Mölln in alten Ansichten Band 1

Mölln in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Alfred Flögel
Gemeente
:   Mölln
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3484-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mölln in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Wer von den waldbestanden Hügeln, die sich rings um die Altstadt ziehen, etwa vom Heidberg, vom Blöcken oder vom K1üschenberg her auf das rote Gewirr der Ziegeldächer blickt, dem erscheint vielleicht die Innenstadt über Jahrhunderte hinweg nahezu unverändert erhalten geblieben zu sein. Das Gesamtbild bestätigt dies auch, Die Straßenzüge verlaufen wie eh und jeh, die einzelnen Häuser und Plätze jedoch haben ihr Gesicht, ihr Aussehen längst verändert.

Ein Gang allein schon die Hauptstraße entlang läßt Häuser in allen nur denkbaren, zeitgemäßen Baustilen erkennen. Die dicht bei dicht stehenden modernen, im hellen Licht erstrahlenden Geschäfte, mit ihren breiten, eleganten Schaufensterfronten zeigen. wie auch Mölln in einem steten Wandel begriffen ist.

Bis vor gut hundert Jahren hatten Lebensweise und Überkommenes noch Bestand und wurden pfleglichst von einer Generation auf die nachfolgende übertragen. Damit gleichlaufend veränderte sich auch das Bild der Stadt nur langsam. Je umfassender die Technik dann in das menschliche Treiben und Wirken einzugreifen begann, umso schneller und gründlicher begann man sich ihr anzupassen.

Gerade in Mölln, mit seinen strebsamen, aufgeschlossenen Einwohnern, wo immer schon Handel und Handwerk in guter Blühte standen, war man stets darauf bedacht mit dem Fortschritt auf gleicher Höhe zu bleiben. Damit verbunden ist natürlich eine recht rege Bautätigkeit und damit eben auch ein fortwährender Wechsel des Stadtbildes.

Manches Gute und Schöne ist unwiederbringlich

dahin gegangen, manches ist schöner und besser geworden. Nichts aber, was Generationen vor uns erbaut und errichtet haben, sollte über die Zeiten hinweg in Vergessenheit geraten müssen. Heutige Bedürfnisse sind andere, heutige Baustoffe sind andere, Handwerkstüchtigkeit und Handwerkerfleiß hatten immer schon Bestand in dieser Stadt. Sie schufen bereits lange Zeit vor uns ein schönes Mölln, in dem es für alle, für junge und für alte Menschen, gute Lebensmöglichkeiten gibt.

Seit einigen Jahren ruft der Heimatbund und Geschichtsverein immer wieder dazu auf alte Bilder, Fotografien oder Postkarten nicht fortzuwerfen, sondern sie dem Stadtarchiv zur Verfügung zu stellen. Zahlreiche Bilder sind so in den letzten Jahren zusammengetragen worden, als Dokumente einer Zeit, von der sehr viele unter uns nur noch aus Erzählungen wissen.

Älteren Mitbürgern mögen diese Aufnahmen.freundliche Erinnerungen wachrufen und den vielen neuen und jungen Möllnern sollten sie zeigen, wie man hier lebte als die Stadt erst etwa viertausend bis fünftausend Einwohner zählte. Vor allem wird es sicherlich manchen Betrachter erstaunen in welch starkem Maße vor fast nunmehr einhundert Jahren schon der Fremdenverkehr und der Ruf Möllns als gern besuchter Kurort bedeutenden Anteil am betriebsamen Leben der Stadt das ganze Jahr hindurch hatten zum Wohle der Stadt und zur Freude seiner Einwohner und seiner Gäste.

1. Till Eulenspiegel führte immer schon viele Besucher nach Mölln, in die Stadt und zu seinem Grabstein. Diese handgeschnitzten Schilder grüßten in den lebhaftesten Farben bemalt vor vierzig Jahren an den Ortseingängen die Reisenden, um rechtzeitig auf Till Eulenspiegel und den schönen Kurort Mölln aufrnerksam zu machen und zum Verweilen einzuladen.

2. Diese Luftaufnahme, gut fünfzig Jahre alt, zeigt vorne links den Bauhof noch von herrlichen Linden eingefaßt. Zur Wallstraße hin sind um den Wallgraben herum die vielen, vielen Obstgärten zu erkennen. Wer aber sorgfältig in die linke obere Bildecke blickt, findet dort die Ratzeburger Straße. An ihr liegt ein langgestrecktes Gebäude mit einem hohen, schlanken Schornstein. Das war die Milchzuckerfabrik und Molkerei 'Germania' van Otto Evers.

Mölln i. L. - Museum, Altes Haus

3. Die beiden ältesten Bürgerhäuser am Markt etwa 1890. Das Haus links, aus dem Jahre 1582, war kurze Zeit vorher Heimatmuseum geworden. Es sieht heute noch fast genau so aus. Vor dem rechten Hause, 1632 weist der Balken über der Haustür als sein Entstehungsjahr aus, hat neben dem Eingang eine Ruhebank ihren festen Platz. Unter den Fenstern liegt Brennholz, dabei ein Sägebock. Dies alles ist vergangen. Im Hause gibt es keine Öfen mehr und Auspuffgase der vielen Autos würden jeden von der Bank vertreiben. Doch auch sie steht schon lange nicht mehr. Schuhmachermeister Lübbert ließ ebenerdig Schaufenster einbauen für ein Schuhgeschäft. Aber auch das ist schon wieder Vergangenheit.

4. Seit 1890 die letzten 24er Artilleristen nach Güstrow verlegt worden waren, war Mölln keine Garnisonstadt mehr. Stadtväter und Bürger hatten den Abzug der Soldaten sehr bedauert, war damit doch gleichzeitig eine gute Einnahmequelle verloren gegangen. Erst 1915 kamen wieder für längere Zeit Soldaten noch Mölln. Es waren zwei Kompanien Ratzeburger Jäger, Die Freude darüber war groß und Jung und Alt strömte bei ihrem Einzug in der Hauptstraße zusammen. Aus allen Häusern wehten zu ihrer Begrüßung schwarz-weiß-rote Fahnen. Über ein Jahr lang blieben sie in Mölln.

5. Ein Bliek in die ehemalige Bahnhofstraße zwischen der heutigen Post und dem Stadtcafé etwa um 1905. Das erste Gebäude rechts ist das Eich-Amt. Von 1856 bis 1872 stand dort die 'Alte Wache'. Im oberen Stockwerk des Eich-Amtes war die Wohnung des einzigen Stadtpolizisten, mit Namen Scharnweber, und in den nicht genutzten weiteren Räumen war das Gefängnis untergebracht. Gegenüber dem Eich-Amt zieht sich am Straßenrand eine Reihe Kastanien entlang in die Stadt hinein.

6. Vorne das Landes-Kriegerdenkrnal, das den im Kriege 1870/71 Gefallenen des Landes Herzogtum Lauenburg zur Erinnerung errichtet war. Heute steht es, jedoch ohne Gitter und ohne Eeklampen im Hohen Holz. Dahinter das neue Kaiserliche Postamt. Bis 1884 war es bei Postmeister Riedel in der Marktstraße Nummer 1 gewesen. Auf dem Dach des Postamtes ein Gerüst für die Telegraphenleitungen, die als Freileitungen neuerdings die Straßen begleiteten. Jetzt befindet sich in diesem Gebäude die Stadt-Apotheke.

7. Schon nach wenigen Jahren reichte das Postamt auf dem Bauhof nicht mehr aus. Die Einwohnerzahl stieg auf fast 4 500 und die Stadt Mölln dehnte sich immer weiter aus. Das alte Eich-Arnt wurde abgebrochen und an seine Stelle durch den Bauunternehmer Joharmsen ein neues 'Kaiserliches Postamt' gebaut. Ein hübscher Turm, ringsum mit Isolatoren besetzt, war Sammelpunkt der Telegraphen-Leitungen. Am Bauhof entlang zur Bergstraße wurden viele Linden angepflanzt. Nach Fertigstellung aller Arbeiten war dann am 29. September 1907 die feierliche Einweihung.

8. Die Hauptstraße gegenüber der Post, etwa 1874. Damals hieß sie hier noch Bahnhofstraße. Links im Vordergrund das Zollamt, in königlich preußischer Uniform davor der Zöllner. Die Straße hat bereits auch hier einen Bürgersteig erhalten. Auf ihm ziehen sich Telegraphenmasten entlang zum damals noch in der Marktstraße Nummer 1 stationierten Postamt. Das Haus der heutigen Buchhandlung Krüger ragt noch weit in die Straße hinein. Etatsrat von Wiekede hatte es 1826/27 direkt an das Steintor angelehnt gebaut. Sein Hausnachfolger Bäcker Mencke hatte sich fast zwanzig Jahre hindurch bemüht, es mit Hilfe des Magistrats zurücksetzen zu können.

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