Markt Schwaben in alten Ansichten Band 2

Markt Schwaben in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Irmgard Köhler
Gemeente
:   Markt Schwaben
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6152-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Markt Schwaben in alten Ansichten Band 2'

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Vorwort

Dem ersten Büchlein 'Markt Schwaben in alten Ansichten' folgt nun eine zweite Ausgabe.

Viel könnte man sagen, erzählen, erklären. Es ist aber gut, daß man sich kurz fassen muß und deshalb nicht alles Interessante zeigen kann. Erschöpfend hätte es wohl nie sein können. Dadurch ist die Qual der Auswahl beträchtlich.

Die Geschichte unserer Gemeinde ist in aller Kürze in der ersten Ausgabe schon behandelt, auch wenn jetzt noch versebiedentlich daraufzurückgegriffen werden muß.

Vielleicht ist es von Vorteil, mehr im Zusammenhang mit der Vergangenheit eines Hauses und seinen Bewohnern zu zeigen. Zuvor aber ein kurzer Einblick in das Schloß, das nur noch zum kleinen Teil stehen bleiben durfte, wie auch in die ehemaligen kirchlichen Verhältnisse unserer Gemeinde. Bei einigen Bildern habe ich den Versuch gewagt. Dies könnte möglicherweise auch für Neubürger mehr Aufschluß und Verständnis für den Ort, in dem sie jetzt leben, bringen. Mit Sicherheit sind auch einige wenige Einzelheiten den 'Ur-Schwabenern' unbekannt. Heute hat man mehr Möglichkeiten den Dingen in den Archiven nachzugehen. Alle Fakten sind dort entnommen.

Bei alten Schwabenern bringt diese neue Ausgabe sicher wieder manches in Erinnerung. Vielleicht weiß es auch dieser oder jener besser, oder anders, auszuschließen ist das nie.

Bei der Aufklärung einiger Bilder wurde mir von verschiedenen

Mitbürgern sehr geholfen, dafür meinen Dank.

Hier darf ich mich wieder ganz herzlich beim Heimatmuseum bedanken, das mir die freie Auswahl der Bilder ermöglichte. Da wir aber ein Heimatmuseumsverein sind, ist es sicher nicht nötig jeden einzeln zu benennen, der Bilder in das Fotoarchiv des Vereins eingebracht hat.

Den Mitbürgern habe ich zu danken, daß sie so viel Verständnis, Hilfsbereitschaft und auch Geduld immer wieder aufbringen. Herrn Blasi möchte ich aber doch nennen, der mir wieder mit Rat und Tat zur Seite stand und mir über manche Klippe hinweg geholfen hat, ihm sei besonders gedankt.

Hier eine kleine Aufschlüsselung der zusammengehörigen Bilder und Texte. Die Fotos und deren Nummern:

2, 3, 4 Der hl. Rasso und seine Bedeutung für die Kirche von Markt Schwaben. Ein Votivbild von Landsham. Pfarrpatronin St. Margaret.

6,7,8,9 Das Schloß, seine Brûcke, seineTore. Wie es einmal aussah.

10, 11, 12 Der letzte Pfleger und erste Landrichter. Vom Ökonomiegebäude über das Café zu den Wohnblöcken.

14, 15 Das Handwerk der Schneider und deren Nachfolger.

18, 19 Der berühmteste Bürger aus Markt Schwaben (auch heute noch) und seine Herkunft.

22,23 Die erste eigenständigeApotheke im Ort und ihr letzter Provisor.

24,25 Frau Maria Adlberger an einem ihrer Geburtstage und das, woran ihr Herz hing.

26, 2 7 Das alte Hafnerhaus und eine Votivtafel vom Brand 1749.

30, 3 1 Denkmale für unsere Gefallenen von drei Kriegen und Gedenken der Vertriebenen.

32,33 Wegkreuz der Erdinger und Isener Straße.

34,35 Das Ledererhaus und ein kleiner Einblick in die damalige Arbeit.

40, 41 Ein wichtiges Testament und eine Militärentlassungsbescheinigung van 1820.

42,43 Die Schäffler beim Oberbräu und das Haus mit der Familie vom Oberschaffler.

46,47 DieAlte Fronfeste (Gefängnis) und seineVerlegung nach Ebersberg.

50,51 Zwei Hochzeiten in Markt Schwaben,

52, 53 Mode im letzten Viertel des vergangenen Jahrhunderts. 54,55 Der Bauernhof'Mayr am Berg' wie er schon immer hieß und seine Familie.

58,59 Der Dalmerhof, seine ehemalige Bedeutung und sein letzter Bauer.

66,67 Das Doktorhaus im Pfarrer-Kressierer-Weg und der erste

Arzt im damaltgen Krankenhans.

70,71 Der Schabmayr im Weiler Haus, Hs.Nr. 1 und Erntezeit. 72, 73 Die Hs. Nr. 2 im Weiler Haus ist der Huberhof. Geburtstag der Hubermutter.

74, 75 Hs.Nr. 3 ist der Mayrhof im Weiler Haus. Goldene Hochzeit 1911.

So hoffe ich, daß auch dieses Büchlein eine gute Aufnahme bei alt und jung findet.

Irmgard Köhler geb. Brenner

1 Markt Schwaben bekam anno 1409 sein Wappen; davon einen Originalauszug: 'Wir Stephan von Gottes genaden Pfalzgrafbey Rhein und Herzog in Beyem etc. Bekhennen offentlieh und rnit dem Brieff für unß und unseren Lieben Sohn Hörzog Ludwigen und für all Unsere Erben und Nachkhommen. Den Burgern Unsers Markhts zu Schwaben durch ihre getreuen und willigen Dienst. Daß sie bißher khein eigen Jnsigl noch Banier gehabt. Verleihen und geben wir chrafft diß Brieffs - Mit Namen einen Weissen Valckhen auf einem schwarzen Perg mit aufgehenden Flügeln, und in einem Rodten Felde on Unnser menigeliches

Jrrung und widersprechen. Und darumben gebietten wür allen Unseren Ambtleuthen, Vizthomen,pflegern,Richtem, die Wür irz haben - vorgenannte Wappen .. .'

2 Die Grafen von AndechsDiessen harten Ländereien in Landsham. Der Heilige Rasse (Ratzo, im Volksmund auch GrafRath genannt), starnmte aus diesem Geschlecht. Ein Nachkomme schenkte einen Teil aus diesem Besitz dem Vetter Heribert, zum Bau.einer Kirche. Der Priester Heribert baute darauf aus seinen eigenen Mitteln und übergab diese Kirche im Iahre 1053 mit dem ganzen Besitz dem Domkapitel zu Freising. Die Kirche von Schwaben wurde eine 'Landshamer Filialkirche'. Erst später kam ein pfarrer nach Schwaben. Gesichert ist das Iahr 1438.Mal wird er als Pfarrer von Landsham, mal als der von Schwaben genannt. Letztendlich

wurde Landsham eine Filialkirche von Schwaben. Der Ursprung unseres Pfarrsprengels liegt also in Landsham.

Hl. Rarro

19. Juni

3 Die Pfarrkirche St. Margaret wurde schon im ersten Büchlein besprochen, doch ist noch viel nachzutragen, was auch hier nur andeutungsweise ergänzt werden kann. Schwaben gehörte ursprünglich zur pfarrei Landsharn, wie umseitig erwähnt. Die Votivtafel von 17 1 2 in Landsham zeigt van Markt Schwaben neben dem Schloß mit Kapelle, die pfarrkirche und das alte Gotteshaus, das hier schon zur Friedhofskapelle verkleinert ist. Zu sehen sind noch die Filialen: Grub, Parsdorf, Landsham, Ottersberg, Neufarn, Pliening und Geiting. Die Votivtafel erinnert an eine schwere Viehseuche, dargestellt durch ein Pferd und Rinder vor der Kirche.

4 St. Margaret, Schutzpatronin unserer Kirche. Ihre sehr schone Holzplastik befindet sich in der Nische bei dem Allerseelenaltar. Als Alter dieser schönen spätgotischen Pigur wird, dem Stil nach, das Ende des 15. [ahrhunderts angenommen. Margaret ist mit Krone, Kreuz und Drachen dargestellt. Es gibt verschiedene Versionen der Legende. Gleichlautend ist dagegen: Sie hatte mit dem Kreuz den Drachen (Symbol fürTeufel) besiegt, sie stammte aus Antiochien, war sehr schön und sollte wegen einer Heirat ihren Christenglauben aufgeben. Da sie sich standhaft weigerte, wurde sie in den Kerker geworfen, gefoltert und enthauptet.

5 Ein sehr schönes Bild, 'Markt Schwaben im Schnee', hinterließ ein Hobbymaler der im Krieg sein junges Leben lassen mußte: ]osefHalIer. Es handelt sich um das Angerl mit Bliek zur Kirche. Im Vordergrund schlängelt sich der Hennigbach durch eine Brûcke, Rechts unten mit dem klobigen Außenkamin steht das 'Blaß- Häusl'. Ganz links am Bildrand ist das Armenhaus. Dahinter das heute noch viergeteilte Haus Nr. 6, 8, 10, 12 Im Angerl. Dem Weg folgend, das Haus der Elisab. Burghard, anschließend das Eberlhaus erst heuer wieder neu gebaut, dann das Holzhaus; es war 'Schwarzhäusl' genannt. Der Landgerichtsgasse entlang kommen:

Höpfl/Brod, Rammelsberger und Nahrhaft/Klob. Ganz im Hintergrund ragen der Kirchturm mit seiner Schneehaube, das Schloß und der Wasserturm über den Baumbestand.

6 Wenn man den kleinen Weg zwischen dem Kirchweiher und dem Schloßgraben zur Kirche ging, harte man im Winter diesen Blick. Im Sommer war er durch das viele Laub verdeckt, dadurch wurde einern die Tiefe des Grabens nicht bewußt. Eine damals herkömmliche Treppe führte nach oben zwischen dem Kriegerdenkmal von 1870/71, das den ungefáhren Platz der ersten Kirche einnahm (heute Maibaum), und dem Tor, das die Brücke abschloß. Diese war gemauert schon seit dem 'Schloßbau' . (Nachzulesen in den Baukostenrechnungen.) Im Hintergrund steht die St.-Margareten-Kirche, derenTurm aus Steinen der ersten Kirche er-

baut ist. Damals blieb nur der Chorraum der alten Kirche erhalten, der als Friedhofskapelle dierite und doch der Säkularisation zum Opfer fiel.

7 Das schmiedeeiserne Tor gab den Bliek ûber die gemauerte Brücke in den Schloßinnenhof frei. Heute muß man keine enge Brücke mehr passieren. da sie abgebrochen und der Graben an dieser Stelle ganz aufgefüllt wurde. Die Romantik blieb allerdings auf der Strecke. Dagegen durfte die Fassade des Gebäudes ihr Gesicht behalten. Der Bauteil im Hintergrund mußte dem Rathaus weichen. Schon zur Zeit dieser Aufnahme hatte im Krieg ein Teil der ausgelagerten Dienststelle 'Luftgau VII' aus München, in diesem Wirtschaftstrakt einige Zimmer ausgebaut. Dazu wurde eine eigene Türe ausgebro-

ehen (wie im Bild zu sehen) und zusätzlich eine Treppe eingebaut.

8 Der Innenhof des Schlosses wurde schon 1 878 so gestaltet. Links vom Turm führte eine schöne große Freitreppe zum ersten Stock. Durch eine Flügeltüre kam man in einen viereckigen Vorplatz. Dort wurde, wenige Tage nach dem Einmarsch der Amerikaner, Dr. Dr. Lichtenegger von der Besatzungsmacht erschossen. Folgte man dagegen nicht der Freitreppe, sondern ging links die drei Stufen nach unten, konnte man über einen gepflasterten Vorplatz in den Garten gelangen. (Siehe folgendes Bild.) Im Turm wurden schon bei dessen Bau 1878 oben und unten je eine Toilette eingebaut, natürlich ohne Spülung, die erst später folgte. Rechts vom Turm be-

fand sich in dieser Flucht nur ein Zimmer, der Rest wurde wirtschaftlich genutzt. Herr Kasiske malte dieses schöne Bild.

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