Mücheln in alten Ansichten Band 3

Mücheln in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Hans Schmidt
Gemeente
:  
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6546-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mücheln in alten Ansichten Band 3'

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Einleitung

Der Inhalt der Bände 1 und 2 der Serie 'Mücheln in alten Ansichten' hatte vielen Interessenten der Stadt- und Heimatgeschichte Freude bereitet. Viele Fragen, in Zusammenhang der Bilderinhalte aus den vergangenen Zeitabschnitten wurden gestellt, diskutiert und beantwortet.

Anliegen war, einen dritten Band aufzubauen, der den Zeitabschnitt von etwa um 1900 bis zumjahr 1950 umfassen soll. Gefragt waren wiederum aussagekräftige Bilder, beziehungsweise Fotos zu sammeln und zusammen zu stellen, die auf bestimmte Besonderheiten, Vorgänge oder Höhepunkte hinweisen. Beachtet wurde auch in diesem Band 3 die Vorstellung ehemaliger Persönlichkeiten, die für unsere Stadt und die Umgebung Bedeutung hatten. Berücksichtigung fanden wieder bildliche Darstellungen aus Nachbarorten, die der Verwaltungsgemeinschaft 'Oberes Geiseltal' angehören.

Dank all den Bekannten und Freunden, die Bilder wie auch Fotos aus vergangener Zeit zur Verfügung stellten und damit das Anliegen unterstützten, diesen Band 3 heraus zu bringen.

Vom 18. bis zum 28. Juni1998 wurde im Rahmen des Stadtfest es in Mücheln und darüberhinaus, gemeinsam mit der Nachbarstadt Braunsbedra, das Jubiläum '300 [ahre Braunkohlenbergbau im Geiseltal' feierlich begangen. Der gesamten Entwicklungszeit wurde Ausdruck damit verliehen, daß ein großer historischer Festumzug in beiden Städten stattfand sowie ein Er-

innerungsband erarbeitet und veröffentlicht wurde. Dieses Buch findet großen Anklang. Im Zusammenhang steht auch das [ahr 1950, das [ahr des Jubiläums '600 [ahre Stadtrecht in Mücheln'. In der Festwoche im Juli genannten [ahres wurde die Müchelner Kantate 'Stadt zwischen Kohle und Korn' uraufgeführt. Ausschnitte aus dieser Kantate wurden anläßlich der Bergbaufeierlichkeiten in der Festveranstaltung vorigen Monats aufgeführt. Im vorliegenden Band 3 wird auch an die Kantate entsprechend erinnert.

Im Iahr 2000 wird das 650jährige Stadtrecht sowie das 525jährige Jubiläum des Bestehens der Schützengilde Mücheln e.v. feierlich begangen. Als gewisse Einstimmung in der jetzigen Vorbereitungszeit, sind einige Fotos aus der Vergangenheit der Schützengilde im Schlußteil des Bandes eingearbeitet.

Aus der Kantate 'Stadt zwischen Kohle und Korn' soll der Eingangschor und der Schlußchor des Librettos diese Einleitung abschließen.

Hans Schmidt

Eingangschor:

Quellennachweis:

Schützengilde Mücheln - 1475 - e.v.: Nr. 41,48,49,69 und 72-75.

Persönlicher Besitz: Titelbild, Nr. 1-40,42-47, 50-68, 70, 71 und 76.

Singen, singen, singen

laßt uns von unserer Stadt!

Seht, sie liegt zwischen Gruben und Aeckern, tätig, wirkend, immer voll schaffender Arbeit! Zwischen Kohle und Korn!

Schlußchor:

Zwischen Tagebau und Felderbreiten, zwischen Korn und Kohle liegt die Stadt, Essen rauchen, Baggereimer gleiten,

wo des Pfluges Reich sein Ende hat.

Mit den Glocken mischen sich Sirenen, aus den Gruben funkeln Lichterreih'n, rastlos, aber still und fruchtbar

dehnen sich die Äcker still im Sonnenschein. Hand in Hand will sich zum Bunde legen, Erdenschätze birgt des Bergmanns Tat, Bauernarbeit birgt der Felder Segen, zwischen Korn und Kohle liegt die Stadt.

1 Im Foto, Herr Studienrat Gerd Ochs aus Halle an der Saale, der Komponist unserer Müchelner Kantate 'Stadt zwischen Kohle und Korn ". Es war ein Auftragswerk des Rates der Stadt Mücheln an Herrn Ochs, für die im Juni 1950 stattfindende '600-Jahrfeier des Stadtrechtes Mücheln' . Diese Stadtkantate für Orchester, Singstimmen, Chöre, Sprecher und Sprechchor wurde in der Festwoche, am Sonntag, den 9. Juli genannten [ahres, im Volkshaus Mücheln, unter der Stabführung des Lehrers Herrn Fritz Roßner mit großem Erfolg uraufgeführt. Das Libretto zu dieser Kantate verfaßte unser Müchelner Lehrer und Heimatdichter Herr Studienrat Franz Blüher.

2 Herr Dr. Peter Rieper wurde 1887 in Borstel, Kreis Stade geboren, studierte in Jena, München und Marburg Chemie und promovierte im [ahre 1912 an der Hochschule in Jena. 1913 kam er als Chemiker zur damaligen Zuckerfabrik nach Stöbnitz. Nach einemjahr Arbeit wurde er bereits Betriebsassistent. Er nahm am Ersten Weltkrieg teil und kehrte danach zur Zuckerfabrik nach Mücheln/Stöbnitz zurück. Ab dem 1. Juli 1919 wurde ihm als Direktor die Leitung der Fabrik übergeben. In seiner langjährigen Amtszeit hatte er an den Erfolgen der steigenden Produktion hohen Anteil. Gemeinsam mit seinem treuen Stammpersonal wurde in den zwanziger und dreißiger [ahren der technische Ausbau der Fabrik entwickelt.

3 Mit dem Foto über Herrn Richard Iaeckel (1879-1958) aus Querfurt soll daran erinnert werden, daß selbiger auch für unsere Heimatstadt Mücheln in Sachen Kultur, Heimatgeschichte und Heimatforschung, sowie als Berater und Freund stets zur Seite stand. Beruflich war er in der Kreisstadt Querfurt Verleger und Buchhändler und Direktor des Querfurter Heimatmuseums. Er war Mitbegründer des Altertums- und Verkehrsvereins des Kreises und der Johannes-Schlaf-Gesellschaft. Sein Verlag brachte in den zwanziger [ahren die Heimatkalender der Kreise Querfurt, Weißenfels, Merseburg und Naumburg heraus.

4 Mancher Müchelner Einwohner wird sich an Fräulein Clara Becher erinnern. Das Foto zeigt sie etwa um das [ahr 1912, in der damals modischen Kleidung. Fräulein Becher war an den Schulen in Mücheln Lehrerin für Handarbeit und sehr beliebt. Ihre langjährige Tätigkeit bis hin in das hohe Alter, zeigte ihren unermüdlichen Fleiß und ihr Interesse besonders für die Jugend. Älteren Interessenten war sie stets hilfsbereit bei fachlichen Fragen, gab ihnen Hilfe, Anleitungen und Empfehlungen.

5 Das Foto zeigt Herrn Dr. Heinrich Horn, der in den dreißiger [ahren bis Ende des Zweiten Weltkrieges das Amt des Bürgermeisters unserer Stadt Mücheln inne hatte. Während seiner Amtszeit hatte er Verdienste bei der Organisation und der Durchführung von wichtigen Aufgaben innerhalb der Stadt und ihren Ortsteilen, wie zum Beispiel Geisellaufsicherungsarbeiten, Reparatur und Neupflasterung von Straßen, wie die Mühlstraße, die Merseburger Straße und andere. Nicht zu vergessen ist der Neubau des Wasserwerkes in Nähe der Freyburger Straße. Einen besonderen und persönlichen Einsatz leistete Herr Dr. Heinrich Horn dafür, daß im Mai 1945 unsere Stadt vor der Zerstörung bewahrt wurde.

6 Professor Dr. Hermann Größler, einer der großen Heimatforscher, um die Zeit der Jahrhundertwende bekannt geworden durch eine Reihe von Veröffentlichungen in unserer Heimatregion, den Nachbarkreisen, bis hin in das Mansfelderland. Nach seinem Studium an den Universitäten der Städte Halle an der Saale und Berlin ergriff er den Lehrerberuf. Von der Jugendzeit an hatte er sich den Geschichtswissenschaften zugewandt und blieb ihnen zeitlebens mit großem Eifer treu. Ab dem [ahr 1871 führte ihn der Lehrerberuf nach Eisleben an das Luthergymnasium, an dem er fast dreieinhalb [ahrzehnte wirkte. Während dieser Zeit war Professor Größler ein emsiger Forscher, und wirkte besonders bei der Erarbeitung der wertvollen Bände der 'ßau- und Kunstdenkmäler' der Kreise in der

ehemaligen Provinz Sachsen und dem Herzogtum Anhalt, nicht zuletzt dem Königreich Sachsen mit. Professor Dr. Hermann Größler, geboren in Naumburg 1840, verstarb im [ahre 191 ° in Eisleben.

7 Herr August Rabe, geboren 1823 und gestorben 1896 in Mücheln, Tischlermeister von Beruf, hatte nach seinen Wanderjahren in Freyburg an der Unstrut, eine Handwerksgesellenherberge mitgegründet. In der Schützengilde Mücheln war er langjähriges Mitglied und einige [ahre auch Vorsitzender (Direktor). Vor 1 SO [ahren, als sich die 'Bürgerliche Revolution' über unserem Land ausbreitete, war Herr August Rabe einer der Revolutionäre in unserer Stadt, neben dem Herrn Bürgermeister, dem Apotheker, zwei Stadträten und einem Schmiedemeister. Als Strafe für seine aktive Beteiligung erhielt Herr August Rabe ein [ahr Zuchthaus, das er in Naumburg verbüßte.

8 Ein Postkartenfoto aus dem [ahre 1902 zeigt den Lehrer Herrn Hermann Kramer. Herr Kramer war in Mücheln langjährig an den Volksschulen tätig, zuletzt als Rektor an der ehemaligen Volksschule I (später 'AdolfHolst Schule' benannt), bis etwa um das Iahr 1937/38.

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