Nabburg in alten Ansichten

Nabburg in alten Ansichten

Auteur
:   Ernst Dausch
Gemeente
:   Nabburg
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5587-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nabburg in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Die Stadt Nabburg liegt inmitten der schönen Oberpfälzer Landschaft, unmittelbar an der Autobahn Regensburg-Hof. Sie ist erbaut auf einer von Nordwesten nach Südosten ins Naabtal vorragenden Bergzunge.

Etwa um das 8. Jahrhundert rückt diese Stadt in das Blickfeld der Geschichte. Die bayerische Besiedlung drang von der unteren Naab nach Norden vor. Die Gründung der heutigen Oberstadt Nabburg erfolgte um die Wende des 9. Jahrhunderts. Die Siedlung auf dem Berg verdankt rnilitärischen Gründen ihre Entstehung, was ja auch aus dem Ortsnamen 'Burg an der Naab' unzweifelhaft hervorgeht. Nabburg hat sich bis auf den heutigen Tag das Bild einer mittelalterlichen Festung bewahrt. Es ist noch der doppelte Manerring mit dem dazwischenliegenden Zwinger erhalten.

Es mag ein stolzer Anblick gewesen sein, als Mauern und Türme noch verteidigungsreif waren und zwölf Tore die Eingänge versperrten! 1483 werden sogar 14 Tore aufgezählt. Der Hussengraben vor dem Obertor, der heute noch erhaltene Halsgraben, über den die Straße nach Kemnath führt; vor dem Weyers- oder Weißtor lag der Ramgraben und vor dem Neunburger Tor der Venediger Graben. Die beiden letzten sind aufgefüllt und damit verschwunden.

1617 standen noch neun Tore; heute sind alle bis auf zwei verschwunden: das Mähntor und das Obertor. Zwei Mauertürme , der sogenannte Pulverturm und der Dechantturm, sind ebenfalls noch vorhanden. Die Tortürmchen des Fleischtörleins in der östlichen und des Dechanttörleins in der südlichen Stadtmauer sind zwar verschwunden, aber ihre Ausgänge

sind erhalten und werden heute noch benützt.

Die Stadt Nabburg - früher nannte man sie einmal 'das zweite Rothenburg/o.T.' - hat noch eine Reihe von Sehenswürdigkeiten: das bedeutendste Bauwerk ist die katholische Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptist, ein hochgotischer Bau aus dem 14. Jahrhundert; die barocke Friedhofskirche St. Georg auf deren romanischem Turm schon 1644 (Meranstich) ein Wahrzeichen unserer Stadt, das Storchnest zu sehen ist; die Spitalkirche St. Maria, ein gotischer Bau aus der Wende des 14. Jahrhunderts (heute profaniert); das 'Burggut' am Pulverturm; das Bürgerspital; die evangelische Kirche St. Laurentius aus dem 15. Jahrhundert; das alte Rathaus; der Dechanthof; die St.-Nikolaus-Kirche, ein rornanischer Bau des 12. Jahrhunderts, und die Mutterkirche St. Peter und Paul in Persehen mit dem noch

älteren Karner sowie dem alten Pfarrhof, dem 'Edelmannshof' , der heute ein Bauernhofmuseum beherbergt.

Das vorliegende Büchlein soll einen Einblick in unsere Stadt geben, wie sie sich im Zeitraum von etwa 1880 bis in die dreißiger Jahre darbot.

Allen, die 'Alt-Nabburg' von gestern noch in Erinnerung haben, oder die es - weil sie erst später hier heimisch wurden - einmal kennenlernen möchten, soll dieses Büchlein ein informativer Wegbegleiter in die Vergangenheit sein, aus dem das Heute erwachsen ist.

Nabburg, im Januar 1993

Ernst Dausch, Heimatpfleger

1. Das Mähntor ist wohl das interessanteste profane Bauwerk Nabburgs, eigenartig und einzig in seiner Form. Der rechteckige Turm ist viergeschossig, mit zinnengekröntem Vorbau. Der äußere spitzbogige Torbogen zeigt die Jahreszahl des Umbaues, 1532. Das Tor war einst an beiden Seiten an die Stadtmauer angeschlossen. In der gewölbten Durchfahrt finden sich noch Reste barocker Dekkengemälde, die 'Himmelfahrt Mariä' darstellend. deren Restaurierung 1983vorgenommen wurde. In einer Nische befindet sich die barocke Holzskulptur 'Christus an der Geiselsäule'. Der Name Mähntor hat nichts mit der Mähne eines Pferdes zu tun; er kommt sicherlich daher, daß früher die Zugtiere beim Ackern 'gement' , das heißt geführt wurden, also von dem französischen 'rnené", 'führen'. Wegen des steilen Abhanges beim Tor durfte nicht vom 'Bock' aus gefahren werden, sondern mußten die Zugtiere am Zügel geführt werden. Der Zugang zu den Räumen des Mähntores erfolgt von der Innenseite des Bauwerks durch eine gedeckte Freitreppe. Foto um 1890.

2. Aus verkehrstechnischen Gründen wurde im Jahre 1903 die Stadtmauer rechts vom Mähntor durchbrochen und eine zweite Fahrspur angelegt. Der an dieser Stelle im Bild zu sehende Rohbau ist das 1904 - an der Stelle des früheren Rentamtes > neuerbaute Bezirksamt, spätere Bezeichnung Landratsamt.

3. Im 'Nabburger Volksboten' , der damaligen Heimatzeitung, konnte man am 24. September 1922 folgendes Inserat lesen: 'Eröffnung und Einstandsfeier CüNDITüREI & CAFE Ludwig Ehrl- ab 16 Uhr mit Streichkonzert. ' Wie damals üblich wurde auch bei einem guten Geschäft eine Werbepostkarte herausgebracht. Diese Karte zeigt oben das Mähntor mit dem jetzt schon fertigen Durchbruch und dem neuen Bezirksamt; unten das Geschäft am Mähntor im Hause Kraus, das Anwesen vom Großvater des jetzigen Altbürgermeisters; vor dem Geschäft links der 'Cafetier' mit Frau.

Nabburg U. I'f.

4. Gleich hinter dem Mähntor , wo links die Schmiedgasse den Berg hinaufführt, war das Schuhgeschäft des Gregor Daucher; in diesem Geschäft waren außerdem noch das Hutlager des Wolfgang Hösele und ein Friseurgeschäft untergebracht. Eine Aufnahme aus den zwanziger Jahren.

5. Die Schmiedgasse erinnert noch an das frühere Marktwesen; da gab es keine Verkaufsläden im heutigen Sinn, sondern alles wurde auf dem Markt gekauft. So haben in der Schmiedgasse die Schmiede ihre Waren auf dem Boden ausgebreitet und zum Verkauf angeboten; so hat diese Gasse ihren Namen bekommen. Eine Postkarte aus dem Jahre 1928.

6. In der Schmiedgasse war auch noch das Schuhgeschäft von Karl Rott; sein Sohn war der allseits bekannte und beliebte Lehrer 'Rott 'n-Gustl', den die älteren Nabburger noch in bester Erinnerung haben. Ein Foto von 1899.

7. Viele Nabburger kennen noch das Geschäft des Messerschmieds Josef Gebhard am Oberen Markt (früher: Paradeplatz, unterhalb der Bäckerei Brunner); wenige wissen aber, daß sich das alte Geschäft am Unteren Markt vor der alten Turnhalle befunden hat. An diesem Platz steht heute das Städtische Beamtenhaus. Abgelöst wurde dieses Messerschmiedhaus eigentlich, um auf diesem Platz ein Schulhaus zu bauen; aus diesem Plan ist aber bekanntlich nichts geworden. Eine Aufnahme aus dem Jahre 1919.

8. Dieses Geschäftshaus 'Schnitt-Spezerei & Eisenw.Handlung von J. G. Söldner' , übernahm in den zwanziger Jahren der Kunstmaler, Architekt und Graphiker Karl Schmidt-W(Wolfratshausen). Anläßlich der 1000Jahrfeier im Jahre 1930 gestaltete dieser Künstler die Fassade dieses Hauses mit Sgraffito, das heute noch bestens erhalten ist. 1922 mietete August Keil das Geschäft. Dieses frühere Leonhardi-Haus und spätere Schmidt-Haus vermachte der Künstler rnit dem gesamten Nachlaß der Stadt Nabburg; das Haus ist heute eine kulturelle Begegnungsstätte .

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