Meppen in alten Ansichten Band 3

Meppen in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Heinrich Heeren
Gemeente
:  
Provincie
:  
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6740-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Meppen in alten Ansichten Band 3'

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Einleitung

Die älteste Ansiedlung, die den Namen Meppen trug, befand sich nördlich der Hasemündung in die Ems, im späteren Überwasser. Am linken Haseufer gab es damals nur ein Bauerngut, den Haupthof Meppen. Als in der Nähe des Haupthofes eine Kirche gebaut wurde, gestattete der Besitzer auch anderen, sich auf seinem Grund und Boden gegen eine jährliche Abgabe anzusiedeln.

So entstand neben dem Dorf "Olde Meppen" allmählich ein zweites Dorf Meppen. Trotz des ungünstigen Baugrundes gewann das neue Dorf Meppen wegen der Nähe der Kirche und seiner durch den Lauf der Flüsse Ems und Hase geschützten Lage bald den Vorrang. Im [ahre 1300 bewilligte der Bischof Adolf von Münster den Bewohnern Meppens die Befestigung der Stadt, die zu dieser Zeit die Form eines Rechtecks hatte. Den Hauptschutz bildeten ein 30 bis 40 Meter breiter Wassergraben und ein Erdwall, der auf seiner Krone einen Palisadenzaun trug. Die alte Stadt hatte vier Tore, die Ems-, Hase-, Markt- und Merschporte. An den Toren befanden sich Zugbrücken über dem Außengraben, die allabendlich aufgezogen wurden, so dass während der Nacht niemand die Stadt verlassen oder betreten konnte. Die alten

Befestigungswerke und damit das ursprüngliche Bild Meppens blieben im Wesentlichen fast dreihundert [ahre unverändert.

Als aber die Stadt im Dreißigjährigen Krieg (1622) von Graf Mansfeld eingenommen worden war, begann man nach dem Abzug der feindlichen Truppen mit einer ausgedehnten Verstärkung der Festung. Nach Abschluss der Arbeiten im [ahre 1660 war das Stadtgebiet, das von den neuen Befestigungsanlagen eingeschlossen wurde, dreimal so groß wie die alte Stadt.

Im Siebenjährigen Krieg erwiesen sich jedoch die Befestigungsanlagen als unzulänglich. Die Franzosen schossen 1 761 den westlichen Stadtteil in Brand und machten die Stadt wehrlos, so dass die Regierung in Münster Meppen als Festung aufgab. Sie ließen die Schanzen niederlegen, Torhäuser und Pulvertürme auf Abbruch verkaufen, den Wall abtragen und die Außen- und Innengräben auffüllen. So entstanden innerhalb des Walles Gärten, die zum Teil noch heute vorhanden sind. Bald darauf wuchs die Stadt weiter, und neue Straßen wie Emsstraße und Lingener Straße konnten angelegt werden. Nun siedelte man sich auch im Stadtteil

Überwasser an, und in den folgenden [ahren begann Meppens "Goldene Zeit". Begünstigt auch durch den Krieg zwischen Frankreich und England, konnten Handel und Gewerbe aufblühen. Die Bearbeitung und der Versand von Zichorie (Kaffee-Ersatz) auf gewerblicher Grundlage, der Bau von Seifensiedereien und die Gründung des Handelshauses Frye prägten dieser Zeit ihr Gesicht.

Im [ahr 1803 wurde das Amt Meppen als erbliche und weltliche Besitzung mit voller Landeshoheit dem Herzog Arenberg als Ersatz für den Verlust linksrheinischer Besitzungen zugeteilt. Nach der Besetzung durch französiche Truppen in den [ahren 1810 bis 1814 wurde das Emsland somit auch Meppen dem Königreich Hannover eingegliedert.

Eine erste große Wende trat für die Stadt ein, als 1856 die Eisenbahnstrecke Rheine-Emden dem Verkehr übergeben wurde und damit der Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz erfolgte. Ebenso bedeutsam war der Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals in den [ahren 1892 bis 1900. Durch die jetzt recht günstige Verkehrslage wurde die Entwicklung der Stadt beschleunigt, und das stille

Agrarstädtchen wurde nach und nach zu einem Verwaltungs-, Verkehrs- und Wirtschaftsschwerpunkt im Zentrum des Emslandes. Trotzdem blieb Meppen ein geruhsames Landstädtchen, in dem für den überwiegenden Teil der Bevölkerung die Land- und Torfwirtschaft weiterhin die wesentliche Erwerbsgrundlage bildete.

Ein weiterer entscheidender Wandel trat ein, als die Emslanderschließung nach einem einheitlichen Plan großzügig in Angriff genommen wurde und als die Erdölförderung einsetzte. Nun siedelten sich neue Industriebetriebe am Rand der Stadt an, so dass dem Kern seine kleinstädtische Atmosphäre belassen wurde. Handel, Gewerbe und Verwaltungen bestimmen noch immer den Charakter der Stadt. Aber manche geschlossene Häuserzeile, manches markante Bauwerk, die den früheren Bewohnern für das Stadtbild typisch erschienen, sind leider verschwunden. Dieses verlorengegangene "Móppske Miljó" versucht dieser Bildband - in Ergänzung und Erweiterung zum 1982 erschienenen Band 1 und zum 1992 erschienenen Band 2 zu dokumentieren.

Meppen

Teilansicht vom Mar~t

1. Das Meppener Rathaus - auf einer Ansichtskarte aus dem [ahr 1909 - wie es sich zwischen 1809 und 1910 repräsentierte. Danach wurde es umgebaut, dasTreppenhaus mit einerTurmhaube versehen und der Giebel völlig neu gestaltet. Im Haus links wohnte die Familie Joseph Huesmann, die hier eine Kattundruckerei (Blaufärberei) betrieb. Die Familie zog 1926 in die Hasestraße. Im Nachbarhaus hatte der Buchdruckermeister Wilhelm Döbbeler seit 1902 seinen Betrieb, den er 1925 ebenfalls in die Hasestraße verlegte. Im nächsten Haus befand sich die Gaststätte Schagemann, vormals Heinrich Meyer.

MEPPEN.

Teilansicht vom Markt.

2. Blick vom Rathaus auf die Gymnasialkirche mit der zwischen 1726 und 1729 erbauten dreigeschossigen Residenz. In den [ahren 1743 bis 1746 entstand nach den Plänen des Superiors Karl Immendorf die Gymnasialkirche. 10 [ahre nach der Einweihung am 9. November 1746 wurden die von Konrad Schlaun entworfenen und von Johannes Christoph Mauskirch gefertigten Seitenaltäre aufgestellt. Im [ahr 1758 folgte der von Heinrich Wies geschaffene Hauptaltar mit dem Altarbild von Johannes Grüter. Das eingeschossige Haus rechts neben der Gymnasialkirche gehörte der Familie Lienstromberg/Jakobs. Es wurde 1936 abgerissen und der heute dort stehende Neubau errichtet. In dem zweigeschassigen Haus rechts daneben wohnte die Familie des Malermeisters Joseph Esders. Im Nachbarhaus betrieb der Uhrmachermeister Hermann BeHing ein Ladengeschäft mit einerWerkstatt. Seine Frau führte in dem Haus ein Fachgeschäft für Damenhüte.

3. Die Ostseite des Rathauses um 1930, davor der Stadtbrunnen mit seinen vier Säulen und einer Wasserpumpe. In dem Haus rechts vom Rathaus befand sich seit 1886 das Textilgeschäft August Löning, ein sehr altes Meppener Familienunternehmen. Im Nachbarhaus rechts war die Buchhandlung Heinrich Meyer von 1865 untergebracht. Beide Häuser wurden in den letzten Kriegstagen im [ahr 1945 durch Bomben völlig zerstört, aber gleich nach dem Kriege wieder aufgebaut.

4. Der FleischermeisterWilhelm Valmer (geb. 17.4.1874) eröffnete im Hause des Händlers Moritz Sternberg am Markt 44/Ecke Kirchstraße 1902 einen Fleischereibetrieb. Das Haus wurde 1936 völlig umgebaut und van Wilhelm Valmer erworben. Er vererbte den Betrieb an seine Tochter Gertrud, die mit ihrem Ehemann, dem Fleischermeister Heinrich Pohlmann, das Geschäft bis 1972 leitete. Bis 1998 unterhielt Wilhelm Valmer van der Haselünner Straße hier eine Filiale, die anschließend sein Sohn [ohannes, Urenkel des Betriebsgründers, übernahm. Rechts im Bild der SeniorchefWilhelm Valmer, links daneben der Geselle Alays Wüller und die Söhne Heinrich und Hermann Valmer.

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5. Die Westseite des Marktes um 1910. Im Gebäude links befand sich das Eisenwaren- und Haushaltswarengeschäft der Witwe Augustin. Es folgen das Textilgeschäft August Löning und die Buchhandlung Heinrich Meyer. Die nächsten beiden Häuser gehören der Familie Kerkhoff, die hier seit Generationen eine Apotheke führt. In dem Hause rechts im Bild auf der anderen Straßenseite befand sich anfangs die Gastwirtschaft Meyer. Ab 1925 führte hier derTischlermeister Bernhard Wolken ein Möbelhaus. 1957 erwarb die Emsländische Volksbank den Besitz.

6. Die Fronleichnamsprozession auf dem Markt um 1930. Früher bewegte sich die Fronleichnamsprozession durch die von den Bürgern festlich geschmückten Straßen von der Propsteikirche durch die Kuh- und Hinterstraße in die Obergerichtsstraße. Hier stand vor der Arenbergischen Rentei ein großer Altar. Von dort führte der Weg durch die Burg- und Gymnasialstraße und über den Domhof zur Kirche zurück. Von den Nationalsozialisten wurde der Weg eingeschränkt. Er führte von der Kirche über den Domhof in die Gymnasialstraße, weiter durch die Burg- und Obergerichtsstraße zum Altar vor der Rentei. Weiter zogen die Gläubigen durch die Hasestraße bis zur Hasebrücke. Von hier ging es über den Wall zur Schülerwiese. Hier fand die Abschlussfeier statt. Heute findet die gesamte Feier zum Fronleichnamsfest auf der Schülerwiese statt.

7. Festumzug zur 25 jährigen Jubelfeier der freiwilligen Feuerwehr Meppen. Diese Feier, die bereits im [ahr 191 1 hätte stattfinden müssen, wurde zusammen mit dem 15. Verbandstag des Emsländischen Feuerwehr-Verbandes vom 27. bis 29. Juni 1914 begangen. Auf Grund einer Zeitungsanzeige zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr versammelten sich am 1. Mai 1885 achtzig junge Männer im Rathaus. Einige von ihnen arbeiteten später eine Satzung aus, die über den Magistrat an die Regierung in Osnabrück ging. Am 26. August 1886 wurde die genehmigte Satzung den wieder Zusammengekommenen verlesen. 60 Personen verpflichteten sich mit ihrer Unterschrift zur Mitgliedschaft. Zur Generalversammlung am 26. September 1886 waren 53 Mitglieder anwesend, die den verschiedenen Abteilungen der Wehr zugeordnet wurden. Zum Feuerwehrhauptmann wurde der Kaufmann Carl Eichler gewählt.

8. Ansichtskarte vom Markt aus demjahr 1908. Rechts das Geschäftshaus Joseph Augustin. Zu dem Anwesen gehörte auch ein Lagerhaus an der Hinterstraße. Später befand sich auf dem Grundstück das Schuhhaus Harmeling. Im nächsten Haus betrieb der Wirt Albert Muke ein Gasthaus. Das kleine Nachbarhaus gehörte dem Bäckermeister Hermann Finke. In den Nachkriegsjahren wohnten in dem Haus Anne und Johannes Lammel. Sie war Geschäftsführerin des sich im Hause befindenden kleinen Lebensmittelgeschäftes, er war als Krankenpfleger im Ludmillenstift tätig. Auf dem nächsten Grundstück befand sich bis zum 1. Weltkrieg das Textilgeschäft Högemann. Diesen Besitz und auch das folgende Grundstück des Kaufmanns [acob Cohen übernahm die Firma Gebrüder Leffers, Delmenhorst.

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