Neu Wulmstorf in alten Ansichten

Neu Wulmstorf in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Marquardt
Gemeente
:   Neu Wulmstorf
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1029-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neu Wulmstorf in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Die Sammlung 'Neu Wulmstorf in alten Ansichten' kann als eine willkommene und sehr interessante Ergänzung zu der 'Chronik der Gemeinde Neu Wulmstorf' gelten, von der sich noch zwei Bände in Vorbereitung befinden. Die Chronik und diese vorliegende Bildersammlung bieten Geschichtliches aus zehn Gemeinden und Dörfern an, die 1972 zu der Großgemeinde Neu Wulmstorf zusammengeführt wurden. Dort leben auf einer Gesamtfläche von 5 614 Hektar gegenwärtig etwa 15 000 Einwohner. Während im jüngsten, aber weitaus größten Ort steil Neu Wulmstorf die künftige Stadt sich deutlich ankündigt, haben die zugeordneten Dörfer den alten, dörflichen Charakter im allgemeinen erhalten können. Ihnen ist dieser Bildband besonders gewidmet. Es wird hier nicht nur über ältere Gebäude und Ansichten aus der Zeit vor nahezu hundert Jahren, vielmehr auch über Beschäftigung, Leben und Treiben jener Zeit aus dieser Heimat in der Nähe der Großstadt Hamburg

berichtet. Auch aus dem neuen Wulmstorf, wo 1835 das erste Neusiedlerhaus entstand, konnten alte Ansichten vor völliger Vergessenheit bewahrt bleiben, um in diesen Band aufgenommen zu werden. Besonders zu danken hat der Verfasser Frau Anke Klußmann geborene Peters, Daerstorf, den Herren Heinz Lohmann und Wilhelm Marschalk aus Neu Wulmstorf, Rudolf Meier, Mienenbüttel, Otto Mojen, Schwiederstorf, und vielen weiteren Einwohnern, die bemüht waren, zur Sammlung alter Ansichten beizutragen. Herrn Heinrich Köpcke, Buxtehude, und seinen Mitarbeitern gilt mein besonderer Dank für gute Zusammenarbeit!

Benutzte Quellen: Kirchenbücher Elstorf, Kreis Harburg, seit 1639; Eduard Kück, 'Das alte Bauernleben der Lüneburger Heide' (Leipzig 1906); Eduard Kück und Elfriede Schönhagen, 'Heidjers Tanzmusik' (Berlin 1929).

1. Für den Buchdeckel wurde eines der ältesten Fotos aus dem Gemeindegebiet gewählt, das aus Wulmstorf kam. Das strohgedeckte Fachwerkhaus mit dem bekarmten Walmdach über dem Zweiständerbau stand auf Jemmekers Hof. So sahen auch die ersten Häuser im neuen Wulmstorf aus, die am Rande des Vormoors seit 1835 von fleißigen, äußerst sparsam lebenden Menschen auf einem kleinen Stück Eigenland errichtet wurden. Wer konnte wohl damals ahnen, daß diese bescheidene Siedlung nach hundertfünfzig Jahren zum Mittelpunkt einer Großgemeinde werden könnte, die alle Voraussetzungen zu einem städtischen Gemeinwesen anzeigt?

2. Dieses Bild aus der Zeit der ersten Ansiedlung im neuen Wulmstorf zeigt einen Bliek auf das Grundstück mit der früheren Hausnummer 33 an der Schifferstraße. Haus und Scheune wurden 1858 von dem aus Moisburg stammenden Christian Ludwig Heins errichtet. Durch die Ehe seiner einzigen Tochter und also Erbin Margarethe gelangte der Besitz an den vom Ekers Hof aus Daerstorf stammenden Peter Hauschild, der 1911 verstarb. Tochter Anna Engel Hauschild verheiratete sich 1920 mit Joharm Pape aus dem Hause Neu Wulmstorf 44. Diese Ehe blieb kinderlos, und das Haus verfiel1974 der Spitzhacke, um einem Neubau Platz zu machen.

3. In der Reihe der früheren Hausnummern, als das neue Wulmstorf noch ein Ortsteil vom alten Wulmstorf war, führte das hier abgebildete Haus die Nummer 21. Es darf den Anspruch auf eines der ältesten Häuser in Neu Wulmstorf erheben, gegründet 1855 von dem aus Matts Hof in Wulmstorf Nummer 9 stammenden Matthias Hoppe. Ein Strohdach so beispielhaft in Ordnung zu halten, hat bei aller Schönheit eines in unsern Dörfern immer seltener werdenden Eindrucks auch erhebliche Schattenseiten. Aber Hans-Joachim Martens und seiner Frau Gertrud geborene Peters sollte man dankbar sein für Sauberkeit und Ordnung auf diesem alten Grundstück an der belebten Hauptstraße des Ortes.

4. Das Lichtbild von 1908 zeigt das Haus der Familie Derjen-Holst mit der alten Hausnummer 18, jetzt Wiesengrund 2. Die ältesten Höfe in Wulmstorf wurden in den Listen mit 1-17 bezeichnet. Mit Nummer 18 begann die Reihe der Häuser im 'neuen Wulmstorf", für das sich nach 1850 auch als Ortsname Neu-Wulmstorf durchsetzte und seit 1966 amtlich Neu Wulmstorf geschrieben wird. Es mag daran erinnert werden, daß die Gemeindebezeichnung bis 1966 'Wulmstorf mit Neu-Wulmstorf hieß. Die beiden Frauen auf dem Bilde sind Großmutter Anna Maria Detjen geborene Kohrdes und die Mutter der beiden Kinder Gustav und Otto, Anna Katharina Holst geborene Detjen.

5. Als Peter Lohmann aus Daerstorf das Leben eines unfreien Häuslings satt hatte und sich Eigentum wünschte, schrieb man im Kalender das Jahr 1834. Sein Plan auf Eigentum reifte aber erst 1835 der Verwirklichung entgegen. Viele Enttäuschungen einer herben Kindheit auf dem verwirtschafteten elterlichen Hof, der in fremde Hand gekommen war, hatten ihn veranlaßt, Daerstorf zu verlassen und am Rande des Moores in eigenem Hause am Wulmstorfer Voßbarg sein eigener Herr zu werden. Die Ersparnisse zu einem bescheidenen Eigentum reichten aus. Die getühnten Wände im Ständer- und Fachwerk und das Strohdach schützten gegen die Unbilden der Witterung. Im neuen Wulmstorf stand 1835 das erste Wohnhaus für Peter Lohmann und Familie, klein, aber sein.

6. Die Bezeichnung Schwibbogen, in plattdeutscher Sprache Swiebagen genannt, wie ihn die alte Fotografie zeigt, erklärt Eduard Kück als einen 'gewölbten Aufsatz, der den aufgemauerten Wandherd abschließt.' Das Koehen unter dem Swiebagen beschränkte sich zumeist auf kleinere Haushaltungen und auf Häuslingshäuser. In der mittelniederdeutschen Sprache - etwa 1200 bis 1650 - war nach dem Braunschweiger Wörterbuch der Swietbagen ein starker, großer Bogen, dessen Bestimmungssilbe swiet, swind lautete.

7. So sah es in den kleinen, engen Dönzen der ersten Neu Wulmstorfer Einwohner aus. In allen Winke1n des Hauses zeigte sich die Sparsamkeit, am auffallendsten wohl in der Wohndönze. Das Bett, eine in der Wand als Schlafstätte eingerichtete Butze mit 'Butzenschübern', abgeschirmt gegenüber der Neugierde fremder Besucher! Unter der Butze befand sich ein dunkles Gelaß für die Kartoffeln, die dort zwar frostsicher lagerten, leicht greifbar für die Hausfrau, aber doch nicht jedermanns Gefallen fanden.

8. Um die schwere Arbeit des Torfgrabens im Rübker oder Ovelgönner Moor aus der Anfangszeit Voßhusens anschaulich zu machen, mußte ein Lichtbild aus viel späterer Zeit gewählt werden. Peter Lohmann und Frau hätten um 1835 den Fotografen wahrscheinlich auch ausgelacht, wenn er sie gebeten hätte, einen Augenblick bei der Arbeit innezuhalten, um fotografiert zu werden. Hier steht Carl Marquardt vor der Bank in der Torfkuhle und wirft mit dem Torfspaten je zwei Soden auf den Knüll, und der Kriegsgefangene aus dem Ersten Weltkrieg Albert Breyne schiebt die feuchtschweren Soden zum Trocknen fort.

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