Langensteinbach in alten Ansichten

Langensteinbach in alten Ansichten

Auteur
:   Alfred Sykora
Gemeente
:   Langensteinbach
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1768-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Langensteinbach in alten Ansichten'

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Gemeindewappen

Das Wappen von Langensteinbach deutet auf die bäuerliche Herkunft hin. In Blau ein Schild mit einer in Silber gehaltenen, spitz nach oben weisenden, Pflugschar.

VORWORT

Mit der Herausgabe dieses für viele Langensteinbacher - ob in der Heimat oder in der Fremde Weilenden interessanten 'Bilderbuches' wurde ein schon lange gehegter Wunsch erfüllt.

Bei der älteren Generation werden beim Betrachten der Fotos sicherlich Erinnerungen an frühere Zeiten geweckt. Aber auch so mancher wird sich auf dem einen oder anderen Bild wieder erkennen.

Besonders wichtig erscheint mir auch, daß der Jugend anhand dieses Buches einiges Historische vermittelt werden kann.

Danken möchte ich an dieser Stelle Herrn Alfred Sykora und seiner Frau Ruth, die sich sehr viel Mühe gaben, das Buch zusammenzustellen. Mein Dank gilt auch all denen, die durch die Zurverfügungstellung von Bildmaterial oder durch das Erteilen von Auskünften wichtige Beiträge leisteten.

Machen Sie einen 'Spaziergang' durchs alte Langensteinbach!

In diesem Sinne grüße ich alle recht herzlich

Alfred Seeger Bürgermeister

EINLEITUNG

Das stattliche Dorf Langensteinbach liegt im Südosten des Kreises Karlsruhe und bildete mit einem Teil seiner Gemarkungsgrenzen die Kreisgrenze zum Landkreis Pforzheim. Mit der nahen Autobahn, gut ausgebauten Straßenverbindungen zu den umliegenden Städten und Gemeinden, sowie mit der Albtalbahn ist Langensteinbach verkehrsmäßig günstig erschlossen. Im Herbst 1971 schloß sich Langensteinbach mit den Gemeinden Auerbach, Ittersbach, Mutschelbach und Spielberg zur Groß-Gemeinde Karlsbad zusammen und gab damit seine Eigenständigkeit auf.

Aus Langensteinbachs Geschichte

Die bekannte, erste urkundliche Nennung von Langensteinbach erfolgte im Jahre 1292. In diesem Jahre schenkte Markgraf Friedrich Il. von Baden die beiden Mühlen, in der Nähe des alten Schlosses Fürstenzell an der Alb oberhalb Ettlingen gelegen, dem Kloster Herrenalb. Diese Mühlen besaßen das Bannrecht (Mahlzwang) über Langensteinbach. Zweifellos ließ sich jedoch die Geschichte der Dorfgemeinschaft beziehungsweise der Siedlung Langensteinbach viel weiter zurückverfolgen, sofern die entsprechenden Urkunden vorhanden wären, denn schon die Endung 'bach' im Ortsnamen deutet darauf hin, daß dieser Ort den endgültigen Namen während der Landnahme durch die Franken zwischen 700 und 800 nach Christus erhalten hat. Markgraf Friedrich Il. von Baden verkaufte 1296 das Amt Langensteinbach mit allen Rechten, Nutzungen, Zinsen und Leibeigenen, sowie die Orte Spielberg, Ittersbach und Dietenhau-

sen, die zu diesern Amt gehörten, um 550 Pfund Heller an das Zisterzienserkloster Herrenalb. Unter der Klosterherrschaft wurde der Amtsort Langensteinbach zum Vorteil der Gemeinde ausgebaut.

Mit dem Bau der St.-Barbarakapelle bei Langensteinbach und der Verehrung dieser Heiligen entwickelte sich Langensteinbach im Mittelalter zu einern vielbesuchten Wallfahrtsort, wobei die Pilger auch in der nahen Quelle Heilung suchten. Nach kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Graf Eberhard und Markgraf Christof von Baden wurde Langensteinbach württembergisch, bis es 1603 auf dem Tauschwege endgültig zu Baden kam. Als Fürstenbad wurde Langensteinbach bekannt, indem Markgraf Karl Wilhelm von Baden, der Gründer von Karlsruhe, 1719 die Heilquelle fassen und Badeanlagen auf eigene Kosten bauen ließ. Die steinernen Zeugen der ehemals fürstlichen Badeeinrichtungen wurden nach Einstellung des Badebetriebes um 1840 restlos abgebrochen. Im Sommer 1783 hielt sich Markgraf Karl Friedrich von Baden in Langensteinbach auf. Hier besuchte ihn der Schweizer Theologe und Philosoph Johann Kaspar Lavater. Bei gemeinsamen Gesprächen wurde auch die bestehende Leibeigenschaft in den Vordergrund gerückt. Nach einer beeindruckenden Predigt Lavaters schwanden die letzten Bedenken des Fürsten und so konnte am 27. Juli 1783 die Aufhebung der Leibeigenschaft in Baden verkündet werden. In Verbindung mit dieser denkwürdigen Handlung wurde Langensteinbach im weitesten Umkreis bekannt.

1. Mit zwei Bögen überspannte die sogenannte Kirchenbrücke an der Pforzheimer Straße den Bocksbach. Sie wurde bereits 1769 erbaut und 1935/36 im Zuge der Bocksbach verdolung abgetragen. Im Hintergrund steht das Doppelhaus von Martin Gebhardt, später Jakob Becker und von Jakob Bach mit der gemeinsamen Hofeinfahrt in der Mitte.

2. An der Ecke Haupt- und Bahnhofstraße stand früher das Fachwerkhaus Schöpfle. Das Grundstück des Anwesens nahm nahezu die ganze Breite der Bahnhofstraße ein. Der Holzvorrat lagerte annähernd an der Straßenmitte. Im Bilde sehen wir um 1912, von links nach rechts: Albert Schöpfle, Gottlieb Schöpfle und Karotine Späth geborene Wohlschlögel, die ihre Tochter Sofie in den Kindergarten bringt. Das Haus ist längst abgetragen. Heute steht hier das Hotel 'Karlsbader Hof'.

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3. Eine Sensation war vor dem Ersten Weltkrieg der Zeppelin. Im ganzen Land wurde das Wunderwerk der Technik und des Fortschritts bestaunt. Auf seinem Flug nach Friedrichhafen zeigte er sich auch über Langensteinbach. Auf der interessanten Ansichtskarte sehen wir ihn neben dem Kirchturm. Im Hintergrund ist das Gasthaus 'Sonne' und im Vordergrund das Haus Bach zu sehen. Auf dem Bild unter der Barbarakapelle ist das Arbeitspersonal vor dem Werksgebäude der Dampfziegelei Vetter wiedergegeben. Die Gebrüder Vetter aus Pforzheim hatten im Jahre 1910 das Werk von Frau Wilhelmine Utz-Dittler erworben, die es ihrerseits von den Erbauern, Brüder Meiser, schon drei Jahre nach der Inbetriebnahme 1902 gekauft hatte. Am 31. März 1913 brannte der Betrieb bei einem Großfeuer vollständig ab.

4. Das Bahnhofsgebäude, errichtet für die am 10. April 1899 in Betrieb genommene, zwischen Ettlingen und Pforzheim verkehrende Schmalspurbahn. Eine Dampflokomotive zog damals den langen Zug durch die Gegend; wir sehen deshalb rechts im Bild die Handpumpe für den Wasserbedarf. Die schöne Wandlaterne wurde mit Petroleum betrieben. Erster Bahnhofsvorsteher, hinter der Kutsche ganz rechts abgebildet, war der aus Dierbach in der Pfalz stammende Karl Kuhn. Er versah den Dienst bis 1929, ihm folgte Großmüller aus Ittersbach.

5. Ein interessantes Luftbild aus dem Jahre 1928. Die Ludwigskirche zeigt im Vordergrund ihre Größe. Das Gasthaus 'Grüner Baum' ist rechts gut zu erkennen; es weist mit der Giebelseite in die Ettlinger Straße. Schräg gegenüber ist das Gasthaus 'Sonne' mit den umgebenden, schmucken Fachwerkhäusern. Links von der Kirche sehen wir das Kronenwett-Haus und das Gasthaus 'Goldener Ochsen'. Sehr interessant ist der Bliek in die Hauptstraße, mit dem Bocksbach-Verlauf und den schönen, steinernen Brücken. Die Bebauung reichte links bis zur Hirtenstraße; es sind jeweils die Wohnhäuser mit der Giebelseite und die dahinter stehenden Scheunen zu sehen. Die Goldfabrik Speidel steht noch allein, die Siedlungen wurden erst später errichtet.

6. Die Bürger Langensteinbachs blieben nach mehreren aufgezwungenen Glaubenswechseln am Ende mit Hilfe des protestantisohen Markgrafen von Baden evangelisch. Die baufällig gewordene Nikolauskirche mußte abgebrochen werden. Auf dem gleichen Platz erhebt sich die am 9. Februar 1828 eingeweihte, stattliche, im Weinbrennerstil errichtete Ludwigskirche. Das Bild zeigt den Bliek auf die Kirche von der Hauptstraße aus. Rechts ist das schöne alte Fachwerkhaus Knodel abgebildet. Der Bocksbach begrenzt mit den steinernen Brücken die Straße.

7. Bis in die Mitte der fünfziger Jahre war dieser Bliek in das Innere der Ludwigskirche den Kirchgängern vertraut. Das Kleinod des Gotteshauses ist die von Ferdinand StieffeIl für die Schloßkirche in Karlsruhe erbaute OrgeL Sie wurde 1872 von Orgelbauer Voit und Sohn, Durlach, renoviert, von Karlsruhe nach Langensteinbach gebracht und über der Kanzel eingebaut. Nach der Renovierung fand die Orgel auf der gegenüberliegenden Seite einen ansprechenden Platz.

LANGENSTEINBACf'(

8. Die Südostseite des Rathauses mit der 1871 gepflanzten Friedenslinde, die auch heute noch betagten Langensteinbachern Schatten spendet. Rechts im Vordergrund ist ein Teil des Wohnhauses von Emil Gebhardt (Aziesers) zu sehen, das wegen seiner guten Erhaltung als dankbares, fotografisches Motiv für Besucher gilt.

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