Ladbergen in alten Ansichten Band 2

Ladbergen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Heinz Stork
Gemeente
:   Ladbergen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5691-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ladbergen in alten Ansichten Band 2'

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VORWORT

Nach dem 1973 von Martin Schoppenhorst herausgegebenen ersten Band 'Ladbergen in alten Ansichten' sollen hier nun weitere Fotos von Personen, Gebäuden und Begebenheiten im alten Heidedorf, die bisher noch nicht in den Heimatbüchern unserer Gemeinde zu finden sind, der Bevölkerung in Form eines Bildbandes vorgestellt werden.

Wie bereits in der ersten Ausgabe sollen auch in diesem Buch im Vorspann die geschichtlichen Daten dem Leser einen Überblick über den Werdegang unserer Gemeinde vermitteln. Kurze Bildunterschriften geben Auskunft über längst vergangene Zeiten.

Viele Fotos in diesem Buch sind wiederum von Willi Schoppenhorst, dem ersten Ladberger Fotografen um die Jahrhundertwende, sowie von alten Postkarten. Weitere Fotos wurden von den Familien Gottfried Saatkamp, Willi Wibbeler, Karl-Heinz Grotholtmann, Heinz Stork, dem Archiv des Heimatvereins und dem Fotohaus Helmut Hilge zur Verfügung gestellt.

Möge auch dieser Bildband dazu beitragen, daß bei allen Bürgern, die sich mit Ladbergen verbunden fühlen, besonders auch bei den Ladberger Auswanderern in New-Knoxville im Staat Ohio in Nordamerika, die Erinnerung an die Ladberger Heimat erhalten bleibt, und die Menschen die hier wohnen ihre Heimat kennen- und liebenlernen.

Ladbergen im Herbst 1993

Heinz Stork, Vorsitzender des Heimatvereins

Geschichtliche und sonsëge Daten

950 wurde in einer Abgabeliste des Klosters Frekkenhorst das Kirchspiel Ladbergen erstmals urkundlich erwähnt.

1149 wurde von den Bischöfen Philipp von Osnabrück und Ernst von Münster eine Abgabestreitigkeit des Pfarrers Heinrich von Lengerich mit der Ladberger Kirche geregelt. Ladbergen, das bis dahin Tochtergemeinde der Kirche zu Saerbeck war und nur aus den Bauerschaften Wester und Westladbergen bestand, wurde durch Zuteilung der Gebiete Kohnhorst und to Holte (Overbeck und Hölter) selbständige Kirchengemeinde.

Am 22. 5. 1246 wurde auf dem adeligen Gut 'von Ladbergen' von den Städten Münster, Osnabrück, Minden und Herford der sogenannte Ladberger Marktbund gegründet, zum Schutze der Märkte, die damals oft von Räuberbanden überfallen wurden. Dieser Bund war der Vorläufer der Westfälischen Hanse.

1527 wurde unter dem Grafen Otto von Tecklenburg und dessen Sohn Konrad die Reformation im Kreise Tecklenburg und somit auch in Ladbergen durchgeführt.

1643 fanden im Hause Schulte-Freckling erste Vorverhandlungen zur Beendigung des Dreißigjährigen Krieges statt.

Am 31. 8. 1707 kam der Kreis Tecklenburg und so-

mit auch Ladbergen zu Preußen. Anläßlich der 200jährigen Zugehörigkeit kam Kaiser Wilhelm n. am 31. 8. 1907 durch Ladbergen, um in Tecklenburg an den Jubiläurnsfeierlichkeiten teilzunehmen. 1709 wurde in Ladbergen durch den Lehrer Heinking der erste Schulunterricht erteilt, jedoch nur in den Wintermonaten.

1723 wurde die erste geographische Karte von Ladbergen erstellt.

1748 wurde im Dorf eine königliche Mahlmühle am Mühlenbach errichtet.

Am 6.10.1779 wurde der Hof Möller im Dorf erbaut, seit 1975 steht er unter Denkmalschutz und dient jetzt als Heimathaus und Altenbegegnungsstätte.

Am 21. 12.1814 wurde Adolf Wibbeler geboren. Er war von 1839 bis 1883 über 40 Jahre Gemeindeversteher in Ladbergen. Er starb am 23. 4. 1902 im Alter von 87 Jahren. 1862 besuchte er die von Ladberger Auswanderern gegründete Gemeinde New Knoxville in Nordamerika und brachte seine nach dort ausgewanderte Tochter Christine zurück nach Ladbergen.

1822 wurde als ältester Ladberger Verein der Schützenverein Ladbergen gegründet.

Am 1. 8. 1836 wurde in Nordamerika im Staat Ohio, der Ort New Knoxville von Ladberger Aus-

wanderern gegründet. Wilhelm Kuckhermann und seine Frau Elisabeth hatten hier 1835 von einem Mister Knox ein großes Urwaldgelände gekauft und bauten 1836 das erste Haus im Urwald, das dann der Anfang des Ortes New Knoxville war.

Am 9. 6.1844 an einem Sonntag ging in Ladbergen ein schweres Hagelunwetter nieder, das die gesamte Ernte vernichtete. Auch Häuser wurden durch die bis Hühnerei großen Hagelstücke beschädigt. Durch Regierungszuschüsse und Wegebaumaßnahmen, die aus Rücklagen der Gemeinde für den Kirchenbau finanziert wurden, konnten sich die ärmeren Leute etwas Geld verdienen und eine Hungersnot vermieden werden.

Am 22. 8. 1846 wurde auf dem Hof Kötter in Wester Fritz Wilhelm Kötter geboren. Er war der Urgroßvater von Neil Armstrong, der am 20. 7. 1969 als erster Mensch den Mond betrat.

Am 29. 10. 1849 wurde auf dem Hof Sundermann in Ladbergen Overbeek Dr. h. c. Heinrich Sundermann geboren. Er war in Indonesien auf der Insel Nias als Missionar tätig. Für die Übersetzung der Bibel in die niassische Sprache wurde ihm am 28. 8. 1911 von der holländischen Königin Wilhelmina der Ritterorden von Oranje-Nassau verliehen. 1854-1856 wurde die ab 1975 unter Denkmalschutz stehende evangelische Kirche durch Pastor Len-

hartz erbaut.

Am 31. 6. 1856 war die Einweihung der Kirche. 1650-1855 hatte Ladbergen eine eigene Verwaltung.

1855-1907 wurde es in Personalunion mit Brochterbeek verwaltet.

Am 1. 9. 1864 wurde im damaligen Ladberger Amtshaus Springmeier (Vordermark) eine 'Postexpedition Il. Klasse' eingerichtet. Bis dahin wurde von der Thurn- und Taxisschen und ab 1707 von der Preußischen Post eine Umspannstation an der Wachelau unterhalten.

Am 2. 8. 1907 wurde Ladbergen in den Amtsverband Tecklenburg eingegliedert und hat seit 1949 wieder eine eigene Verwaltung. Am 1. 10. 1949 wurde die Urkunde überbracht durch Reiter und Läufer des TSV.

Am 11. 10. 1866 wurde Ernst Ferlemann auf dem Hof Ferlemann in Overbeek geboren. Ernst Ferlemann genannt Snethkamp, war von 1907 bis 1924 Gemeindevorsteher. Er starb am 23. 6. 1968 im Alter von 101 Jahren auf dem Hof Snethkamp in Hölter.

Am 2. 8. 1871 wurde der Kriegerverein gegründet. Am 9. 6. 1874 wurde der Gesangverein gegründet. Am 10. 11. 1909 wurde vom Kriegerverein das Bismarckdenkmal an der Mühlenstraße eingeweiht.

Am 6. 10. 1936 wurde von August Lagemann in der Lönsheide in Overbeek ein Lönsgedenkstein errichtet.

Am 23.9.1944 fand der erste von sechs Großangriffen auf den Dortmund-Ems-Kanal statt. Es waren 17 Tote zu beklagen. Bezogen auf das ehemalige Reichsgebiet fielen hier im Zweiten Weltkrieg die meisten Bomben pro Quadratkilometer, etwa 9000.

Am 15. 9. 1946 fanden die ersten Gemeindewahlen nach dem Krieg statt. Friedrich Brinksteffen von den Unabhängigen wurde Bürgermeister.

Am 1. 3. 1947 wurde der Heimatverein gegründet. 2.· 4. 6. 1950 wurde das tausendjährige Bestehen der Gemeinde Ladbergen gefeiert.

Am 2. 6. 1950 veröffentlichte Friedrich Saatkamp sein Buch '1000 Jahre Ladbergen'.

Am 20. 5. 1951 wurde vom Heirnatverein in der Lönsheide in Overbeek ein Heimatmuseum eröffnet.

1964·1975 in Folge großer Baurnaßnahmen, wie Autobahnbau, Flurbereinigung und Siedlungstätigkeit wurde an 40 Stellen am Mühlenbach und Aabach, hauptsächlich um den großen Esch, Bestattungs- und Siedlungskerarnik geborgen, und zwar überwiegend aus der jüngeren Bronzezeit etwa 600 bis 800 vor Christi, Es läßt sich anhand dieser Funde

jetzt schon mit Sicherheit sagen, daß diese dorfähnliche Ansiedlung mit dem Urnenfriedhof in der Mitte auf dem höchsten Punkt, die ersten Anfänge des Dorfes in den Laake-Biärgen vor etwa 3 000 Jahren sind,

1988·1992 Neubau des Dortmund-Ems-Kanals im Bereich von der Schulze-Farwick-Brücke bis zum Hafen Oelrich. Dieses Teilstück der sogenannten alten Fahrt am Mühlenbachdurchlaß wurde in sechs Großangriffen vom 23. 9. 1944 bis 3. 3. 1945 völlig zerstört.

Am 7. 10. 1991 vollendete Frau Lina Wiethölter in der Laake 5, ihr 100. Lebensjahr.

Am 4. 7. 1992 vollendete Frau Maria Stork, Waldseestraße 33, ihr 100. Lebensjahr. Sie starb am 14. 6. 1993 im Alter von fast 1011ahren.

Am 28. 11.1992 veröffentlichte Heinrich Stork sein Buch 'Ladbergen Land und Lüe'.

Am 30. 6. 1993 gab Willi Untiet seinen ersten Archivbericht über die Neuordnung des Gerneindearchivs heraus.

Am 7. 10. 1993 vollendete Frau Lina Wiethölter in der Laake 5 ihr 102. Lebensjahr.

1. Diese Postkarte aus der Zeit um 1900 zeigt die wichtigsten Ladberger Bauwerke. Auch das erste größere gewerbliche Unternehmen, die von Friedrich Schoppenhorst erbaute Kunsttischlerei, hier das sogenannte alte Haus. Friedrich Schoppenhorst, geboren am 30. September 1848, war der erste namhafte Ladberger Historiker, der alle wichtigen dörflichen Ereignisse, besonders aus dem vorigen Jahrhundert, aufzeichnete. Er starb 1918. Seinem Bruder Willi verdankt Ladbergen viele schöne Fotos von Personen, Gebäuden und Ereignissen, die er zum Teil schon ab 1890 aufnahm. Er war der erste Ladberger Hobbyfotograf.

2. In beiden Weltkriegen wurden für Rüstungszwecke die Glocken vom Turm geholt. Die wertvollsten noch aus der alten Kirche vor 1854 stammenden Glocken bekam die Gemeinde später zurück. Damals war es 'Plüggen Hiärm' und nach dem Zweiten Weltkrieg der Zimmermeister Friedrich Rahmeier und die Firma Osterhaus, die mit Flaschenzügen und Motorkraft die neuen Glocken wieder auf den Kirchturm hievten. Hier auf dem Foto wird im Jahre 1919 eine neue Glocke auf den Turm gezogen. Oben in der Mitte der Fachmann Plüggen Hiärm, und rechts, neben der Glocke, Hauptlehrer Adolf Hilgemann und der Kaufmann Hermann Buddemeier. Von links: Rudi Hakmann, Uhrmacher Adolf Hakmann, Zimmermann Hermann Fiegenbaum, zwei Unbekannte, Schneider Willi Stork und Schuster Otto Oelrich. Die übrigen sind unbekannt.

3. Auch im Oktober 1948 wurden auf Veranlassung des Presbyteriums und Pastor Schmitz die im Krieg requirierten Glocken durch drei neue ersetzt.

4. Nachdem man im Krieg nur die größten Bomben- und Granatschäden an der Kirche beseitigte , wurde 1955 unter der Leitung von Pastor Höhn und dem Architekten Willi Rehkopf mit einer gründlichen Renovierung begonnen, so daß zum 100jährigen Bestehen der Kirche 1956 das Gotteshaus im neuen Glanz erstrahlte. Fast alle Arbeiten wurden von Ladberger Handwerkern ausgeführt. Auf diesem Foto haben sich alle Zimmerleute und Maurer vor dem Kirchenportal aufgestellt.

5. Kirchenrenovierung 1955. Auf diesern Foto stehen von links, als dritter Architekt Willi Rehkopf und als vierter Pastor Höhn, der mit großem Eifer Spenden für die Renovierung sammelte. In der Mirte die Ladberger Maler und von rechts Küster Friedrich Stapel und Kirchmeister Willi Wibbeler.

6. Die Kinder der Dorfschule, um 1905 vor der Lehrerwohnung (Küsterei), jetzt Bücherei. Links Hauptlehrer Adolf Hilgemann, rechts Lehrer Zittier. Hier einige bekannte Schüler: 1. Otto Wiethölter, 2. Albert Schulte, 3. Gustav Vennemann, 4. Meta Hilgemann, 5. Emilie Schulte, 6. Rika Untiet, 7. Guste Hakmann, 8. Martha Hilgemann, 9. Anna Korte, 10. Ida Stork, 11. Friedrich Stork und 12. Gustav Stork.

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