Langenselbold in alten Ansichten Band 2

Langenselbold in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Wilhelm Völker
Gemeente
:   Langenselbold
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4527-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Langenselbold in alten Ansichten Band 2'

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van

Wilhelm Völker

Europäische Bibliothek - ZaltbommellNiederlande MCMLXXXVII

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ISBNlO: 90 288 4527 5 ISBNI3: 978 90 28845275

© 1987 Europäische Bibliothek - Zaltbommel/Niederlande © 2011 Reproduktion des ursprünglichen Druckes aus 1987

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EINLEITUNG

Im Jahre 1978 schuf ich für Langenselbold das erste Buch 'Langenselbold in alten Ansichten', das von dem Verlag Europäischen Bibliothek herausgegeben wurde. Das Buch habe ich mit einer Einleitung über die Geschichte Selbolds - Langenselbold - versehen und die einzelnen Ansichten von Langenselbold geschichtlich usw. beschrieben. Es hat bei der Bevölkerung so großen Anklang gefunden, daß es bald vergriffen war, und mir der Wunsch von Selboldern, besonders Schülern, zugetragen wurde, ein Weiteres in dieser Art zu erarbeiten, da es für schulische Zwecke ein guter Helfer sei. In den verflossenen acht Jahren habe ich weitere alte Ansichten sammeln können, aber in der Mehrzahl selbst Zeichnungen von Alt-Selbold angefertigt und beschrieben.

Bedanken möchte ich mich bei Ruth, Hüttengesäßerstraße; Lehr, Jägergasse; Hohmann, Niedergründauerstraße:

Kirschner geborene Muth Mariechen, Ziegelstraße; Völker Wilh., Augustastraße; Kirschner, Wilhelmstraße; Wink Udo, Gründau-Lieblos, Gemeindeverwaltung heute Stadt - Langenselbold, die mir einzelne Fotos zur Verfügung stellten.

Im Nachtrag zu der Einleitung im Buch von 1978 noch etwas Geschichtliches über Selbold- Langenselbold. Langenselbold liegt im unteren Kinzigtal. Es erhebt sich auf einer sanften Anhöhe zwischen Kinzig und Gründau. Die Gründau ist ein natürlicher Wasserlauf zweiter Ordnung. Ihren

Ursprung haben wir in Breitenborn A. W. (Amt Wächtersbach) zu suchen. Sie wird gebildet durch den Zusammenfluß von zwei Flüßchen, nämlich der 'Waschbach' und 'die Litter' . Die vorgenannten beiden Bäche bilden von dem Zusammenfluß in Breitenborn A.W. an, die Gründau. Die Gründau durchfließt von Breitenborn A.W. kommend Haingründau, Mittelgründau, Niedergründau und Langenselbold. Auf dieser Strecke nimmt sie noch einige Nebenbächlein auf. Ihre Gesamtlänge beträgt ca. 20 km. Etwa 400 Meter oberhalb der Geisfurtmühle erreicht die Gründau Selbolds Gemarkung. Das gesamte, nach ihr benannte Tal durchfließt sie etwa in südwestlicher Richtung. Von der Niedergründauer Grenze bis zur Mündung hat sie eine Länge von 6300 Metern. Sie mündet etwa 300 Meter - Luftlinie - unterhalb der Giesebrücke, (sie wurde durch die Freiwillige Feuerwehr Langenselbold vom 18. bis 25. September 1960 abgebrochen) die über die Kinzig führte, bei den 'Stümpfen' (Flurbezeichnung) in die Kinzig.

Der Name des Flüßchens ist eine Abwandlung von Grindahe = Sandbach, Grind = Grund, aha = Aue.

Die Gemarkung umfaßt Wälder, Wiesen und Äcker. Die Waldungen im Kinzigtal hatten einst einen reichen Bestand mächtiger Eichstämme, die vielfach für Schiffsbauzwecke nach Holland verschickt wurden. Unrichtigerweise ist in der Festschrift zur 875-Jahrfeier im Jahre 1983 an-

gegeben, der Wald sei aus Not abgeholzt worden, das trifft aber nicht die Wahrheit.

Die Mark, der beide Ufer der Kinzig bedeekende Eichwald, welcher sich noch um 1880 ununterbrochen von der Kinzigmühle bei Meerholz bis unterhalb der Riedmühle bei Langenselbold erstreckte, war Eigentum aller Marker, das heißt aller in der Mark ansässigen Landgenossen. Alle hatten an derselben gleiches Recht, Edle und Unedle, Arme und Reiche, ja selbst dem Grundherrn, dem Herrn von Isenburg, stand kein größeres Recht darin zu.

Die trefflichen Wiesen des Kinziggrundes, welcher zum Teil noch um 1850 alter Eichwald waren und alljährlich von dem übertretenden Flusse bewässert und befruchtet wurden, ermöglichten eine so starke Viehzucht, wie man sie im Unterland selten findet. Aus diesen Wiesen von denen über 500 Morgen der Gemeinde gehörten, sowie aus dem 2 868 Morgen zählenden Gemeindewald erlöste die Gemeinde alljährlich sehr bedeutende Summen Geldes. Selbold war eine reiche Gemeinde, deshalb konnte sie auch noch nach 1900 an die Ortsbürger den sogenannten Bürgernutzen zahlen.

Die Vermögensverhältnisse der Gemeinde waren mehr als gut. Die Gemeinde hatte 1880 ein Grundvermögen von mehr als 3 Millionen, und zeitweise ein Barvermögen an die llh Millionen. Die Bürger haben kostenlos Bauholz (Eiche) aus dem Gemeindewald erhalten, ebenso Bargeld,

später Naturalien. Erstmals erhob die Gemeinde ab 1902 Umlagen oder Gemeindesteuern und zwar 251;2% der Staatssteuern. 1893 noch ist ein Statut über die Art des Gemeindenutzens von der Gemeinde erlassen worden, sogar 1903 (in meinem Geburtsjahr) ist noch Ortsbürgernutzen verteilt worden. Diese Tatsachen sprechen wohl nicht von Abholzung des Waldes aus Hunger und Not.

Die Fällung und Rodung des Waldes geschah, um genügend Ackerland und Wiesen zu schaffen, denn die Einwohnerzahl sowie der Viehbestand wuchs ständig. Dieses Wachstum ist auch noch nach 1900 injeder Weise und Hinsicht festzustellen. Die Einwohnerzahl hat die 10 000 überschritten, auch ohne Zusammenschluß mit anderen Gemeinden. Schulen, Kirchen, Wohnhäuser, Banken, Bäder und vieles mehr sind entstanden. Die gesamte Isenburgische Schloßanlage ist in das Eigentum der Stadt, die wir seit 1983 geworden sind, übergegangen. Hier finden wir das schöne historische Rathaus mit unter anderem der Klosterberghalle, Parkanlagen und Heimatmuseum. In kultureller Hinsicht ist und wird vieles getan, aufstrebend in jeder Hinsicht.

Gute Luft, Wasser, Wald, Spazierwege, Ausflugsziele, Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie und vieles mehr laden zu einem Erholungsurlaub in Langenselbold ein.

1. Marktplatz mit historischem Gasthaus 'Zum Goldenen Engel', erbaut 17fY7, Ziehbrunnen vom Jahre 1704, mit Bliek zur historischen Bachbrücke, erbaut 1612, abgebrochen 1952. Es ist die Stätte wo früher der Markt abgehalten wurde. Selbold hatte das Marktrecht seit dem Jahre 1521. Zeitweise wurde der Markt unterbrochen, wahrscheinlich aus wirtschaftlichen Gründen. Erst 1873 hielt man wieder Markt ab und zwar zweimal jährlich Kram- und Viehmarkt, und jeweils mittwochs zu Anfang der Monate März, Mai, Juli, August und Oktober jeden Jahres. Im Dezember 1928 wurde das Marktieben wieder aufgehoben. Jetzt hat Langenselbold erneut wieder Markt und zwar jeden donnerstagsvormittags und neuerdings nicht mehr auf dem Marktplatz, sondern in der Gartenstraße. Der erste Markt war am 11. Juli 1986. Es sei noch erwähnt, daß kurze Zeit der Markt auch in der Klosterbergstraße stattfand. Es ist auch die Stätte wo sich einst (1400-1500) der 'Bachtanz von Selbold' abspielte. Eine einmalige Begebenheit, die ein Ausdruck des Freiheitswillens der Bauern und Dörfler der damaligen Zeit war. Er wurde in den Jahren 1935-1939 als Festspiel an dieser Stelle - siehe Zeichnung - autgeführt.

2. lsenburger Schloß in Langenselbold um 1900. Die Federzeichnung zeigt das Isenburger Schloß, den Wohnbau und zwar die hintere Seite nach dem Park. An der Giebelwand links davon eine schöne Vase, den früheren Eingang mit Überdachung. Hier wurde täglich das Essen, das in der Küche des Fruchtbaues, seit 1941 Rathaus, gekocht wurde, in den Wohnbau getragen. Die gesamte Schloßanlage (Barockanlage ) ist in 1722 begonnen und 1752 vollendet worden. Erbauer war Graf Wolfgang Ernst Ill. von lsenburg (1686-1750), der vom Kaiser KarlVII. zum Reichsfürsten erhoben wurde und sich dann Fürst Wolfgang Ernst 1. nannte.

3. Das Schloßtor - schmiedeeisern - führte einst als Haupteingang zum Schloßgelände des Isenburger Schlosses. Der Eingang lag gegenüber der evangelischen Kirche. Es wurde vor vielen Jahren vom Fürsten entfernt und soll auf Hof Entenfang sein.

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4. Schloßpark 6. Diesen Bau nennt man den 'Dragonerbau' . Warum Dragonerbau? Einer Arbeit des Rektors und Heimatforschers Georg MaIdfeld von 1917 'Der Untergang des isenburgischen Staates', eine Hundertjahrerinnerung, entnehmen wir folgende Sätze: Am nächstfolgenden Tage (10. Juli 1816) wird das Fürstliche Batallion in Offenbach aufgelöst, dessen Fahne aber aufVeranlassung des bisherigen Kommandeurs, des Majors Marquardt am 19. Juli dem Geheimrate Kugler zur Aufbewahrung im fürstlichen Archive übergeben. Ebenso entließ man die zu Selbold garnisonierten isenburgischen Dragoner. Hierbei handelt es sich um den am 29. Juni 1766 zu Offenbach geborenen Fürsten Karl Friedrich Ludwig Moritz von Isenburg. Vermerkt sei, daß das Gebäude Schloßpark 7 - heute Restaurant-Dragonerbau - bisher als Dragonerbau auch bezeichnet wurde.

5. Die Schloßanlage im Volksmund '010' früher 'O(a)loch'. Die 010 (Anlage) liegt auf der Südseite des Klosterberges (Volksmund Klusterberg) hinter den Wirtschaftsgebäuden des Isenburger Schlosses, seit 6. Februar 1976 der politischen Gemeinde, seit 1983 der Stadt gehörend. Hier wurde früher Wein angebaut. Bis vor wenigen Jahren konnte man noch die Terrassen der Anlage erkennen. Seit 1963 befindet sich hier das beheizbare Schwimmbad. Seit 1983 hat die Stadt hier eine Festhalle erbaut,

6. Rathaus in der Hanauer Straße 12, in 1895 auf dem Klosterberg, auch Kirchberg genannt, von derpolitischen Gemeinde erbaut. Die Gemeinde hatte damals 3 805 Einwohner und über 500 Wohnhäuser. Auf dem Grundstück stand das Gemeindearmenhaus, das dann wegen des Rathausbaues zum Abbruch kam. In der Mitte des Vorgartens stand ein öffentlicher Gemeindebrunnen mit Pumpenschwengel. Rechts sehen wir das Tor zum Spritzenhaus für die Feuerwehr. Der Brunnenbau wurde auf Grund des Beschlusses der Gemeinderäte vom 11. August 1895 beschlossen. Beauftragt wurde der Brunnenmacher Johannes Elsässer. Er bekam die Woche 12 Mark Arbeitslohn.

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