Ladbergen in alten Ansichten Band 1

Ladbergen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Martin Schoppenhorst
Gemeente
:   Ladbergen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2393-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ladbergen in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Das Heidedorf Ladbergen sieht auf eine mehr als 1 OOOjährige Geschichte zurück. Die Bevölkerung lebte von der Landwirtschaft, obwohl die Böden schlecht waren, denn es gab nur Sandböden, auf denen Heide, Wacholder und Birken wuchsen. Die Armut war groß, weil die Erträge gering waren. An Handwerkern gab es Schneider, Holzschuhmacher, Zimmermänner, Bäcker, Anstreicher, Müller und einige andere. Sie gingen zu den Bauern und arbeiteten für Verpflegung und wenig Geld. Den ersten größeren selbständigen Handwerksbetrieb, eine Tischlerei, gründete Friedrich Schoppenhorst in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, der sich schnell entwickelte. Fast alle späteren Tischlermeister aus Ladbergen haben bei Schoppenhorst gelernt. Es wurden einzelne Möbelstücke angefertigt, die fotografiert wurden. Mit den Bildern fuhr Friedrich Schoppenhorst in Großstädte, auch nach den Niederlanden, und verkaufte die Möbel anhand der Fotos.

Willi Schoppenhorst, Sohn des Friedrich Schoppenhorst, war der erste Hobby-Fotograf in Ladbergen. Neben Möbeln fotografierte er Dorfansichten, Vereine, Familien, Landschaften und so weiter. 220 Platten aus der Zeit von 1890 bis 1920 fanden wir im Familienarehiv der Familie Schoppenhorst. Ein Familienangehöriger, Professor Korfsmeier, hat in mühsamer Arbeit die Entwicklung der Platten vor-

genommen. Im Heimathaus 'Möllers Hof' in Ladbergen wurden die Bilder im Februar und März 1983 ausgestellt, die von mehreren hundert Besuchern aus Ladbergen und Umgebung besichtigt wurden. In diesem Bilderband sollen die wichtigsten Bilder jetzt zusammengefaßt werden.

Zur Vervollständigung der Sammlung haben Heinz Stork und Gottfried Saatkamp vom Heimatverein, die Gemeindeverwaltung und die Familien Erpenbeck, Hakmann und Schulte-Freckling beigetragen.

Geschichtsdaten

Für die Leser dieses Bildbandes soll nachstehend nur ein kurzer Abriß der Geschichte Ladbergens gegeben werden.

Um 950 wurde Ladbergen erstmalig im Heberegister des Klosters Freckenhorst bei Warendorf insofern genannt, als der Bauer Manecke aus Ladbergen-Hölter zwei Kübel Honig an das Kloster abgeben mußte. 1146 wurde Ladbergen eine selbständige Kirchengemeinde. Am 22. Mai 1246 versammelten sich Vertreter der Städte Münster, Osnabrück, Minden und Herford , um sich im Ladberger Marktbund zu vereinen. Im Jahre 1527 trat die Grafschaft Tecklenburg, wozu Ladbergen damals gehörte, zum Luthertum

über. Das reformierte Glaubensbekenntnis wurde in den Jahren 1584 bis 1587 in der Grafschaft Tecklenburg (auch in Ladbergen) eingeführt.

Preußen kaufte im Jahre 1707 die Restgrafschaft Tecklenburg; seit diesem Zeitpunkt sind auch die Ladberger Preußen. Ladbergen war von 1806 Q.is 1813 von den Franzosen besetzt und gehörte in dieser Zeit zum Königreich Westfalen. Nach der Franzosenzeit herrschte in Ladbergen eine große Anmut. Von 1830 bis 1870 wanderte mehr als ein Drittel der Bevölkerung Ladbergens nach Amerika aus.

Erst der Kunstdünger brachte der Bevölkerung um 1870 eine finanzielle Verbesserung, da durch ihn die Heideflächen kultiviert und die Ackerflächen der Höfe vergrößert werden konnten. Im Laufe der Jahre bildete sich ein Dorfkern, verschiedene Kaufleute siedelten sich an, und es entstand in Ladbergen ein reges Leben.

Die historische Entwicklung Ladbergens ist eingehend im Buch 'Ladbergen, aus Geschichte und Gegenwart des lOOOjährigen westfälischen Dorfes (950-1950)' von Friedrich Saatkamp dargestellt.

Die in diesem Band verwandten Daten wurden den Büchern 'Ladbergen' von Friedrich Saatkamp und '250 Jahre Landkreis Tecklenburg' von F.E. Hunsche entnommen.

1. Das gräfliche Junkerhaus in Ladbergen. In diesern Haus wohnten von 1559 bis 1780 gräfliche Junker von Tecklenburg. Über 200 Jahre lebte hier das Geschlecht derer von Meyhers, Ein Christoffer von Meyhers heiratete eine hessische Fürstentochter, die viele Jahrzehnte Gutshertin in Ladbergen war. Damals war der Gutshof von Wasser umgeben, und zwar floß auf der einen.Seite der Mühlenbach und auf der anderen Seite lag längs der jetzigen Jahnstraße die Umflut, die 1950 zugeschüttet wurde. Das gräfliche Haus wurde zuletzt von der Familie Christiäner bewóhnt und im Rahmen des Straßenneubaues im Dorf 1961 abgebrochen. Das gräfliche Wappen über der Haustür trug die Jahreszahl1559.

2. Die alte Kirche. Sie soll im 12. oder 13. Jahrhundert im frühgotischen Stil erbaut sein. Ein Blitzschlag beschädigte 1818 den Turm so stark, daß er wegen Einsturzgefahr 1830 abgebrochen werden mußte. Da das Material der alten Kirche für den Bau der neuen verwandt werden sollte, wurde die alte Kirche 1854 abgebrochen. Sie stand hinter der heutigen Gemeindeverwaltung auf dem alten Schulhof. Im Hintergrund ist auf dem Foto die alte Dorfschule zu sehen. Das Bild ist ein Foto von einem alten Gemälde aus der damallgen Zeit.

3. Die neue Kirche. Sie wurde in der Zeit von Oktober 1854 bis Juli 1856 erbaut, das heißt zur Amtszeit von Pfarrer Lenhartz. Bauplaner war Regierungsbauinspektor Kawerau aus Münster. Vom preußischen König war ein Zuschuß von 3 586 Talern nur unter der Bedingung bewilligt worden, daß die Kirche vorerst ohne Turm gebaut wurde. Später wurden vom König weitere 1957 Taler zur Verfügung gestellt. Insgesamt kostete der Bau 14343 Taler. Erst 1892, in der Amtszeit des Pfarrers Kriege, wurde der Turm erbaut. Das Bild wurde um 1890 erstellt.

4. Pfarrer Gottfried Kriege. Er wurde 1835 in Lienen geboren und war von 1861 bis 1902 Pfarrer in Ladbergen und hat die Uchte (Frühgottesdienst am ersten Weihnachtstag) eingeführt, Die Kirche ist während dieses Gottesdienstes noch heute bis zum letzten Platz gefüllt, Im Jahre 1864 beschaffte Pfarrer Kriege eine Turmuhr. Während seiner Amtszeit wurde 1884 das alte schöne Pfarrhaus gebaut, und 1892 erhielt die Kirche unter seiner Leitung einen Turm. Kriege war künstlerisch begabt, baute selbst Möbel und machte gute Bildhauerarbeiten.

5. Das alte Pfarrhaus. Zur Zeit des Pfarrers Kriege wurde das schöne alte Pfarrhaus gebaut, das der künstlerisch begabte Pfarrer selbst geplant hatte. Während des Zweiten Weltkrieges erlitt das Haus erhebliche Schäden und wurde 1956 abgebrochen. Das Bild stammt aus dem Jahre 1903.

6. Das alte Amtshaus (Haus Vordermark}, Der Amtmann Carl Sparenberg soll als erster Amtmann 1765 das damalige neue Amtshaus bezogen haben, das bis 1874 Amtsgebäude war. Eigentümer war immer der jeweilige Amtmann, zuletzt Amtmann Springmeier. Da die Gemeinde Ladbergen weder ein Verwaltungs- noch eine Dienstwohnung für den nachfolgenden Amtmann zur Verfügung stellen konnte, wurde die Verwaltung mit der Nachbargemeinde in Brochterbeck zusammengelegt. Die Familie Springmeier verkaufte spater das Haus an die Familie Vordermark. Drei Räume im Hause Vordermark wurden nach Selbständigwerden der Gemeinde Ladbergen am 1. Oktober 1949 als Verwaltungsräume angemietet. Am 1. Februar 1952 zog die Verwaltung in ein gemeindeeigenes Gebäude in Kirchennähe. Wegen Verbreiterung der Straße Lengerich-Greven wurde das alte Amtshaus Vordermark 1970 abgebrochen.

Restauration und Kolonialwarenhandhmg von ti. Bäumer, Settel b. Lengerich

7. Der Ladberger Botenwagen (Buanwagen). Zwei- bis dreimal wöchentlich holte dieser Wagen für Ladberger Bürger und Geschäftsleute Waren aller Art von Lengerich. Diese Kleinspedition mit einem PS wurde zuerst von der Familie Heinrich Wibbeler (Wibbelng Hinnerk), Wester 5, durchgeführt; ab 1907 übernahm die Familie Fleddermann (Stumpen) diese Aufgabe. Auf dem halben Wege machte der Botenwagen bei der Gaststätte Bäumer halt, von der er Hefe (Geest) mit nach Ladbergen nahm. Die Postkarte stammt vom 15. Februar 1914.

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5. 5chulte-FrecHling.

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8. Gasthaus 'Zur Post'. In diesem Hause war neben der Gaststätte und dem Krämerladen auch die Post untergebracht. Am 1. September 1871 wurde die Postexpedition Ladbergen in eine Postagentur urngewandelt und ihre Verwaltung dem Gastwirt, Bäcker und Gemeinderechner Heinrich SchulteFreckling übertragen, der das Amt bis November 1918 ausführte. Eine Postkutsche fuhr von Lengerich nach Ladbergen und brachte und holte die Briefe und Pakete von Ort zu Ort. Der letzte Postkutscher war Herr Strothmann aus Lengerich. Vor dem Hause stehen die Familie Schulte-Freckling und das Auto des Arztes Sanitätsrat Dr. Steinmann aus Lengerich, da Ladbergen zu der Zeit noch keinen eigenen Arzt hatte.

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