Lebach in alten Ansichten Band 2

Lebach in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Klaus Altmeyer, Egon Gross und Manfred Schmitt
Gemeente
:   Lebach
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6718-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lebach in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

Lebach ist ein: ;tadt, in der es sich gut leben und urbeiten lässt. Durchaus selbstbewusst können wir heute behaupten, dass unsere Stadt nicht nur geographisch, sondern auch in underer Hinsicht ein zentraler Punkt inmitten des Saarlandes ist.

Wir Lebacher verstehen es.jihrhunderte alte Imditionen, msbesondere was Landwirtschaft und Marktwesen angeht, mit den hohen Anforderungen an eine moderne Kommune in Einklang zu brtngen. Darauf sind wir schon ein bisschen stolz.

Stolz sind wir auch auf viele Errungenschaften und Erfolge, auf die wir nicht erst seit der Stadtwerdung vor 25 Jahren zurückblicken können.

So stellt Bürgermeister Nikolaus Jung seine Stadt im Iahre nach dem [ubiläum '25 [ahre Stadt Lebach 1977-2002' vor. 1977 erhält die Gemeinde Lebach, die seit der kommunalen Gebietsreform von 1 974 aus elf Stadtteilen auf einer Gesamtfläche von 65 Quadratkilometern besteht, fortan das Recht die Bezeichnung 'Stadt' zu führen.

Durch die Gebietsreform erfährt Lebach vor dreißig Jahren nicht nur eine beachtliche flächenmäßige Erweiterung durch die vier Theeltalorte: Aschbach, Dörsdorf, Steinbach und Thalexweiler sowie durch Gresaubach, sondern auch einen vorteilhaften Gebietszuschnitt. Das heutige Stadtgebiet ist zugleich das Einzugsgebiet der Theel mit ihrem 21 km langen Lauf. Sie entspringt gleich gegenüber der Nahequelle am Schaumberg und mündet bei Knorscheid in die Prims. Lebach als markantes Herzstück des Bundeslandes ist Teil des sanften Saar-Nahe-Berglandes mitten in der interessanten Erdformation des Rotliegenden (Zeitalter Perm vor 250 Mio. Iahren) bei Höhenlagen zwischen 280 bis 450 Metern. In dieser Erdschicht sind Toneisenknollen 'Lebacher Eier' zu finden mit organischen Versteinerungen aus dem Erdaltertum.

Lebach nimmt als Stadt eine beachtliche Entwicklung. Der ehemalige Markflecken und Verwaltungsplatz für umliegende Ortschaften wird heute mit vielen Etiketten versehen. Partnerstadt, Schulstadt, Garnisonsstadt, Verkehrsknotenpunkt, ehemals Sitz der Freiherren von Hagen zur Motten, Aufnahmestätte für Vertriebene, Flüchtlinge, Aussiedler und Asylsuchende.

Im Rahmen der deutsch-französischen Städtepartnerschaften entsteht im Mai 1979 zwischen Lebach und der Garnisens- und Festungsstadt Bitehe eine Partnerschaft, aus der wegen der räumlichen Nähe zum Moseldepartement und der guten Verständigung sich ein lebendiges freundschaftliches Verhältnis zwischen Deutschen und Franzosen bildet.

Seit 42 Iahren ist Lebach Garnisonstadt für die Bundeswehr. Die GrafHaeseler-Kaserne beherbergt die Soldaten des Fallschirmjägerbataillons 261, die verstärkt zu humanitären und strategischen Einsätzen im Inund Ausland angefordert werden. Zwischen Bewohnern und Soldaten besteht eine aufgeschlossenes Verhältnis, ja eine freundschaftliche Verbundenheit.

Seit 1945 kennt Lebach eine nachhaltige Entwicklung zu einem bedeutsamen Schul- und Bildungszentrum. Bei der günstigen Verkehrslage kommen täglich Tausende von Kindern und Jugendlichen aus der ganzen Umgebung zu folgenden Bildungseinrichtungen:

Sieben Grundschulen, eine Sonderschule, zwei Gymnasien, eine erweiterte Realschule, zwei kirchliche Privatschulen und ein großes Berufsbildungszentrum. Dazu zählen noch zwei staatliche Institute für das ganze Saarland: Schule für Blinde und Sehbehinderte und Schule für Gehörlose.

Lebach bietet sich auch immer mehr als attraktiver Gewerbestandort an. Günstige Rahmenbedingungen und auch die Schaffung von Gewerbeflächen erleichtern die Ansiedlung von Betrieben. Von hier sind die meisten Veränderungen für das gesamte Stadtgebiet zu erwarten. Lebach ist eine Stadt im Wandel.

Genau zu diesem Eindruck wird der Betrachter dieses Bildbandes gelangen. Die zahlreichen Ansichten geben zu erkennen, welche Entwicklung Lebach als Zentrum und die einzelnen Stadtbezirke im vorigenjahrhundert, in den Iahren zwischen 1900 und 1960 nehmen.

Die erstaunliche große Anzahl von Bildpostkarten geht auf ihre weite Verbreitung um die Jahrhundertwende zurück. Für Ansichtskarten sorgen damals zahlreiche Postkartenverlage, die örtlichen Druckereien und vor allem die Schreibwarenhändler. Die Bildtypen im Kleinformat liefern die gewünschten Ansichten von Gebäuden, Straßenzügen oder von der gesamten Ortslage, was später ganz besonders den Luftaufnahmen gelingt. Die bildlicheAussagekraft übt unverkennbaren Einfluss auf das menschliche Auge aus, Die Ansichtskarte wird bei ihrem Erscheinen aufmerksam betrachtet und ihr Bild vom schönen Heimatort bewundert. Hier im Bildband versucht der erläuternde Text, zweckdienliche Hinweise denen zu liefern, die im Stadtraurn wohnen.

Beim Blick auf die Geschichte ist festzuhalten, dass im Mittelalter das heutige Stadtgebiet von Lebach zu drei verschiedenen Herrschaftsbereichen zählt. Die vier Orte im oberen Theeltal: Aschbach, Dörsdorf, Steinbach und Thalexweiler sowie Gresaubach gehören zur weltlichen bzw. kirchlichen Herrschaft des lotbringischenAmtes Schaumburg und der Benediktinerabtei Tholey. Wobei Thalexweiler als früher Pfarrort und ehemaliger Meierreisitz heute noch bedeutsame historische Zeugnisse vorweist. Zur reichsfreien Herrschaft Lebach mit Hochgericht und Marktrecht gehören die Orte Landsweiler, Halm, Iabach, Niedersaubach mit Greinhof und Rümmelbach. Vier

Landesherren teilen sich sieben Anteile: Die Herren von Siersburg, später der Herzog von Lothringen, der Kurfürst und Erzbischof von Trier und die Freiherren von Hagen zur Motten je zwei Siebtel. Die Äbtissin von Fraulautern ein Siebtel und das Patronatsrecht der Pfarrkirche.

Die Fürsten von Nassau-Saarbrücken sind die Lehensherren von Eidenborn, Falscheid und Knorscheid. Die Feudalzeit endet durch die Französische Revolution und die Eroberung des Rheinlandes. Der Schaumburger Bereich kommt einige Jahre (1796-1814) zum Moseldepartement 55 Metz und Lebach wird Kantonort im Saardepartement 1 0 1 Trier.

Anschließend gelangt das Stadtgebiet zu den preußischen Landkreisen Saarlouis bzw. Ottweiler. Die industrielle Entwicklung im 19. Iahrhundert bringt in die überwiegend landwirtschaftliche Struktur einen starken Aufschwung, vor allem seit Berg- und Hüttenarbeiter ab 1897 ihre Arbeitsstätten mit der Eisenbahn erreichen. Der Bahnknotenpunkt Lebach ab 1911 verbessert die Verbindungen, die noch durch Buslinien aus dem Bohnen- und Theeltal ergänzt werden. Der Bildband 'Lebach in alten Ansichten Band 2' verdankt sein Erscheinen vor allem dem verständnisvollen Entgegenkommen Lebacher Bürgern, die Bilder und Postkarten aufbewahren, sie auch intensiv sammeln und daher zur Verfügung stellen können. Die Autaren danken hier vor allem [osef Kiefer, Lebach, sowie Alfons Bastuck, Eidenborn, Bernhard Scholl und Karl Schmidt aus Dörsdorf sowie Johannes Naumann, Thalexweiler.

Wertvolle Hinweise stammen von Werner Abels, Lebach, Iosef Heinrich, Niedersaubach, Theo Heinrich, Eidenborn, Klaus Feld, Landsweiler und Gerd Naudorf, Gresaubach. Ergänzende Hinweise sind erbeten, sie vervollständigen Tatbestände aus derVergangenheit.

1. Wohl die älteste fotografische Ansicht von Lebach aus der Zeit vor 1880. Ehrenbürger Alfons Bastuck erhielt sie von der Familie eines damals in Lebach tätigenRichters. Das Foto zeigt in der Bildmitte die katholische Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit und St. Marien aus dem Iahre 1 774 mit dem Turm auf der Chorseite und dem Kirchenschiff (Innenmaß 24 x 12 m). Ihr Standort ist ein kleiner Hügeloberhalb der Theel. Um das Gotteshaus schließen sich die Häuser der Pfarrgasse und der oberen Marktstraße an. Sie bilden den traditionellen Ortskern. Links fallen das dreigeschossige Hotel Friedrich Schaeidt (heute ZurTraube) und das Kaufhaus Friedrich Lange auf sowie rechts der langgestreckte Wohnhaus des Katasterbeamten Joh. R. Vollrath (ab 1921 Schwesternhaus und heute Sozialstation neben der Stadthalle ). Die Zuordnung der übrigen Anwesen und der Straßenverlauf ist nach ihrer Reihenfolge von vorne rechts annähernd möglich: Saarbrücker Straße, Pickard- und Iabacher Straße vor der Theel und dahinter Marktstraße und Mottener und Trierer Straße. Interessant ist die Flächeneinteilung der Äcker mit ihrer unterschiedlichen Anbauweise.

2. Die Grußkarte von 1908 vom Kunstverlag Gebrüder Metz ausTübingen liefert eineAnsicht vom Marktflecken Lebach mit Bliek von der Saarlouiser Straße auf die Ortsmitte mit der katholischen Pfarrkirche und dem spateren Schwesternhaus. Ganz rechts im Bild sind die Anwesen der Tholeyer Straße und hinter dem Turm der evangelischen Kirche schließen sich die Chausseebäume Richtung Bettingen an. Die kleinen Bilder: BahnhofbeiAnkunft des Zuges, obere Markrstraße mit Halt der Postkutsche und Bliek ins Innere der Pfarrkirche. Sehenswert sind hier die Grabsteine des Nikolaus VI. von Hagen (1503-1547), des Iohann VI. von Hagen (1525-1569) und der Anna Maria von Hagen Freifrau von Eltz-Rottendorf (1684-1753).

Gr ss aus Lebach

3. Panoramabliek vom Abhang des Hoxberges in Richtung Hügellandschaft des Theeltales aus dem Iahre 1910. Die Bebauung des Marktfleckens Lebach erstreckt sich von der evangelischen Kirche bis hinter die katholische Kirche, diesmal mit ihrem Turm auf der Westseite. Vorne im Bild sind die Anwesen der Pickard- und Iabacher Straße, die Bahnmeisterei am Fuß des Wünschberges und das neuerrichtete Amtsgericht zu sehen.

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Totala

10

4. Totalansicht von Lebach aus dem Iahre 1910, diesmal von der Bergstraße auf die Häuser in derTholeyer Straße und die Pfarrkirche. Am linken Bildraad das Amtsgericht, 1907 gebaut, flankiert von den Häusern der Saarbrücker und Saarlouiser Straße. Rechts im Bild der 'Hühnerecken' und die Trierer Straße, dahinter die bewaldete Höhe des Hoxberges (411m).

5. Der Blick vom Hoxberg reicht weit ins Theeltal bis zum Quellbereich des Flusses am Fuß des Schaumbergs, dem Wahrzeichen unserer saarländischen Heimat. Das Gebiet von Lebach mit seinen elf Stadtteilen erstreckt sich über diesen Teil der sanften Hügel des Saar-Nahe-Berglandes. Die einzelnen Stadtteile fügen sich ein in die Tal- oder Hanglagen des Hügellandes, das sich durch seine besondere Erdschicht des Rotliegenden aus dem Erdzeitalter des Perm auszeichnet. In der mächtigen Schicht sind in den Toneisenknollen der 'Lebacher Eier' Versteinerungen (Fossilien) von pflanzlichen oder tierischen Resten aus dieser Erdzeit vor 250 Mio. jahren zu finden.

Eebach - jrfarktplat.<

6. Die obere Marktstraße als traditioneller Platz für Kram- undViehmärkte, und zwar links vom Kaufhaus F. Lange mit Zugang über dieTreppe, an den zwei Hotels F. Schaeidt und]. Jakob Klein vorbei bis zum Haus JosefDiewald kurz vor dem Schulgebäude in der Tholeyer Straße. Auf der rechten Seite sind die Anwesen Kolonialwaren Peter Bernhard Riehm, Hof von [ohann Weyrich (verdeckt). Gasthaus und Bäckerei Peter Boullay, Hof von Jakob Johäntgen (Gerwersch) und Gasthaus F. Schuh (später Mathias Werner). Die Handlung josef Brück versperrt den weiteren Blick in die Tholeyer Straße.

7. Grußkarte von Herrmann Seibt aus Meissen bestellt vom Verlag ].B. Lauer, Lebach. Sie bietet einen Panoramabliek von Lebach um die jahrhundertwende von der Tholeyer Straße bis zur Theel unterhalb der Brücke und bis hin zum Wahlenhof (Böhmen) im Hintergrund. Gut erkermbar der Mühlengraben zur Lothringer Mühle von Mathias und Karl Wiesen (seit 1935 irn Eigentum von Franz Juchem). Die drei Detailzeichnungen zeigen: Pfarrkirche mit Freitreppe, Innenansicht des Gotteshauses und Marktplatz von der Tholeyer Straße aus gesehen. (Vergleiche auch Titelbild.)

8. Die katholische Pfarrkirche mit Freitreppe von der Mottener Straße aus betrachtet. Auf der linken Treppenseite gleich drei Geschäfte: Kolonialwaren PB. Riehm, Klempnerei Jakob Breininger und Tabakwaren Mathias Biel. Rechts im Bild Hotel und Gasthaus Zum Löwen, gebaut von Nikolaus Altmeyer und 1907 von Iosef Leutheuser übernommen. Der kleine Leiterwagen holpert über das Straßenpf1aster. Links die Seitenansicht des Brunnenhauses in der Marktstraße. Verlauf der Marktstraße im Iahre 1935 mit den Häuserfrontenlinks: Eisenwaren J.B. Moritz, Landmesser Mathias Reitz, Klempner Jakob Werner, Kaufhaus Leo Altmeyer und fast quer in der Marktstraße die Handlung von PB. Riehm. Davor das Anwesen der Geschwister Riehm mit ihrem Laden für Kurz- Weiß-Wollwaren und die Metzgerei von Jakob Riehm.

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