Kürten in alten Ansichten

Kürten in alten Ansichten

Auteur
:   Stephan Nuding
Gemeente
:  
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6565-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kürten in alten Ansichten'

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Einleitung

Kürten liegt im Osten des Rheinisch-Bergischen Kreises. Obwohl die Gegend schon früher besiedelt war, wie beispielsweise der Ringwall auf dem Burgberg und der 'Burgring' in Sürth in unmittelbarer Nähe des zu Kürten gehörenden Dorfes Olpe beweist. Als Urzelle der Gemeinde ist aber ein Herren- und Fronhof anzusehen, der dem Domkapitel zu Köln am Rhein gehörte. Das aus dem spätlateinischen stammende Wort' curtis' aus dem sich der Kürtener Ortsname wahrscheinlich herleitet, bezeichnet eine freie Stelle innerhalb eines geschlossenen Hofes, an der sich in früheren Zeiten die Schöffen versammelten um 'Hofgericht' zu halten. Bis zum Iahr 1699 gab es ein solches Gericht in Kürten. Ein 'Landgericht' ist für die Gemeinde in einer Chronik über die Gerichtsverfassung des Herzogtums Berg aus dem Iahr 1555 belegbar. Nach derVereinigung der Grafschaften Iülich und Berg im jahr 1347 wurde Kürten dem bergischen Amt Steinbach zugeschlagen.

Eine erste lutherische Gemeinde ist für Kürten und den Gemeindeteil Delling bereits um 1580 herum belegt.

Nach der Besetzung des Herzogtum Bergs durch die Franzosen wurde die Bürgermeisterei Kürten dem Kanton Wipperfûrth zugeschlagen, das zum Arrondissement Elberfeld zählte. 1816, nach der Befreiung von Napoleon, gehörte Kürten zum Kreis Wipperfürth. Die kommunalpolitisch

selbständigen Ämter Kürten und Olpe wurden 1929 zum neuen Amt Kürten zusammengeschlossen. Kürten. wie auch der übrige Kreis Wipperfürth, wurde 1932 mit dem Kreis Mülheim am Rhein zum Rheinisch-Bergischen Kreis zusammengeschlossen. Dessen damaliges Gebiet war weitaus größer, als es heute ist.

In ihrer heutigen Form existiert die Gemeinde Kûrten seit dem 1. jannar 1975. Kürten ist ein überwiegend ländlich geprägter Ort mit einern aktiven Kulturleben, das überwiegend von den zahlreichen Vereinen in den verschiedenen Orten der Gemeinde getragen wird. Ein Beispiel von vielen ist hier die Erntedankrnesse in Bergischem Platt, die seit 1982 in jedem [ahr zum Erntedankfest von der 'Kürtener Buurengarde' ,der KCK Blau Gold 5067 e.v., ausgerichtet wird.

Durch zahlreiche Neubauten hat die Gemeinde in den vergangenen [ahrzehnten stark an Einwohnern zugenommen, hat aber trotzdem nichts von ihrem bergischen Charme verloren.

Literaturnachweis

Bergischer Heimatkalender, HeiderVerlag, Bergisch Gladbach. Diverse Jahrgänge.

Büchel, Iosef und Gronewald, Peter: Bilder aus alter Zeit II

Gemeinde Kürten. Meinerzhagener Druck- undVerlagshaus. Meinerzhagen, 1966.

Denst, Maria Louise: Die Delling. Herausgeber: Evangelische Kirchengemeinde Delling, 1984.

Kirchenchor ' Cäcilia' Biesfeld 1 900 -1975. Pestschrift zum 75. Jubelfest vom 1. bis 4. Mai 1975.

Kirchenchor ' Cäcilia' Bechen 1881-1 98 1. Festschrift zum 100jährigenJubiläum.

Kirchenchor 'Caecilia' Offermannsheide 1886-1976. Iubiläumsfestschrift zum 90jährigenJubiläum,

Kockerols, Bernd: Rauhes Land - Wirtschaft und Gesellschaft der Gemeinde Kürten im 1 9. Iahrlrundert. Kürten, 1991.

Musikverein 'Einigkeit Olpe' 1886-1986. Festschrift zum 100jährigen Iubiläum.

Nuding, Stephan: Rheinisch-Bergisches Land. HayitVerlag, Köln 1993.

Nuding, Stephan: Schwarzer Führer - Bergisch Land. EulenVerlag, Freiburg 1997.

Offermannsheide - Ein Iahrhundert Pfarrkirche St. Peter und Paul1883-1983 (Chronik).

Pohl, Heinrich: St. Nikolaus Dürscheid. Libertas Verlag Hubert Baum, Wiesbaden. 2.Auflage 1966.

Rutt, Theodor: Heimatchronik des Rheinisch-Bergischen Kreises. Archiv für Deutsche Heimatpflege, Köln 1972. Toenniges, Franz: Der Kürtener Sagenschatz. Heider- Verlag, Bergisch Gladbach 1984.

Für die großzügige Überlassung von Bildern und zahlreichen Informationen danke ich: Musikverein 'Einigkeit Olpe' Ursula Burgmer und Hugo Laudenberg; Radsportverein 'Alpenrose Weiden' Anna Schnepper und Hermann-]osefBerghaus; pfarre St. Peter und Paul und St.-SebastianusSchützenbruderschaft Offermannsheide, Paul Burgmer; Kirchenchor 'Cäcilia Biesfeld', Dirk Cürten; 'Kirchenchor 'Caecilia' und 'Marienchor' Bechen, Irmgard König; Kunibert Förster; Jörg Jenniges undAltbürgermeister Hubert Josten.

Bildnachweis

Alle Bilder, soweit nicht anders vermerkt, stammen aus dem Privatarchiv Stephan Nuding.

Kirchenchor 'Cäcilia', Bechen: Bild 6.

Kirchenchor ' Cäcilia' , Biesfeld: Bild 2, 64, 65.

Kirchenchor 'Caecilia' , Offermannsheide: Bild 51.

Kunibert Förster: Bild 10, 11, 12, 13, 14, 15, 18,21,23, 24,25,50,63.

Musikverein 'Einigkeit Olpe': Bild 35, 37, 46, 49, 54. Pfarrchronik Offermannsheide 1883 -1 983: Bild 28, 29, 31,33,61,62,68,73.

Anna Schnepper: Bild 3,8,16,17,19,20,26,27,32,34, 36,38,39,40,41,42,43,45,47,48,52,53,55,64,66, 69,71,72,74.

St. -Sebastianus-Schützenbruderschaft, Offermannsheide:

Bild 30.

1 Ursprüngliches Zentrum der Gemeinde Kürten war der Dorfplatz. Direkt an ihm gelegen steht die romanische Pfarrkirche St. Iohann Baptist, deren Turm undTaufstein aus dem 12. Iahrhundert stammen. Zu Anfang des 20.Jahrhunderts wirkte in diesem Gotteshaus der pfarrer Karl Reiner Clemens Esser. Er war in Kürten 48 Iahre tätig und sehr volkstûmlich. Bekannt war er auch dafür, daß er alle seine Pfarrkinder duzte und es heißt von ihm, daß er die Macht besaß böse Geister und Dämone zu bannen. Niederschlag hat dieser Volksglaube in der Sage von dem bannenden Pfar-

rer zu Kürten gefunden, der einen Mann 'festsetzte', also lähmte, der ihn während eines Versehganges niederschlagen wollte. pfarrer Esser verstarb am 26. Juli 1912. Die auf der

Fotografie erkennbaren Wiesen, Felder und Obstwiesen sind heute zum größten Teil überbaut. (Bild um 1950.)

2 Der Kirchenchor 'Cäcilia' des Gemeindeteils Biesfeld wurde am 3. Mai 1900 gegründet. Damals war Iosef Dahl der Dirigent. Sänger waren: Jakob Blissenbach, Adolf und ono Breuner, Iohann und Peter Hungenbach, [ohann Irlenbusch, Iohann Laudenberg, Albert und Peter Müller, Martin Pütz, Iosef'Schumaeher und JosefWill. Das vorliegende Bild wurde wahrscheinlich anläßlich der Fahnenweihe im Iahr 192 4 gemacht. Dieser Festakt war auchAnlaß zu einem großen Festzug durch den Ort. Links im Bild ist ein Biesfelder

Schütze zu erkennen. Der Schützenverein Biesfeld wurde 1924 gegründet. Zu seiner Fahnenweihe sang die 'Cäcilia'. (Bild von 1924.)

3 Sanitätsrat Dr. Johannes Konrad Müller aus Berghausen bei Thier studierte Medizin an der Universität Greifswald und praktizierte danach zunächst als Arzt, Wundarzt und Geburtshelfer in seiner Heirnatgemeinde. Bürgermeister Kerp versuchte ihn 1 864 zur Niederlassung in Kürten zu gewinnen. Da Dr. Müller keine Genehmigung für eine Hausapotheke erhielt wurde hieraus nichts. Daraufhin wurde ihm aber das Amt des Armenarztes für die Bürgermeistereien Kürten und Olpe übertragen. Dr. Müller, der in den Iahren 1866/67 seiner militärischen Dienstpflicht beim Rheinischen- Pionier-Bataillon in Koblenz nachgekommen war, diente während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 als

Assistenzarzt. Vom 26. Dezember 1870 bis zum 8. Januar 1871 war er in französischer Gefangenschaft, über die er einen interessanten Bericht verfaßte. Nach dem Krieg kehrte er als Stabsarzt, ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse, in seine Heimat zurück. (Bild um 1868.)

4 Schon 1383 existierte im Bereich der heutigen Iunkermûhle eine Mühle. Diese wurde 'Koenen Bilßstein' genannt. Der Betreiber der Mühle hatte damals sieben Malter Hafer als Pacht für diese zu entrichten. Der Name 'Junkersmühlen' ist erstmals 1574 erwälmt. Nach mehreren anderen Bezeichnungen trägt die Mühle seit 1828 den Namen Iunkermûhle. Der im Bildvordergrund sichtbare Stauteich, der das Wasser der Sülz staut, war schon vor dem Iahr 1829 angelegt worden. 1910 wurde die Junkermûhle van den Gebrüdern Breidenbach als Fruchtmahlmühle, Kno-

chenstampfe, Kreissäge zum Holzschneiden sowie als SchieB- und Sprengpulvermühle genutzt. Sie harte damals zwei Turbinen und zwei Wasserräder. Die Gebäude der Junkermühle

sind in ihrer schönen ursprünglichen Art erhalten geblieben und dienen heute als Wohnung. (Bild um 1936.)

5 Archäologische Funde im Gebiet der heutigen Großen Dhünntalsperre, die ganz in der Nähe von Bechen liegt, legen die Vermutung nahe, daß das Bechener Gebiet schon in der Steinzeit von Jägern und Sammlern durchstreift

wurde. Bereits um das Iahr 1100 herum besaß der Ortsteil Bechen ein Gotteshaus. Der Ortsname Bechen ist erstmals 11 75 urkundlich erwähnt. Er wird von der mittelhochdeutschen Bezeichnung 'bech', was soviel wie Hügel be-

deutet, abgeleitet. Grundherr von Bechen war im 16. Iahrhundert der Abt des Klosters Altenberg. 1689 hatte auch die Malteser-Komturei zu Herrenstrunden bei Bergisch Gladbach Grundbesitz inne, bekannt ist hiervon

der 'Eykamper Hof'. Während der Franzosenzeit im 19. Iahrhundert gehörte die 'Mairie' Bechen, wie auch Kürten selbst, zum Kanton Wipperfürth. (Bild um 1950.)

6 Der Kirchenchor 'Cäciha' Bechen wurde im Iahr 1881 von neunzehn jungen Männern gegründet. Da die in den Iahren 1876 bis 1 878 neu errichtete Dorfkirche 'auf dem Offermannsfeld' noch keine Orgel hatte, wurde der Gesang des Chores zunächst nur von einem Harmonium begleitet. Sein Süjähriges Bestehen feierte der Chor am 25. Mai 1931, dem Pfingstsonntag. Wie eine Chronik berichtet begann der Festtag mit einer Frühmesse, an die sich ein feierliches Levitenhochamt für die lebenden und verstorbenen Vereinsmitglie-

der anschloß. Abends gestaltete der Chor ein Festkonzert unter Mitwirkung des Musikvereins und der Männergesangvereine Herweg und Richerzhagen. Besonders geehrt wurden die

elf noch lebenden Mitbegründer des Chors. (Bild van 1931.)

7 Eine Bruderschaft, mit der Intention die heilige Anna zu verehren, gründete sich in Kürten schon zu Anfang des 16. Iahrhunderts. Deren Mitglieder pilgerten im Iahr 1506 nach Düren, wo ein Stück der Hirnschale der heiligen Anna damals als wundertätig verehrt wurde und es auch noch heute wird. Nachdem etliche Kranke, die durch die Bruderschaft auf ihrem mühsamen Fußweg mitgenommen worden waren, plötzlich in Düren gesundeten, gelobten die Kürtener der heiligen Anna eine Kapelle zu errichten. Das Land auf dem diese gebaut werden sollte, spendete Peter zu Weiden, den Bau errichte-

ten die Nachbarn unter Ableistung freiwilliger Handund Spanndienste. Das Gotteshaus wurde im Gemeindeteil Weiden errichtet und am 7. Mai 1507 geweiht. (Bild um 1925.)

8 Ein bekanntes Original der Kürtener Gegend war in den Iahren 1890-1940 der Landstreicher [ohann Gerhard, der allgemein nur 'Iirret' gerufen wurde. Er stammte aus Windeck an der Sieg, wo er 1871 geboren worden war. Er verstarb arn 8. Juli 1940 in Hämmern bei Wipperfürth. Um 'Iirret' ranken sich viele Geschichten und Anekdoten. Obwohl er lediglich die Volksschule besucht und kein Handwerk erlernt hatte, gab er vor in Heidelberg, Berlin und Bonn Medizin studiert zu haben, bis er wegen seiner intensiven Studien 'durchgedreht' sei. '[irret' war ein Freund des Alkohols, insbesondere des Schnapses. Diesen pflegte er sich mit folgendem Vers einzuverleiben: 'Oh Schnaps, oh Schnaps, Du Bösewicht; du

bringst so manchen auf den Mist. Das hast Du mit meinem Großpapa getan, nun fängst Du es auch mit mir schon an. Dies soll jetzt Deine Strafe sein, mit Dir sofort zum Halse rein! Prost Iirret!' (Bild um 1930.)

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