Lauenburg in alten Ansichten Band 2

Lauenburg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Jakob Kron
Gemeente
:   Lauenburg
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5345-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Lauenburg in alten Ansichten Band 2'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Bevor der Leser dieses Büchlein durchblättert, sollte er sich zum besseren Verständnis mancher nur gestreiften Zusammenhänge in aller Kürze den politischen Horizont verdeutlichen, vor dem die Entwicklung Lauenburgs abgelaufen ist.

Als vor rund 750 Jahren Herzog Heinrich der Löwe als Reichsrebell seine Lehnsgüter verlor, erhielt ein Teil dieses Lehens - das Land Lauenburg - selbständigen Herzogtumscharakter , und der erste neue Herzog baute sich auf den Elbhöhen seine Residenz: die Lauenburg. Eine sicher schon vorhanden gewesene Siedlung zu Füßen der Burg erlebte nun ihren wirtschaftlichen Aufschwung; aus Fischern und Kleinbauern wurden Stadtherren und unternehmungsfreudige Kaufherren eines schon früh gegründeten 'Ehrsarnen Schiffsarntes'. Und als die Stadt Lübeck 1398 die Trave mit der EIbe durch einen Kanal verband, auf dem das Lüneburger Salz für den Lübecker Heringshandel verfrachtet wurde, hatte Lauenburg seine große Zeit.

Erst nach dem Aussterben des Herzogsstammes sank Lauenburg zu einem Provinzstädtchen herab. Nach dem Tod des letzten Herzogs von Lauenburg 1689, Julius Franz, begarm der Lauenburgischen Erbfolgestreit. Der Welfenherzog Georg Ludwig von Lüneburg-Celle besetzte das Land Lauenburg. 1714 kommt Lauenburg unter Englandskrone bis 1803. In diesem Jahr wird Lauenburg von französischen Truppen besetzt, Die Franzosenzeit beginnt und 1813 ist diese Herrschaft zu Ende. Nach den napoleonischen Kriegen wurde das Herzogtum Dänemark zugesprochen, und nach weiteren fünfzig Jahren kam es durch die zielbewußte Politik Bismarcks nach der Auseinandersetzung mit Dänemark und Österreich an Preußen. Bei seiner Entlassung als

Reichskanzler erhielt Bismarck den Titel eines Herzogs von Lauenburg.

Ob und wie man mit Hilfe der vorhandenen alten Postkarten und sonstiger Ansichten die lauenburgische Vergangenheit wieder lebendig machen könnte, war zunächst zweifelhaft. einmal, ob überhaupt genügend Material zur Verfügung stehen und ob es dann reproduktionsmäßig kritischen Ansprüchen genügen würde. Aber die Bildkartei des Lauenburger Museums erwies sich als eine wahre Fundgrube und bei der einsetzenden intuitiven Vorstellung begleitender Textformulierungen erschien gerade die oft rührende Naivität mancher Bilddokumente eine geeignete Basis für das gestellte Thema zu sein. Und so entstand - fast von Bild zu Bild sich selbst ermutigend - eine kleine Heimatkunde eines geplanten Zeitraumes von etwa 1880 bis 1930.

Es ist erstaunlich zu beobachten, wie schnell sich in der Zeit eines halben Jahrhunderts Umbrüche baulicher , gesellschaftlicher und auch politischer Art vollzogen, eine Entwicklung, welche vieles bis fast zur Unkenntlichkeit verändert hat, während andererseits wieder manche Bezirke sich wie museal gepflegt in fast gravitätischer Selbstbestätigung erhalten haben. So läßt sich im Vergleich des Gestrigen mit dem Heutigen der jeweils gültige Zeitgeist nachweisen, wobei das Neue nicht auf jeden Fall positiver zu werten ist. Und wenn die oft bespöttelte Nostalgiewelle unserer Zeit sich die Bewahrung wertvoller historischer Vergangenheit angelegen sein läßt - aus welchem Grunde auch immer -, so erhält sie hier eine fast ehrwürdige Bedeutung und echte Aufgabe zugleich! Das Verständnis für den wandelbaren Zeitgeist bewußt zu rnachen, ist die stille Hoffnung dieses äußerlich bescheidenen Unterfangens.

1. Das ehemalige Bürgermeisterwohnhaus am Elbhang, Elbstraße 1. Der blühende Goldregen und die Architektur des Hauses erinnern an das Sonnenland Italien. In dem Bild ist der frühere Bürgermeister Christian Volckmar zu sehen, der von 1897 bis 1919 dieses Amt inne hatte.

2. Der alte Kirchplatz. Im Hintergrund das Elbschiffahrtsmuseum und die alte Superinten dur. Auf diesem Kirchplatz befand sich bis zur Wende im 18. Jahrhundert der alte Friedhof mit den Gräbern der Stecknitzfahrer. Im Hintergrund links das ehemalige Bürgermeisteramt, heute Elbschiffahrtsmuseum (bis 1920) und das rechte Fachwerkhaus, das erste evangelische Pastorat. In diesem Haus wurde der Astronom Carl Ludwig Harding 1765 geboren.

3. Das alte Kalandhaus in der Elbstraße. 33 Zünfte hatte das mittelalterliche Lauenburg. Jede Zunft traf sich einmal im Monat in diesem Haus in der Elbstraße 85. Die Kalandsbruderschaft entstand im 12. Jahrhundert.

4. An der 'Hunnenburg' . Der Name ist nicht endgültig geklärt. Eine mögliche Erklärung dazu lautet: Die Straßenbezeichnung hat nichts mit dem 'Hunnen' zu tun. Es ist ein plattdeutsches Wort; die Mehrzahl von 'Hund'. An dem Bergabhang waren während der Herzogszeit die Hundezwinger untergebracht.

5. Die Straßenbezeichnung 'Hinter der Münze' erinnert an die Münzstätte der Herzöge von Lauenburg. Die Lauenburger Münze war im frühen Mittelalter dem 'Wendischen Münzverband' angeschlossen und Lauenburger Geld hatte bis in die Ostseeprovinzen Gültigkeit.

6. Am westlichen Ende der 1 km. langen Elbstraße sieht man links eine alte Gastwirtschaft, 'Hamburger Keller'. Die Zunftzeichen erinnern an die ehemalige Gesellenherberge.

7. Der Fährbetrieb in Lauenburg geht bereits in die Zeit vor dem Dreißigj ährigen Krieg zurück. Über die Verpachtung des Fährbetriebes während der Zeit der Lauenburger Herzöge sind kaum Unterlagen vorhanden. Im 17. Jahrhundert war der Fährbetrieb eine fiskalische Einnahmequelle. Auf dem Bild das Haus des ehemaligen Fährmann's in der Elbstraße.

8. Hier auf diesem Bild das ehemalige Kolonialwarengeschäft von Erich Lorenz in der Elbstraße.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2017 Uitgeverij Europese Bibliotheek