Lauscha in alten Ansichten

Lauscha in alten Ansichten

Auteur
:   Klaus Leipold
Gemeente
:   Lauscha
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5360-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lauscha in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Lauschaer Ansichten 1880-1930

Lauscha im Thüringer Walde mit 6390 Einwohnern (1. April 1925), im Meininger Oberland, im Kreise Sonneberg gelegen, 740 Meter über NN (Hüttenplatz) ist ein äußerst freundlicher Gebirgsort. Aufgebaut im engen Tale der Lauscha. die in Unterlauscha in die Steinach mündet, ist es gezwungen, sich mehr und mehr in die Länge zu richten, so daß die Längenausdehnung des Ortes drei Kilometer beträgt. Wo immer möglich, müssen auch die steilen Bergwände als Baustelle dienen, so daß dann die Häuser oft dreizeilig übereinander gebaut sind, wodurch manche Teile des Ortes, besonders abends beim Lichterschein, ein höchst malerisches Aussehen erhalten. In den letzten Jahren sind auch die Bergeshöhen bebaut worden. Wegen seines geringen Alters - der Ort wurde erst 1597 durch Glasmacher aus Böhmen und Schwaben gegründet - ist Lauscha arm an ge-

schichtlichen Denkmälern und Erinnerungen. Dagegen ist es berühmt durch seine einzigartige Industrie. Lauschaer Glas-Christbaumschmuck hat Weltruf erlangt. Vier Glashütten liefern das Rohmaterial, das an der Gasflamme außer zu Christbaumschmuck zu künstlichen Menschen-, Puppen- und Tieraugen, zu Perlen, Blumen und Spielwaren, zu Glaswolle etc. verarbeitet wird. Ein Glasmuseum gibt einen Überblick über die Geschichte und Entwicklung der Lauschaer Glasindustrie. Der Gesundheitszustand des Ortes ist äußert günstig. Seit 1902 besitzt Lauscha eine Hochdruckwasserleitung, welche vorzügliches Trinkwasser liefert. Ein auf Bergeshöhen liegendes. gut eingerichtetes Luft-, Licht- und Sonnenbad, mehrere große Turn- und Sportplätze, die fleißig benutzt werden, bilden einen notwendigen Ausgleich zu der langen Arbeitszeit in der Hausindustrie. lrn Winter bietet ein vorzügliches Schneeschuhgelände und ein den neuesten Forderungen gerecht wer-

dender Sprunghügel willkommenen Ersatz.

Seit 1923 wird Lauscha auch mit Elektrizität versorgt, so daß die Möglichkeit zur Einführung anderer Industrien jetzt eher gegeben ist als früher. Die Verkehrsverhältnisse sind der Lage des Ortes entsprechend günstig. Eine Bahnlinie führt in südlicher Richtung nach Coburg, mit Abzweig nach Stockheim in Köppelsdorf, und nach Rauenstein, Schalkau, Eisfeld in Sonneberg. Eine weitere Linie führt in nördlicher Richtung mit Abzweig nach Neuhaus in Ernstthal, nach Probstzella, Saalfeld, während eine Postautolinie Lauscha mit Saalfeld über Reichmannsdorf verbindet, mit Abzweigung nach Cursdorf, Oberweißbach, in Neuhaus.

Die Gasthäuser bieten Verpflegung und zum Teil Wohnung zu mäßigen Preisen, während eine gut eingerichtete Jugendherberge mit 100 Betten in der Bahnhofschule Jugendwanderern eine angenehme billige Bleibe gewährt. Das gesellige Le-

ben bietet vielfache Abwechslung und Anregung. Die Bevölkerung Lauschas ist durch die Pflege von Musik und Gesang weit über die Grenzen der Heimat hinaus bekannt; bestehen doch nicht weniger als acht Gesang- und zwei Musikvereine. Außer zwei Volksschulen besitzt Lauscha eine Realschule, eine Hilfsschule für schwachbefähigte Kinder und eine Berufsschule, der eine kunstgewerbliche Fachschule angegliedert ist. Die Gemeindeverwaltung ist ständig bestrebt, das Ortsbild zu verschönern, und alle Einrichtungen zu schaffen, die ein modern verwaltetes Gerneinwesen kennzeichnen müssen. So wurde Lauscha zur damaligen Zeit für den Fremdenverkehr angeboten.

Hiermit möchte ich mich bei allen, die mir bei der Erstellung dieses Buches geholfen haben, bedanken.

Klaus Leipold

Alte Kirche von Lauscha

1. Die alte Kirche vom Hüttenplatz gesehen. Rechts im Hintergrund das Leichenhaus und der Friedhof.

2. Hier sieht man eine Innenansicht der alten Kirche. Man erkennt im Vordergrund den Taufstein der auch in der neuerbauten Kirche wieder aufgestellt wurde. Der Altar und die Empore waren aus Holz und stark beschädigt und konnten deshalb leider nicht übernommen werden.

3. Die feierliche Grundsteinlegung zum Bau der neuen Kirche am 16. August 1910. Anschließend führte ein Umzug der Gäste zum 'Wilden Mann', wo ein Essen eingenornmenwurde.

4. Die neue Kirche wurde aus behauenen Bruchsteinen errichtet. Dies ist ein Bliek vom Friedhof auf das fast fertige Kellergeschoß der Kirche mit Heizung und Konfirmandenraum.

5. Die neue Kirche vom 'S-Weg' aus gesehen. Links unten erkennt man den Hüttenplatz mit dem Anfang der Oberlandstraße. Den Hintergrund bilden der 'Bocksrangen' und der 'Steinige Hügel'.

6. Auf diesem Bild ist ein Bliek zum Altar und zur Orgel der neuen Kirche. Der Preis für die Orgel war 11 000 Mark. Für die schönen bleiverglasten Fenster wurden 6 000 Mark aus der Bevölkerung gespendet.

7. Am Eingang des Kirchenhofes wird ein Kriegerdenkmal errichtet. Im Hintergrund ist der 'Bocksrangen ' zu erkennen.

Lauscha i. Thür.

Kriegerdenkmal

8. Ein Bliek auf den Hüttenplatz. Links oben erkennt man die Kirche und darunter die 'Pappel', Rechts ist der Anfang der Georgstraße. In der Mitte steht die Dorfglashütte.

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