Lienen in alten Ansichten Band 2

Lienen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Hanna Schmedt
Gemeente
:   Lienen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6560-0
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lienen in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

1979 erschien der 1. Band 'Lienen in alten Ansichten', zusammengestellt von Rektor und Kreisheimatpfleger Friedrich Schmedt, Lienen, 1984 verstorben.

Fast zwanzig [ahre sind ins Land gegangen, die Gemeinde Lienen ist gewachsen, das Dorfbild Lienens und des Kirchdorfes Kattenvenne hat sich verändert. Ein Grund, wieder einmal Rückschau zu halten und sich zu erinnern.

Über die geschichtliche Entwicklung Lienens, seine geographische Lage, über das Leben und Wirken der Bevölkerung in vergangenen Zeiten, wurde bereits im ersten Band ausführlich berichtet.

Bis zum [ahre 1900 hatte die Gemeinde Lienen noch keine Industrie. Die Bevölkerung lebte nur von der Landwirtschaft. Der Boden war karg, die Arbeit schwer, die Not bei vielen Menschen groß. Durch den Anbau von Hanf und Flachs konnten sie auf ihren Webstühlen Leinen oder Linnen herstellen. Schon einhundertjahre zuvor, um 1800, gab is an die sechshundert Webstühle auf den Höfen Lienens. Oft nimmt man an, daß der Ortsname Lienen von Leinen, Linnen, abzuleiten ist.

Friedrich Ernst Hunsche schreibt in seinem Buch' 1000 [ahre Gemarkung Lienen' unter dem Titel 'Was bedeutet der Name Lienen?': 'Immer wieder begegnet man der Meinung, daß der Name Lienen mit Leinen in Verbindung zu bringen sei. Obgleich schon die RömerTacitus und Plinius vor etwa 2000 [ahren das

hohe Alter des Flachsbaus bei den germanischen Völkern bestätigt haben, ist doch nicht anzunehmen, daß in dem Wort Lienen "linnen" steckt. Vielmehr dürfen wir annehmen, daß Lienen ein Lagename ist und auf"lehnen" zurückgeht.

Untersuchen wir das Wort "lehncn" auf sein Herkommen, seine Urbedeutung, so stoßen wir auf die altsächsische Form "hlion", die im Angelsächsischen als "hlinian" vorkommt und im gotischen als "hlain" in der Bedeutung von Hügel, Anhöhe, Abhang zu finden ist. Demnach bedeutet der Name Lienen, der im [ahre 1088 zum erstenmal in einer Urkunde als "lina" vorkommt, nicht anderes als Ort am Abhang des Berges oder das Hügeldorf am Teutoburger Walde.'

Lienen hat sich in den letzten dreißig [ahren zu einer lebensund liebenswerten Gemeinde entwickelt. Beim Wettbewerb 'Unser Dorf soll schöner werden' im Land Nordrhein- Westfalen errang Lienen 1975 und 1979 eine Bronzeplakette und wurde 1979 beim gleichen Wettbewerb Kreissieger.

Das Ortsbild hat sich im Zuge der Dorfkernsanierung, die sich über mehrere [ahre hinzog unter Mithilfe des Landesbaupflegeamtes, verändert. Im Rahmen dieses Projektes mußten alte Häuser weichen, neue wurden gebaut, die in ihrem weißen Putz und ihren schwarzen Dächern dem schwarzweißen Balkenfachwerk nachempfunden sind.

Das Dorfist gewachsen, viele Neubürger sind zugezogen. Moderne, neue Siedlungen umgeben das DorfLienen und das KirchdorfKattenvenne. Umweltfreundliche Betriebe sind im Gewerbegebiet nordöstlich des Dorfes Lienen zusammengefaßt. Durch die Lage Lienens am Südhang des TeutoburgerWaldes bietet sich der Ort als Ferienerholungsgebiet an. Der Fremdenverkehr wächst, seitdem Lienen 1982 die Anerkennung als staatlich anerkannter Erholungsort erhielt.

Für die Neubürger und die Gäste der Gemeinde Lienen sind die beiden Bildbände 'Lienen in alten Ansichten' sicherlich aufschlußreich, sind sie doch ein Spiegelbild nicht nur der Dorfbilder Lienens und Kattenvennes. Sie geben auch Aufschluß über das Leben der Menschen, ihre Arbeit, ihr Brauchtum. Viele ältere Bewohner aus dem Raum Lienen werden sagen: Weißt du noch?

An dieser Stelle möchte ich Dank sagen der Gemeindeverwaltung Lienen, die mir Bildmaterial aus ihrem Archiv zur Verfügung stellte, dem Fotohaus Kiepker, das die Fotos des Lienener Dorfteiches (Titelbild) und der Kattenvenner Kirche zur Veröffentlichung freigegeben hat. Frau Frers, Tecklenburg, und viele Privatleute halfen mir bei der Suche nach alten Fotos. Ihnen gebührt mein besonderer Dank.

Hanna Schrnedt

1 Dieses Bild zeigt den Heimatforscher und Schriftsteller Friedr.-Ernst Hunsche, 1905 in Lienen geboren, sitzend auf der 'Grafentafel' in Holperdorp 1965 anläßlich der

J ü biläumsveranstaltung

'1 000 [ahre Gemarkung Lienen'. In mühevoller Arbeit und mit sehr viel Liebe für seine Heimatgemeinde hat er mit dem Buch' 1 000 [ahre Gemarkung Lienen' ein wertvolles Werk geschaffen, das auch kommenden Generationen Auskunft gibt über die Entwicklung und Aufgaben der Gemeinde Lienen. An diesem Felsblock nördlich des Holperdorper Tales gelegen, haben der Sage nach früher der Bischof von Osnabrück und der Graf von Tecklenburg bei gemeinsamen Jagden ein Mahl eingenommen. Eine Bronzetafel erinnert daran, daß dieser Felsen 965 urkundlich als Richtpunkt einer

Bannforstgrenze genannt wurde. Noch heute ist es der Grenzpunkt zwischen Niedersachsen und Nordrhein- Westfalen.

2 Der Schriftsteller Friedr.Ernst Hunsche als Junge neben seinem Vater sitzend mit seinen Eltern und Geschwistern. Seine Vorfahren waren Schreiner oder Zimmerer. So hatte er den Wunsch, Ingenieur zu werden. Seine Lehre beim Kunstschmied Achelpohl in Lienen mußte er aus gesundheitli ehen Gründen abbrechen. Sehr begabt, besucht er später als Gasthörer die Universität Köln, studiert Sprachen (Englisch, Spanisch), belegt die Fächer Astronomie, Physik und Philosophie. In den zwanziger [ahren erscheinen seine ersten heimatgeschieht lichen Beiträge in den Heimatzeitungen in Plattdeutsch, in der Mundart seiner Hei-

mat. Mit Geduld und Fachwissen betreibt er Familienund Heimatgeschichte. Seine Bücher 'Sagen und Geschichten aus dem TeckIenburger Land' , 'Die Truhe' , 'Auswanderer-Chronik der Gemeinde

Lienen, 'Auswanderungen aus dem Kreis Steifurt' und die Bände mit Kurzgeschichten in plattdeutscher Sprache sind weit über die heimatliche Grenze bekannt geworden.

3 Hans Frers (1905-1988). Als Grafiker, Heraldiker und Fotograf besaß er in Lienen ein eigenes Atelier. Ein Mann, der immer aktiv am Geschehen Lienens beteiligt war. In der Jugendarbeit sehr tätig, leitete er über [ahre eine Theater- und Volkstanzgruppe, sowie den CVJM (ChristlicherVereinJunger Männer). Dokumentarisch von größter Bedeutung sind die Fotografien der Häuser und Motive Lienens aus den dreißiger [ahren. Sein Nachlaß wurde nach seinem Tode der Kreisverwaltung Steinfurt und der Gemeindeverwaltung Lienen übergeben.

4 Der Dorfteich, umstanden von Kopfweiden, eingezäunt mit einem einfachen Lattenzaun um 1925. Die Straße, die südlich daran entlangführt, ist der 'Diekesdamm'. als Damm für den aufgestauten Teich (Diek) gebaut. Der Blick inmitten des Bildes ist auf das frühere Ackerbürgerhaus 'Haus Dölling' gerichtet. Der Lichtmast für das elektrische Licht wurde schon vor dem Ersten Weltkrieg errichtet. Kaufmann Kriege versorgte durch seine private Stromerzeugung schon vor 1910 das gesamte Dorf und die umliegenden Höfe mit Strom. Links im Bild ragt zwischen den Bäumen das Dach des 1904 erbauten pfarrhauses hervor.

5 Der Dorfteich, im Volksmund 'Püttkediek' genannt, ist im Dorfkern gelegen heute die Oase der Ruhe und Besinnung. Er hat seine Gestalt und seine Umgebung durch die [ahre immer wieder verändert. Als Löschteich genutzt, wurde das Quellwasser aus dem Berg gestaut. Unter einer Brücke wurde das Wasser unter der Hauptstraße hergeleitet und floß in früheren [ahren als offener Bach in südlicher Richtung.

6 Aus den [ahren 1925-1930 stammt dieses Foto der drei jungen Mädchen am Brückengeländer des Dorfteiches.

7 Die Sandsteinplatte mit preußischer Krone und den Initialien FR (Friedericus Rex) anno 1772, die sich ehemals in der Brückenmauer an der Dorfstraße vor der Gemeindeverwaltung befand, könnte mit derWahlgerechtigkeit für die 'Pûtkemûhlc' am Dorfteich ('Pütkediek') zusammenhängen. Sie befindet sich jetzt in der Sandsteinmauer vor dem 'Alten Farmhans' an der Dorfstraße.

8 Eine Ansichtskarte von 1937, als Lienen zum Kreismusterdorf erklärt wurde. Der Dorfteich, gesichert mit einem Holzgeländer, vor dem Haus Gersie, in dem später der Friseur Redemann wohnte. Das Haus wurde 1971 im Rahmen der Dorfkernsanierung abgerissen.

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