Moosthenning in alten Ansichten

Moosthenning in alten Ansichten

Auteur
:   Franz Eingärtner
Gemeente
:   Moosthenning
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5560-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Moosthenning in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Moosthenning liegt im Isartal, an der nördlichen Hangleite und grenzt mit den Fluren im Süden an die Stadt Dingolfing, den Kreissitz des Landkreises Dingolfing-Landau. Der Name Moosthenning ist im buchstäblichen Sinne die Wiedergabe seiner geographischen Lage und legt mit seiner Endsilbe -ing den Ort mit dem Alter auf die Zeit der bayuwarischen Landnahme , um die Mitte des 6. Jahrhunderts, zwischen Moos und Tanne gelegen, fest. Wenngleich Ausgrabungen, Bodendenkmäler, Funde und eine keltische Schanze in Burgstall schon das menschliche Dasein in der ausgehenden Bronzezeit beweisen können. Rund siebzig keltische Hügelgräber bestätigen ebenfalls die frühe Besiedlung unseres Raumes. Die einstigen Ursiedlungen festigten sich, verlagerten aber in größeren Zeiträumen mehrmals ihre Standorte, bis sie schließlich mit den Orten Moosthenning, Thürnthenning, Ottering und Töding den ersten urkundlichen Nachweis bringen.

In der Folgezeit galt es für die ersten 'dörflichen Niederlassungen', den Urwald zurückzudrängen und zu roden. Fruchtbares Ackerland wurde gewonnen und mit diesen Freiflächen wurden neue Siedlungsmöglichkeiten geschaften, deren Namen meist nach der Lage, dem Bach oder den Bäumen gefaßt wurde, wie beispielsweise: Rimbach (Rim = Rand oder Grenze - Grenzbach), Lengthal (langes Tal), Domwang (Dornen I Wang = Hang), Forst (Wald), und dürften im 11. bis 12. Jahrhundert entstanden sein.

Die weitere Entwicklung all dieser Orte ist wohl ziehmlich die gleiche gewesen. Als königseigene Gutshöfe, als kirchlicher Besitz, oder als freie Bauern vertrat man einmal die weltlichen, zum anderen die kirchlichen Interessen. Da und dort wurden, je nach ihrer strategischen Wichtigkeit oder durch den Handel begünstigte Orte später zu Hofmarken aufgewertet, die meist als Lehen weiter vererbt wurden. Es bildeten sich alsdarm aus den Hauptorten sogenannte Ruralgemeinden (Landgerneinden). Bei der Umstrukturierung unter Graf Montgelas reiften diese zu Kommunalgemeinden und schließlich wurden die ehemals selbständigen Gemeinden Rimbach, Dornwang, Lengthal, Moosthenning, Thümthenning und Ottering, im Zuge der Gebietsreform. im Jahre 1978 zu einer Einheitsgemeinde mit Namen Moosthenning zusammengelegt.

Betrachten wir die Vergangenheit dieser Dörfer, ihre Entwicklung, die Häuser, die Menschen - ob Bauern, Handwerker oder Arbeiter -, die Religion, das Brauchtum oder die Freizeit, so fällt uns auf daß wir uns in einem stetigen Verändern befinden. Ließ der Dreißigjährige Krieg durch Brandschatzung die Hofmarken verschwinden, so mußten später die alten Bauernhöfe in blockbauweise neuen Ziegelbauten weichen. Handwerkszweige wie Schmiede, Wagner, Schuster, Schneider und viele mehr wurden überflüssig oder industrialisiert. Die Bekleidung in der einstigen Tracht gesehen, wurde zur alljährlichen 'neuen Mode'. Der Dorfbach und die Pferdeschwemme verschwanden unter die Straßen und die Wege mit den zwei Fahrspuren - dem grünen Rosengürtel in der Mitte - wurden zur asphaltierten Auto-Rennstrecke. Pferde und Ochsen verformten sich zu Motoren.

Vieles hat sich verändert und die heutige Zeit überholt in riesigen Schritten Altherkömmliches. Bei der Zusammenstellung dieses Büchleins wurde auf Quellen zurückgegriffen die bisher noch kaum genutzt wurden, uns aber die Gegebenheiten etwa der Jahrzehnte von 1880 bis 1930 veranschaulichen können. Anhand dieser alten Postkarten und Fotografien, die mittlerweile schon zu historischen Dokumenten geworden sind, wollen wir einen Rundgang durch die Gemeinde Moosthenning und ihre Ortsteile unternehmen, gleichsam mit den Eindrücken der Einwohner iener Zeit. Den Älteren unter uns wird wohl das eine

oder andere Bild bekannt sein und sie werden das eine Gebäude oder die alte Straße noch wissen. Vielleicht ruft ihnen die Betrachtung manche Erinnerung zurück. Den meisten unserer Mitbürger werden die weitgehend unbekannten Aufnahmen und Ansichten der Heimat, einen Einblick in vergangene Tage ermöglichen. Kleine Textbeiträge sollen als Stütze zum besseren Einordnen und Verstehen beitragen.

1. Die älteste Ansicht von Moosthenning ist ein Kupferstich von Michael Wening, aus dem Jahre 1723. Er zeigt die ehemalige Hofmark, vielmehr noch das, was 1648 nach Abzug der Schweden nach dem Dreißigjährigen Krieg, übrigblieb.

Der Turm in der Mitte diente einst als Schule und wurde in den Jahren um 1880 abgetragen. An der Stelle des rechten Nebengebäudes wurde fünfzehn Jahre später ein neuerbautes Schulgebäude eingeweiht, das nun seit einigen Jahren eine Zahnarztpraxis und ein Bäckerladengeschäft beherbergt.

Das Wohnhaus links wurde bereits 1834 dem früheren Benefiziatenhaus einverleibt und 1977 zusammen abgebrochen. (Aufnahme: Stadtarchiv Dingolfing.)

2. Auf dieser 1920 herausgebrachten Postkarte sind außer einer Totalansicht von Osten aus noch weitere Abbildungen, wie die Nordansicht der Kirche, die Kolonialwarenhandlung Ludwig Eingärtner und die Tafern-Gastwirtschaft Johann Eingärtner zu sehen: Geschäftsnamen die sich urzeitIich anhörcn und heute nicht mehr gebräuchlich sind.

Ein 'Supermarkt' von gestern und eine Gastwirtschaft mit Übernachtungsrnöglichkeiten.

Links neben der Gastwirtschaft erkennen wir eine Art Denkmal, das später nochmals Gegenstand genauerer Betrachtung sein wird. (Aufnahrne: Franz Eingärtner.)

Gruß aus Moosthennlng

Total

3. Links: im 12. oder 13. Jahrhundert müssen wir die Erbauung des Gotteshauses suchen. Das genaue Alter ist den Historikern nicht bekannt. Der erste schriftliche Nachweis ist ein Eintrag in einem alten Salbuch, in dem geschrieben steht daß schon im Jahre 1236 Gilten (Zins- Steuer) zur Kirche Moosthenning entrichtet werden mußten.

Der Friedhof um die Kirche, mit seinen alten Grabsteinen und teilweise noch schmiedeeisernen Kreuzen, hat genauso sein Gesicht verändert, wie auch die Steintafeln, die in die Kirchenwand eingelassen waren, verschwunden sind.

Seitlich rechts erkennt man noch den Höhenrücken als Feldflur, der inzwischen mit vielen Wohnhäusern übersäht ist. (Aufnahme: Franz Eingärtner.)

Rechts: ein Bliek in die Kirche mit dem Aussehen von einst. Im 17. Jahrhundert wurden durch den Dingolfinger Baumeister Mathias Weigenthaller mehrere Veränderungen und Reparaturen durchgeführt. Mit großer Wahrscheinlichkeit sind in dieser Zeit eine Kirchenerweiterung und eine Barockisierung des Gebäudes und der Raumausstattung (Altäre, Stuhlwangen mit Akanthusschnitzwerk, Kommunionbank) vorgenommen worden, was durch die Jahreszahll729 auf einem Kreuzbalken bestätigt wird.

Im Sommer des Jahres 1920 wurde der Kirchenraum durch den Kunstmaler Georg Schmidt, Landshut, abermals renoviert und erhielt diese gezeigte Fassung, die einem Brand vom 6. Februar 1971 zum Opfer fiel. (Aufnahme: Franz Eingärtner.)

4. Rechts: früher war der Kirchturm von Moosthenning nicht so hoch. Dies war offensichtlich dem damaligen Pfarrer Johann Moser, den wir auf dem Bild sehen, ein großes Anliegen. Er war nicht nur Seelsorger, sondern auch 'Finanzier' und stockte den Turm um die Höhe der Doppel- und der Ovalfenster, mit eigenem Geld auf. Auch die schiefergedeckte Turmspitze wurde um einiges angehoben und grüßt jetzt mit stolzen 42 Metern in das Isartal.

Der Glockenstuhl wurde um ein Stockwerk höher verfrachtet und die Turmuhr, ab der noch sichtbaren kleinen Gestängelungen, ebenfalls höher gesetzt. Der Bliek zur Turmuhr, von den Feldern und Wiesen her, war dazumal noch notwendig; wer hatte schon eine Taschenuhr? (Aufnahme: Franz Eingärtner.)

Links: der große Gönner Pfarrer Johann Moser, aus Reinhausen, war von 1895 bis 1909 am Benefizium Moosthenning als Seelsorger tätig. Auf Grund seiner Verdienste wurde ihm 1905 das Ehrenbürgerrecht verliehen.

Ehrenbürgerrechts-Urkunde. Laut einstimmigen Beschluß der Gemeindeverwaltung Moosthenning vom 9. April 1905 und der Gemeindeversammlung vom 28. April 1905 wurde dem Hochwürdigen Herrn freires. Pfarrer Johann Moser in Anbetracht der großen Verdienste, welche sich der selbe während seines IOjährigen Wirkens dahier um Kirche und Gemeinde erworben hat das Ehrenbürgerrecht in der Gemeinde Moosthenning verliehen. Moosthenning, den 22. Mai 1905.

Die Gemeindeverwaltung, Bölsterl, Bürgermeister, Xaver Meindl, Johann Kollecker, Josef Benkhauser, Lorenz Ferstl, Georg Hobmeier, Martin Schmeißer, Max Kriner. (Aufnahme: Franz Eingärtner.)

5. Nahe der Kirche befindet sich dieses stattliche Anwesen, der 'Schachtner Bauer'. Der Besitzer mit seiner Familie und die Dienstboten haben sich um die 1910er Jahre fotografieren lassen.

Auf diesem Bild kann man die überraschende Feststellung machen daß dortmals vom Dorfbach, der sich in der Mitte schlängelt bis zur Friedhofmauer rechts, die großen Laubbäume fehlen. An die mächtigen Birken und riesigen Trauerweiden, die jüngst durch Linden ersetzt wurden, hat sich unser Auge längst gewöhnt. Sie wurden 1915 vom damaligen Lehrer Heidester gepflanzt.

Im Dreieck von der Bachbiegung, der Straße und der Pferdeschwemme (links), wurde dann eine öffentliche Viehwaage erbaut, die um 1960 wieder abgerissen wurde. Der Deisenauer-Bach und die Schwemme sind seit Jahren verrohrt, im anderen Fall mit einer Betondecke überzogen, und bereichern mit ihrer jetzigen Grünanlage das Ortsbild. (Aufnahme: Franz Eingärtner. )

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