handwerksbetriebe waren beim Bau der militärischen Einrichtungen beteiligt, aber auch viele Arbeiter

fanden Arbeit und Brot. Von dieser Zeit an prägte das Militär maßgeblich das Bild der Stadt. Königsbrück wurde endgültig zur Militärstadt, als sich 1938 der Übungsplatz noch vergrößerte und das Neue Lager durch das Südlager erweitert wurde.

Eine weitere Vergrößerung des städtischen Areals brachte 1939 die Eingemeindung von Stenz, Laußnitz-Anbau, dem ehemaligen Schloßbezirk und von Teilen der Weißbacher Flur.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der selbständige Gutsbezirk 'Truppenübungsplatz Königsbrück' aufgelöst und kam zum Territorium der Stadt. In dieser Zeit hatten unsere Stadt und die umliegenden Orte vieles zu erdulden, denn alle militärischen Liegenschaften und das Amtsgerichtsgebäude auf dem Markt wurden von sowjetischen Streitkräften genutzt. Mit der Umwandlung zu Sachsens größtem Naturschutzgebiet 'Königsbrücker Heide' hat das geschundene Gebiet eine sinnvolle Nutzung erhalten.

Angelegte Häuserquadrate und Quartiere, Plätze und Straßen einer Stadt wären eine tote Hülle, wenn nicht Menschen sie mit Leben ausgefüllt und mit ihrem Dasein und Tun über Jahrhunderte geprägt hätten. Sie waren eingebettet in den Rahmen der über sie bestimmenden geschichtlichen Faktoren: von Grundbesitz, Kriegen, Krankheiten, Geschick oder Mißgeschick ihrer eigenen

Unternehmungen und der Sorgfalt und Verantwortung der sie auch lokal Regierenden. Auch die sonstige gesellschaftliche Entwicklung, neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Strömungen sowie Fortschritte derTechnik blieben zu keiner Zeit ohne Auswirkungen auf das Ganze der Stadt. Dem Zeitgeschehen mußte immer das Alltagsleben angepaßt werden. Es war wesentlich bescheidener und für uns kaum vorstellbar. Wir können unsere Heimat nur begreifen, wenn wir uns die Mühe machen, das Arbeitsleben, Freuden und Nöte ihrer Vorbewohner zu erkennen. Sie haben unseren Respekt verdient. Vielmehr aufeinander angewiesen, nahmen sie mehr Anteil am allgemeinen Geschehen. Gemeinsame Feste, Zusammenkünfte in den verschiedensten Innungen und Vereinen ließen sie zusammenwachsen. Deshalb halfen sie sich auch in Notzeiten selbstverständlicher. Nur so ist es zu verstehen, daß sich die Bewohner der Stadt nach allen Katastrophen immer wieder schnell erholen konnten.

Die 75 Ojährige Wiederkehr der Ortsnennung sollte uns Anlaß sein zu begreifen, daß wir unsere Stadt nicht nur als Wohnumwelt betrachten dürfen. Um sie dauerhaft zur Heimat werden zu lassen, muß sie mit dem Herzen angenommen werden.

1 Dicht gedrängt stehen die Häuser der alten Stadt. Nur zu den Grundstücken an den Außenseiten der Markt-, Schloßund Königstraße gehörte ein geräumiges Hinterland. Die Luftaufnahme um 1930 vermittelt die Lage der alten Stadt in der Landschaft, bevor sie anfing sich an den Außensei ten wesentlich zu vergrößern.

2 Der Quellbach Käbnitz entspringt in der Weißbacher Flur und windet sich hier durch die Wiesen um links im Bild in die Pulsnitz zu münden. Der größte Teil dieser Wiesen des Flurstückes Käbnitz gehörte zu den Bergwirt schaften, die auf dem nördlichen Plateau in gleicher Höhe der Stadt gegenüber lagen. Früher wurde an ihren sonnigen Hängen Weinbau betrieben. Die Aufnahme entstand kurz nach 1933, denn die ersten Siedlungshäuser im Hintergrund der Bildmitte sind schon entstanden.

3 Vom Turm der Hospitalkirche hat man einen interessanten Ausblick über die Aue. Im Vordergrund fließt der Mühlgraben der Schloßmühle zu. Von ihm zweigt das baumbestandene 'Cräbel' ab und mündet im leichten Bogen in die Pulsnitz. Das Gräbel ist ein Rest der alten Pulsnitz. Rechts im Bild vermittelt der Wäscheplatz einen Eindruck von der alten Stadtbleiche. Im Hintergrund ist der Bahnhofsberg mit Bahnhof, katholischer Kirche, Kaserne, lazarett und Wasserturm zu sehen.

4 Das Torhaus des Schlosses ist hier vom Schloßhof gesehen. Neben den zwei Durchfahrten befand sich rechts eine Wagenremise. Der 1948 abgerissene Dachreiter krönte die Vorderfront und bestimmte das Stadtbild mit. Anläßlich des 7 SOjährigen Stadtjubiläums wurde das Torhaus mit dem Dachreiter auf Initiative des Heimatvereins wieder aufgebaut und von vielen freiwilligen Helfern durch tätigen und finanziellen Einsatz getragen.

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5 Hier ist die Kirche von der Käbnitz aus zu sehen. Das granitene Mausoleum hinter der Kirche entstand 1904 als Erbbegräbnisstätte der Familie Naumann zu Königsbrück, der letzten Standesherrschaft des Königsbrücker Schlosses.

6 Das innere der Hauptkirche wurde 1891-1893 renoviert und dabei das Gestühl und die Emporen erneuert. Der schöne, jetzt wieder aufgestellte Altar von 1692 wurde entfernt. Kanzel und Altar aus Sandstein, auf dieser Aufnahme zu sehen, kamen 1893 neu in die Kirche. DerTaufstein stammt von 1600.

7 Vor dem Kircheneingang stehen Ptarrer Skierl, von

1 898 bis 1 93 5 pfarrer in Königsbrück, und Seilermeister Gustav Adolf Schirrmeister, der langjährige Küster der Kirche. Beide haben über viele [ahrzehnte zum Wohle der Königsbrücker Kirche ihren Dienst versehen.

8 Zu den Aufgaben der Kirche gehörte die Betreuung der Bewohner des Kirchspieles. Dazu wurde in Königsbrück 1898 eine GemeindeDiakonie eingerichtet. Auch das Louisenstift stand unter ihrer Obhut. Diakonische Schwestern betreuten die Kinder und auch Kranke des Ortes. 191 7 nach Königsbrück gekommen, war Schwester Olga über [ahrzehnte und bis ins hohe Alter eine Seele der Bedrängten und Kranken und Helferin in aller Not. Auf diesem Bild sitzt sie bei einem Ausflug neben der Pfarrersfrau Margarethe Kupfer, die sich gerade ein 'Nickerchcn' gönnt.

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