Lenzkirch in alten Ansichten

Lenzkirch in alten Ansichten

Auteur
:   Bernd Schäzle
Gemeente
:   Lenzkirch
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4759-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lenzkirch in alten Ansichten'

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ZUR EINFÜHRUNG

Diese Bildersammlung von Aufnahmen der Gemeinde Lenzkirch innerhalb eines halben Jahrhunderts - von 1880 bis 1930 - soll keineswegs eine Dokumentation, auch keinen geschichtlichen Abriß, ebenso wenig eine Ortschronik, darstellen. Diese fünfzig Jahre spiegeln einen Zeitabschnitt aus der Blütezeit der einheimischen Uhrenfabrik und dem Wohlstand der ehemaligen 'Uhrenträgerfamilien' , dem Bau der Höllental-Nebenbahn Neustadt-Lenzkirch-Bonndorf, aber auch vom Niedergang vieler Erwerbsquellen, der Notzeit nach der Inflation und der steigenden Arbeitslosigkeit.

Es war für mich schon bestechend, alles das an Bildern zusammen zu suchen, was aufzeigt, wie sich eine Gemeinde, eine Landschaft im Verlauf von fünf Jahrzehnten verändern kann. Vor allen Dingen ging es hierbei um Ansichten von Gebäuden und Bauten, die in dieser Form nicht mehr existieren, viele Menschen sich jedoch noch daran erinnern, oder wovon man heute noch spricht, und die hiermit der heutigen Generation aufgezeigt werden sollen. Auch Ursachen und Zusammenhänge, die zu Veränderungen führten, sind immer wieder interessant und beleuchten manches, das in Vergessenheit zu geraten droht. Die 'gute alte Zeit' mögen manche denken; es war wohl vieles anders, vielleicht einfacher, gemütlicher, dennoch aufwendiger, härter, das Leben war schwerer, insbesondere auf den rauhen Höhen des Hochschwarzwaldes und auf dem steinigen, unfruchtbaren Boden, dem man kaum das Lebensnotwendigste abringen konnte.

Die Reihenfolge der Bilder stellt keinen Zeitablauf dar und die Bildertexte erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und müssen eben aus einem Zusammenhang heraus, der nicht umfassend genug behandelt werden konnte, betrachtet werden. Dennoch meine ich, daß ein wenig Heimeligkeit übermittelt wird, Heimeligkeit des liebenswerten Lenzkirch.

Dank sei allen jenen gesagt, die mir Bilder für dieses Werkchen zur Verfügung gestellt haben! Viel Freude mit diesem geistigen Rückblick und fündiges Erinnern!

A us der Vergangenheit

Die erste Erwähnung des Names Lenzkirch finden wir in einer Zeugenliste des Klosters St. Peter bei der Nennung des Orts-Adeligen Swiggerus de Lendis-Chilicha um 1113. Der Ortsteil Saig führt die erste Nennung dieses Namens auf das Jahr 1111 zurück, was aus der Ortschronik hervorgeht. Der Name des heutigen Ortsteils Kappel wird 1275 in der 'Ecclesia Capella' gefunden. Raitenbuch führt seine Bezeichnung auf das Jahr 1120 zurück. Grünwald ist 1362 im Klosterbuch genannt; dieses befindet sich im Fürstlich Fürstenbergischen Archiv in Donaueschingen.

Die Beschreibung der Grenzen der im 12. Jahrhundert entstandenen kleinen Herrschaft ist für den Interessierten auch heute noch sehr lehrreich: ... da die Hasela in die Wuta gat ... in dem Boreweg, in Butzenbrunnen, der da lit zu den Glashütten, in Ingerisch Gruben, in Vischbach, in dem Sattelbogen, in dem Hindern Bildstein, in Crannenerich (1316: Krannenkriech), in Veltsee, den VeItsee abe untz in Wuta ... untz an Dittensee, an den Alten Steeg unterhalb Tittensee, wider uff untz in Thalwiese, die unter dem Hohen Virste lit, an Diertrichs Schwende, da man den weg abe gat gegen den Nuwenstatt, in Salibach untz in Eggenuntail, in die Blatta, untz in Lobenbrugge bei Kilchstaigen, von Lobenbrugge als die Sneschlaipfi gat, wider an das Horn, da abe zuhet, untz da Hasela in Wuta gat.

Das sind in etwa auch die Grenzen der späteren Herrschaft und Vogtei Lenzkirch. Von den Zähringern ging die Herrschaft 1218 an die Grafen von Urach, dann auf jene von Lupfen und Blumegg und 1491 an die Fürsten von Fürstenberg. Der Rheinbund schuf 1806 das Großherzogturn Baden.

Die Zusammenschlüsse zu einer Großgemeinde begannen 1925 mit der Eingliederung der bis dahin selbständigen Gemeinde Unterlenzkirch. Im Zuge der Kreis- und Gemeindereform nach dem Krieg folgte 1972 Raitenbuch, 1974 Kappel und Saig und 1976 Grünwald.

Bernd Schäzle

1. Aufnahme von 1898, aufgenommen am 'Rößle'-Eck mit Bliek zur Schliecht.

Im Vordergrund rechts das Haus des Joseph Straub, Bürger und Krämer, später Wissert, König, heute Matthis. Dahinter, wenig hervorspringend, das Anwesen das dem Tennisplatz weichen mußte. Paul SieblerFerry erwarb es um es abzureißen. Dahinter das Haus Siebler, noch ohne Dachaufbau, das heutige Hotel 'Lenzam Kurpark'.

Links davon die Orchestrionfabrik des Ignaz Schöpperle, aus welcher 1849/50 zusammen mit Eduard Hauser eine Werkstätte zur Herstellung von massiven Uhrenbestandteilen auf mechanischem Weg hervorging. Diese Firma Schöpperle & Hauser' war die Vorläuferin der Uhrenfabrik, die am 31. August 1851 zur Aktiengesellschaft für Uhrenfabrikation Lenzkirch, kurz AGUL, führte. In diesem Haus wurde 1871 der erste Kindergarten untergebracht.

2. Bliek auf den 'Bühl' und den 'Stöckleberg' im Hintergrund. Rechts am Bildrand ein Teilstück des ehemaligen Hauses OUo Koch (1848), heute Schropp, dahinter die alte 'Pfränglemühle' um 1910, mit großer Landwirtschaft, Mühle, Bäckerei und Gastwirtschaft. Lehrer Rombach nennt dieses Haus den ersten herrschaftlichen Meierhof. Diesen benützten die Grafen von Lupfen und später die Pappenheimer, wenn sie - üblicherweise alljährlich - in dieser Gegend Jagd hielten oder in dem Weiher am Windgfäll, oder in jenem bei der Pfränglemühle selbst fischten, als Quartier.

3. Die 'Pfränglemühle' aus der Sicht von Süden, über den von Paul Siebler-Ferry zu Beginn des Jahrhunderts errichteten ersten Tennisplatz mit zwei Spielanlagen.

Das amerikanische Sternenbanner kündet von der Anwesenheit eines USA-Gastes; die Gattin des Gastgebers war amerikanische Staatsbürgerin.

4. Die St-Nikolaus-Kirche um 1925 (Patrozinium am 6. Dezember). Im 'Liber deciationis' von 1275 einem Verzeichnis der Kreuzzugsabgaben an den Bischof - gibt es den ersten Nachweis von der Existenz einer Pfarrei.

Hauptlehrer Joseph Rombach schreibt hierüber: 1313 verstarb Ritter Konrad von Blumenegg zu Lenzkirch, seinem gewöhnlichen Aufenthaltsorte, wo sein Leichnam in der Kirche bestattet wurde. Die hinterlassene Witwe Konrads, Elisabeth von Bissingen, errichtete 1316 neben der Kirche zu Lenzkirch eine Stiftung zu einem ewigen Denkmal für sich und ihren hingeschiedenen Gemahl, nämlich ein Haus der ewigen Anbetung.

5. Vor der Jahrhundertwende war das Gelände zwischen Pfarrhaus und der 'Seppenmühle' in Unterlenzkirch unbebaut. Links der 'Wiehrehof' , in der Mitte die Schreinerei Näther, die von Paul SieblerFerry zum Abriß aufgekauft worden ist, um die Paul-Siebler-Ferry-Anlagen mit dem Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs gestalten zu können.

Quer durch dieses Terrain floß auch der Urseebach, der erst unterhalb des heutigen Hotels 'Vogt' in die Haslach mündete.

Rechts am Bildrand das Anwesen Brugger (Bischof).

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