Mettlach in alten Ansichten Band 2

Mettlach in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr. Bernhard Schmal
Gemeente
:   Mettlach
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5525-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mettlach in alten Ansichten Band 2'

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EINLEITUNG

Mettlach in alten Ansichten darzustellen. war bereits das Ziel des ersten, von Reinhold Junges verfaßten Bildbandes, der 1976 im selben Verlag erschien. Dies geschah vor allem mit Hilfe von alten Ansichtskarten, die für Mettlach erstmals im Jahr 1896 belegt sind. Da es sich bei den abgebildeten Karten um einzelne Leihgaben aus der Bevölkerung an den Autor handelte, entstand fast zwangsläufig das Interesse, eine geschlossene Sammlung der Originalkarten anzulegen. Mittlerweile umfaßt diese weit über 1 000 verschiedene Ansichtskarten aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Die schönsten Aufnahmen dokumentierte eine Ausstellung 1991192 im Rathaus von Mettlach.

Eine kurze Darstellung der Geschichte der Mettlacher Ansichtskarten wurde schon im ersten Bildband von Reinhold Junges vorgenommen. Deshalb soll in diesern zweiten Band nicht näher darauf eingegangen werden. Auch kann keine katalogmäßige Aufführung der erschienenen Karten im Rahmen dieses Bildbandes erfolgen. Zwar stellen vor allem die ersten Ansichtskarten vor der Jahrhundertwende, bei denen es sich zumeist um farbige Lithographien handelt, teilweise kleine 'Kunstwerke' dar, jedoch wurden für diese Zeichnungen durchweg nur die bekarmten Motive (Saarbrücke, Alter Turm, Steingutfabrik, Burgruine Montclair, Schloß Ziegelberg. Klosterkapelle und Pavillon) verwendet.

Hiermit ist auch das Hauptproblem bei der Gestaltung eines Bildbandes mit Ansichtskarten genannt: In der Regel beschränken sich die Ansichten auf besonders malerische Motive bzw. markante Gebäude und Bauwerke. Straßenzüge oder einzelne Häuser (ausgenommen Gasthäuser) sind dagegen sehr selten zu finden.

Nach Vorliegen des ersten Bildbandes, in dem Mettlach bereits ausführlich bebildert und beschrieben wurde, war es aber von besonderern Interesse, auch unbekanntere 'Ecken' vor Ende des Zweiten Weltkrieges zu zeigen, insbesondere solche, die heute nicht mehr existieren, Glücklicherweise wurden bei der Suche nach Ansichtskarten auch viele Fotos zur Verfügung gesteilt. So läßt sich tatsächlich ein recht guter Gesarnteindruck von Mettlach von der Jahrhundertwende an bis 1944 vermitteln, da das Ortsbild in diesern Zeitraurn weitgehend unverändert blieb. Neben einer angestiegenen Bautätigkeit in den zwanziger Jahren aufgrund eines akuten Wohnungsmangels ist lediglich der Bau der zweiten Brücke im Jahr 1936 zu erwähnen, da die alte, 1886 erbaute Brücke den damaligen Verkehrsanforderungen nicht mehr genügte. Erst durch den Zweiten Weltkrieg traten erste einschneidende Veränderungen ein. Betroffen hiervon war vor allem der Keuchinger Brückenkopfbereich, der am 24. Dezember 1944 fast vollständig Opfer der

Bomben wurde. Sodann ist vor allem der in den fünfziger Jahren begonnene Bau der Siedlung hervorzuheben.

Später, insbesondere ab den siebziger Jahren, unterlag das Ortsbild immer stärkeren Veränderungen. Wesentlich verursacht wurden diese zum einen durch die Ausweitung des Firmengeländes des Unternehmens Villeroy & Boch, das Mettlach weltweit bekannt werden ließ, zum anderen durch den Bau einer neuen Bundesstraße sowie den Ausbau der Saar zur Schiffahrtsstraße. Im Sommer 1992 wurde dann die neue Umgehungsstraße eingeweiht, die eine viel diskutierte Neugestaltung des Marktplatzes bedingte.

Dieser Bildband soll daher nicht nur 'Erinnerungen an damals' wecken, sondern es auch ermöglichen, einen Vergleich zwischen altem und neuem Ortsbild zu ziehen.

Aufgrund der vorgegebenen begrenzten Anzahl möglicher Abbildungen wurde zunächst fast völlig auf Bildwiederholungen aus Band 1 verzichtet. Ebenfalls nicht berücksichtigt wurden die aus der umfangreichen Mettlach-Literatur allgemein bekannten Aufnahmen. Auf diese Literatur ist auch zu verweisen, was die Geschichte Mettlachs anbetrifft.

Die Bildbeschreibungen in dem vorliegenden Band dienen eher dazu, den Standort einzelner Häuser und Straßenzüge bestimmen zu können.

So werden immer wieder Luftbildaufnahmen vorangestellt, auf denen die im folgenden beschriebenen Gebäude wiederzuerkennen sind. Damalige Hauseigentümer oder Geschäftsinhaber werden nur dann angegeben, wenn dies zur Orientierung zweckmäßig erscheint. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: Waren den Vorkriegsgenerationen die einzelnen, meist in festem Besitz sich befindenden Häuser unter deren Hausnamen ein Begriff, so wechselten später die Besitzer und Geschäftsinhaber immer häufiger. Hinzu kamen Umbau und Modernisierung, so daß es heute schwerfällt, die Häuser namentlich zu charakterisieren.

Ein großer Teil der Aufnahmen erfolgte kurz vor bzw. während des Zweiten Weltkriegs. Daher wird eine ausdrückliche Datierung der Fotos nur bei größeren Abweichungen hiervon vorgenornmen.

Im übrigen wird auf Vergleichsmöglichkeiten in Band 1 hingewiesen.

An dieser Stelle sei allen gedankt, die durch die zur Verfügung gestellten Fotos und Ansichtskarten dazu beigetragen haben, das Bild von Alt-Mettlach noch einmal neu erstehen zu lassen.

1. Dieser 'Gruss aus Mettlach' belegt eindrucksvoll, daß Mettlach schon damals nicht nur als Beschäftigungsort für Arbeitssuchende von Bedeutung war, sondern aufgrund der reizvollen Lage auch vielen als idealer Ort zur Erholung diente. Die wohl1897 erschienene Lithographie zeigt im übrigen noch die alte Lutwinuskirche, die schon bald zu klein wurde, so daß sie 1901 der jetzigen Pfarrkirche weichen mußte.

2. Im folgenden steht jedoch nicht so sehr die malerische Landschaft im Vordergrund, sondern die bauliche Substanz der auf dieser um 1935 entstandenen 'Fliegeraufnahme' zu sehenden Orte Mettlach und Keuchingen, die damals noch eigenständig waren und erst am 1. Oktober 1936 vereint wurden. Bei der Brücke handelt es sich übrigens um eine Retusche, da bei Erscheinen der Ansichtskarte im Jahr 1937 bereits die neue Brücke fertiggestellt war.

3. Zunächst wird nun auf den rechts der Saar liegenden Ortsteil eingegangen, wobei das 'Dorf' im Vordergrund stehen soll. Deutlich zu erkennen ist am Ortseingang das vielen noch als Bennerschule bekannte Gebäude, das 1895 erbaut und 1973 wieder abgerissen wurde. Der Marktplatzbereich wird durch die prachtvolle Lindenallee verdeckt, die später aufgrund einer Höherlegung des Marktplatzes zum Schutz vor Hochwasser geopfert wurde.

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4. Lange Zeit bot sich dem Betrachter dieses Bild vom Marktplatz - hier auf einer Ansichtskarte von ca. 1915, wobei die Aufnahme noch etwas älter ist. Dieser vom Gasthof Basenach bis zur Brücke hin gehende Bereich wird auf den folgenden Abbildungen noch näher vorgestellt.

5. Nur undeutlich ist auf der vorherigen Aufnahme das damalige Brückenhaus zu erkennen, in dem nach dem Ersten Weltkrieg Wilhelm Hoffmann ein Ladenlokal unterhielt. Zuvor diente es als Mauthäuschen, um durch die Zolleinnahmen die Brücke finanzieren zu können.

6. Auf dieser um 1907 erschienenen Ansichtskarte ist der damals zur Brücke hin ansteigende Verlauf der Straße zu erkennen. Die dahinter liegende Häuserzeile existiert in dieser Form heute nicht mehr. Das rechte Haus wurde durch einen neuen Anbau ersetzt, die noch zu sehende Häuserlücke durch den Bau geschlossen, in dem sich zeitweise auch die Volksbank befand.

7. Zu sehen ist das ehemalige Schulzentrum am Marktplatz. Rechts ist noch ein Teil der bereits auf Bild 3 beschriebenen Bennerschule zu erkennen. Das Schulhaus in der Mitte wurde schon 1824 erbaut und diente später als Lehrerdienstwohnung. 1868/69 wurden links daneben zwei Schulsäle mit einer vorgelagerten Turnhalle errichtet, die 1875 ausgebaut wurde. Bis auf die Bennerschule wurden alle Gebäude 1962 wieder abgerissen. (Vg!. auchBild 9, Band 1.)

8. Zur Veranschaulichung wird hier nochmals eine andere Perspektive des hinter den alten Linden liegenden Schulzentrums gegeben. Links führte ein Weg zur heutigen Freiherr-vom-Stein-Straße. Im Hintergrund ist das Haus Bergmann zu erkennen.

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