Lehrte damals und heute

Lehrte damals und heute

Auteur
:   Wilhelm Behre
Gemeente
:   Lehrte
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4666-1
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lehrte damals und heute'

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EINLEITUNG

Vielfach sind schon alte Fotos der Stadt veröffentlicht worden, in den Bildbänden 'Lehrte in alten Ansichten' und 'Kermt Ihr sie noch ... die von Lehrte'. Dieser Bildband soll als Anregung verstanden werden, sich intensiver mit seiner Heimatstadt zu beschäftigen. Er präsentiert Ihnen auf der linken Seite alte Lehrter Ansichten und auf der gegenüberstehenden rechten Seite erfahren Sie, wie dieselbe Stelle, möglichst vom gleichen Standort aufgenommen, heute aussieht.

Finden Sie ein Beispiel, wo es keine bauliche Veränderung gegeben hat? Es ist nicht möglich! Auch bei einigen Gebäuden, bei denen man sonst denkt: Das ist ein original alter Bau, stimmt es fast nie. Es ist fast immer etwas geändert worden. Das Dach, die Fenster, das Zierwerk, Anbauten, neue Fassaden, ein fehlender Turm usw. Das ist schade!

Durch den bildlichen Vergleich dieses Buches kann jeder Leser leicht und gut verständlich die Wandlung der Stadt nachvollziehen. Da gibt es viele Verschlechterungen, die einmal bewußt geworden, auch wieder ausgemerzt werden können. Es gibt aber auch viele hervorragende Lösungen, ebenso wie ganz offene Aufgaben, wie Z.B. die Heraus-

nahme der Eisenbahnstrecke nach Hildesheim. Nach dem ersten Spatenstich für das Jahrhundertbauwerk Umfahrung der Bahnlinie, welcher am 23. Oktober 1987 stattgefunden hat, wird es noch viele Ideen und Pläne geben, um die freiwerdende Trasse innerhalb des Stadtgebietes optima! zu nutzen.

Dieser Bildband kann und soll ein bißchen Stadtgeschichte bieten, Spaß machen und eine Grundlage zur Stadtplanungsdiskussion anregen. Er hat den Vorteil, daß mancher noch die Dinge und Geschehnisse kennt, die behandelt werden. Sicher waren viele Bürger Augenzeuge, aber es sterben zuviele a!te Mitbürger, die sich noch alten Zeiten entsinnen. Was nicht durch Denkmalspflege geschützt ist, geht unwiederbringlich verloren.

Nun muß sich erweisen, ob Bilder unserer Stadt, wie ich sie ausgeliehen bekommen habe, und als Gegenbilder selbst schuf, ankommen. Was die Zeit auch an Veränderungen gebracht hat, es gilt, heimatbewußt zu bleiben.

Mein besonderer Dank gilt Herrn Karl Behre und Herrn Georg Gieseke für ihre hilfreiche Unterstützung.

Lehrte, den 20. April 1988

Wilhelm Behre

1. Die Nicolauskirche an der Osterstraße , in der Pastor Pahland am 26. April 1876 den letzten Gottesdienst hielt, hatte von da an ihre Aufgabe nach dem Bau der Matthäuskirche erfüllt. Wegen Schulraummangel übernahm sie die politische Gemeinde und man baute sie um. Nachdem die Orgel, die Empore und der Altar ausgebaut worden waren, verkaufte man auch die 1817 bei H.L. Damm, Hildesheim, gegossene große Glocke. Sie trug den Namen von Pastor August Erhard. Ihr Gewicht betrug 17 Zentner, während die ältere nur ein Gewicht von 14 Zentnern hatte. So entstanden aus dem Kirchenschiff 1882 zwei Klassenräume, die sogenannte Lehrer Weykopfsche Schule. Die Kinder tummeln sich in der Mittagssonne während einer Pause auf dem eingeebneten Friedhof. Seit 1965 wird die Nicolauskirche wieder zu Gottesdiensten, Taufen und Trauungen benutzt.

2. Die erste Schule mit dem Küsterhaus besteht nicht mehr. Es gab damals nur einen Klassenraum, an den Wänden hingen nicht etwa Mützen und Mäntel der Schüler, sondern Stelzen, wegen der unwegsamen Straßen. Über dem Eingang zur Küsterschule befand sich eine geschnitzte Holztafel, die noch erhalten ist, auf der es heißt: Es hat Gott hier zugelassen.! daß durch ein Feuersgluth,! neun Häuser sind geworden zu Asche,! als man 1770 schreiben tut.I Ach Gott bewahr uns doch vor solcher Plage,/ die uns betroffen hat am Grünendonnerstage. Heute ist architektonisch sehr wirkungsvoll an der Stelle ein Neubau (Lampe) entstanden, dei den Bliek zur Nicolauskirche vom Lindenberg her freigibt.

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Lindenberg

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3. Ob der Lindenberg seinen Namen von den vor dem Spritzenhans stehenden Linden erhalten har, ist strittig. Prof. Paul Bode schreibt darüber und leitet den Namen von 'Linnen' oder 'Leinen' ab. Die anliegenden Nachbarn sollen den großen freien Platz durch Auslegen zum Bleichen des selbstgefertigten Leinen benutzt haben. Die Scheune vorn rechts gehörte zum Pfarrhof, später Gemeindesaal und heute Clubheim der Marinekameradschaft. Am Giebelbalken der dahinter stehenden Scheune steht der bemerkenswerte Spruch: Morgens um 3 Uhr am 8. Mail schreckte uns plötzlich Feuergeschrei.I 3 Scheunen und 2 Häuser zusammen/ verzehren schnell des Feuers Flammen; unser Haus ist wunderbar erhalten.! Dank sei dem Herm fûr sein gnädiges Walten.! Wir bitten ihn, daß er hab' [erner auf und Acht.I Anno 1848 Christoph Mûller, Dorothee Lüderitz. Über den Feuerlöschteich im Vordergrund führt heute die Straße am Lindenberg hinweg. Der Kinderreichtum früherer Zeiten ist bemerkenswert.

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4. 'Im Winkel' hinter der alten Dorfkirche träumte einst einer der Lehrter Pfarrmeierhöfe von der pfJichtenreichen Vergangenheit. Das kraftvolle Vierständerhaus mit den Eichenquerlagern des Dielengebälks verraten eine solide Zimmermannsarbeit; den kunstvoll geschnitzten Setzbalkenspruch hat der Zahn der Zeit ausradiert, nur mit Mühe ist der Name 'Behren' zu entziffern. Das Brandkataster aus dem 17. Jahrhundert verzeichnet die Hofnummer 71. Das Gebäude diente zuletzt nur noch als Hühnerstall und ist in den siebziger Jahren dem Abbruch zum Opfer gefallen. Die Bewohner zuvor hatten das zu eng gewordenen Grundstück aufgegeben und übersiedelten an die Rethmarstraße, wo sie einen neuen Hof außerhalb des Dorfes errichten ließen, der heute von Marlies und Arno Scholz bewirtschaftet wird. Zum Foto rechts: original Luftaufnahme Freigabe Nr. 23646/9 durch Bez. Reg. Rheinl. Pfalz SP Luftbild GmbH 5461 Dattenberg.

5. Ein Bliek vom Hof des Bauern Heinrich Klußmann in die Hagenstraße mit dem Bauernhof von Wilhelm Krüger (Heimberg) zusammen mit der links davorliegenden Bäckerei Angerstein-Beyer, einem Teil des dahinterliegenden Hofes Klein-Rust (heute Molsen) mit der 'Gockelbar' und dem rechts liegenden Hof Rickman- Krüger sowie Stellmacher Behrens ist hier der stärkste Eingriff in die Substanz des alten Lehrter Dorfes rechts vom Bach erfolgt. Alle erwähnten Grundstücke haben der Verkehrsentwicklung weichen müssen und sind heute nur mit Asphalt und Beton bedeckt. Der Bliek ist nun freigeworden, aber rückwärts gerichtet kommen jetzt die gepflegten Fassaden der Bauernhöfe Klußmann und Behre zur Geltung. Vorwärts sehen wir die Bachstraße, von wo Alwine Krüger im modernen Neubau aus ihre alte Wirkungsstätte sehen kann.

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