Korb in alten Ansichten Band 1

Korb in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Gotthold Schwarz
Gemeente
:   Korb
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4782-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Korb in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Für die Siedlung Korb mit seinen Ortsteilen Steinreinach und Kleinheppach hatte der Weinbau von alters her eine vorrangige Bedeutung. Die ältesten Urkunden vom 17. Februar 1270 und von 1284 berichten von Vereinbarungen über Güter und Weinberge. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung aus nah und fern wurden die 700-Jahrfeiern im Juni 1974 in Korb und im September 1987 in Kleinheppach abgehalten.

Man nimmt an, daß die Gegend schon im 9. Jahrhundert besiedelt war und es könnte ganz allgemein etwa das Jahr 1250 als ein Abschluß des ersten Zeitgeschehens einer jahrhundertealten, urkundslosen Geschichte aller drei Orte betracht werden.

Die drei Hausberge sind Ausläufer der Buocher Höhe. Schon sehr früh wurde erkannt, daß sich die südlich zum unteren Remstal hin gelegenen Steillagen vortrefflich für den Weinbau eignen. Das abwechlungsreiche Gelände weist folgende Höhenlagen über dem Meeresspiegel auf: der Korber Kopf 456 m; das Berghäusle 383 m; der Höruleskopf 426 m; der Weg über dem Immerich 403 m; und der Kleinheppacher Kopf oder Belzberg 452 m.

In den Ortslagen ergeben sich die Höhen: am Rathaus 295,6 m; am Brückle beim Bach in Steinreinach 294 m; und am Zusammenschluß von 'Heppach' und Hörnlesbach etwa 270m.

Die Rems, zu der sich alle Wasser dieser Gegend hinbewegen, liegt in Waiblingen bei 219,3 m.

Der heimatkundlich Interessierte findet in den Heimatbüchern Korb-Steinreinach und Kleinheppach allerlei Wissenswertes.

Die Struktur des Ortes hat sich stark gewandelt. Aus den rein weinbau- und landwirtschaftlich orientierten Siedlungen, in denen die Realteilung schon sehr früh eingesetzt hatte, ist ein moderner Wohnplatz geworden, einige Kilometer von der Rems- und Murrtalbahn entfernt liegend.

Der früher 2 000 bis 3 000 Einwohner zählende 'Flecken' ist auf nahezu 10 000 Personen angewachsen. Im Laufe der Jahre konnte eine gute Infrastruktur geschaffen werden, und die Gemeinde konnte ihre Selbständigkeit behaupten. Die reizvolle Landschaft mit Wäldern und Weinbergen hat eine große Anzahl neuer Bewohner angezogen.

Die großen Umschichtungen in der Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg haben auch Korb verändert. Dazu kam in den fünfziger und sechziger Jahren die Expansion der Industrie im Großraum Stuttgart. Ein großen Pendierstrom bewegt sich täglich auf den Straßen, weil sich in Korb nicht genügend Arbeitsplätze finden.

Der Ortsteil Kleinheppach wurde durch einen freiwilligen Zusammenschluß zum 1. Januar 1972 eingemeindet. Der Ortsteil Steinreinach gehörte von jeher zur Gesamtgemeinde. Von 22 Gemeinderäten kommen drei aus Kleinheppach. Acht Ortschaftsräte in Kleinheppach haben beratende Funktion.

Besondere Beachtung verdient das im Denkmalbuch einge-

tragene Steinzeitmuseum. Seine Entstehung ist der große Verdienst des Ehrenbürgers und Heimatforschers Eugen Reinhard in Kleinheppach. Mit erstaunlichem Spürsinn und großem Ausdauer widmete sich der heute 89jährige seit 1928 während seiner Musestunden der Sammlertätigkeit. Die Sammlung vermittelt ein fast lückenloses Bild von der kulturgeschichtlichen Entwicklung des unteren Remstals. Eugen Reinhard wurde besonders durch seine Altsteinzeitfunde berühmt.

Jeder Ortsteil hat seinen Neck- und Spottnamen. Die Korber sind die 'Speidel'. die Steinreinacher die 'Stora' (Staren) und die Kleinheppacher die 'Kuckuck'.

Im Zuge der seit 1982laufenden Ortserneuerung soll 1990 in der Ortsmitte wieder ein kleiner See entstehen und damit wird die alte, volkstümliche Bezeichnung 'Korb am See' wieder zutreffend.

Der frühere zirka 38 Ar große See war wegen starker Verunreinigungen 1928 trockengelegt worden. Lange Zeit danach war die Gemeinde ohne Löschwasservorratsbehälter. Erst 1939 wurde mit dem Freibadbau begonnen. Die Beschaffung des Baumaterials war damals nur möglich, weil ein solcher Wasservorratsbehälter in der wasserarmen Gemeinde als dringend notwendig erachtet wurde.

In der Oberamtsbeschreibung von 1850 wird berichtet, daß Korb mit dem Weiler Steinreinach 1 938 Einwohner hat, worunter sich vier Katholiken befinden, und neben 574 Kleinheppacher Einwohnern ist ein Katholik vermerkt.

Im Jahre 1482 wurde die 'Capelle zu Korb', welche zur Pfarrei Waiblingen gehörte, zu einer eigenen Pfarrkirche unter württembergischen Patronat erhoben. Die Parochie bestand aus dem Mutterort und den Filialen Steinreinach und Immerich. In dem bis 1718 zum Oberamt Schomdorf gehörenden Kleinheppach - früher Oberheggebach genannt - hatten Schultheiß und Gemeinde zu Waiblingen 1355 eine Caplanei gestiftet, welche Graf Ulrich von Württemberg im Jahre 1461 dem Bruderhaus zu Gundeisbach übergab.

Die Volkszählung am 25. Mai 1987 ergab 4 627 männliche und 4 700 weibliche, zusammen 9 327 Personen, mit folgender Religionszugehörigkeit: 5194 = 55,7% evangelisch; 2474 = 26,5% katholisch; 220 = 2,4% islamisch; und 1 439 = 15,4% sonstige.

Die Korber Kirche wurde 1832 neu erbaut und von der Westseite an die Ostseite des Turmes verlegt. 1902 erfolgte ein Umbau und 1963 eine Renovierung. In Steinreinach stehen noch Teile einer im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Kapelle. Der Kirchturm ist erhalten geblieben.

Die anschließende Bilderfolge zeigt Ereignisse der Vergangenheit und möchte eine Vorstellung früherer Zeiten vermitteIn.

1. Das Korber Wappen zeigt in gespaltenem Schild vorne in gold (gelb) eine blaue Traube , hinten in blau einen goldenen (gelben) Bienenkorb. Eine Traube findet sich seit langem in den Dienstsiegeln des Schultheißenamts. So gab es Ende des 19. Jahrhunderts eine von zwei Laubzweigen bekränzte Traube. In späteren Farbdruckstempeln erscheint die Traube in einem Wappenschild. Im Jahre 1686 galt als Flecken- und Marksteinzeichen die Initiale 'K'. Das Wappen in der heutigen Form wurde durch die vorläufige Regierung von Baden- Württemberg am 15. Juni 1953 verliehen. Das früher im Wappen von Kleinheppach verwendete zweiblättrige Maiglöckchen in Silber war der dörflichen Pflanzenwelt entnommen. Es wird seit der Eingemeindung nach Korb zum 1. Januar 1972 nicht mehr verwendet.

2. Korb mit den östlich gelegenen Rebhängen. Auf der linken Seite ist die frühere Roßbergsteige entlang des Baumbestandes ersichtlich. Der Einschnitt im Wald entstand durch den Steinbruch im Hörnle. Allmählich lagen die rötlichen Felsen zu tief und der Abbau wurde unwirtschaftlich. Dieses Gelände richtete sich die Schützengilde für ihre Zwecke ein und konnte dort am 11. September 1965 das Richtfest für ein eigenes Schützenhaus feiern. In dem Einschnitt im Vordergrund liegt die obere westliche Neustädter Straße von einer Bebauung noch völlig frei. Vor rund 280 Jahren war der Kirchturm ein zweites Mal abgebrannt. Die Chronik berichtet von einem Donnerwetter am Gründonnerstag, den 21. April 1707 , das in den Turm geschlagen habe. Nach der Entzündung sei der Turm bis auf den Chor niedergebrannt, und neben sonstigen Schäden sei die Uhr ruiniert und die Glocken zerschmolzen worden.

3. Das 'Brückle' in Steinreinach. Den tief liegenden Hörnlesbach überdeckte eine Brücke aus Sandsteinen. Das Gelände hat sich durch Bebauung und Kanalisation verändert. Bei der Brücke verlief die Markungsgrenze zwischen Korb und Waiblingen. Anläßlich der Übertragung des Grundeigentums vom Güterbuch in das Grundbuch haben die Verhandlungen über einen Markungsausgleich begonnen. Lange Zeit sträubten sich die Korber, die Flächen der schwer zu unterhaltenden Waldsteige zu übernehmen und für die Unterhaltskosten von zwei schwachsinnigen Bewohnern in der 'GaB' aufzukommen. Der Lauf der Zeit, die Feldbereinigungen und zuletzt die Rebflurbereinigung 'Hörnle' haben die Probleme gelöst, Links vorne im Bild ist eine noch lange erhalten gebliebene Ruhe- und Ablagebank aus Sandstein zu sehen. Solche 'Grubbänke' gab es an verschiedenen Plätzen.

4. Gesamtansicht Korb um 1930, mit Bliek zum Sörenberg. Die Urbanschule, über deren Standort schon 1926 diskutiert wurde, steht im Rohbau. Das Gelände zwischen den Ortsteilen ist noch frei. Die Schule wurde ungefähr dort errichtet, wo die Festzüge der Korber und Steinreinacher Vereine wendeten, um in ihrem eigenen Territorium zu verbleiben. Überall stehen noch die alten Keltern. In Steinreinach. Buocher Straße 47, mit der Linde davor und Buocher Straße 40 beim Turm. Leider ist die Ruine der im Dreißigjährigen Krieg zerstörten St.-Wolfgangs-Kapelle nicht ersichtlich. In Korb ist die Roßbergkelter im Gewann Neusatz unterhalb der Weinberge, Kirchstraße 61 und die Dorfkelter, Winnender Straße 42 mit der Zehntscheuer, Winnender Straße 44 zu erkennen. In der Steinstraße hörte der 'Flecken' mit den Gebäuden 12 und 13 auf, und im 'Täle' befand sich außer einem Sägeschuppen kein Gebäude.

5. Der Löwenwirt Paul Diener konnte von den Erben des 'Singer Hannes' das neben seinem Besitz liegende Anwesen beim See nach der Inflation erwerben und nach Abbruch der Scheune 1927/28 einen Saalbau erstellen. Der 'Löwen' hatte Telefonnummer acht zu dieser Zeit. In der Bildmitte ist das für den Schulbau im Gewann Schmid erstellte Gerüst hinter Kälins Haus zu erkennen. Im Täle steht bereits der Sägewerksschuppen des Kar! Haug. Mit dieser Grußkarte warb man für den neuen, für die damaligen Verhältnisse sehr großen Saal, der nun Platz für alle Veranstaltungen mit zahlreichem Publikum anbot. Hochzeiten mit großer Verwandtschaft, Tanzveranstaltungen und Wanderkinos gastierten darin, auch noch in den Notjahren. Um 1946 waren die Gastwirtssäle als Massenquartiere für Flüchtlinge über einen längeren Zeitraum beschlagnahmt gewesen.

6. Kleinheppacher Grußkarte mit der Gasthaus 'Zur Wacht am Rhein'. Die vor achtzig Jahren durch Albert Winkle hergestellte Karte wurde am 23. August 1909 dem Gefreiten Weiß von seinen Freunden in den berüchtigten Truppenübungsplatz Münsingen übersandt. Bei den dunklen, über den ganzen Berghang verstreuten. kleinen Flächen handelt es sich um Brachland. Dort wurde für einige Jahre Luzerne oder Klee angesät, ehe eine Wiederbepflanzung mit Jungreben erfolgte. Dem aus Steinreinach gebürtigen Fotografen ist es gelungen, im Hintergrund rechts 'sein Pappele", ein Wahrzeichen auf dem Hörnleskopf, mit ins Bild zu bringen. In der 'Wacht', einer der Weinkelter nahe gelegenen Wirtschaft, wurden während der Herbstzeit manche Weinverkäufe abgeschlossen und begossen.

7. Eine Aufnahme um das Jahr 1905. Albert oder Hermann Winkie war wieder einmal mit dem Fotoapparat da. Vor dem leichten Nordhang im Gewann 'Hettlen' war im Hintergrund der ganze Ort zu sehen. Sehr viele Grußkarten wurden mit einer Aufnahme von dieser Seite her gedruckt. Es gab sogar eine kolorierte Ausgabe. Auch für ein 'Gruppenbild mit Damen' wählte man gerne diesen Standort. Das Bild zeigt von links nach rechts, stehend: Pauline Hammer, Emilie WinkIe, Pauline Krauter und Marie WinkIe. Vorne, kniend: Pauline Jeutter, Berta Winkie und Anna Maria Hammer. Albert Winkle hatte sich schon 1898 als Fotograf in Stuttgart niedergelassen. Ihm verdanken wir sehr viele Aufnahmen, die er bei Besuchen in seiner Heimatgemeinde gemacht hat, Sein Vater und Großvater waren beide Küfer in Steinreinach. Ende 1945 verstarb er in Korb. Als Fliegergeschädigter hatte er wieder in seinem Geburtsort eine Bleibe gefunden.

8. Grußkarte vom Gasthaus 'Pflug'. Das Anwesen beim Brunnen neben dem Bach hat eine alte Tradition. In den Jahren 1881/82 wurde eine Erneuerung vorgenommen. Backhaus, Backküche, Backofen und die Brennstatt mit zwei kupfernen 'Häfen' wurden neu erbaut. Damals lautete die Lagebeschreibung: 'Beim sogenannten Fleckenbrunnen oder in der Metzgerlesgasse.' Ab 1906 gab es die Straßenbezeichnungen. Ein Keller zum Haus wurde 1869 in den mittleren Klupperten (ab 1906 Beinsteiner Straße 4) erbaut. Beim Neubau des 'Pfluges' im Jahre 1958 zeigte sich dort ein starkes Wasservorkommen. Früher sollen im 'Pflug' Zugtiere zur Vorspann bis zur Landstraße im Hohreusch bereitgehalten worden sein.

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