Königstein und seine Stadtteile in alten Fotografien

Königstein und seine Stadtteile in alten Fotografien

Auteur
:   Rudolf Krönke
Gemeente
:   Königstein und seine Stadtteile
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6399-6
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Königstein und seine Stadtteile in alten Fotografien'

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Einleitung

Der vorliegende Band beschäftigt sich mit den fotografischen Aufnahmen Königsteins und seiner Stadtteile seit der Zeit um 1860. Ausgehend von den frühen Fotografien des bekannten Frankfurter Fotografen Carl Friedrich Mylius (1827 -1916), der als erster den touristisch erschlossenen Taunus mit seiner Naßplattenkamera bereiste, bis hin zu dem ab 1885 in Königstein ansässigen Atelier des großherzoglich- Luxemburgischen Hoffotografen Franz Schilling, spannt sich ein weiter Bogen künstlerisch beachtenswerter und vielfach prämiierter Fotografien. Zum weitaus größten Teil, hier erstmals im Druck vorgestellt, sollen sie nun eine breite Öffentlichkeit erfreuen und den Werdegang der Fotografie in Königstein und Umgebung dokumentieren. Die fotografische Sammlung des Verfassers als in sich geschlossenes Forschungsgebiet ist Ausgangspunkt dieser Arbeit. An dieser Stelle danke ich besonders Frau Waltraut Herzog für die Übereignung der Archivaufnahmen und der Publikationsrechte ihres Vaters und Großvaters Walther und Franz Schilling.

Am 7. [anuar 1839 wurde die Erfindung der Fotografie durch Louis ].M. Daguerre (1 787 -18 51) und Josseph N. Niépce (1765-1833) vom französischen Physiker Francois D. Arago in der Akademie der Wissenschaften in Paris als bahnbrechende Neuigkeit vorgestellt. Auch der Engländer Fox Talbot veröffentlichte am 25. [anuar 1839 seine ersten 'photogenetischen

Zeichnungen', um sein Anrecht als Miterfinder der Fotografie zu sichern. Er war es auch, der im Herbst 1846 das erste, noch erhaltene Foto von Frankfurt am Main herstellte - Belichtungszeit 32 (!) Minuten.

Als einer von etwa einem halben Dutzend ab 1850 in Frankfurt ansässigen Fotografen, spezialisierte sich Carl Friedrich Mylius 1858 auf Architektur- und Landschaftsaufnahmen. Er war der erste, der um 1860 den Taunus in seine fotografische Landnahme einbezog. Seine von ihm selbst signierten Bilder gehören zu den größten Seltenheiten und sind zum Teil nur in ein oder zwei Exemplaren pro Motiverhalten. Seinen Nachlaß bewahrt das Frankfurter Stadtarchiv.

Als erster Königsteiner Fotograf ist Franz Schilling (1863-1933) anzusprechen, dessen älteste Aufnahme der Stadt von ihm selbst signiert und mit der [ahreszahl 1883 versehen wurde. Im Iahre 1901 wurde ihm der Titel 'Hofphotograph Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Großherzogin' verliehen. Die Mitglieder des Nassau-Luxemburgischen Fürstenhauses hat er bereits früher beim Aufenthalt in ihrer Sommerresidenz auf Schloß Königstein fotografisch begleitet.

Bei nationalen und internationalen Ausstellungen erhielt er für seine Arbeiten zahlreiche Preise und Ehrungen. Sein Sohn, Walther Schilling (1891-1969), führte das Atelier erfolgreich

weiter. Auch seine Bilder wurden, wie die seines Vaters, in einem großen Einzugsbereich des Taunus immer wieder in Büchern und Kunstbänden gedruckt. Stellvertretend sei hier der große Prachtband des Landkreises 'Auf zum Taunus', erschienen 1908, erwähnt. Sein älterer Bruder, Lothar Schilling (1887 -1966), betrieb ein fotografisches Atelier in Bad Soden und war dort ebenfalls sehr erfolgreich und angesehen. Franz Schilling unterhielt außerdem noch in Kronberg eine Filiale.

Mit dem großherzoglich-Badischen Hoffotografen Friedrich Kehrer (1875-1916) befand sich ein weiteres Atelier in Königstein. Er hatte sich jedoch mehr aufPortrait- undAtelierfotografie spezialisiert und ebenfalls, wie schon Schilling, zahlreiche Mitglieder des europäischen Hochadels abgelichtet. Auch hier war der Sohn, Karl Kehrer (1899-1978), Nachfolger imAtelier.

Das Schilling-Archiv ist noch zum größten Teil erhalten und stellt somit eine Fundgrube zur Fotografie- und Stadtgeschichte dar. Die Arbeiten von Kehrer wurden jedoch im Zweiten Weltkrieg durch Bombenschäden weitgehend zerstört. Trotzdem ist es uns heute möglich, die noch umfangreichenArbeiten beider Fotografen einzusehen, worunter sich auch Lumière-Farbplatten aus der Zeit um 1910 im Schilling'schen Nachlaß, die bisher

unbekannt blieben, befinden. Ebenso sind bisher viele Taunuslandschaften von ihm noch nicht veröffentlicht worden. So zeigt das vorliegende Buch einen repräsentativen Querschnitt aus der Geschichte der Königsteiner Fotografie.

Königstein im Iaunus, Rudolf Krönke

Königstein

1 Die erste Fotografie von Königstein aufgenommen von dem Frankfurter Fotografen Carl Friedrich Mylius, zeigt die Stadt um 1860. Im Vordergrund die Limburger Straße, die sich ohne jegliche Bebauung präsentiert. Die Fahne auf dem Dach des Schlosses, das damals noch nicht umgebaut war, signalisiert die Anwesenheit der fürstlichen Familie. Die Stadt selbst wird von der majestätischen Festung überragt, die selbst als Ruine noch die einstige Größe der Anlage dokumentiert. Die Bewaldung des Burgberges setzt sich erst langsam durch. Das Foto gehört zu den 'Inkunabeln' derTaunusfotografie und ist in nur vier Exemplaren erhalten.

2 Dieses Bild eines anonymen Fotografen ist um 1880 entstanden und zeigt, als älteste Fotografie vom Standplatz Falkensteiner Hain, oberhalb des heutigen Kurbades, den mittelalterlichen Stadtkern Königsteins mit der beherrschenden Festungsruine. Deutlich erkennt man die Lage der katholischen Kirche vor der ehemaligen Stadtbefestigung, die in Höhe des Pfarrhauses, das ebenfalls gut zu erkennen ist, vorbei führte. Amtsgericht, Altes Rathaus und andere dominierende Gebäude sind weiterhin zu sehen.

3 Königstein zur Frühlingszeit - eine stimmungsvolle Aufnahme van Walther Schilling, die Ende der zwanziger [ahre entstanden ist. Rechts unten im Vordergrund das Kurhotel Taunusblick. Das friedliche Neben- und Übereinander der Häuser und Dächer ist noch nicht durch die Neubauten nach dem Zweiten Weltkrieg gestört.

4 Medizinalrat Dr. Georg PingIer, 1815 geboren, war Begründer der Königsteiner Kur. Ihm zu Ehren hat die Stadt Königstein der Pinglerstraße seine Namen gegeben und den PingIerbrunnen an der Ecke Limburger Straße / Herzog-Adolph-Straße errichtet. PingIer starb 1892 in Königstein und wurde hier auf dem Friedhof bestattet. Sein Grab ist noch heute als Ehrengrab erhalten und wird von der Stadt Königstein gepflegt.

5 Mit diesem Gebäude,

1851 van Medizinalrat Dr. Georg PingIer zur Anwendung seiner Wasserheilmethode erbaut, begann das Zeitalter des Königsteiner Kurwesens. Diese kleine Badeanstalt hatte auf Grund verfeinerter Anwendungen und Klimatherapie einen ausgezeichneten Ruf. Das Gebäude steht heute noch im Billtal, ist denkmalgeschützt und wird als Wohnhaus genutzt.

6 'Königstein vom Neuenhainer Wald aus' betitelte Franz Schilling diese Aufnah me um 1900. Weit reichte der Blick über Burg und Stadt, bis hin zu den Taunushöhen. Den Feldbergturm wird man vergeblich suchen, er wurde erst später errichtet. Heute haben sich die Äcker und Baumstücke in Baugelände mit Villen und Gärten verwandelt.

7 Auch diese Taunuslandschaft gibt es nicht mehr. Die alte Lederfabrik in der Bildmitte ist verschwunden und hat Einfamilienhäusern Platz gemacht. Der Vordergrund wurde zum Baugelände und die Gebäude und Bepflanzungen haben die Ansicht endgültig zur Geschichte werden lassen.

8 Das 'Grand Hotel' an der Sodener Straße wurde in nur elfMonaten Bauzeit van 1906 bis 1907 errichtet. Bauherr war der Frankfurter Gastronom Eduard Stern. Es firmierte 1914 als 'Königsteiner Hof' und wurde in den beiden Weltkriegen als Lazarett genutzt. Nachdem es 1928 an die Reichsbahn verkauft wurde, dient es heute der Bundesbahn als Klinik für Herz- und Kreislaufpatienten. Es ist durch weitere Anbauten und Modernisierungen zu einem wichtigen Faktor des Königsteiner Kurwesens angewachsen.

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