Mindelheim in alten Ansichten

Mindelheim in alten Ansichten

Auteur
:   Christian Schedler
Gemeente
:   Mindelheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6192-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mindelheim in alten Ansichten'

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Einleitung

Die alte Bürgerstadt Mindelheim liegt am bedeutenden, hochmittelalterlichen Salzhandelsfernweg von München über Landsberg a.L. und Memmingen zum Bodensee am Flüßchen Mindel. Schon von weitem grüßen ihre zahlreichen, das Stadtbild prägenden Türme und Tore. Über allen Wandel, alle Umbauten hinweg konnte hier dank des behutsamen Umgangs mit der eigenen Geschichte ein im Grunde mittelalterliches Städtchen seinen Charakter bewahren, eingebettet als fest umrissener Ortskern im Netz der sich rasch ausbreitenden neuen Stadtteile. Seine planmäßige Gründung mit breiter Hauptstraße, zugleich die Marktstraße und schmalen rechtwinklig davon abzweigenden Nebensträßchen erfolgte wohl im späten 12. [ahrhundert durch Herzog Heinrich d. Löwen oder die Staufer. Dem fruchtbaren Zusammenwirken von Herrschaft und wohlhabendem, beharrlichem Bürgertum ist es zu verdanken, daß das Städtchen all die [ahrhunderte erstaunlich unangefochten überstand, Zeugen jenes Zusammenwirkens begegnen noch heute auf Schritt und Tritt; seien es beim Gang durch die Kirchen herrschaftliche Grablegen oder die Kirchen und Klöster selbst, seien es in der Stadt öffentliche Bauten wie z.B. das Heilig-Geist-Spital oder die Stadtbefestigung.

Noch bis in die Mitte des 19. [ahrhunderts hat das alte Mindelheim wie ein fest gefügter Baukörper tuit wassergefüllten Gräben, bergender Stadtmauer und turmreicher Silhouette gewirkt.

Seit der Mitte jenes [ahrhunderts legten sich allmählich neben die alten, kleinen Vorstädte neue, dichte Gebäudereihen wie jahresringe um den alten Kern.

Von dieser Entwicklung zeugen die folgenden alten Ansichten, die den ursprünglichen Gebäudebestand sowie hinzukommende neue Häuser und Straßen zeigen. Besonders reizvoll sind dabei jene Abbildungen die die verschiedenen Urnban- und Renovierungsphasen einzelner Bauten dokumentieren. Es scheint fast so, als habe die Mindelheimer seit der zweiten Hälfte des 19. und den ersten [ahrzehnten unseres [ahrhunderts ein immenser Eifer ergriffen, die Bürgerhäuser und öffentlichen Gebäude dem Geschmack der Zeit entsprechend zu modernisieren. Gerade am Beispiel des Marienplatzes, der guten Stube der Stadt, ist dieser Prozeß besonders gut zu beobachten. Hier wurde die giebelgezackte Häuserzeile durch manchen Zierrat immer stärker aufgewertet; der einfache Kubus des Rathauses mit seinem schlichten Satteldach erhielt einen repräsentativen Mantel in qualitativ bester zeittypischer Manier.

Einige Fotografien berichten vom Leben und Feiern in Mindelheim; von wohlbehüteten Klosterzöglingen, fleißigen Kaufleuten, vom Vereinsleben und dem Frundsbergfest. Letzteres zieht sich wie ein roter Faden durch all die Iahrzehnte seit dem vergangenen Iahrhundert, als man sich zunehmend der eigenen Geschichte bewußt wurde und bemüht war, sie in Theatern und

Umzügen wieder lebendig werden zu lassen. Es wurde ursprünglich ausgerichtet zum Gedenken an den 'Vater der Landsknechte', Georg von Frundsberg (1473-1528), den wohl berühmtesten Inhaber der Herrschaft Mindelheim.

So begegnet beim 'Spazieren' entlang der alten Abbildungen eine schwäbische Kleinstadt deren bürgerstolze Häuserzeilen, deren großzügige Hauptstraße und deren kleines Gassengewinkei jenes abwechslungsreiche und liebenswürdige Umfeld bieten, das von den Lebensnotwendigkeiten mit intensivem zwischenmenschlichemAustausch so gestaltet wurde; ein Umfeld das sich [edoch sehr von vielen sterilen und langweiligen Ensembles unserer Zeit unterscheidet.

Dieser kleine Band birgt eine ganze Flut von Erinnerungen für alte Mindelheimer Bürgerinnen und Bürger. Er kann aber auch als Anregung für junge und neu zugezogene Menschen einen kleinen Einblick in das geschichiliche Werden ihrer Stadt bieten. Er möge interessierte Leser einladen, sich auf den Charme einer traditionsreichen Kleinstadt mit ihrern Beharren und Wandel einzulassen.

Alle Abbildungen für unseren Spaziergang, der vom flachen Land durch die Tore in die Stadt führt, dort Häuser und Leben riahebringt und schließlich über der Stadt mit der Mindelburg endet, stammen aus der reichhaltigen Graphik- und Fotosammlung der Mindelheimer Museen.

Ganz aufrichtiger Dank gebührt dem Verlag für das Zustandekommen dieses Büchleins und die Geduld mit dem Autor. Weiterhin danke ich Herrn 2. Bürgermeister und Kreisheimatpfleger Erwin Holzbaur und Herrn Franz Epple für manche Anregung und Hilfe.

Christien Schedler M.A.

Eine Kuriosität stellt diese seitenverkehrte Ansicht Mindelheims von Süden dar, die als Druckvorlage dienen sollte. Dennoch ist deutlich zu sehen, daß sich in der ersten Hälfte des 19. [ahrhunderts, als der Stahlstich entstand. die Stadt kaum über den mirtelalterlichen Mauerbering ausgedehnt hatte. Über der Pfarrkirche ragt noch ein barocker Turmhelm empor und nicht der markante Stachel des neugotischen Aufsatzes.

2 Den meines Erachtens nach schönsten Bliek auf Mindelheim gewährt der Katharinenberg im Westen der Stadt. Von hier aus entstand diese Aufnahme im Sommer 1908. Das helle Gebäude zu Füßen des Bergs zeigt das ehemalige Heilbad Mayenbad. Besonders gut zu erkennen ist die villengesäumte Allee der Bahnhofstraße im Osten der Stadt.

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3 Etwa um 1910 wurde diese kolorierte Fotografie ebenfalls von Südwesten, vermutlich von der Burg aus aufgenommen. Mittlerweile hat sich die Stadt kräftig nach Sûden hin ausgedehnt.

4 Solch ein besonderes Ereignis wie die Fahrt eines Zeppelin über der Stadt im [ahr 1909 wurde sogar auf einer Postkarte festgehalten.

5 Diese feine Federzeichnung von 1920 zeigt das Untere Tor von Westen (außen) vor dem Abbruch der Stadtmauer. Allerdings historisierend, da die Mauer schon Ende des 19. Jahrhunderts gefallen ist. Noch bis in die fünfziger Iahre war derTurm bewohnt, worauf der mittlerweile fehlende Schornstein oben auf dem Dach hinweist.

6 Auf der Straße aus Memmingen kommend bot sich

an der Mindelbrücke etwa

um 1900 dieser Bliek auf das UntereTor. Rechts der Gasthof 'Drei König' und neben dem Tor anstelle der Mauer die Schranne. Links neben der Brücke führte eine Rampe zur Mindel, die hier als Pferdetränke gedient hat.

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Jlle )V!indelbrücke und unteres Lhor

7 Einen reizvollen Gegensatz bilden seit [eher in der Unteren Stadt der trutzige Turm des Unteren Tores und die spätbarocke ]esuitenkirehe. Zwischen Weberhäusehen und Sehranne befand sich noch um 1910, als dieses Foto entstand. ein Waschplatz an der Mindel.

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JllrNDELHEIl' - UNTERES TOR JII. JESUITENKJRCHE.

8 Bis zum Ende des 19. [ahrhunderts hat das Umfeld des Oberen Tores sein mittelalterliches Gepräge bewahrt, wie das Foto zeigt. Die alte kopfsteingepflasterte Straße wird zur rechten von einem Garten und dem Rest der Barbakane (Wehranlage vor dem Tor) flankiert, zur linken begrenzt eine gemauerte Brüstung den ehemaligen Stadtgraben.

Nindelheim

ob.r.s Tor

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