Kolberg in Pommern in alten Ansichten

Kolberg in Pommern in alten Ansichten

Auteur
:   Otto Hermann Lapp
Gemeente
:   Kolberg in Pommern
Provincie
:   Polen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1637-4
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Kolberg in Pommern in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Kolberg, an der ostpommerschen Küste und Mündung der Persante gelegen, ist eine uralte wendische Siedlung. Die Ansiedlung von Arbeitern am Salzberg, dazukommende Pfannenschmiede, Fischer und viele Siedler aus dem Landesinneren, gaben wohl den Anlaß, an dieser Stelle, der alt wendischen Siedlung, Neu-Kolberg, zu gründen. Am 23. Mai 1255 erhielt Kolberg die Stadtrechte verliehen. Schon im Jahre 1304 gehörte Kolberg der 'Hanse' an. Es begarmen Jahre des Aufstieges und ho her Blüte, die Kolberg weit über seine Grenzen berühmt machten.

Ende des 15. Jahrhunderts begannen die ersten Rückschläge. Zuerst waren es Krankheiten und Seuchen, dann kamen die schweren Kriegslasten, die bald über zwei Jahrhunderte anhielten, dazu. Nach dem Dreißigjährigen Krieg, der auch Kolberg erheblichen Schaden zufügte, wurde die Stadt zur Festung ausgebaut. Im Siebenjährigen Krieg überstand sie ruhmreich drei russische Belagerungen. Im Jahre 1807 machte Kolberg sich noch einen Namen, als sie als kleinste preußische Festung die Belagerung durch die Franzosen ruhmreich überstand. Bürger, Soldaten und die Namen Nettelbeek und Gneisenau sind für alle

Zeiten in das Buch der Geschichte eingetragen. Mit Mut und Energie wurden die Wunden und der Tiefstand bewältigt.

Kolberg blühte wieder auf und entwickelte sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem beliebten und berühmten Solbad und zur Hafenstadt. Der Kolberger Hafen fand an wirtschaftlichen- und Handelsfragen Interessierte genug. See- und Fischereihafen erlebten ungeahnten Aufschwung. Die Einwohnerzahl stieg erheblich an, vom Jahre 1880 bis 1939, von 5000 auf über 35 000, wahrlich ein Aufstieg, der sich sehen lassen konnte.

Aber dann brach 1939 der Zweite Weltkrieg aus und niemand ahnte wohl zu diesem Zeitpunkt, daß hiermit der Untergang der Stadt Kolberg eingeleitet war. Zum Kriegsende 1944/45 wurde die Stadt zur Festung erklärt. Tapfer wurde sie verteidigt, aber diesmal widerstand die Festung nicht dem Ansturm. Fast die gesamte Bevölkerung hat und mußte die Heimatstadt verlassen. Bei den Kämpfen wurde die Stadt zu über 90 Prozent in Schutt und Asche gelegt. Heute gehört Kolberg zu Polen und heißt jetzt Kolcbrzeg.

DAS POMMERNLIED

Wenn in stiller Stunde Träume mich umweh 'n, bringen frohe Kunde Geister ungesehn 'n, reden von dem Lande meiner Heimat mir, hellem Meeresstrande, diisterm waldrevter,

Weiße Segel wiegen auf der blauen See, weiße Möwen [liegen in der blauen Höh, blaue Wäder krönen weißer Diinen Sand; Pommernland, mein Sehnen ist dir zugewandt!

Aus der Ferne wendet sich zu dir mein Sinn, aus der Ferne sendet trauten Gruß er hin.

Traget, laue Winde, meinen Gruß und Sang, wehet leis und linde treuer Liebe Klang!

Bist ja doch das eine auf der ganzen Welt, bist ja mein, icb deine, treu dir zugesellt.

Kannst ja doch von allen, die ich je geseh 'n, mir allein gefallen, Pommernland, so schon!

Jetzt bin ich im Wandern, bin bald hier, bald dort; doch aus allen andern treibt mich 's immer fort.

Bis in dir ich wieder finde meine Ruh, send' ich meine Lieder dir, 0 Heimat, zu!

3ur erinnerung an bie :s'eier

bes 100 jäl)rigen t3etel)ens bes 1. pommerîëien :s'elbarti lier ie- Reg i men ts no.2 .

vorn 23.-25. ne«. 1905.

:.,: .

I, Die Salzstadt des Ostens wurde Kolberg genannt. Sie gewann Macht und Glanz in der Hansezeit und geschichtlichen Ruhm als erfolgreich verteidigte Festung im Siebenjährigen Krieg gegen Rußland und 1807 gegen Napoleon.

~êttelbeek.

Gruss

aus

Kolberg.

,.Knlber!! ko nn un d-rnnss de m hör:if! erhnlten Llciben. es koste. was es wol le. "ïr

Diirgcr si lid alle für einen )tann e ntseb loss en. die Festnng n ir-ht übergeben z u lassen und

. nllten auch alle u nser e Hä use r zn Schu tr haufën werden. Tnd I,Ört.n je me ine Ohren. dass irgend jernand - er sei Bürger oder lIlilitär - von Ueberpabe sp rä che , bei Mannes Wort ', icu reurite ibm gleich auf der Stelle meine n Degen durch den Leib !"

(Nettelbeck zum Commandanten von Lucadon.)

Schill.

2. Erinnerungskarte von 1907 zur hundertjährigen Wiederkehr der Schlacht um Kolberg.

3. Die Postkarte aus dem Jahre 1898 'Gruss aus Colberg" , zeigt rechts oben den stattlichen Fachwerkbau vom alten Strandschloß und den Seesteg. Links das schon damals bewegte Strandleben. Links unten die Hafeneinfahrt mit einlaufendem Segelschiff.

19.

.r

, '7

-/

L

4. Diese schöne Karte wurde im Jahre 1900 nach Hamburg gesandt. Sie zeigt die Hafeneinfahrt und die alte Lotsenstation sowie den weit in die Ostsee ragenden Seesteg. Links unten ist die Waldenfelsschanze mit Veranda und Kaffeehaus zu sehen.

DEUTSCHLA .o AHRRADER van UGU T STUKEr"BROl<, cl. TP1:CK

f0t-1 LIft ~ a a s eoJf?Ey

"72

5. Neben der Sicht auf das alte Strandschloß, zeigt uns diese alte Grußkarte einen Gesamtbliek auf den Kaiserplatz in jüngster Entstehung. Im Hintergrund der St.-Mariendom und rechts das Kaiserliche Postamt.

6. Auf dieser Karte von 1899 ist links oben Fernaus 'Neues Solbad' Ecke SeestraßejSchillerstraße zu sehen. Im Zweiten Weltkrieg war hier das Luftwaffenbauamt untergebracht. Desweiteren ist das Hotel 'Victoria' sowie die alte Lotsenstation dargestellt.

l!

E.RW

Nr. 1958.

7. Diese Karte aus dem Jahr 1899 zeigt einen herrlichen Bliek über das damalige Kolberg. Hoch ragen die Türme der (vorn) St.-Martinkirche und St-Nikolaikirche über die Häuser hinaus.

lolberg - Ratheus

___ L. ~

! ~-

_ ?.. ,_--'"l

8. Das Rathaus, wie es diese Postkarte zeigt, wurde 1829 bis 1832 auf den stehengebliebenen Nordweststrecken des alten Rathauses, welches 1807 ausbrannte, erbaut. Das Denkmal stellt Friedrîch Wilhelm IIl. dar und wurde 1864 enthüllt. Das Rathaus hat die Kampfhandlungen von 1945 überdauert. Das Denkmal und die Rathaustreppe sind nicht mehr vorhanden.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2017 Uitgeverij Europese Bibliotheek