Lünen in alten Ansichten

Lünen in alten Ansichten

Auteur
:   Fredy Niklowitz
Gemeente
:   Lünen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5662-2
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lünen in alten Ansichten'

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Zur Geschichte der Stadt Lünen

Funde aller Epochen seit der Mittleren Altsteinzeit lassen auf eine frühe und kontinuierliche Besiedlung des Raumes Lünen schließen. Von besonderer Bedeutung ist die Entdeckung des Großsteingrabes in Alstedde, das die südlichste Anlage dieser Art in Westfalen darstellte. Erwähnenswert ist auch, daß für einen kleinen Zeitraum die Römer ein Uferkastell an der Lippe in Beckinghausen um 10 v. Chr. anlegten, das als Hafen für das römische Lager in Oberaden diente.

Um 880-890 wird Lünen zum ersten Mal erwähnt. Der Name ist auf die topographische Lage zurückzuführen und bedeutet Schutz, Anhöhe. Das alte Lünen (heute Altstadt) lag auf einer Anhöhe, die vor dem Hochwasser der Lippe schützte. Bedingt durch die günstige Lage Lünens an einem Lippeübergang und Schnittpunkt mehrerer vom Hellweg in das Münsterland und bis zur Nord- und Ostsee führenden Handelsstraßen, ließen sich hier Handwerker und Kaufleute nieder. Die kleine Ansiedlung erhielt durch den Bau der St.-Marien-Kirche um 1018 neben einer wirtschaftlichen auch eine kirchliche Bedeutung für die nähere Umgebung.

Bei Lünen trafen im 13. Jahrhundert die Interessen der Bischöfe von Münster, der Erzbischöfe von Köln, der Grafen von Dortmund und der Grafen von der Mark aufeinander. Um 1215 ließ der Bischof von Münster, in dessen Territorium Lünen lag, den Ort zur Grenzfestung ausbauen. 1256 sollten die Befestigungsanlagen auf Anordnung des Erzbischofs von Köln geschleift werden. Um 1290 konnte der Graf von der Mark Rechte an Lünen gewinnen und die Stadt schließlich in Besitz

nehmen. Er ließ Lünen in den Jahren 1336 bis 1340 aus dem Einflußbereich des Bischofs von Münster heraus vom nördlichen an das südliche Lippeufer verlegen und gab dem Ort ein Jahr später Stadtrechte. Die von Natur aus günstige strategische Lage Neulünens wurde durch Graben, Wall und Mauer mit Türmen verstärkt. Drei Tore führten in die Stadt. Außerdem lag in ihr eine starke Burgmannschaft.

Die Lage der neuen Stadt im Überschwemmungsgebiet der Lippe und Seseke machte den Bewohnern immer wieder zu schaffen; die Überflutungen endeten erst mit dem Bau des Lippedeiches 1935. Außerdem entstanden aufgrund der engen Bauweise und des leicht entzündbaren Baumaterials zahlreiche Brände, die Lünen mehrfach vollständig zerstörten. Erst die Feuerordnung von 1548 sorgte für einen verbesserten Brandschutz.

Der Stadt gelang es, aufgrund des starken Verteidigungsringes bis 1598 alle Feinde zurückzuhalten. Erst eine neue Waffe, die Kanone, war der alten Verteidigungsanlage überlegen. Von nun an begann für den Ort eine längere Zeit militärischer Einquartierung. Besonders im Dreißigjährigen Krieg litten die Bewohner unter der Last der einquartierten Soldaten und den damit verbundenen Kriegsleistungen. Nach dem Krieg war Lünen ein bedeutungsloses Städtchen geworden. 1719 lebten in Lünen ungefähr 1 200 Menschen. Die einzige Fabrik der Stadt, eine Wollfabrik, war ruiniert.

Mit dern Siebenjährigen Krieg traf die Stadt ein letzter schwerer Schlag. Lünen lag wie andere Lippestädte in der Kampf-

zone. Ständige Einquartierungen ließen die Bewohner völlig verarmen. 1759 hatten französische Truppen die Stadtmauer teilweise geschleift. 1765 wurden noch 972 Einwohner gezählt. Nach dem Krieg setzte nur zögernd eine wirtschaftliche Verbesserung ein. Die Schaffung neuer Verkehrswege nach 1820 trug zum Aufschwung bei. Durch die Schiffbarmachung der Lippe erhielt Lünen einen Hafen für den weiteren Umkreis, insbesondere für Dortmund. 1875 wurde mit der Eisenbahnstrecke Dortrnund-Lünen-Gronau der Anschluß an das Schienennetz des Ruhrgebiets erreicht.

1826 gründete Caspar Diedrich Wehrenbold mit der Eisenhütte Westfalia in Wethmar das erste Industrieunternehmen im Lüner Raum. 1854 und 1872 folgten die Louisenhütte (Potthoff & Flurne) und die Lüner Hütte Ferdinand Schultz. Mit dem Einzug des Bergbaus Ende des 19. Jahrhunderts fanden hier häuptsächlich Arbeiter aus den deutschen Ostgebieten und viele Ausländer eine neue Heimat. Mit der Fertigstellung des Lippe-Seiten-Kanals (1914), der Eisenbahnlinien HammOsterfeld (1905) und Dortmund-Lünen-Münster (1928) sowie der Autobahn Recklinghausen-Bielefeld (1938) erhielten die Wirtschaftsunternehmen in Lünen eine ausreichende Verkehrsanbindung.

Der wirtschaftliche Aufschwung schlug sich auch in den Einwohnerzahlen nieder. Während Lünen im Jahre 1825 rund 1 5OOEinwohnerzählte, waren es 1871 rund3 000, 1900bereits rund 8000 und 1922 rund 20000.

Der Bedarf an weiteren Gewerbeflächen zur Ansiedlung neuer

Betriebe und zum Bau größerer Wohnsiedlungen führte dazu, daß zwischen 1914 und 1928 mehrere selbständige Landgemeinden nach Lünen eingemeindet wurden. 1914 wurde zunächst Lippholthausen mit Lünen vereinigt, 1923 folgten Bekkinghausen, Gahmen und Horstmar und 1928 schließlich Brambauer und ein Teil von Altenderne. Zwischen diesen Gemeinden und der Stadt Lünen bestanden seinerzeit zum Teil bereits bauliche und funktionale Verflechtungen. Außerdem gab esenge Beziehungen zwischen den Arbeits- und Wohnstätten. Weitere Zusammenschlüsse erfolgten 1968 mit der Gemeinde Niederaden und 1975 mit der Gemeinde Altlünen. Die Einwohnerzahl beträgt heute über 90 000.

In den letzten Jahrzehnten hat sich das Bild der Stadt und ihrer Ortsteile deutlich verändert. Mit den Neubauten wurde nicht nur alte Bausubstanz abgelöst, sondern es wurden auch störende Baulücken gefüllt. Renovierte Fachwerkhäuser stellen die Brücke zur Vergangenheit her. Verkehrsberuhigte Straßen und Grünanlagen ermöglichen geruhsame Einkäufe und Spaziergänge. An die alten Zeiten erinnern Ansichtskarten und Fotos. Eine Auswahl von ihnen in diesem Band ermöglicht einen Einblick in das Leben und Wohnen in der Stadt Lünen und ihren Ortsteilen in der Zeit vom Ende des 19. Jahrhunderts bis um 1930.

Fredy Niklowitz

Lünen·Mitte

1. 'Gruss aus Lünen', um 1900.

Die Ansichtskarte des Lüner Verlages Wilhelm Bongers zeigt als Motive den alten Markt mit Rathaus und dahinterliegend die Stadtkirche St. Georg, eine Partie an der Lippe mit der Altstadtkirche St. Marien und eine Gesamtansicht der Innenstadt von Süden mit den das Stadtbild bestimmenden drei Kirchen.

2. 'Gruss aus Lûnen', um 1900.

Die Lithographie zeigt neben Schloß Buddenburg in Lippholthausen und dem Postamt an der Münsterstraße eine Partie an der Lippe mit der Schreinerei Weischenberg, der St.-Marien-Kirche und der Metallwarenfabrik Quitmann. Ein in der Flußmitte abgebildetes Badehäuschen zeugt davon, daß früher in der Lippe gebadet wurde. Die Badeanstalt hatte vormittags für Damen und nachmittags für Herren geöffnet.

3. 'Gruss aus Lünen', 1903.

Die von dem Lüner Verlag Heinrich Nigge herausgegebene Lithographie zeigt das Postamt an der Münsterstraße und eine Gesamtansicht der Lüner Innenstadt um die Jahrhundertwende. Im Vordergrund werden das Pastorat und die Notkirche der neuen katholischen Pfarrgemeinde Herz-Jesu hervorgehoben. Östlich davon fließt die Seseke vorbei. Im Hintergrund sind die beiden Kirchen St. Marien und St. Georg zu erkennen.

4. Lûnen, Bliek von Osten, 1840.

Die Stadt Lünen, wie sie sich dem Betrachter 1840 vom Wüstenknapp aus bot: Aus einer Anzahl von Häusern ragt südlich der Lippe die evangelische Stadtkirche St. Georg empor. In der nördlich der Lippe gelegenen Altstadt liegt die katholische Altstadtkirche St. Marien, umrahmt von einer nur kleinen Zahl von Häusern. Hierhin führen unter anderem zwei Wege, die heutige Mersch- und die Engelstraße. Der in der unteren rechten Bildecke dargestellte Feldhüter mit Hund ist das Signum des Lithographen Adolf Esselbrügge aus Burgsteinfurt, dessen Walzendruck die älteste Ansicht der Stadt von Osten ist.

5. Lünen, Bliek von Osten, 1953.

Die Silhouette der Stadt Lünen hatte bis zum Ende des letzten Jahrhunderts kaum eine bauliche Veränderung erfahren. Danach wurde das kleinstädtische Panorama lange Zeit geprägt von den drei Kirchtürmen der Herz-Jesu-Kirche, der Stadtkirche St. Georg und der Altstadtkirche St. Marien; im Vordergrund ein Altarm der Lippe.

6. Panorama von Lünen, um 1910.

Der Fotograf hat mit dieser Aufnahme das Gesamtbild der Lüner Innenstadt von Süden festgehalten. Dazu ist er auf den Turm der Herz-Jesu-Kirche geklettert, die er nachträglich als Montage in das Foto eingefügt hat. Die bogenförmig angelegte Häuserreihe kennzeichnet den Verlauf der ehemaligen Stadtmauer. Westlich davon verläuft ebenfalls in einem weiten Bogen der Wallgang, der zusammen mit der Seseke das mittelalterliche Verteidigungssystem abschloß.

7. Gesamtansicht von Norden, 1954.

Der Bliek von der St-Marien-Kirche zeigt am Südufer der Lippe die Innenstadt, deren mirtelalterliche Ausdehnung noch gut zu erkennen ist. Östlich der Stadt liegt die noch unbebaute, sich bis zur Lippe erstreekende Schiffahrtsweide, auf der früher Leinen getrocknet und gebleicht wurde.

Lünen

Lippebrücke mil Lange Straße

8. Lippebrücke mit Lange Straße, um 1900.

Die Aufnahme zeigt den Bliek von der Münsterstraße in die Lange Straße. Das Gebäude auf der linken Seite ist auf dem Grund des ehemaligen Torhauses am Lipptor erbaut worden. Ihm gegenüber liegt das Haus Wortmann 'auf der Treppe', an das sich die Gastwirtschaften 'Zum goldenen Löwen' und die des Heinrich Kölner anschließen. Vor dem Wortmannschen Haus beginnt die Straße Im Hagen.

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