Leidersbach in alten Ansichten

Leidersbach in alten Ansichten

Auteur
:   Valentin Zehnter
Gemeente
:   Leidersbach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4859-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Leidersbach in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Mit dieser ersten kleinen Bilddokumentation soll erstmals ein kleiner, recht unvollständiger Überbliek über das Leben in den vier Leidersbacher Ortsteilen Ebersbach, Leidersbach, Roßbach und Volkersbrunn gegeben werden. Die Bilder sollen zum Nachdenken anregen, wie unsere Vorfahren vor 50-100 Jahren gelebt haben. Für die Zukunft ist gedacht, daß nach Wunsch ergänzende Bildbände aus unserer Heimat zusammengestellt werden.

Die Bildersammlung kann nur unvollständig sein, da man mit gut 70 Bildern nicht alle bedeutenden Ereignisse festhalten kann. Durch ergänzende Sammlungen wird im Laufe der Zeit sicher ein Gesamtüberblick erreicht werden.

Deshalb sucht der Heimat- und Gewerbeverein, Abteilung Heimatgeschichte, weiterhin neue Bilder.

Auch der geschichtliche Abriß über die Gemeinde kann nur sehr unvollkommen in einem groben Umriß die bewegte Vergangenheit erhellen. Eine umfassende Chronik wäre eine lohnende Aufgabe für einen fleißigen 'Forscher'.

Allen Lesern wünsche ich viel Freude beim Betrachten der historischen Aufnahmen.

Valentin Zehnter

Lage des Ortes

Längs des 'Leiderbaches' mit seinen Nebenbächen liegen von Sulzbach her die vier Ortsteile Ebersbach, Leidersbach, Roßbach und etwas außerhalb auf der Höhe Volkersbrunn. Das enge, langgezogene Spessarttal wird im Volksmund auch 'der Grund' genannt. Wiesen und Wälder prägen die Landschaft; Landwirtschaft wird heute nur noch wenig betrieben.

Der' Grund' in der Geschichte

Reiche Bodenfunde aus allen vier Ortsteilen bis aus der Steinzeit belegen, daß bereits vor rund 5000 Jahren Menschen in diesem Raum sich ansiedelten. Daß der 'Grund' ständig bewohnt war, läßt sich durch die Funde aus allen Zeitepochen belegen.

Schon früh wurde auch der Schloßberg, die Altenburg, als keltische Fliehburg angelegt. Sie diente als Zufluchtstätte, wenn Feinde einfielen. Die beiden Ringwälle sind noch heute gut erkennbar. Die erste urkundliche Erwähnung von Leidersbach stammt vermutlich aus der Zeit um 800 n. Chr., als Besitz des Klosters-Holzkirchen hier erwähnt wird; die wissenschaftliche Bestätigung fehlt aber noch. Doch dürften alle vier Ortsteile um diese Zeit von den mainaufwärts ziehenden

Franken besiedelt worden sein. In der Folgezeit werden die vier Ort steile im Besitz des Mainzer Erzbistums aufgeführt. Leidersbach und Roßbach gehörten damals zur 'Zent Aschaffenburg'; Roßbach und Volkersbrunn zur 'Zent zur Eich'.

Der Dreißigjährige Krieg entvölkerte und verwüstete den Untermain. Nur wenige Menschen überlebten. Aus den Einwohnerzahlen von 1668 entnehmen wir, daß in Ebersbach noch 1 Frau mit 7 Kindern, in Leidersbach 10 Familien mit insgesamt 54 Personen, in Roßbach 13 Familien mit 53 Personen und in Volkersbrunn 7 Familien mit 46 Personen überlebt hatten. Nur langsam erholte sich der 'Grund' von den Kriegsschrecken.

Über Jahrhunderte hinweg war der 'Grund' Mainzer Gebiet. Erst 1814, in der Napoleonischen Zeit, kam das Fürstentum Asehaffenburg zum Königreich Bayern. Die Verwaltungszugehörigkeit wurde mehrmals reformiert. Zuerst gehörte Leidersbach zum Landgericht Kleinwallstadt, ab 1828 zum Landgericht Obernburg und seit der Gebietsreform 1976 zum Landkreis Miltenberg.

Kirchliche Verhältnisse

Die vier Orte gehörten ehemals verschiedenen Pfarreien an. Leidersbach und Ebersbach waren zuerst Filialen der Pfarrei Rucheinheim, das im

heutigen Sulzbacher Bahnhofsbereich lag, dann gehörten sie zur Nachfolgepfarrei Sulzbach. Mit Dekret vom 24. Februar 1942 wurde Leidersbach eine selbständige Pfarrei unter Zuordnung der Filiale Ebersbach.

Roßbach und Volkersbrunn wurden 1676 als Filialen der Pfarrei Kleinwallstadt erwähnt. Roßbach blieb Filiale dieser Pfarrei bis es mit Erlaß vom 16. Mai 1907 eine selbständige Pfarrei wurde. Volkersbrunn wechselte mehrmals die Zugehörigkeit. Allmählich übernahm die Pfarrei Heimbuchenthal die Seelsorgerdienste. Deshalb wurde Volkersbrunn 1790 endgültig nach HeimbuchenthaI umgegliedert. Erst 1976 erfolgte im Zuge der Gebietsreform die Umgliederung als Filiale zur Pfarrei Roßbach.

Lebensverhaltnisse heute

Der karge Boden konnte die Bewohner im 'Grund' nur schlecht ernähren. Heimarbeit verschiedener Art lieferte ein notwendiges Zubrot. Ende des 19. Jahrhunderts mußten dringend neue Erwerbsmöglichkeiten gefunden werden. Die aufkommende Bekleidungsindustrie in Asehaffenburg verhalf zu Arbeit und Brot.

Als Begründer der Bekleidungsindustrie in Leidersbach darf Joharm Wolf, geboren 1825, be-

zeichnet werden, der ab 1875 erstmals auf einer Nähmaschine Kleidung herstellte. Immer mehr Ortsbürger verdienten als Schneider ihren Lohn. Die erste Kleiderfabrik gründete 1923 Fränk Wolf am Marienplatz. In der Blütezeit der einheimisehen Bekleidungsindustrie waren mehr als 50% der Erwerbstätigen im Schneiderhandwerk beschäftigt. Heute stehen noch 16 Kleiderfabriken im Ort, die aber sich auch auf Privatverkauf eingerichtet haben.

Die ehemals vier selbständigen Gemeinden arbeiteten schon frühzeitig zusammen. So wurde bereits 1964 eine gemeinsame Kläranlage mit Sulzbach zusammen dort gebaut. Der gemeinsame SchuIverband 'Grundgemeinde' wurde 1967 ins Leben gerufen. Am 1. Januar 1972 schlossen sich die vier Gemeinden Ebersbach, Leidersbach, Roßbach und Volkersbrunn zur Einheitsgemeinde Leidersbach zusammen. Das reichhaltige Vereinsleben aller Ortsteile bewirkt jedoch, daß jeder Ortsteil eine lebendige Dorfgemeinschaft geblieben ist. Dies sollte auch weiter so sein und bleiben. Der 'Grund' kann auf eine reichhaltige Vergangenheit zurückschauen. Die heutigen Einwohner sollen die Vergangenheit bewahren und sie den Nachkommen weitergeben.

Ortsteil Ebersbach

1. Bliek auf das früher reine Straßendorf Ebersbach.

2. Abwässer flossen früher als offenes Gewässer ab. Im Bild das ehemalige Schulhaus, später Rathaus, am 'Scharfeck' , das später dem Straßenbau weichen mußte.

3. Die ehemalige kleine, doch schmucke Kirche St. Barbara in der Altenburgstraße. Nach dem Kirchenneubau 1973 wurde die alte Kirche abgerissen.

4. Bliek in das einfache, aberschmucke Kircheninnere.

5. Lehrer Behr mit einigen Schülern vor dem alten Schulgebäude in der Hauptstraße um das Jahr 1930. An diesem Platz steht heute die neue Ortskirche.

6. Theateraufführungen waren ein wichtiger Bestandteil der Freizeitgestaltung. Vor allem in den langen Wintermonaten wurde Theater eingeübt und aufgeführt. Die Aufnahme von 1927 zeigt Lehrer Behr mit seiner Laienspielgruppe.

7. An Festtagen zog und zieht man noch heute mit Blasmusik zum gemeinsamen Gottesdienst. Bliek auf das markante Dorfgebiet 'Scharfeck' . Die Straßen waren früher nur mit Schotter befestigt, die sich bei Regen in Schlammwege verwandelten.

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