Merzig in alten Ansichten Band 2

Merzig in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Alfred Diwersy und Wolf Porz
Gemeente
:   Merzig
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3724-9
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Merzig in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

Dem ersten Bändchen 'Merzig in alten Ansichten' , seit 1979 in mehreren Auflagen erschienen, folgt nunmehr das zweite. Es porträtiert die Kreisstadt an der Unteren Saar und ihre Menschen in bislang meist unveröffentlichten Fotos aus sieben [ahrzehnten, wobei der Schwerpunkt auf den [ahren zwischen 19 10 und 1950 liegt.

Die Fotos stammen überwiegend aus Privatsammlungen von Lesern der Saarbrücker Zeitung. Sie hatte anlässlich des 17 5-jährigen Merziger Stadtrechts-Jubiläums dazu aufgerufen, Bilder aus früherer Zeit zur Verfügung zu stellen. Die Resonanz war überwältigend: Mehr als viertausend Fotografien konnte die Lokalredaktion Merzig bisher sammeln. Daraus haben die Autaren - einer von ihnen, Wolf Porz, ist Redakteur der Saarbrücker Zeitung - die interessantesten für dieses Bändchen ausgewählt.

Die Bildvorlagen stammen aus den Fotoalben von: Alban Backes, Heinz Beeker, Herbert Bock, Rosemarie Bernd-Zenner, Hanna Endres, Mia Gasper, Rita Güttler, Ilse Hegemann, Harald [acob, René Lepage, Ruth Müller, Gertrud Peifer, Josef Simonis, Herbert Schirmbeck, Gerd Schmitt, MargotThiel, Helene Wacheck, Marliese Weiten, alle aus Merzig. Und Christina Almen, Merchingen; Lothar Bauer, Silwingen; Inge Bach, Harlingen; Maria Johannes, Fitten; Gertrud Klein, Ballern; Wolfgang Klein, Christel Lauer, Besseringen; Mariene Mauer, Schwemlingen; Hedwig Reinert, Brotdarf; Klaus Riplinger, Hilbringen; Robert Steinhauer, Wellingen; Helmut Weis, Bietzen. Ferner von Edith

Barbian, Rimlingen; Manfred Daustert, Reimsbach; Dar Kiefer, Steinbach; Helga Riedel, Wallerfangen. Ihnen allen danken die Autoren für die Erlaubnis zum Abdruck der ausgewählten Fotos, mit denen sie ein aufschlussreiches Bild vom Leben in Merzig und den Dörfern des Merziger Landes, die seit der Gebietsrefarm 1974 zur Stadt gehören, vermitteln möchten. Sie widmen 'Merzig in alten Ansichten Band 2' Lea und Tom Porz sowie Dorothee, Cornelia und [essica Diwersy.

Schon in vorgeschichtlicher Zeit lebten Ackerbauern und Viehzüchter in der Talaue der Saar, die von den Ausläufern des Schwarzwälder Hochwaldes und der Hochfläche des Saargaues umschlossen wird, also dem Bereich der heutigen Stadt Merzig. Merzig selbst ist keltisch-römischen Ursprungs, wie ein Teil der Dörfer, während die anderen ürte Gründungen der fränkischen Landnahmezeit sind.

Schon während der kelto-römischen Mischkultur war das Schicksal der Siedlungen des Merziger Landes mit dem von Merzig verknüpft, was auch für die fränkische Zeit gilt. Deutlicher werden die Beziehungen aber erst [ahrhunderte später, als Merzig Hauptort des Kondominiums Merzig-Saargau ist, jener eigenartigen Herrschaftsform, die sich im Hochmittelalter als gemeinsame Verwaltung zwischen Lothringen und Kurtrier herausgebildet hatte. Wenn auch das Kondominium nicht mit den Grenzen der heutigen Stadt übereinstimmt, so sind doch hier die Wurzeln zu suchen, aus denen sie gewachsen ist.

'Merzig in alten Ansichten Band 2' zeiclmet mit seinen dokumentarischenAufnahmen ein Bild vom Werden der Stadt, in der wir leben, und vermittelt so Zugang zu ihrer Vergangenheit, einer Vergangenheit die bis heute fortwirkt. Wenn der Reigen der 116 Bilder mit einer relativ jungen Aufnahme schließt, geschieht dies, um anzudeuten, wie aus den Bildern von heute unmerklich solche von gestern und im Laufe der [ahrzehnte 'alte Ansichteri' werden.

Merzig, im November 2002 Alfred Diwersy undWolf Porz

~.O~Y~ ...

1. Ein Luftbild aus dem [ahr 1935, aufgenommen aus westlicher Richtung. Im Vordergrund die Saar, die noch ganz nah an der Eisenbahnlinie und damit direkt an der Stadt vorbei fließt. Rechts sieht man die Mündung des Seffersbaches. Im Zentrum des oberen Bildteils die pfarrkirche St. Peter mit dem Kirchplatz. Hinter der Kirche ist der noch unbebaute 'Schwarze Platz' zu sehen, der seinerzeit für Zirkusgastspiele, Kirmes und andere Großveranstaltungen genutzt wurde. Links (im unteren Bilddrittel, Ecke ehemalige Rehstraße/Neustraße) ist die Synagoge zu erkennen und darüber, am Hang des Kreuzberges, oberhalb der Blätsch, der jüdische Friedhof, dessen Grabmale auf der Fotografie wie weiße Punkte wirken.

2. Eine weitere Luftaufnahme, dieses Mal aus den frühen fünfziger Iahren, wieder aus westlicher Richtung fotografiert. Die Kirche, der Kirchplatz, das Gasthaus 'Zur Sonne' mit seiner Jugendstilfassade und das Gasthaus Steuer-Bell in derTorstraße fallen sofort insAuge. Ebenso die Marienkapelle und der Pfarrgarten sowie der Schwarze Platz, wo gerade Karussells und Kirmesbuden aufgebaut werden. Im Hintergrund einer der markanten Schornsteine von Villeroy & Boch und das Krankenhaus, schön zu erkennen der alte Eingang. Und gegenüber der Park, der das Fellenberg-Schlösschen umgab, eine herrliche Anlage, die zu einem Großteil in den sechziger [ahren für den Bau des Schwesternwohnheimes geopfert wurde.

Merzig. Kathol. Kirche.

3. Blick von der Propsteistraße auf die Südseite der pfarrkirche St. Peter Die Aufnahme wurde 1920-1930 wahrscheinlich aus einem der Fens ter der alten Volksschule heraus aufgenommen. (Vorne ist die Mauer z sehen, die den Schulhof umgab. Generationen von Schülern schritte durch das schwere eiserne Tor. Heute sind in einem Teil des Gebäude links das Vereinshaus sowie Werner Freunds Expeditions-Museum, i anderen Trakt die Stadtbibliothek zu finden.) An der Kirche fällt auf:

Zwei Uhren am Turm, der frühere Haupteingang, der, in den sechzige Iahren zugemauert, nun wieder geöffnet wird, sowie ein weiterer Ein gang an der Südseite des Turmes.

4. St. Peter, einer der eindrucksvollsten spätromanischen Sakralbauten der Saar, fotografiert im Iahre 1896 von den Feldern an der Kaiserstraße aus, auf denen 1929 der Schwarze Platz angelegt wurde. Markant ist die wuchtige Mauer, die den Pfarrgarten umgibt. Auf dem Bild sieht man den Ostchor der Kirche; zu erkennen ist auch die Verbindung zum Pfarrhaus, dem früheren Klostergebäude der Prämonstratenser Propstei. Dem heutigen Betrachter fällt auf dass der Kirchbau ursprünglich unverputzt war.

Katholische Pfarrkirche. Ehemalige Ableikirche.

5. Blick auf den Ostchor der Pfarrkirche St. Peter vom Pfarrgarten aus. In der Mitte der Apsis das Bruchstück eines frühen Tympanons, das heute innen über dem Eingang zum rechten (dem südlichen) Seitenschiff eingebaut ist. Eine Abteikirche, wie auf der Postkarte aus dem ersten Iahrzehnt des vergangenen [ahrhunderts verrnerkt, war St. Peter nie, sondern 'nur' Kirche des Klosters. das (um 1150 gegründet) zunächst von Augustinern aus Springiersbach, dann seit 1183 von Prämonstratensern aus Wadgassen besiedelt wurde. Letztere errichteten in Merzig eine Propstei. Sie übernahmen die Seelsorge im Ort und der Umgebung und setzten ihrerTätigkeit ein bleibendes Denkmal durch den Bau der Klosterkirche St. Peter zuAnfang des 13. [ahrhunderts.

6. Schloss Fellenberg in den dreißiger [ahren. Ursprünglich eine alte Mühle am Seffersbach, um 1840 ausgebaut als Wohnhaus Wilhelm Tell von Fellenbergs, der ganz in der Nähe 1857 die Produktion von Drainagerohren aufgenommen und damit den Grundstock zurVilleroy-&-Boch-Fabrik in Merzig gelegt hatte, In den dreißiger Iahren des letztenjahrhunderts wurde das Haus vom Kreis zur Erweiterung des Krankenhauses erworben. Ende der siebziger [ahre wurde es Kreisheimatmuseum. Heute finden in dem 'Museum Schloss Fellenberg' regelmäßig landesweit beachtete Ausstellungen und Veranstaltungen statt.

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7. Das von Herrn und Frau von FeIlenberg gestiftete Kranken- und Waisenhaus war 1880 fertig gestellt. Im Laufe der folgendenjahrzehnte wurde der Bau des Fellenberg-Stifts den Bedürfnissen entsprechend erweitert. Eine erneute Erweiterung fand 1911 /12 durch den Kreis statt. Das Foto zeigt das Kreiskrankenhaus in den zwanziger [ahren. Es handelt sich um den Teil, der zuletzt als Altenheim genutzt wurde und an den in den sechziger [ahren das moderne Kreiskrankenhaus in derTorstraße angebaut wurde.

8. Das Freibad Heilborn, gebaut 1934/35, kurz nach seiner Fertigstellung. Links sind die ansteigenden Liegeterrassen mit der breiten Treppe zu erkennen. Hinten die Aussiehts- und Restaurant-Terrasse mit den darunter liegenden Wechselkabinen, an die sich links die Sammelumkleiden anschließen (getrennt nach Männern und Frauen, Jungen und Mädchen). Rechts die Eisbärengruppe von [upp Schwindling. (Eines der aus Beton gegossenen Tiere ist heute noch erhalten und steht im Freibad, dessen Tage allerdings gezählt sind. Die Stadt baut neu, und zwar auf der anderen Saarseite.) Die Becken waren mit schwimmenden Holzbalken abgetrennt. Interessant ist die Herkunft dieses Fotos: Es stammt aus einem Postkarten-Leporello 'Merzig - Deutsche Grenzstadt an der schönen Saar', das unmittelbar nach der Saarabstimmung 1935 aufgelegt worden ist.

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